Selbst bei der Vereidigung war Koch noch die Enttäuschung über die vier fehlenden Stimmen anzusehen

Die Frage der Woche

Vier Stimmen zuwenig: Ist Koch nachhaltig politisch beschädigt?

Bei der Wahl zum Ministerpräsidenten haben vier Mitglieder der CDU/FDP-Koalition Roland Koch die Gefolgschaft verweigert. Wer es war, steht dahin. Die FDP beteuert, geschlossen für Koch gestimmt zu haben. Was meinen Sie: Ist Roland Koch nachhaltig politisch beschädigt?

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Februar 2009 02:06

Immer wieder Koch

Rainer Müller (gulliver2005)

Was mich wundert ist, dass ein intelligenter Mensch wie er immer wieder in die Schlagzeilen kommt mit irgendwelchen unappetitlichen Geschichten. Er muss doch erkennen, dass das sein´Bild als Schurke, das von politischen Gegnern auch gerne gepflegt wird, in den Augen der Öffentlichkeit nur weiter erhärtet. Mal sind es jüdische Vermächtnisse, unpassende geschichtliche Vergleiche oder auch jene Affäre um die angeblichen Bestechungsversuche der freien Wähler. Auch wird zunehmend unklar welche Standpunkte nun wirklich vertritt. Gestartet als Wirtschaftliberaler und Merkels schärfster Kritiker hat er nun den Schwenk der Union nach Links mitvollzogen und will schwächelnden Unternehmen mit Staatsgeldern unter die Arme greifen.

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06. Februar 2009 21:28

Welch unsinniger Vergleich nick fury (monoman) die Wahl davor war doch

Marie Gruber (mariluI)

nicht normal 48 % für die CDU zuvor 2003 das war eben wirklich jenseits von dem Potential was die Union erwarten kann. Die FDP hatte da nur gerade 5,1 % man muß wissen wo die CDU zuvor her kam. Das Potential war nie wirklich oberhalb 41 bis 42 % die einmal Entscheidung wegen der doppelten Staatsbürgerschaft das war doch kein Maß . Die SPD lag immer auf dem Niveau oberhalb der 40 % und hatte 2003 eben alles verloren und die Bürger fürchteten dass die FDP wieder mit der SPD zusammen die regierung bilden kann. Also wer all das vergisst erzählt ohne Zusammenhänge zu kennen. Der tatsächliche Verlust 2008 liegt bei ca 5% für die Union und den Parteivorsitzenden. Und der tatsächliche Gewinn von Frau Ypsilanti war wenn man die doppel Staatsbürgerschafts Kampagne und Wahl weg läßt in Wirklichkeit ein kleiner Verlust. Wer zuvor überproportional mehr als 10 % gewinnt der muß beim nächsten mal wieder abgeben. Warum soll die Union 2014 nicht in etwa die 43 % wieder erreichen können? Warum machen sich die Sympatisanten der Verlierer Gedanken um die Union? Irgend wie sehr fürsorglich. Nur die politische Situation ändert sich nicht. Denn so satte Mehrheiten wie jetzt gab es noch nie in Hessen.

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06. Februar 2009 18:22

Koch wurde schon am 18. Januar nachhaltig politisch beschädigt.

nick fury (monoman)

Ist Koch nicht schon spätestens durch sein schwaches Ergebnis bei den Neuwahlen politisch beschädigt? Wir erinnern uns an ein desaströses erdrutschartiges Wahlergebnis bei der vorangegangenen Wahl, Koch verliert mit Donnergetöse seine absolute Mehrheit. Nun folgt das bekannte Hickhack mit Ypsilanti und den Linken, eine bessere CDU-Wahlwerbung für die bald beschlossene Neuwahl kann Koch kaum selbst leisten. Bei dieser Steilvorlage dann ein Stimmenzuwachs von nicht mal einem halben Prozent ist ja wohl gerade mal höchst blamabel und sicherlich das Gegenteil vom festen Sitz im Sattel. Die vier Abweichler im eigenen Lager sind da lediglich das nächste Kapitel in einer für Koch nicht gerade rühmlichen Fortsetzungsgeschichte.

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06. Februar 2009 18:14

Nicht beschädigt!

