
Es gibt kein politisches Amt und dessen Anspruch darauf auf Lebenszeit (ein gewisser Schröder glaubt das ja wohl bis heute noch nicht), ja nicht einmal innerhalb einer Regierungszeit von Bund- oder Länderparlamenten. Politische Ämter sind von "Volkes-Gnaden" (des vergessen die meisten Bundesregierungen regelmäßig und grundsätzlich). Wenn eine neue Regierung durch Koalition entsteht, dann haben die Koalitionäre Anspruch auf eine jeweils angemessene Beteiligung in Form von Ministerposten. Auch ein Minister, der vor der Wahl als "gesetzt" galt (was heißt das überhaupt, denn ein Versprechen kann es nicht sein?) kann nicht durch eine Art Erbrecht mit seiner Wiedereinsetzung rechnen. Es ist im Einzelfall bedauerlich, aber so funktioniert eben Demokratie. Die Nachwahl-Stänkereien gegen Koch, in ein paar vorhergehenden Leserbeiträgen, haben jedenfalls nichts mit Demokratie, sondern nur mit Hass und Wut zu tun.

Man kann ja durchaus die Frustration vieler SPD-Anhänger nachvollziehen. Trotzdem sollte es möglich sein in den Kommentaren beim Thema zu bleiben, und muss auch die Statistik nicht einseitig interpretieren (z.B. ausblenden, dass trotz Zunahme der Wahlberechtigten die Anzahl der Wähler um fast 150 000 abgenommen hat)...

Haben nicht alle vor der Wahl zu Personalfragen immer wieder beteuert: Jetzt warten wir zunächst einmal das Wahlergebnis ab, dann reden wir über Inhalte und ganz zum Schluss erst über Personen? Wer also meint, es sei jemand gesetzt, hat wohl etwas missverstanden oder nimmt die Aussagen der eigenen Partei nicht ernst.

Herr Koch hat jetzt erst einmal 5 Jahre. Und dann gibt es ein neues Spiel und was ist dann? Dann ist Herr Koch 15 Jahre an einem Stück Ministerpräsident. Dann wird die CDU eben wieder mindestens so schlecht/ gut abschneiden. Dann wird es ganz sicher keine Partei über ein dreier Bündnis versuchen sonder so es die SPD noch auf 25 % schafft schneller eine Koalition mit Koch suchen wie sich alle heute vorstellen können. Mal ganz ehrlich hätte die FDP nicht reichlich gewonnen und CDU und FDP wären nur auf ein Patt gekommen so schnell hätte niemand geschaut wie der TSG unter Koch Stellvertreter geworden wäre. Also alles unsinnig im Moment ist die Union die stärkste Kraft gegen die praktisch nichts geht denn Kommunisten und FDP das geht ganz sicher nicht. Und im Übrigen macht der Koch seinen Job sehr gut in Hessen ist niemand zu sehen der es besser könnte.

Amtlich: Bei der Landtagswahl 2009 fuhr die Wähler-Scheuche Koch erneute Verluste ein in Höhe von jeweils a) erneut Stimmen - MINUS beim Landesergebnis / Koch verlor 46 012 Stimmen, obwohl die Zahl der Wahlberechtigten um 4 806 stieg Beleg: http://www.statistik-hessen.de/subweb/ltw2009/S12.htm b) Am schlimmsten war die Flucht vor Koch im eigenen Wahlkreis, wo er in der beschaulichen Kurstadt Bad Soden am Taunus sogar weitere 4 % verscheuchte Beleg: http://www.statistik-hessen.de/subweb/ltw2009/grafik-karte232.htm --

Nein, denn von Politikern ist ein Höchstmaß an Flexibilität zu erwarten. Die meisten können diese Flexibilität auch umsetzen, wie an den Wahlabendenr zu sehen und zu hören ist. Immer wieder verlangen Politiker Verständnis von den Bürgern, stellen ihre Glaubwürdigkeit in Frage und wenden sich bis es Ihnen paßt. Wo die Wahrheit ein Problem ist, dort hat es die "fairness" nicht leicht.

...konnte man Koch schon öfter vorwerfen. Hier nicht.

gibt's nur bei der SPD. Herrn Koch nach der Wahl Wortbruch vorzuwerfen, ist nicht hinnehmbare Illoyalität eigener CDU-Parteifunktionäre. Pfui.