
sehr interessant ja: das ganz generelle und totale nichtverstehen der gutenberg-feuilletonisten und inhaltisten. obwohl die grundsätzlichen sachen ja völlig richtig beschrieben werden.
"Überrascht hat uns hingegen, dass „einer der wichtigsten deutschen Autoren“ für „Vanity Fair“ im Internet jetzt ein Tagebuch schreibt. Obwohl uns eigentlich genau das wiederum gar nicht hätte überraschen sollen, wenn man bedenkt, dass „Vanity Fair“, ins Grobe übersetzt, ja tatsächlich „Abfall für Alle“ heißt. ... Erneuert wird auch der Befund, der „ganze Ästhetikkram“ nütze nichts, es gehe „um geistige Energie“. ... Was teilt uns die Beschwerde über den ganzen Ästhetikkram („schöne Typo, tolles Layout und weite Reisen“) mit, wenn sie zugleich eine umfassende Beschreibung des Kontextes ist, in dem der Kram attackiert wird ..."
ja, genau, "was teilt sie uns mit"? darüber würde man in einem feuilleton, dass einem etwas über die zeit, in der man lebt, mitteilen will, doch gerne etwas lesen.

So kommt man da direkt hin, was interessiert mich der Rest. Nebensachen, Hauptsachen, wie Alan Ginsberg in den Tagebuechern einmal ein Mexikanisches Dorf beschrieben hat. Das ist Realismus. Offenbar ist Mitte immer noch das Gleiche, vielleicht halb schoen halb langweilig, vielleicht noch langweiliger. Man kann da wohnen, Broetchen kaufen, Mensa Nord, aber man muss einen Plan haben. Wie waere es "Mitte" noch einmal zu besprechen? Die Mitte von heute spielt in der Winzstrasse. HO.

Wie grob muß man eigentlich drauf sein um "Jahrmarkt der Eitelkeiten" mit „Abfall für Alle“ zu übersetzen? Man mag das Blatt und seinen Inhalt ja für Abfall halten, aber so übersetzen darf man den Titel dann doch nicht, oder?

Das waere doch mal nett gewesen, hier gleich hinklicken zu koennen, statt ueber google vanity fair. Jahrmarkt der Eitelkeiten, deutscher Titel, war sicher auch mal da. Also kein Planet der Affen. Jetzt jedenfalls nicht.