Der echte Schädel aber, er ist nicht erfindlich. Wer hat dann Schillers Knochenreliquie entwendet? Schon schießen Verschwörungsgeschichten ins Kraut, wie man sie aus dem Reich der Schädelkunde kennt. Zur nächsten Runde des durch die Weimarer DNA-Analyse ausgelösten Spektakels. Von Michael Hagner
Wer sich für das Werk Charles Darwins interessiert, sollte sich Darwin Online ansehen. Das vor zwei Jahren begonnene Projekt der Cambridge University bietet mittlerweile fast 150 000 digitalisierte Seiten: Von Werken, Entwürfen und Briefen Darwins bis zu zeitgenössischen Sekundärquellen. Von Matthias Glaubrecht
Auf einen Schlag kann unser Gehirn gezwungen sein, sich neu zu verschalten. Das schafft es oft ohne weiteres. Bilder werden anders konstruiert, der Verlust der Sprache kompensiert. Doch wir müssen auch stets mit Überraschungen rechnen. Von Ernst Pöppel
Wer spricht in hundert Jahren noch Deutsch? Jutta Limbach, bis vor kurzem Präsidentin des Goethe-Instituts, sucht in ihrem neuen Buch eine Antwort. Zum Auftakt des F.A.Z. Reading Rooms zur Zukunft der deutschen Sprache stellt die Autorin ihre wichtigsten Thesen vor. Von Jutta Limbach
Den ersten Entwurf der Marienbader Elegie schrieb Goethe krakelig noch in der Kutsche nieder, die ihn von Ulrike von Levetzow fort und zurück nach Weimar trug - Martin Walser schildert die Begegnung der beiden in seinem neuen Roman. Das Hochstift in Frankfurt stellt einen seiner kostbarsten Schätze vor.
Warum ist die Urteilskraft des öffentlichen Intellektuellen heute wichtiger denn je? Weil wir unter einem ökonomistischen Diktat der Fristen stehen, das unser übergreifendes Denken bedroht. Von Christian Geyer
Seit dem vierten Jahrhundert wird Weihnachten gefeiert; doch bis heute weiß fast niemand, warum wir das ausgerechnet am 25. Dezember tun - nicht einmal der Papst. Eine Exkursion in die Festkalenderforschung. Von Jürgen Kaube
An Oskar Goldberg lässt sich exemplarisch studieren, wie nach der Aufklärung eine religiöse Neustiftung aussehen kann. Das macht die Aktualität des Kreises aus, der sich um ihn bildete.
Der "göttliche Terrorismus" eines jüdischen Denkers: Eine Lektüre der "Wirlichkeit der Hebräer"
Man redet viel über Leo Strauss, wenn nach den geistigen Wegbereitern des amerikanischen Neokonservativismus gefragt wird. Man sollte künftig mehr nach Harvey C. Mansfield fragen.
Der Schriftsteller Oskar A. H. Schmitz (1873-1931) gehörte zu den prominenten frühen Analysanden - sein Weg glich einer Odyssee durch die tiefenpsychologischen Lehren.
Sein Zettelkasten war umfangreicher als der von Niklas Luhmann - aber wie kann man ihn präsentieren?
Wer nach einer Medizin jenseits der Apparate such, wird an der "Pathosophie" des Arzt-Philosophen und Lehrers von Alexander Mitscherlich nicht vorbeigehen können.
Kam der französische Beutezug zuerst? Jedenfalls waren noch im Ersten Weltkrieg deutsche Kunsthistoriker mit den damals verschwundenen Bildern beschäftigt.