Andreas Grünebaum (shorafix)

Genügend Stimmen trennen Roland Koch vom nicht gewählten zum gewählten Ministerpräsidenten von Hessen. Dies unterscheidet ihn von der glücklosen und taktisch unklugen Andreas Ypsilanti. Erst nachdem die nächsten 5 Jahre absolviert sein werden zählt erneut der Wähler.

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06. Februar 2009 17:58

Koch beschädigt?

Peter Friedek (Hindenburg4)

Was für Frau Ypsilanti galt, trifft auch auf Herrn Koch zu. - Herr Koch ist demokratisch gewählt. Jeder Abgeordnete ist ausschließlich seinem Gewissen verantwortlich. - Schön wäre es, wenn auch mal ein SPD-Abgeordneter Herrn Koch wählen würde. Vielleicht hat er! Dass offenbar die gesamte Presse so etwas ausschließt, zeigt dass entweder sie oder die SPD nachhaltig beschädigt ist. Natürlich gilt das für alle Parteien.

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06. Februar 2009 17:03

ja die Qutttung heißt sie wird die Kanzlerin stellen Bernd Sauter (besa)

Marie Gruber (mariluI)

man kann ja verstehen dass der politisch anders denkende schon bei winzige Stimmungs Veränderungen neue Hoffnung hegt. Das aber ändert doch nichts daran dass jeder auch den Realitätssinn nicht verlieren darf. Noch ist es so und das hat ja auch Hessen gezeigt dass das bürgerliche Lager eine satte Mehrheit nach Umfragen hat. Und jeder weiß dass das Bündnis 90 im Bund auf keinen Fall mit der SED Nachfolge zusammen geht. Es ist eigentlich Wurst wieviel Stimmen die SPD bekommt in der nächsten Regierung heißt die Kanzlerin Merkel und ob jetzt in einer große oder kleinen oder sonstigen Koalition ist völlig nebensächlich. Nachhaltig ist Koch nicht geschädigt denn 5 Jahre ist eine sehr lange Zeit. Nachaltig ist jedoch die SPD geschädigt und ob die noch mal die 30 % Hürde schafft das wollen wir abwarten. Nun als Ministerpräsident interessiert eben nur dass er gewählt wurde und klein Frieda interessierts einfach nicht wie und warum. Er hat eine große Chance und ist ein kluger Kopf und er bleibt Gewinner weil er das Zeug dazu hat was eben vielen fehlt.

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06. Februar 2009 16:24

Karsten Krug (kkrug) was schlaueres ist nicht eingefallen?

Marie Gruber (mariluI)

das mit dem Aufklären ist doch schon eine Weile her aber es gibt Leute die ziehn sich auch nach 10 Jahren noch an alten Kammelen hoch. Und wer bitte hat denn gezerrt der Roland Koch durfte weil er eben trotz hoher Verluste sich als Sieger wenn auch nicht als Gewinner der Wahl sehen. Und die gefühlte Gewinnerin war eben nur 2. Siegerin aber auf der Basis eines anderen Versprechens und dann wurde gezerrt und gezerrt und gezerrt bis die Partei auseinander gezerrt war. Wie sind die 4 Stimmen erklärlich? einer ,eine wollte dem Koch eins auswischen und hat mit nein gestimmt. zwei Abgeordnete haben aber in der Wahlkabine irgend etwas entschieden was sie korrigieren wollten aber nicht ungültig stimmen deshalb steckten sie die Wahlzettel einfach ein. Und der 4 der ungültig gestimmt hat da weiß man ja nicht ob da irgend etwas manipuliert wurde und deshalb die Stimme ungültig war. Vielleicht aber hat man sich wirklich vertan und dann war es zu spät. Was da aber zu Lachen ist das verstehe ich nicht zumal nichts passiert ist und Koch nun als anerkannt guter Fachmann im Job 5 Jahre lang den Lachern sicher viel Freude macht. Wer zuletzt lacht lacht am besten ja und das haben wir gesehen wie das Lachen der Partei nun vergangen ist

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06. Februar 2009 16:11

Ist die CDU nachhaltig politisch beschädigt?

