
und der Artikel war deutlich witziger als vieles andere, was man hier in letzter Zeit lesen konnte. Aber man hat auch nicht viel verpasst, wenn man den Artikel nicht gelesen hat.

was und wie Sie da schreiben. Was muss Herr Clement Ihnen wohl getan haben, damit Sie so reagieren? >>> Es ist unangemessen und ehrverletzend, wenn Sie diesen Mann quasi als psychopathischen Kriminellen darstellen. Sie müssen Ihn ja nicht mögen meinetwegen, dürfen Ihn auch kritisieren, sogar scharf. Aber so sollten Sie Ihrer Wut die Zügel wohl nicht schießen lassen, in einer seriös bürgerlichen Zeitung zumal. >>> Zur Sache: Es ist Wolfgang Clements Verdienst, sein Anliegen und seine Kritik mit größtmöglicher Wirkung verdeutlicht zu haben: Dass die Sozialdemokratie dabei ist - innerlich längst gekapert von kleingeistigen Funktionären - ihre Geschichte und historische Mission auf den Müll zu werfen. >>> Vielleicht fühlt sich Müntefering jetzt zu Recht etwas düpiert, zugegeben. Aber er ist sicher Profi genug, das wegzustecken. Aber wie düpiert musste/muss sich denn wohl Wolfgang Clement fühlen, wenn er dafür parteigerichtlich abgestraft wird, dass er in der Partei Schmidts und Schröders einen Rest Vernunft und demokratische Geradlinigkeit eingefordert hat?

Eine langjährige und verdiente Persönlichkeit der Bundesrepublik Deutschland wie Herr Clement muß den Kommentar Bahners nicht verinnerlichen. Der SPD stehen rauhe Zeiten bevor.

Sehr geehrter Herr Bahners, Ihr Vergleich der SPD mit der katholischen Kirche hinkt auf das gröbste und ist aufgrund der Tatsache das in der SPD anscheinend auch die Leitinstitution unfehlbar ist und Dogmen herausgeben kann die für alle Mitglieder verpflichtend und bindend sind ein gigantisches Eigentor. Ihr Politik- und Demokratieverständnis ist, falls sie diesen vergleich ernst gemeint haben, auf dem Niveau eben dieser Personen, die Wolfgang Clement und die vier hessischen landtagsabgeordneten Carmen Everts, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Jürgen Walter aus der Partei ausgeschlossen haben wollen. Wer anders denkt wird entfernt, genau wie bei der katholischen Kirche. Ihre vergleiche zwischen Clement und „fällen aus der Kriminalpsychologie“ sind komplett aus der Luft gegriffen, da Clement keine Straftat begangen hat... ODER ETWA DOCH! Ist es in ihrem und dem Verständnis der SPD von Demokratie, Rechtstaat und Freiheit die freie Äußerung der Meinung eine Straftat? Ich hoffe nicht, aber ihr Kommentar lässt mich zweifeln. Ihr abschließendes geringschätziges Werturteil über Wolfgang Clements neuen Lebensweg ist ihre persönliche Meinung welche ich ihnen überlasse, meiner Ansicht nach ist sie selbst für einen Kommentar fehl am Platz.

Eigentlich wundert man sich kaum noch, in den Spalten der FAZ mittlerweile auch unappetitliche und selbstgerechte Kommentare im Stil von Patrick Bahners zu finden. Clement hat aus seiner Einschätzung der Folgen einer für schädlich gehaltenen Energiepolitik der hessischen SPD davor gewarnt, diese Vorstellungen ungeprüft zu unterstützen. Angesichts der erheblichen Tragweite dieser für falsch gehaltenen Vorstellungen für die hessische Wirtschaft, war es zunächst konsequent hierauf hinzuweisen. Von einem Politiker - gleich welcher Couleur - ist zu fordern, dass er sich zu existentiellen Fragen auch dann unmissverständlich äußert, wenn sie von Teilen seiner Partei anders beurteilt werden. Der Niedergang des Ansehens von Politikern beruht zu einem großen Teil darauf, dass in weiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck entstehen konnte, viele Politiker folgten vorwiegend der Parteiräson und nicht dem eigenen Gewissen. Clement hat ein rühmenswertes Gegenbeispiel gegeben, ebenso wie vier sogenannte Abweichler in Hessen. Die Bestätigung einer von einem Ortsverband ausgesprochen Rüge durch das Parteigericht zeigt nur den Niedergang demokratischer Streitkultur in der SPD. Das muss sich niemand von Format bieten lassen: Chapeau.

