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Wortgrämerei

Meinten Sie: Mistgabel? Im Computerzeitalter lässt der Thesaurus die Sau raus. Politiker und Journalisten sind der Synonymsuchmaschine verfallen - und auch Usama Bin Ladin bedient sich offensichtlich bei ihr. Von Oliver Jungen

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Mai 2008 14:14

Lieber...? "Wortgrübelei"

Stephanie Reyntjes (StephanieRe)

Wortgrübelei (N; f.): Grimmsche Auskunft: „Beschäftigung mit einzelnen Wörtern, der sprachlichen form einer aussage oder der sprache überhaupt.'“ „… dasz man mich ... um erläuterung mancher sprachzweifel ersuchet, und mich für einen richter darinn angenommen hat, ich sehe es nämlich wohl ein, dasz es viel rühmlicher ist, in der erkenntnisz tiefsinniger sachen und wahrheiten, als in wortgrübeleyen, für einsehend gehalten zu werden.“ (GOTTSCHED: Beobachtungen. (1758) Vorrede. b 1a) Selbst das Verb 'wortgrübeln' lässt sich im Grimmschen Wörterbuch ergründeln. http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb "Wortgram" oder "-grämerei" sind also deutsches Neuwörter, sprachmächige Neologismen.

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