17. November 2005 Die Commerzbank wird alleiniger Großaktionär der Immobilienbank Eurohypo und will die milliardenschwere Akquisition auch mit einer Kapitalerhöhung finanzieren.
Die Verhandlungen mit den anderen Haupteigentümern Deutsche Bank und Dresdner Bank seien erfolgreich abgeschlossen und die Verträge unterzeichnet worden, teilte die Frankfurter Commerzbank am Donnerstag mit.
19,60 Euro je Anteilsschein
Die Commerzbank übernehme von beiden Instituten zusammen gut 66 Prozent und werde künftig 98 Prozent der Anteile an der Eurohypo besitzen. In einem ersten Schritt kaufe sie Mitte Dezember gut 17 Prozent, die restlichen 49 Prozent dann Ende März 2006.
Der durchschnittliche Kaufpreis liege bei 19,60 Euro je Anteilsschein. Insgesamt zahlt die Commerzbank damit rund 4,5 Milliarden Euro.
Kein Bezugsrecht für Altaktionäre
Mit der Übernahme der Eurohypo wird die Commerzbank ihre Bilanzsumme um mehr als die Hälfte auf 700 Milliarden Euro steigern und zur Nummer zwei unter den deutschen Geldhäusern nach der Deutschen Bank aufsteigen. Es ist der größte Zusammenschluß in der hiesigen Finanzbranche seit dem Kauf der Dresdner Bank durch die Allianz im Jahr 2001.
Zur Finanzierung werde die Commerzbank am Donnerstag 57,7 Millionen neue Aktien - fast zehn Prozent des Grundkapitals - internationalen Investoren anbieten. Dies spüle ihr mindestens 1,25 Milliarden Euro in die Kasse. Die bisherigen Aktionäre haben kein Bezugsrecht bei der Kapitalerhöhung, die von der Investmentbank Morgan Stanley sowie der Commerzbank selbst organisiert wird.
Pläne für Eurohypo-Börsengang gestoppt
Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller will am Nachmittag zusammen mit Eurohypo-Chef Bernd Knobloch der Presse Rede und Antwort stehen. Es wird erwartet, daß die Bank zur weiteren Finanzierung Hybrid-Kapital aufnimmt.
Die Eurohypo war 2002 aus der Fusion der Hypotheken-Töchter von Deutscher, Dresdner Bank sowie Commerzbank entstanden. Mit der Übernahme durch die Commerzbank wurden auch die Pläne der Eurohypo für einen Börsengang auf Eis gelegt.
Text: Reuters
Bildmaterial: dpa, dpa/dpaweb, F.A.Z.
Amerika rettet Fannie und Freddie aus höchster ![]()
Die Geschichte von Fannie und Freddie: zwei alte Giganten
Zehn Jahre Google: Die Lebensader des Internet
Fannie und Freddie verstaatlicht: Die Knute des Conservators
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.127,44 | -2,42 |
| TecDax | 761,19 | -4,17 |
| DowJones | 11.220,96 | +0,29 |
| Nasdaq | 2.255,88 | -0,14 |
| STOXX 50 | 3.185,83 | -2,72 |
| Nikkei 225 | 12.212,23 | -2,75 |
| S&P 500 Zert. | 12,28 | -3,08 |
| Euro/Dollar | 1,43 | +0,01 |
| Bund Future | 115,28 | +0,12 |
| Gold | 802,80 | +0,00 |
| Öl | 104,17 | -3,09 |