Ralf Kowollik (InterNETkobold)

Hat sich jemand von den Damen und Herren der CDU überhaupt einmal die neuesten Zahlen von Infratest dimap (ARD-Deutschlandtrend) angeschaut? Dort liegt die Union nur noch bei 34%, die FDP hingegen bei 16%. Angesichts dieser desaströsen Umfragewerte kann man sich über die Gelassenheit und Selbstzufriedenheit von Frau Merkel und ihren Parteifreunden nur wundern. Es wird zunehmend deutlicher, dass das Wahlergebnis von Hessen kein Einzelfall war, das der (angeblichen) Unbeliebtheit von Roland Koch geschuldet war, sondern dass Hessen vielmehr der Vorreiter für einen bundesweiten politischen Trend war, in dem die Union immer mehr Wähler an die FDP verliert.

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06. Februar 2009 15:58

Was soll diese Frage, natürlich ist der Mann beschädigt, und das ganz erheblich!

Bernd Sauter (besa)

Ich würde ihm nicht mal mehr einen gebrauchten Kinderroller abkaufen. Was hat er denn von seinen vollmundigen Versprechen und Ansage eingehalten oder umgesetzt. Er sollte sehr vorsichtig sein: wer selber lügt, darf nicht auf eine „Yps“ zeigen und muss ganz schnell bei sich selbst beginnen zu desinfizieren. Es ist beschämend von welchen Typen eine CDU (SPD nicht besser steht hier nicht zur Diskussion) als „große (ehemalige) Volkspartei „ repräsentiert wird. Einfach nicht mehr wählbar. Einer CDU mit Ihren Merkels, Kochs, Seehofers, Öttingers usw. muss im Wahljahr 2009 die Quittung präsentiert werden. Der Michel ist so vergesslich nicht, er hat es dieses Jahr in der Hand und wird es auch nutzen.

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06. Februar 2009 15:32

Selten so gelacht

Karsten Krug (kkrug)

seit dem er der "brutalstmögliche" Aufklärer von Schwarzgeldaktionen ist macht er sich mit gewisser Zuverlässigkeit zum Deppen. Spätestens die verlorene Wahl und das unsägliche Gezerre mit Frau Ypsilanti entlarvten den Möchtegern-Macher als Hanswurst. Dann das schwache Wahlergebnis und dann DIESE Blamage. Er sollte ganz dezent in das Europa-Parlament migrieren, da fällt er nicht weiter auf...

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06. Februar 2009 15:29

Nachhaltig politisch geschädigt? Wohl kaum

Wulf Wiederhold (Wuwie)

Bei größeren Mehrheiten einer Partei oder Koalition im Parlament sind einige Abweichler doch eigentlich normal. Es gibt immer einige Parteifreunde, die unter dem Schutz der ausreichenden Mehrheit gerne Mal ihrem Leitwolf die Zähne zeigen wollen. Sei es, damit der Leitwolf später nicht übermütig wird. Oder, weil man sich bei der Kabinettszusammenstellung schlecht behandelt fühlte. Der Unterschied zwischen Roland Koch und Andrea Y. ist doch, daß der seine Mehrheit hinbekommen hat. Mehrheit ist Mehrheit, alles Andere ist zweitrangig. Die Schadenfreude beim politischen Gegner über "die 4 Abweichler" bringt gar nichts. Frau Y. dagegen fristet ihr politisches Gnadenbrot auf der Oppositions(hinter)bank.

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06. Februar 2009 15:02

Großartig !!!

Andreas Forster (andifo)

Die CDU und Koch sind ja im Gegensatz zum politischen Gegner, der eine Hexenjagd auf seine "Abweichler" startete, recht souverän mit dem Ergebnis umgegangen. Interessieren würde mich allerdings der Name derjeniger "CDU-Sprecher", die allen Ernstes der Öffentlichkeit verkaufen wollten, einige ihrer MdL seien zu blöde gewesen, ein Stück Pappe zu perforieren. Letzteres war eine großartige Einzelleistung im Fach Realsatire.

