Exzellenz im Bewegungsdrang, das Erkenntnisziel ist sekundär

Eine Arbeitsgruppe der Berliner Akademie hat sich die Effekte der Exzellenzinitiative näher angeschaut und kommt zu einem durchwachsenen Eindruck. Belebung und Mobilität notiert sie allenthalben, aber ohne rechtes Ziel. Von Jürgen Kaube

Ernst Tugendhat

Sein Werk ist eines der kantianischsten und zugleich kantigsten der deutschen Nachkriegsphilosophie. Niemand kritisierte aggressiver und unduldsamer als er. Ernst Tugendhat zum achtzigsten Geburtstag. Von Jürgen Kaube

Nicht jedem Gesicht sieht man das Alter an: Szene aus “Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Brad Pitt

Je älter die Menschen werden, desto mehr wird über die Probleme nachgedacht, die das Altern unserer Gesellschaft bereitet. Diese Überlegungen haben prominente Vorläufer: Mit ihren Gedanken zum Alter sind Cicero, Jacob Grimm und Ernst Bloch aktuell wie nie. Von Otfried Höffe

Versenkung in einen Text, der als allen Umständen enthoben gilt: Koranschüler in Algerien

Das klassische Arabisch ist die Sprache des Korans. Dem traditionellen Verständnis gilt es als transzendente, fast magische Sprache von zeitloser Autorität. Die Imamausbildung in einer pluralen Gesellschaft muss die Abstraktion von diesem dogmatischen Verständnis lehren. Von Tilman Nagel

Dem Einzelnen mag angesichts tausender Monitoren die Übersicht abhanden kommen. Von der Verantwortung spricht ihn dies nicht frei.

Neue Regeln allein werden nicht reichen, solange die Akteure nicht begreifen, dass die Wirtschaft der Gesellschaft dient - und nicht umgekehrt. Von Alexander Armbruster

Tränennass vom Glück der Erleuchtung: Januarius Zicks Rousseau-Gemälde von 1770/71

Tränennass und von tausend Lichtern geblendet, ereilte Jean-Jacques Rousseau im Wald von Vincennes die Erkenntnis, dass Wissenschaft und Moral getrennte Wege gehen. Teil zwei unserer Serie über intellektuelle Erweckungserlebnisse. Von Iris Wenderholm

Demjanjuk während der Verkündung seines Freispruchs

Der Mann, der nicht Iwan der Schreckliche war: Der israelische Zeithistoriker Tom Segev sprach in Frankfurt über Rechtsstaatlichkeit, Moral und ein aufgehobenes Todesurteil. Von Thomas Thiel

Hannah Arendt gehört zu den Geistesgrößen, deren Vorträge nun wieder zu hören sind

Unter dem Titel „Hörsaal“ kann man im Internet von „Dradio Wissen“ jetzt beinahe täglich den Vorträgen, Funkessays und Debatten von Geistesgrößen der jüngeren Vergangenheit wie der Gegenwart lauschen - von Adorno bis Gerd Gigerenzer. Von Jürgen Kaube

Bela Lugosi als Graf Dracula in Tod Brownings Verfilmung von 1931

Das Vampirgenre erfreut sich momentan außerordentlicher Popularität. Auch die Untoten, zeigt sich dabei, sind dem kulturellen Wandel unterworfen. Eine kleine Motivgeschichte des Vampirs unter besonderer Berücksichtigung seiner gegenwärtigen Entfledermausung. Von Anna Gielas

Der Philosoph des radikalen Neuanfangs: René Descartes

Immer wieder berichten Philosophen, Forscher und Dichter, wie ihnen die wichtigste Erkenntnis ihres Lebens in Form einer plötzlichen Einsicht zustieß. Unsere Serie zu intellektuellen Erleuchtungserlebnissen beginnt mit den Träumen des René Descartes. Von Henning Ritter

Denken ohne Wurzel: Gilles Deleuze erklärt die Welt auf DVD

Das Testament des Philosophen: Auf drei DVDs erklärt der einstige Theoriepopstar Gilles Deleuze die Welt in sechsundzwanzig Buchstaben - Einführung in ein linksaristokratisches Denken, dass aus der Entwurzelung seine Bewegung schöpft. Von Cord Riechelmann

Michael Tomasello

Freiwillige Kooperation ist der zentrale Begriff der Forschungen des Entwicklungspsychologen Michael Tomasello, der am Mittwoch den alle drei Jahre verliehenen Hegelpreis der Stadt Stuttgart entgegennahm. Auch die anschließenden Feier erwies sich als Beleg seiner Theorie. Von Patrick Bahners

In der Frage der Sklaverei verließ Darwin sein Quietismus

Charles Darwins Evolutionstheorie wird gerne zur Rechtfertigung von Unterdrückung genutzt; das Stärkere setze sich eben durch. Darwin war auch durchaus zurückhaltend in moralischen Fragen, die seine Lehre aufwarf. Doch bei einem Thema kannte er keine Zurückhaltung: bei der Sklaverei. Von Henning Ritter

Claude Lévi-Strauss, 1908 -2009

Als er seine Forschung aufnahm, zog es ihn auf die andere Seite der Erdkugel. Am Ende war er zum Verteidiger seiner eigenen Kultur geworden. Zum Tode des großen Anthropologen Claude Lévi-Strauss. Von Henning Ritter

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