ist der Umgang der Fraktion mit den 4 Andersdenkenden. Die sind immer noch gewählt und können nicht einfach von der Fraktionssitzung ausgeladen werden. Wie undemokratisch ist das denn!? Und noch mehr wundert mich die Begründung für die vielen Parteiaustritte - weil man Frau Y. die Gefolgschaft verweigert hat, verlassen wir die Partei. Das hat Kindergartenniveau und ist die mit Abstand dümmste Begründung, die ich je gelesen habe. Diese Partei ist zwar über 100 Jahre alt und trotzdem hat man das Gefühl, sie weigert sich vehement, erwachsen zu werden. Die andere Meinung wird mit Liebesentzug bestraft, na und: Nächtes mal wird wieder heimlich dagegen/dafür gestimmt.
da hat sie wohl gesagt, du machst jetzt mal den Schef und isch sag dir wie´s geht. Den Namen merk ich mir erst gar nicht. Lachnummer.
Gut, dass in diesem Artikel auf die eigenartige Weise der Berichterstattung des Hessischen Rundfunks hingewiesen wird. Am Tage der Pressekonferenz der vier Abgeordneten, die Frau Ypsilanti nicht zur Ministerpräsidentin wählen wollten, stießen die Reporter des HR in Hessen angeblich fast nur auf Bürger, die über das Verhalten dieser "Abweichler" entsetzt waren. Am Tage darauf musste der HR das Ergebnis einer Umfrage veröffentlichen, nach der selbst eine Mehrheit der SPD-Wähler das Verhalten der vier Abgeordneten billigte. Gibt es ein besseres Beispiel für die Gefahr von "Blinden Flecken der Wahrnehmung" bei Journalisten?
Wer rennet so spät durch Wind und Nacht? Es ist die Andrea - sie sucht nach der Macht. Weil Dagmar Metzger mit Gewissen aufrecht stand rannte Andrea mit dem Kopf gegen die Wand. Wir lassen meinen Wortbruch einfach zurück, winkt mir doch der Ministerpräsidentin Glück. Das Gewissen treten wir morgen mit Füßen, die roten Kader-Apparatschiks lassen grüßen. Isch bin machtgeil, frisch Genossen seid zur Hand, isch will mit dem gleichen Kopf durch die gleiche Wand. Meine Lemminge werden gehorchen müssen - doch vier Genossen haben ein eigenes Gewissen. Die vier Aufrechten können Andreas Lüge nicht tragen sie werden es der Presse vor der Wahl sagen. Andrea schäumt und tobt, wieder nix mit der Macht, die Vier haben sich um Bürger und Land verdient gemacht. Bei Genossen und Führung setzt der Verstand jetzt aus, man gießt Kübel von Unrat über die vier Aufrechten aus. Verzweifelt nimmt Andrea Thorsten Schäfer-Gümbel an die Hand und läuft am 18. Jänner mit dem neuem Kopf gegen die gleiche Wand. Die vier Aufrechten haben ihre Existenz gegeben - doch sie können mit reinem Gewissen leben. Viele Menschen in diesem Land denken schon das sind die wahren Helden der Nation!
@ Herzdoktor: Zumindest CDU und SPD beanspruchen Volksparteien zu sein. Sie integrieren gegensätzliche Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, sie vereinen sozial- und marktpolitische Sichten. Sie streiten permanent um die Balance der unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Partei. Wenn die Hessen-SPD unter Führung von Frau Y von innerparteilicher Demokratie nichts, aber auch gar nichts hält, wie letztlich die Reaktionen auf die Haltung von Frau Metzger und die auf die Erklärung der drei anderen „Abweichler“ belegen, dann zeigt dies: wir haben nur noch eine Volkspartei. Wo sollen traditionellen Sozialdemokraten eine politische Heimat in unserem Parteiensystem finden, wenn z.B. eine Landesführung dieser Partei die lange demokratische Tradition dieser ehemals stolzen und erfolgreichen Partei einfach mit Füßen tritt? Diese 4 „Abweichler“ sind und bleiben Sozialdemokraten – mit oder ohne Segen der Partei. Andererseits werden Sie zahlreiche Personen mit SPD-Parteibuch in Hessen finden, die garnicht wissen, für welche Ziele, für welche Ideale die ursprüngliche SPD gekämpft und gelitten hat. Wer dies wirklich versteht und der Tradition treu bleiben möchte, kann als Verantwortliche nicht handeln wie Frau Y.
