
Just am 26. 11. 2008 zitieren die hiesigen Tageszeitungen den Präsidenten mit den Worten: "Die Volatilität im Ölmarkt ist doch nichts Neues. Wir hatten schon weitergehende Turbulenzen als die heutigen. Wir investieren aber die Erträge in die Human Resources, unsere wertvollste Resource. Wir diversifizieren unser Nationaleinkommen durch innere und äußere Investments."

Der Anteil der Öleinnahmen am BIP ist verschwindend gering. Dubai hatte noch nie viel Öl, deshalb wird die Wirtschaft doch gerade seit Jahren umgebaut. Der falsche Zusammenhang zwischen Ölpreis und angeblicher Krise stammt aus der zitierten Quelle pressetext. Peinlich peinlich.

Diktion entlarvt Absicht. Wenn in Deutschland Krisenstimmung, dann muß man sie für Dubai auch herbeireden. Ich weiß nicht was Werner Albeseder hauptberuflich macht, doch wir Immobilienbroker mit 40 Mitarbeitern als ortsansässige „Branchenkenner“ zu denen ich mich rechnen darf, sehen das ganz anders. Ein paar Zahlen: Wohl dem Land, dass 3% Wachstumsverlust auf 7% während einer Finanzkrise bieten kann. Der Ölpreis spielt für Dubai keine wichtige Rolle. < als 7% des BIP stammen aus Öl, < 25% des BIP aus Bau/Immobilien. Der Löwenanteil: Logistik/Häfen/Transport. Der neue Flughafen - groß wie die 3 weltgrößten heute zusammen. Sicher: Bedenken machen sich hier bei Immobilienspekulanten breit, die jetzt zurecht schwarz sehen. Mit der nachhaltigen Zukunft des Marktes hat das wenig zutun. Allein die Logistikcity um den neuen Flughafen wird für 300.000 Menschen Unterkunft brauchen. 1,5 Mio. Neue kommen bis 2010 nach Dubai. Sinkende Nachfrage?! Die Immobilienpreise fallen – auf ein normales Niveau. Dies macht den Markt jetzt so attraktiv für seriöse liquide Investoren. Möge man in Deutschland jammern, uns in Dubai verschont bitte damit. Die Atlantis-Eröffnung war die einzige positive Tagesschau –Nachricht. Freuen –nicht jammern.

...wenn nicht morgen, dann eben übermorgen. Das Schlimmste an der gegenwärtigen Krise ist wohl die Hysterie und die kollektive Schwarzmalerei, als stünde das Ende der Welt bevor. Auch wenn jetzt schwierige Zeiten kommen, so wird nach spätestens zwei bis drei Jahren der nächste Aufschwung kommen ( und auch schon den Keim für die nächste Blase in sich tragen). Aber – so bedrohlich die Bankenkrise gegenwärtig erscheinen mag – es wird nicht einmal zu sieben mageren Jahren reichen. Wenn Warren Buffet empfiehlt, jetzt Aktien zu kaufen, so ist das gar nicht verkehrt. Die meisten kapitalistischen Länder werden aus dieser Krise gestärkt hervorgehen. Und gerade Dubai wird dann wieder ganz vorne mitspielen und noch unabhängiger vom Öl werden (das trägt ohnehin nur noch 7 % zu den Einkünften des Emirates bei).

Das Sprichwort "Hochmut kommt vor dem Fall" ist bis heute nicht ausgestorben. Und das wird es sehr wahrscheinlich auch im 22ten Jahrhundert nicht sein...

Der Abzug der Gelder aus den kleinen in die großen Wirtschaftsgebiete ist ein weltweites Phänomen. Der Ölpreis sackte zudem um zwei Drittel von 150 auf 50 Dollar ab. Man kann sich also an den Fingern abzählen, wie viele Gäste noch 36.000 Dollar pro Nacht für ein Hotelzimmer aufwenden werden, selbst wenn sie es sich leisten können.

Der Größenwahn der arabischen Snobisten schafft(e) eine Fata Morgana in der Wüste Dubei. Spätestens, wenn die Ölgelder ausbleiben, werden die nicht mal Kohle haben für die Wartung und Pflege dieser Riesenanlagen.. Villeicht kommen dann auch noch paar Touristen, um die Ruinen des 21. Jahrhunderts zu bewundern..

in der Sandkiste. Leerstand wird die Betonsilos schnell verfallen lassen. Hätte die Familie sich doch etwas besseres ausgedacht, vielleicht nicht so spektakulär, dafür von mehr Dauer. Die paar Einheimischen hätten es langfristig gedankt - vermutlich.