05. Dezember 2008 In Hessen zeichnet sich eine schwarz-gelbe Mehrheit ab. Sechs Wochen vor der Landtagswahl am 18. Januar liegt die CDU bei 41 Prozent, die FDP kommt auf 12 Prozent. Die SPD fällt auf 26 Prozent. Das wäre der tiefste Stand seit 1946. Die Grünen erreichen 12 Prozent, die Partei Die Linke liegt bei 5 Prozent.
Das ist das Stimmungsbild, wie es die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und von HitRadio FFH ermittelt hat. Auch bei der Frage, wen sich die Hessen als Ministerpräsidenten wünschen, liegt Amtsin-haber Roland Koch (CDU) vor seinem Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), wenn auch weniger deutlich: 41 Prozent wünschen sich, dass Koch Minis-terpräsident bleibt, 34 Prozent sprechen sich für Schäfer-Gümbel aus. 9 Prozent wollen weder den einen noch den anderen, und 16 Prozent können sich nicht entscheiden, weil ihnen Schäfer-Gümbel nicht ausreichend bekannt ist. 49 Prozent aller Wahlberechtigten wissen noch gar nicht, ob und wen sie wählen wollen.
Große Zustimmung für Schwarz-Gelb
Unter Koalitionsaspekten findet ein Bündnis aus CDU und FDP die größte Zustimmung: 47 Prozent der Befragten fänden Schwarz-Gelb gut. Auf die größte Ablehnung stößt eine Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei. 71 Prozent sind dagegen, nur 14 Prozent sind für Rot-Grün-Rot.
Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte zwischen Montag und Donnerstag dieser Woche 1145 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte am Telefon. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Hessen.
Bildmaterial: ddp, F.A.Z.