Meine Damen und Herren, in gegen Frau Ypsilanti gerichteten Beiträgen habe ich etwas Merkwürdiges gesehen. Niemand von Teilnehmer hat meine Fragen angegangen. Eine Frage war: „Leben wir in einem Mehrparteisystem oder in einer Diktatur“. Gibt es andere Parteien? Und warum sollen die Mitglieder einer Partei in dieser Partei bleiben wenn sie dieser Partei Schaden zugefügt haben. Des Weiteren, von welcher Diktatur ist die Rede, plant die SPD – die CDU und FDP zu verbieten? Oder wie? Noch eine kleine Anmerkung, es gibt auch eine hessische Besonderheit, die CDU bezieht in Hessen (Die Stadt Frankfurt ist Ausnahme) ziemlich konservative Position, so dass im vergleich zu Hessen scheint mir die CDU in Saarland oder in NRW und Niedersachen eher moderate und liberal. Und eine Koalition von SPD mit sehr konservativer Partei ist mehr als fraglich. Letztendlich, es ging um Umsetzung des Programms, sowohl in Schul als auch in energiepolitischen Fragen. Leider Gottes hat es keine andere Möglichkeit gegeben, als eine Minderheitsregierung zu bilden. Welche Vorteile die Abweichler haben, muss man die Personen fragen.
Außer dem Dilletantismus der Yps gibt es in der ganzen Chose ja zwei echte Skandale: Die Grünen haben dem Projekt Rot-Grün-Blutrot wie eine Kaderpartei, d.h. ohne Diskussion und auch nur einen "Abweichler" zugestimmt. Und das ist die Partei, die noch vor kurzem den Titel "Bündnis 90" trug! Der andere Skandal besteht in den 95 % Zustimmung für den Yps- Kurs auf dem SPD- Parteitag: Die mittlere Funktionärsebene war (und ist wohl noch) von allen guten Geistern verlassen...Das bildet ja nicht im entferntesten die Meinung der Basis ab. Die Ortsvereine sollten sich mal ihre Delegierten vorknöpfen!
Den vier "Abweichlern" ist von verschiedener Seite Egoismus vorgeworfen worden (u.a. auch von Lesern dieser Zeitung). Die normale Wortbedeutung von "Egoismus" ist "Eigennützigkeit", also das (rücksichtslose) Streben nach dem eigenen Vorteil. Angesichts der erheblichen Nachteile, die die vier "Abweichler" zu erdulden haben (Ende der politischen Karriere, ggf. Einkommensausfall nach dem 18. Januar, Schmähungen durch Parteigenossen etc.) ist mir dieser Vorwurf etwas unklar. Wenn überhaupt, wird man höchstens das öffentliche Interesse an diesen Personen als Vorteil nennen können. Ob das allerdings ein Vorteil ist, da es ja die (bereits beendete) politische Karriere nicht mehr befördern kann und außerdem aller Voraussicht nach bald vorüber sein wird, scheint mir höchst zweifelhaft. Kann mir jemand erklären, worin denn der angeblich egoistisch angestrebte Vorteil bei diesen Personen besteht?
Trotz einer Präferenz für R. Koch muss auch sachlich und seriös mit Frau Ypsilanti und den 95,3 % (!) des SPD-Landesparteitags Hessen und den jeweils über 90 % der Basis auf den 4 Regionalkonferenzen umgegangen und berichtet werden. Stattdessen findet sich oft Vorenthaltungen von Informationen. Ich denke, dass das nicht geht, und schickt sich auch nicht für ihre Publikation. Das "Freie Mandat" ermöglicht es einem Abgeordneten sich unabhängig innerhalb seiner Partei - finanziell und juristisch abgesichert - zu äußern, und gewissenhaft aufzutreten ! Das hat diesbezüglich außer Frau Metzger niemand getan 2008. Frau Dr. Everts hat sogar mitgewirkt am Kriterienkatalog der "Die Linke" als Bedingung für Kooperation und Tolerierung von "Rot-Grün"vorgegeben wurde. Wie hätte sich ein gewissenhafter Mensch, der PDS mit der "Linke"spartei gleichsetzt - trotz der Schnittmengen - im August + September verhalten ? Wohl nicht wie Walter, Everts und Tesch, die am 30. September 2008 in einer geheimen (!) Probeabstimmung ihrer Fraktion für rot-gruen-toleriert von der "Linke"spartei abgestimmt haben ! Im Oktober nach über 90 % Landesparteitagszustimmung und den 4 Regionalkonferenzen bemerkte Walter: für rotgruen mit Tolerierung von DieLinke !
