Hoffnungsträgerin der CDU: Silke Lautenschläger

Im Gespräch: Silke Lautenschläger

„Hessen nicht das Land der Windenergie“

Die Zielvorgaben sind hoch: Die 40 Jahre alte CDU-Politikerin Silke Lautenschläger soll Hessen zum Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien machen und deren Anteil an der Energieerzeugung bis 2020 auf 20 Prozent steigern. Windkraftanlagen werden dabei allerdings eine untergeordnete Rolle spielen.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Februar 2009 02:09

Kompetenz und erneuerbare Energien

Judy Wenz (judyw)

Bezüglich Kompetenz bin ich derselben Meinung wie Frank Geiser. Erneuerbare Energien kann es nicht geben (Perpetuum Mobile/ Energieerhaltungssatz). Neben Wind, Wasser, Sonne gibt es andere Entwicklungen, sie standen nie im Interesse der Politik. Frau Lautenschläger kennt sie bestimmt alle, sonst wäre sie ja nicht Ministerin für dieses Ressort geworden. Auf den Feldern Essen anzubauen, um es zu verbrennen, ist eklig (darauf wird es in Hessen hinauslaufen, schließlich ist Frau Lautenschläger der Landwirtschaft sehr verbunden). Dezentral vernünftige Lösungen, z.B. die Nutzung der Unmengen von Gülle (die müssten dann auch nicht heimlich in der Landschaft entsorgt werden um die Wasserwerke zu ärgern), scheitern an den Interessen der Bauern, sie wollen den Transport der Gülle bezahlt haben, der frostige und unerlaubte Acker ist ein paar km näher (Zitat: "Soll ich jede Kuh einzeln zum pinkeln hier vorbei bringen?"). Zentrale Energieversorgung und ganz viele Atomkraftwerke sind wohl das Beste (ich hoffe, dass das marode Biblis aufgrund deutscher Wertarbeit ...). Atomwaffen sind überflüssig, es genügt die Drohung, gut zu zielen und die Technik, gut zu treffen. Wenn die Kühlung nicht mehr funktioniert, ist es egal, mit was gekühlt wird.

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06. Februar 2009 19:00

"In die Luft geht"

Thomas Berger (tberger)

Ich bin ja dafür, die Gefahren der Kernkraft offensiv zu diskutieren. Die katastophale Fehlentscheidung für das ungeeignete Endlager Asse z.B. ist m.E. noch lange nicht hinreichend aufgeklärt. Bei der Formulierung, daß ein KKW "in die Luft gehen" soll, habe ich aber immer das ungute Gefühl, daß ein begrenztes Verständnis technischer Prozesse vorliegt. Auch den worst case, eine Kernschmelze, dürfen Sie sich nicht wie den Einsatz einer Kernwaffe vorstellen. Dazu müsste das spaltbare Material nämlich in einer speziellen Konfiguration angeordnet werden. Kernschmelze bedeutet, daß der Reaktorkern schmilzt, und, vereinfacht gesagt, die Schweinerei ausläuft. Dies führt in der Regel zu Zerstörungen im Reaktorgebäude, durch die radioaktive Materialien, insbesondere Kühlflüssigkeit, freigesetzt werden. Experimentelle Hochtemperaturreaktoren, in denen Deutschland führend war, werden aber mit Helium gekühlt. Helium nimmt als Edelgas ausgesprochen schwierig Strahlung auf. Aus dem gleichen Grund verbleibt es nicht im Körper, und kann daher dort keine Strahlung freisetzen (wegen der langen Verweildauer ist übrigens Zigarettenrauch radiologisch vergleichsweise gefährlich). In der Hoffnung, die Diskussion etwas zu versachlichen -THB-

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06. Februar 2009 17:30

So so im ernst (imernst) sie wollen 150 % Sicherheit

Marie Gruber (mariluI)

Na dann definieren Sie mal dieses mathematische Kunststück. Ja wir alle haben Sie verstanden . Sie wollen mehr als die volle Sicherheit und weil es mehr als 100 % nicht gibt und weil eben auch ein Gabriel sagt das Endlager ist zwar sicher aber wir wollen wisssen on es noch etwas sicheres gibt forschen wir nicht weiter. Ich jeden falls wünsche Ihnen noch 50 % Leben nach dem Tod damit dann wenigstens die Mathematik stimmt. Entweder etwas ist sicher oder eben nicht. Punkt . Punkt. Bei Ihnen scheint halt überfüllen des Glases besser zu sein als das es nur voll geschenkt ist. Verlangte Unsicherheit

