In der Frage der Sklaverei verließ Darwin sein Quietismus

Darwin und die Sklaverei

Der größte Fluch auf Erden

Charles Darwins Evolutionstheorie wird gerne zur Rechtfertigung von Unterdrückung genutzt; das Stärkere setze sich eben durch. Darwin war auch durchaus zurückhaltend in moralischen Fragen, die seine Lehre aufwarf. Doch bei einem Thema kannte er keine Zurückhaltung: bei der Sklaverei. Von Henning Ritter

Claude Lévi-Strauss, 1908 -2009

Zum Tod von Claude Lévi-Strauss

Die Arbeit des Augenblicks

Als er seine Forschung aufnahm, zog es ihn auf die andere Seite der Erdkugel. Am Ende war er zum Verteidiger seiner eigenen Kultur geworden. Zum Tode des großen Anthropologen Claude Lévi-Strauss. Von Henning Ritter

Der große Ironiker Heine

Debatte

Die Wunde Habermas

Im Kampf gegen die Epigonen des deutschen Ernstdiskurses, ohne Rücksicht auf Gedächtnisverluste: Karl Heinz Bohrer zitiert Heinrich Heine, der Saint-Just zitierte. Zur Ironie der Kritik am Beispiel der Sloterdijk-Debatte. Von Patrick Bahners

Ulrich Raulff, der Leiter des Marbacher Literaturarchivs

Im Gespräch: Ulrich Raulff

Wie hat George unser Land geprägt?

Wir treffen Ulrich Raulff im Marbacher Literaturarchiv, das samstäglich still und wie in sich gekehrt wirkt. Der Direktor dagegen ist höchst lebhaft und überrascht vom großen Interesse an dem Buch über Stefan George, das er gerade veröffentlicht hat.

Facebook hilft uns Freunde finden

Soziale Netzwerke

Eine Soziologie des Facebook

„Freunde“ findet man bei dem Netzwerk in rauhen Mengen. Die Software schlägt sie nach dem Kriterium der biographischen Kontinuität vor. Aber warum sollte man all diese Menschen eigentlich wiedersehen wollen? Von Gerald Wagner

Mitunter wird die Ideen- zur Phrasengeschichte: Sätze, die heute kaum mehr denkbar wären

Politische Ideengeschichte

Was sind Liberalkonservative?

Mit seiner Studie „Bundesrepublik als Idee“ hat der Hamburger Politologe Jens Hacke so etwas wie ein transzendentales Manifest für die neue Regierungskoalition vorgelegt. Seine Ideengeschichte zeichnet die Versuche der Deutschen nach, ihr Land nach dem Krieg wieder zu mögen. Von Jürgen Kaube

Staatskritik im Geiste Nietzsches und der FDP: der Philosoph Peter Sloterdijk

Honneth contra Sloterdijk

Der Vermögensverwalter

Philosophischer Klassenkampf von unten und oben: Peter Sloterdijk geißelt den Sozialstaat als institutionalisierte Kleptokratie, Axel Honneth schießt mit moralischer Munition zurück. Der eine betreibt Theorie auf eigene Rechnung, der andere Kritik mit ungedeckter Währung. Von Jürgen Kaube

Was passiert, wenn wir träumen?

Psychoanalyse

Das Einschlaf-Ich

Ist der Schlaf ein Zustand der Ichlosigkeit - oder gilt das Wort Heraklits, dass wir im Wachen eine Welt teilen, im Traum aber mit uns allein sind? Wichtige Hinweise darüber, was beim Träumen mit uns passiert, finden wir im Einschlafvorgang. Von Wolfgang Leuschner

Von Straßenwächtern zur revolutionären Massenbewegung: Taliban-Kämpfer in den afghanischen Bergen

Taliban-Forschung

Die Geister, die ich rief

Wie aus einer lokalen Sicherungsgruppe eine nationale Macht wurde: Die Taliban begannen als regional begrenzte Straßenwächter, bis sie, von Pakistan aufgebaut, zur revolutionären Massenbewegung wurden. Wer heute von Taliban spricht, kann sich auf keine homogene Gruppe mehr beziehen. Von Joseph Croitoru

In welchem Studienfach gibt es für Absolventen die besten Chancen? Die Geisteswissenschaften scheinen abgeschlagen

Jobchancen für Geisteswissenschaftler

Verzögerte Ankunft wegen Signalstörung

Achtzig Prozent der Uni-Absolventen gelangen schon binnen eines Jahres nach dem Hochschulabschluss in eine bezahlte Erwerbsarbeit. Bei den Geisteswissenschaftlern aber sind es nur 55 Prozent, besagt eine Studie. Woran liegt das? Von Jürgen Kaube

Kanak-Sprak auf dem Vormarsch: Szene aus “Erkan & Stefan - Der Tod kommt krass!“

Sprachwissenschaft

Vollkommen nutzlos für den Unterricht?

Ich geh Schule: In der Linguistik gibt es einen Exotismus der grammatischen Fehler. Die Erwartung, Regeln sollten eingehalten werden, wird als Diskriminierung von Unterschichten und Migranten betrachtet. Von Wolfgang Krischke

Vom Lesen zum Rechnen der Literatur

Literatur rechnen

Lektüre im Computerzeitalter

Literaturwissenschaftler müssten heute Millionen von Büchern lesen, um auf dem Stand der Forschung zu bleiben. An ihrer Stelle durchforsten Computer Millionen von Werken und finden unbekannte Muster heraus. Über den Paradigmenwechsel vom Lesen zum Rechnen der Literatur. Von Gerhard Lauer

Leszek Kolakowski (1927-2009)

Zum Tod von Leszek Kołakowski

Gegen die Selbstvergötterung des Menschen

Nach stalinistischen Anfängen wurde er zum Diagnostiker geschichtsphilosophischer Paradoxien innerhalb des kommunistischen Programms: Im Alter von 81 Jahren ist der polnische Philosoph Leszek Kołakowski gestorben.

Lässt sich vom Giraffenhals auf die Modalitäten des Sprachwandels schließen?

Sprachevolution

Hamsamsa ohne Darwin

Wer sich von Evolutionsbiologen Auskunft über die Gesetze des Sprachwandels erhofft, darf nicht bei Darwin nachfragen. Wer es mit dem aus der Mode gekommenen des Evolutionstheoretiker Lamarck versucht, könnte mehr Erfolg haben. Von Wolfgang Krischke

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