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06. Februar 2009 14:47

Nein

Marvin Parsons (mapar)

Meine Antwort bezieht sich ausschließlich auf die "fehlenden" Stimmen aus den Koalitionsfraktionen; wer hier loswerden will was ihn an Koch die letzten 15 Jahre gestört hat, hat die Frage nicht verstanden. Durch die vier Stimmen weniger als theoretisch zu erwarten ist er nicht politisch beschädigt. Er würde es dadurch werden, wenn er deswegen eine Hexenjagd starten würde, wie es die SED (SPD + Kommunisten) in den letzten Monaten gemacht hat. Er ist gewählt und das zählt; insofern hat er keine Stimme "zuwenig" bekommen. Die Abgordneten sollten laut Verfassung frei in ihrer Entscheidung sein, und dies zu respektieren ist derzeit in Hessen ein Alleinstellungsmerkmal. Sicher hat er Feinde auch in der eigenen Fraktion, die ihm eventuell einen Denkzettel verpassen wollten, wie es mit einer komfortablen Mehrheit gefahrlos möglich ist. Doch was solls; wie Strauß es sehr treffend ausgedrückt hat: "Everybodys darling is everybodys Depp".

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06. Februar 2009 14:42

Hat schon mal jemand daran gedacht, dass es vielleicht Absicht war?

Christoph Ackermann (Ch.Ackermann)

Wegen sogenannten vier Abweichlern konnte Frau Ypsilanti nicht Ministerpräsidentin werden. Herr Koch wird es trotz vier fehlender Stimmen. Ist das Zufall, ist es ein geheimer Dank oder ein demokratisches Zeichen? Wer kann es wissen. Ich gehe zumindest davon aus, dass es keine Parteiausschlußverfahren gibt wegen der vier Nichtwähler. Eine interessante Zahlengleichheit ist es allemal!

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06. Februar 2009 14:39

Alleine die Frage ist doch schon paradox

Wolfgang Faßbender (Orwell84)

warum sollte er wegen 4 Mitgliedern die ihn nicht gewählt haben politisch beschädigt sein?? und das noch nachhaltig?? Welches Demokratieverständnis haben hier so einige ? Was für die 4 "Abweichler" der SPD galt, gilt doch sicher auch für die CDU. Jeder ist eben nur seinem Gewissen oder auch seiner Befindlichkeit verpflichtet. Natürlich haben hier sich auch einige, die nicht mehr berücksicht wurden oder auch deren Getreuen ausgelebt. Aber das schadet doch einer Demokratie nicht. Wichtig ist doch am Ende nur, daß man eine Mehrheit bekommt und nicht wie stark die ist. Außerdem wird hier immer so unterschwellig versucht R. Koch etwas anzuhängen was es so nie gab. Aber sicher ist das nur der Neid derer, die ihm be weitem das Wasser nicht reichen können. Ich bin mit dem Erreichten sehr zufrieden vor allem weil sich gerade hier bewiesen hat, wie Demokratie zu verstehen ist. Alles andere ist doch nur reine Heuchelei. Das konnte man doch schon an den Wahlprogrammen sehen die fast immer nur hiesen: R. Koch muß weg; oder ohne R. Koch geht alles besser. Dies hat der Wähler sehr eindeutig richtig gestellt. Denn auch wer nicht CDu wählte sondern FDP wußte daß R. Koch damit doch MP in Hessen bleibt.

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06. Februar 2009 14:29

beschädigt

Kurt Michler (Kurt.Michler)

...mag ja sein. Der Wähler aber scheint den unbeschädigten Teil deutlich größer einzuschätzen als der seiner SPD-Konkurrenten.

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06. Februar 2009 14:12

Ja, Roland Koch ist politisch nachhaltig beschädigt

Jörg Müller (j.mueller)

Die Nachhaltigkeit dieser Schädigung besteht in der Langfristigkeit des Vertrauensverlusts; nicht zuletzt weil er es neben seiner glanzlosen Rolle in der damaligen CDU-Schwarzgeldverfehlung wiederholt und sehr laut an notwendigem Fingerspitzengefühl beim Thema Integration fehlen ließ. Roland Koch ist sicherlich ein kluger Verwalter; jedoch hat mehr und mehr verlernt zuzuhören. Das hat sich beispielsweise deutlich darin gezeigt, dass er dem Nachflugverbot am Flughafen Rhein/Main einen höheren Wert zugestand als der wohl menschlichsten Notwendigkeit - dem zum Wohlbefinden dringend notwendigen Schlaf seiner Wählerschaft.

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