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06. Februar 2009 16:14

Sehr geehrter Herr Neuber...

im ernst (imernst)

...an der Finanzkrise sieht man, dass es nicht immer das Beste ist, das zu tun, was alle anderen machen... Solange AKWs nicht 150%ig sicher sind, solange die Endlagerung nicht gelöst ist, wäre es absolut unverantwortlich, die Kernkraft zu nutzen oder sogar auszubauen. Erinnern Sie sich an Tschernobyl und die Auswirkungen auf Deutschland, selbst bei dieser Entfernung? Können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn Biblis in die Luft geht? Zumindest wird dann die FAZ ein Problem haben. Denn nicht nur Frankfurt ist dann nicht mehr bewohnbar. Und das für sehr lange Zeit. Geht auch nur ein deutsches AKW hoch und setzt in großem Massstab Radioaktivität frei, kann Deutschland den Bankrott anmelden.

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06. Februar 2009 13:58

@Neuber

Ralf Schneider (ralf61)

wenn Deutschland immer vorneweghüpfen würde wie Sie, Herr Neuber, sich das wünschten dann hätten wir nicht die führende Rolle bei den erneuerbaren Energien, um die uns die ganze Welt beneidet. Aber Ihnen braucht nicht bange werden, großartige Minister wie Frau Lautenschlaeger und Herr Glos haben die Proplematik in Ihrem Sinne erkannt und halten in Union mit Siemens und EON wacker dagegen.

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06. Februar 2009 12:31

Ich finde ...

Frank Geiser (geiser123)

... immer wieder erstaunlich das Personen in Aemter gehoben werden von denen Sie vermutlich keinen Plan haben. Wenn man den Werdegang Frau Lautenschlaegers verfolgt wird man erkennen das sie vermutlich viele Talente hat, dies moechte ich Ihr nicht aberkennen, aber Strom vermutlich nur insofern kennt als das er aus der Steckdose kommt. Wuerde ich diese Philosophie der Aemterbesetzung auf andere Berufe uebertragen, koennte man den Ingenieur in den OP stecken und den Arzt ins Kraftwerk ... Schuster bleib bei deinen Leisten.

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06. Februar 2009 11:29

Endlich wird der rotgrüne Energieschwindel abgebaut

Rudolf Neuber (r.neuber)

Trotz der wenig glaubhaften Vorgaben von Roland Koch, der die sog. Erneuerbaren Energien auf 20% hochblasen will, geht Lautenschläger endlich daran, den rotgrünen Energieschwindel mit Windmühlen usw. abzubauen. Diesem ersten Schritt sollte in Berlin umgehend die Abschaffung der Schröder-Gesetze zur Kernenergie folgen: Deutschland hüpft der Entwicklung voll hinterher und wird fast nur noch von Staaten umgeben, in denen die Kernenergie Vorrang hat, sogar jetzt auch von Schweden, das den Ausstieg aus dem Ausstieg beschlossen hat! Sozialdemokratische Denkblockaden scheinen jedoch immer noch Deutschlands Rückkehr zur Vernunft zu verhindern.

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06. Februar 2009 10:20

der Bock wird zum Gärtner

Ralf Schneider (ralf61)

Frau Lautenschläger als Umweltministerin? Ich frage mich woher die Dame auch nur einen Funken kompetenz in dieser Thematik nachweisen kann, abgesehen von iher unbestrittenen Fähigkeit ihre Karriere als Ministerin zu pflegen. Das Interview zeigt auf frapierende Weise, das sie die Umweltthematik offensichtlich überhaupt nicht interessiert. Als Sozialministerin ist sie allenfalls als Herold der Koch,schen Streichorgien bei Jugendprojekten und Frauenhäusern aufgefallen. Wahrscheinlich wird sie jetz im Sinne von EON Mitte das zarte Pflänzchen erneuerbare Energien zertreten und imer felissig an Roland,s Seite streiten.

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