Danke für diesen Kommentar. Es ist der erste klare und sinnvolle Beitrag zu diesem Thema, inmitten eines vollkommen destruktiven Panoramas von Reaktionen (limes->| ist doch eh alles .....) das uns politisch nirgendwohin führt. Offenbar wird bei allen betriebsbedingten Mängeln von Einigen übersehen, dass die SPD zur Zeit die größten Lasten trägt, sowohl prinzipiell bedingt (politischer Standort und strukturelle Merkmale der Klientel) als auch situativ (Konkurrenzsituation; den Herrschaften von der Union ist klar, dass sie diesbezüglich einfach das Glück von organisatorischer Inkompetenz auf der anderen Seite der "Symmetrieachse" haben, daher die nur verhaltene Schadenfreude). Clement ist außerhalb der Partei womöglich ohnehin ungefährlicher.

"Rücksichtslosigkeit" ist sicher das richtige Wort für die Vorgehensweise Clements. Sein Austritt nach dem Nichtausschluss war vor allem seinem Stolz geschuldet. Er wollte ganz klar machen, dass er aus freien Stücken austritt, dass die SPD ihn braucht und nicht umgekehrt. Mit der Absicht, größtmöglichen Schaden anzurichten, wie Herr Bahners das unterstellt, hat das aber nicht das Geringste zu tun. Es ist Clement schlicht egal, was seine ausschließlich auf seinen Platz im politischen Gefüge ausgerichtete Handlungsweise für die SPD bedeutet. Ihm geht es um sich und in zweiter Linie um seine politischen Inhalte (im weitesten Sinn also wieder um sich). Die SPD hat in Clements Augen vor diesen überragenden Werten zurückzustecken - Ihr Pech, wäre sie mal dem alten Schröder-Kurs treu geblieben... Dass er wirklich gezielt schaden will, sollte man aber nicht annehmen. Das ist Lafontaines Ding.

manchmal fragt man sich ja, welche Sau als nächstes bei der SPD durchs Dorf getrieben wird. Was den Betrachter erschüttert, ist das Abgleiten der SPD in ein ideolgisches Wolkenkuckucksheim. Wichtige ideengeschichtliche Fundamente gibt man kampflos preis, wie sich am Anbiedern an die Linke zeigt. Vor anstehenden Sachentscheiden aber flüchtet man in einen ideologischen Idealismus, der zwar vor Moral trieft, aber zur Bewältigung der Probleme wenig beiträgt. Clement schrieb in seinem Beitrag doch nur, dass man verantwortungsvoll nicht mit einer Position Politik machen können, die - ohne dass Alternativen im benötigten Umfang schon zur Verfügung stünden - am liebsten sofort zwei Drittel der Kraftwerkskapazitäten abschalten möchte.

sollte man bei Rudolf Dreßler genau hinhören. Auch wenn ich seine polititische Richtung ablehne, ist er einer der wenigen SPDler, der mit einem hochentwickelten Intellekt über die strategischen Möglichkeiten seiner Partei, stärkste Kraft in einer Koalitionsregierung zu werden, die in einem 5+ Parteienparlament schwieriger geworden ist, Klartext redet. Seine kaum zu widerlegende These ist, daß die SPD zumindest für die nächsten 2-3 Legislaturperioden auf die Öffnung nach links angewiesen ist, um nicht als geduldete Mätresse für eine CDU/CSU geführte Bundesregierung zu dienen, falls es für CDU/CSU/FDP nicht reicht. Wie bei Politikern der alten Schule üblich, konzentriert er sich erst einmal auf die Erlangung der politischen Macht, um dann gemäß den parteiinternen Strömungen und unter Berücksichtigung der Interessen des Koalitionspartners, zu regieren. Die Büchse der Pandorra, die die Intigranten Nahles und Heil geöffnet hatten, indem sie die internen Spielregeln der SPD verletzten, ist im Begriff, die gesamte SPD zu zersetzen. Weder Münte, noch die Stones und auch nicht Dressler scheinen in der Lage zu sein, dem neuen Typos des egozentrischen Karrierepolitiker in ihrer Partei Einhalt zu gebieten.