"Die meisten Mitglieder hätte ihren Austritt mit dem Verhalten der vier Abweichler begründet, Ypsilanti die Gefolgschaft zu verweigern", so die SPD. Das widerspricht ja jeder Logik, ist völlig absurd. Diese Begründung führt ja gerade dazu, die Partei zu schwächen (keine Beiträge mehr usw.) Wenn man über die 4 Abweichler so empört war, stärkt man doch gerade eher seine Partei. Oder sieht das jemand anders? Also wird es sich bei den Ausgetretenen gerade um Leute handeln, die sich mit der linken Parteilinie nicht mehr identifizieren können. Oder haben die Ausgetretenen sogar noch bei diesem Akt Angst, ihre richtige Meinung zu sagen und sagen, es wäre wegen der 4 "Abweichler"? Es ist schon fast tragisch, auf was für ein Propagandaniveau die SPD verfallen ist. Ist durchaus vergleichbar mit SED-Niveau.
Wenn dem so ist,dann haben die 4 Abgeordneten richtig gehandelt und ihrem Gewissen und Gedanken mehr gehorcht als DER PARTEI . Denn DIE PARTEI,DIE PARTEI hat nur IMMER RECHT,wenn man in einer Diktatur leben will!Offensichtlich -wenn man die Entwicklungen der letzten Jahre betrachtet,die AUssagen so mancher Politik-Protagonisten und die Wahlentscheidungen in manchen Ländern-möchten nicht wenige in Deutschland (wieder) in einer linken,sozialistischen Dikatur leben !
Diese Frau hat mit ihrer Machtgier und ihrem Wortbruch eine renomierte Volkspartei an die Wand gefahren und leider nichts dazugelernt! Wenn sie weiterhin an ihren Ämtern klebt wird sie aus purem Egoismus zum Schaden der SPD diese Partei völlig in den Dreck fahren. wenn sie es selbst nicht kapiert, dann sollte sie endlich von der Parteispitze gezwungen werden für Bessere Platz zu machen. Die SPD braucht endlich wieder ein ehrliches Gesicht!
wenn die phantastischen Vier in höchster hessischer Verantwortung stehen, sprich Ypsilanti und Co ablösen. Das wäre die erste moralische Erneuerung einer Partei aus eigener Kraft. Das wäre mal was Neues, oder? Metzger als Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin.
Von dem Unterstützern Frau Ypsilantis wird immer wieder auf die (fast) 96% Zustimmung hingewiesen, die der Koalitionsvertrag mit den Grünen auf dem Parteitag der SPD erzielt habe. Einmal abgesehen davon, daß genaugenommen aus einer Zustimmung zu einem Koalitionsvertrag mit den Grünen weder die Zustimmung zu einer Tolerierung durch Die Linke noch die Zustimmung zu Andrea Ypsilanti als Ministerpräsidentin folgt: Sind (fast) 96% nicht eigentlich zu wenig? Die hessische SPD-Fraktion hat 42 Mitglieder. 41 davon hätten für Frau Ypsilanti stimmen müssen, um sie zur Ministerpräsidentin zu wählen. Das sind etwa 97.6%. Folglich hätten die Fraktionsmitglieder die auf dem Parteitag Zustimmenden überproportional repräsentieren müssen. Merkwürdig. (Zugegeben: 40/42 = 95.2% < (fast) 96%, aber es ist deutlich näher dran ;-)
Unerträgliche Verhaltensstrukturen einer machtbesessenen und unprofessionellen Frau Ypsilanti können nur durch die Duldung sehr schwacher Leader in Berlin geschehen. Die vier Aufrechten haben wenigstens Flagge gezeigt und die meisten hessischen Bürger vor einem politischen Desaster bewahrt. Die untauglichen Versuche, diese undiplomatische Ex-Stewardess zur Vernunft zu bringen, wäre in erster Linie die Aufgabe der SPD-Präsiden gewesen. Auch der Neue Alte SPD Vorsitzende Müntefering schafft es nicht, der nach den letzten Ereignissen endgültig gescheiterten SPD-Pseudo-Chefin das Handwerk zu legen. Arme SPD im Super-Wahljahr. Roland Koch kann sich freuen !