Wer ist Journalist, wer Blogger? Und wer beides?

Internet

Die Front gibt es nicht

Bestimmte Blogger sehen in etablierten Journalisten Feinde, Besitzstandswahrer, Gegner von der „anderen Seite“. Doch den vermeintlichen Graben gibt es nicht: Der Blogjournalismus wird in den etablierten Medien aufgehen. Von Tobias Rüther

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Januar 2008 17:27

Zu feige,...

Thomas Berger (tberger)

...ihre Meinung frei und unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen? Nanana! In Blogs trauen sich genug Leute, auch und gerade unter Nennung ihres Namens, Sachen auszusprechen, die Sie als Journalist einfach nicht bringen können.
Mal ganz ehrlich: Wer hätte sich denn vor drei Monaten getraut, einen Bericht über Ausländerkriminalität zu bringen? Sie? Nö. Aber ein gewisses Schmuddelblog, dessen Betreiber übrigens mit Namen zeichnet, schon.
Und solange sich auch nur ein Journalist sagt, "das kann man so doch so nicht schreiben", solange müssen Sie sich ganz warm anziehen. M.E. werden übrigens die Blogs nicht von den etablierten Medien aufgesogen, sondern umgekehrt wird ein Schuh draus: Als Journalist werden Sie in naher Zukunft nicht umhinkommen, sich mit Argumenten Ihrer Leser auseinanderzusetzen. Alle noch so gut geschriebenen Argumente fruchten nämlich nichts, wenn sie dreißig Zeilen weiter südlich zerlegt werden.

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