Der Kommentar bringt es auf den Punkt! Wolfgang Clement hat mit voller Absicht der SPD Schaden zugefügt und besonders allen SPD Rechten die für seinen Verbleib gekämpft haben. Er hat bewußt soviel Schaden angerichtet wie nur möglich und gefällt sich dann in der Pose der verfolgten Unschuld! Ein RWE Mitarbeiter der dazu aufruft zu einen Ökostrom-Anbieter zu wechseln muß mindestens mit einer Abmahnung rechnen. So wie Herr Clement sich gebärdet, ist es nicht schade um ihn. Schade, denn er WAR mal ein guter Politiker, heute ist er nur noch ein egoistischer alter Mann.

Der Sozialdemokratie laufen nicht die Kader davon, sondern es bricht ihr die Parteibasis weg. Der Grund dafür liegt allein darin, dass sie für ein Proletariat schon längst nicht mehr wählbar ist, zumal dieses sich gerade in den immer kleiner werdenden arbeitnehmenden Mittelstand und ein sog. Prekariat spaltet. Letzteres verliert sich in den Massen, denen eine ähnliche Zukunft droht – z.B. in der proletarischen Intelligenz (gescheiterte Intelligenz). Ein anderes Proletariat entsteht. Und dieses ist potentieller Kunde der Partei „Die Linke“. Karriere machen oder drauf gehen heißt die Devise. Ein Clement hat Karriere gemacht, wie so viele der Parteikader. Er ist nicht nur Lobbyist, das ist eine Verharmlosung, er ist potentiell korrupt, so wie sein Kollege Schröder, etc. Er ist völlig abhängig von seinem Arbeitgeber, der ihm nun seine Rente vergoldet. Der gerechte Lohn für ein gerechtes Tagewerk. Diese Gruppe hält sich für Sozialdemokraten, weil die Politik der Sozialdemokratie an der Spitze von seiner „Klasse“ noch immer repräsentiert wird, an der Basis aber schon lange nicht mehr (das Ypsilanti-Dilemma). Das Ende dieser Partei ist abzusehen, so wie das Ende der Demokratie, die eigentlich immer eine sozialdemokratische war.

die Aussagen Clements im Vorfeld als Vorahnung am Chaos der versuchten Regierungsbildung anzusehen. Zu dem Zeitpunkt, als Herr Clement seine Aussagen abgab, war keine Spur davon zu sehen, dass Frau Ypsilanti unter Tolerierung der Linkspartei eine Regierung bilden wollte. Vielmehr hat sich Herr Clement negativ über die eingeschlagene Politikrichtung des hessischen Landesverbandes der SPD geäußert und nicht nur seine Meinungsabweichung kundgetan, sondern auch klargestellt, dass seine Position der einer anderen Partei, die zur Wahl steht, näher steht. Er hat damit indirekt die Menschen, die seine Politikrichtung unterstützen, zur Nichtwahl der SPD aufgerufen. Das Schiedsgericht einer Partei ist nicht dazu da, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu schützen, sondern die Partei selbst. Die Argumentation Clements gegen den Rauswurf zielte darauf ab, ihn zum Märtyrer seiner Überzeugungen zu machen, was sich in der Sympathie einiger anderer Leserbriefe hier widerspiegelt. Allein die Tatsache, dass die FDP, die eine Koalition mit der SPD (und Clement als "Superminister") auf Bundesebene noch 2005 kategorisch ausschloss, Clement sofort mit offenen Armen begrüßen würde, zeigt, wo die politische Position Clements ist.

Bin gespannt, ob der Clement als parteiloser Sozialdemokrat, für RWE gleichen Wert hat wie früher.

Die SPD soll Herrn Clement, den König der sauertörpfischen Körpersprache und Unkerei, in Frieden zu Guido W. und seinem Haufen von siebenschlauen Besserwissern ziehen lassen. Es wird sowieso das letzte Mal sein, dass W.C. für eine große Schlagzeile gut ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass man die zuvor einkalkulierte Medienwirksamkeit der ganzen Querele nicht unterschätzen darf und finde es einfach lachhaft zu schreiben, ein solch unbedeutender Zeitgenosse könne der altehrwürdigen Institution Sozialdemokratie Schaden zufügen - dazu fehlt es diesem Ehemaligen wirklich an Statur!

Herr Bahners hat ein zwei wichtige Dinge übersehen. Die Kritik Clements an der Engergiepolitik in Hessen und seine deutliche Abgrenzung zu den Linken. Wenn Herr Bahners Herrn Clement schon demontiert, dann hätten diese beiden ausschlaggebenen Aspekte in die Bewertung gehört und es wäre zu einem ausgewogeneren Chrakterbeschreibung gekommen. Oder ist Herr Bahners vielleicht Anhänger von Frau Ypsilanti? Es scheint fast so.

Schade, Herr Bahners, Sie werden Wolfgang Clement nicht gerecht. Schade, dass auch in der FAZ gefühlter Bauch immer mehr Oberhand gegenüber gedachter Meinung bekommt. Zu Clement mag man ja stehen, wie man will. Aber ob Herr Bahners Herrn Clement mag oder nicht mag: wen interessiert es? Wolfgang Clement hat in dieser Sache Recht behalten: Ypsilantis Weg ist gescheitert. Ist das schlimm? Herrn Clement - dessen Austritt aus der SPD ich bedaure - Charakterlosigkeit vorzuwerfen, ihn mit Anlagebetrügern zu vergleichen, sagt wohl mehr über Herrn Bahners als über Herrn Clement. Es ist schade, dass nunmehr auch in der FAZ Stromlinienförmigkeit als Charakter gilt. Warum hat die Öffentlichkeit solche Schwierigkeiten, angemessen mit Individualisten umzugehen? Was darf man von Politikern erwarten, wenn selbst die liberale FAZ Unbequemsein attackiert und die Querköpfe als charakterlos diffamiert? Heinz Spelthahn, Rechtsanwalt, Jülich

So einer wie Clement hat der SPD insgesamt nur geschadet. Er ist einer der Totengräber der traditionsreichen Partei. Er ist der Konstrukteur des Abschieds von der sozialen Gerechtigkeit dem Grundprinzip der Sozialdemokratie- als Architekt der Hartz-Gesetze. In seiner verblendeten Art ist er auch ein Schaden für die politische Klasse unserer Gesellschaft. Ignorieren ist das Beste, was noch zu tun wäre.

In der Hellerhostr. zu Frankfurt/Main maschiert man gerne im Gleichschritt - abweichende Haltungen sind dort unerwuenscht. Das Wort 'Non-Konformismus' steht dort auf der schwarzen Liste. Clemens habe es darauf abgesehen, den groesstmoeglichen Schaden zu hinterlassen? Wie andere Leser an dieser Stelle bereits angemerkt haben, muessen sich die Sozialdemokraten an der eigenen Nase fassen. Denn auch zu diesem Tango gehoeren zwei, der Schaediger und diejenigen, die das zulassen.

Das ist ein hervorragender Kommentar, der die komplette Rücksichtslosigkeit eines derartigen Verhaltens darstellt. Eine Person, die die Öffentlichkeit und die SPD in monatelangem Kampf gegen den von einer unabhängigen Schiedskommission verhängten Ausschluss nervte, um beim Erreichen ihres Ziels wirklich nichts besseres zu wissen, als die komplette Partei und vor allem den Parteivorstand vorzuführen und den Parteiaustritt einen Tag nach dem mit so viel Mühe überwundenen Ausschluss zu erklären, muss sich die Fragen aus dem eigenen Ortsverein gefallen lassen, was der irrwitzige Zirkus soll. Ging es denn nicht einfacher??? Einen Tag Differenz gab es ja auch in Hessen nach 8monatiger Diskussion und der dortigen engagierten Ausarbeitung eines Koalitionsvertrages zwischen SPD und Grünen durch u.a. Herrn Walter an prominenter Stelle, als er genau einen Tag vor der anstehenden Wahl einer neuen Landesregierung auf einmal entdeckte, diese Koalition nicht mittragen zu können, statt es sofort zu sagen. Auch das war einfach nur grauenhaftes Theater...

Clement ist ein Musterbeispiel für die Wahrnehmungsverweigerung des konservativen Lagers. Zu diesem muß man inzwischen auch die Rumpf-SPD rechnen. Insofern ist sein Austritt total inkonsequent.- Davon abgesehen war seine politische Leistung miserabel. Erfolge kann er keine vorweisen. Mit seiner Attitüde ist es ihm gelungen, seine Partei und die Öffentlichkeit über seine Substanzlosigkeit als Politiker hinwegzutäuschen. Absolut unbedeutend, der Mann.

Chapeau Herr Clement ! In einer Zeit, wo Politiker mit eigener Meinung und klarem politischem Standpunkt öffentlich unter Druck gesetzt werden (s. Hessen), ist es gut, wenn man die Parteiinstanzen einmal vorführt und ihnen die Absurdität eines drohenden Parteiausschlusses aufgrund freier Meinungsäußerung klar macht. Mir wäre es eigentlich lieber, wenn Frau Ypsilanti wegen ihres gebrochenen Wahlversprechens gerügt worden wäre. Geht aber nicht ... man will es sich ja mit der Linken nicht verscherzen. Schade nur, dass ein weiterer Politiker mit Ecken und Kanten erst einmal ohne Partei ist.

Jetzt einen honorierten SPD-Mann als Charakterkrüppel darzustellen, der "größtmöglichen Schaden" für die SPD möchte, ist total realitätsfremd. Aus seiner Aversion gegen Y´s Chaospolitik hat er keinen Hehl gemacht. Damit hat er zwar keine Stromlinienform, wohl aber Charakter gezeigt! Vielleicht ist Clement zu intelligent für bestimmte sozialdemokratische Denkmuster. Auf jeden Fall verliert diese Partei einen ihrer intelligentesten Köpfe! Lieber Herr Bahners, Sie sollten Ihren Kommentar noch mal überdenken!

Es ist ungeheuerlich, dass die sonst so kulturaffine FAZ einen Kommentar veröffentlicht, der die Geringschätzung von klassischen Schlagwerkern (unter ihnen auch Triangelspielern) mit den Wirrungen der Sozialdemokratie in Verbindung bringt. Triangel spielen ist erstens NICHT leicht, zweitens NICHT ersetzbar (sonst hätten viele bedeutende Komponisten sie gar nicht erst in der Partitur vermerkt) und drittens NICHT für solche platten Stilmittel geeignet. Im Gegensatz zu vielen mitleidsalimentierten Journalisten gehen Berufsmusiker in der Regel einen harten, steinigen Weg um ihr Können schlussendlich auf der Bühne beweisen zu dürfen. Ihnen steht es somit auch zu, Respekt für sich in Anspruch zu nehmen. Dem will ich hiermit folgen.

Es ist die Frage, ob Clement konsequent ist, selbst wenn es ihm noch so viele wohlmeinend zuschreiben möchten und sich dabei selber auf die Schulter klopfen. Es ist leider nicht mehr die Frage, ob die SPD konsequent ist. Die Sozialdemokraten erscheinen konsequent teamunfähig. Die Politik lebt von der individuellen Meinung und die Politik in den Medien von der abweichenden Meinung. Wer die abweichende Meinung des anderen aus den eigenen Reihen nicht verträgt, vereinzelt sich selber bis zur 1-Personen-Partei. Wieviele SPD, Grüne, Linke, bekommen wir noch? Morgen die Fundis, übermorgen - und flupp sind 30% der deutschen Bevölkerung unter die 5 Prozentmarke gerutscht. Nur den echten Kommunisten wird das nicht passieren, die sind konsequent solidarisch. So weit sollte es mit der SPD nicht kommen.

...ist die Entscheidung Wolfgang Clements nicht zu verstehen. Man macht keine gemeinsame Sache mit einer demokratie-verachtenden Partei (sei sie links oder rechtsgerichtet). Man schiesst sich keine Kugel durch den Kopf um CO2 einzusparen. Beides führt zum Tode und Herr Clement ist anscheinend einer der wenigen Menschen die es begreifen. Vielleicht sollten sich sämtliche Parteiausschüsse (und mansche Kolumnisten) sich fragen ob die Wahlurnen nicht deswegen leer bleiben, weil es immer weniger Menschen wie Wolfgang Clement und Dagmar Mezger gibt. Des weiteren möchte ich anmerken, dass der Zug von Wolfgang Clement möglicherweise die einzige Möglichkeit war um der (noch) Volkspartei klar zu machen, dass sie ihre Mitglieder nicht mundtot machen darf. Die Behandlung Clements, so, wie die der 4 "Abweichler" zeigt, dass diese Partei immer weniger mit demokratischen Prinzipien zu tun hat...

Es ist gut, wenn alle Seiten zu Wort kommen. Der Kommentar bringt die Sicht auf den Einzelgänger, den Sturkopf, den Reisenden, den man nicht aufhalten soll. Die Ich-AG und was noch alles herhalten muss um abzulenken oder im dunklen Wald zu pfeifen. Aber stand nicht Clement am Anfang einer Gegenstimmung, der in Hessen vier weitere "Rebellen" folgten? Was war denn die Ursache der Ausschlussanträge gegen Clement? Er hatte den Weg der Frau Ypsilanti für falsch gehalten und das frühzeitig gesagt, andere folgten später und viele denken in die gleiche Richtung. Wer meint, man hätte es hier mit Querulanten und Einzelgängern zu tun, verschließt die Augen.

Er hilft, sich in die Denke von Hardcore-Sozi-Apparatschiks hineinzuversetzen. Erstaunlich nur, daß die Guten das abgrundtief Böse des Herrn Clement früher nicht erkannt und ihm zu Ämtern wie Ministerpräsident und Bundesminister verholfen haben.

Für die SPD und Deutschland hoffe ich, dass die SPD nun die Talsohle durchschreitet. Dem Kommentar von Herrn Bahners kann ich nicht viel abgewinnen. Selbst wenn Herr Clement nur aus vordergründigen Motiven gehandelt haben sollte, ist es doch die SPD und ihre gewählte Führung, die es in den letzten Monaten zuließ, dass der Versuch, sich der Linken zu erwehren, so grandios in die Hose ging. Dieser Ausgang des Parteiausschlussverfahrens lag immer im Bereich des Möglichen oder sogar Wahrscheinlichen. Angesichts des möglichen Schadens hätte die Parteispitze es nicht so weit kommen lassen dürfen. Das war Führungsversagen. Andererseits braucht unser Land eine Partei, wie sie die SPD noch vor kurzem überzeugend verkörpert hat: Eine Volkspartei, die sich im Wettbewerb um die Festlegung und Behauptung der politischen Mitte erfolgreich schlagen konnte. Natürlich ist es schwer, sich an der Wahlurne gegen die Utopien der sozialistischen Nachbarn zu behaupten. Eine Chance könnte vielleicht darin bestehen, dass man dem Wähler zutraut, bekanntermaßen regierungsfähige Parteien von politischen Märchenerzählern zu unterscheiden.

Diesem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Er trifft den Nagel auf den Kopf. Ganz hervorragend. Gratulation!

hätte für die SPD abgewendet werden können, wenn wenigstens Teile der SPD die Zivil- (Partei-) courage aufgebracht hätten, Wolfgang Clements klarem Blick für die immer noch in der Person Ypsilanti bestehenden Gefahren für die Partei mehr und vor allem eine möglichst objektivierte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Behandlung Clements ist einer demokratischen Partei auch aus diesem Grund letztlich unwürdig und wird noch zu einer Vielzahl von schmerzhaften Folgen für die Partei führen. Dies ist die Analyse eines parteilich ungebundenen interessierten Beobachters, der hohe Sympathien für die Werte von Schmidt, Brandt und Müntefering hat, der allerdings auch der Meinung ist, dass Ego-Y-shooter deutlicher gebremst gehören, um die Partei weiterhin wählbar zu halten.

Es war höchste Zeit für einen solchen Kommentar, denn sonst hätte man fast glauben müssen, dass der FAZ die klugen Köpfe ausgehen.

Ich hätte nicht erwartet, dass die FAZ - wenn auch nur im Internet - so eine Meinung publiziert. Diese Äußerung der FAZ reduziert doch nur den katastrophalen Zustand der SPD auf eine Person. Mögen auch im Hintergrund Rachegefühle bei Clement mitgespielt haben, ich verstehe ihn voll und ganz. Nur, was ist denn alles in den vergangenen Wochen innerhalb der SPD - im brsonderen in der Hessen-SPD vorgefallen? Wie wurden Andersdenkende drangsaliert. Die Partei ist doch selbst dabei, sich ins linke Absets zu katapultieren, da ist doch der Fall "Clement" nur eine Facette. Dr. Ulrich Haberland