
Nun gibt es seit Jahren einen Konsens unter Historikern dass auch das Bürgertum schuld war am Aufstieg Adolf Hitlers und endlich werden unsere Großeltern rehabilitiert von erregten usern die eideutige Beweise haben, immer wieder käme die braune Soße und der Mob aus der Gosse. Für den Hinweis bin ich dankbar und beim nächsten Besuch einer Großstadt werde ich gezielt auf die Penner und Landstreicher in Fußgängerzonen zugehen um sie zu bitten ihren Laptop auszuschalten damit sie sich wieder der Pflege ihrer Hunde zuzuwenden können.

hatte schon immer sehr eigene Vorstellungen
vom Umgang mit Andersdenkenden. Insofern ist
das Internet nur ein neues Spielzeug.
Was sich diese Leute in Wahrheit wünschen,
bricht sich regelmäßig seinen Damm, zuletzt
z.B. als die Nazis Eva Hermann bejubelten.
(was am Ende selbst Fr. Hermann peinlich war)
Von anderen wird gefordert, dass sie auch
Aufrufe zu Straftaten und primitivste Pöbeleien
als interessanten Diskussionsbeitrag würdigen.
Selbst läuft man aber Amok und droht
mit der Keule, sobald man Widerworte kriegt.

ist keine Besonderheit Deutschlands, auch wenn er hier in letzter Zeit wieder mal
besonders aktiv ist. Einen derartigen Bodensatz haben alle Gesellschaften, auch
wenn er woanders sich nicht derart mächtig entfalten konnte wie bei uns.
Und es gab ihn auch schon immer, nur hatte er eben früher keine Plattform,
um sich ungefiltert einem Weltpublikum zu präsentieren. Insofern kann man
nicht von einer Neuheit sprechen, sondern es werden nur die Scheinwerfer
auf etwas gerichtet, was schon immer da war, wie das Gewürm unter einem
Stein, das Sie auch nur sehen, wenn Sie ihn umdrehen.

die furchtbaren Angriffe, denen unsere wackern Reporter ausgesetzt sind. Denn es viel schlimmer als eine Militärjunta, Herr Tongers.
Das Böse hat einen Namen: Eva Herman.
Ein Siebenköpfiger Drache ist ein Kuscheltier im Vergleich mit der - der Eindruck entsteht jedenfalls beim Lesen der linken Rabulistik.
Umso dankbarer müssen wir den HeldInnen sein, wie mutig die die furchtbaren Angriffe abgewehrt haben. Dass dabei Herman nie geäußerte Aussagen und nicht mal ansatzweise verfolgte Absichten unterstellt wurden - vielleicht nicht ganz korrekt; aber wenn es um die gute Sache geht, immer feste drauf!
In dieser Notwehrsituation hat auch das auch das von Jessen geleitete ZEIT-Feuilleton die Kontenance verloren und (13.09.07, Ausgeplappert) Herman mit dem für unser linkes Establishment typisch niederträchtigen Vokabular (Evalein, Eva-Darling, Extremblondine, Hermans giftsprühende Gehetze, zweckkopulierende Schönmenschen usw.) abgekanzelt.
Sehr politisch kultiviert, die ZEIT. Auch sehr mutig. Und üüüberhaupt nicht widerlich oder totalitär.
Aber wehe wenn von den Gemeinheiten was zurückkommt.
Dann ist er stinkesauer, der Jessen;
und Geyer echauffiert sich ob der Gefahr für die politische Kultur.
Es ist nicht zu fassen!

Der Wechsel vom Rezipienten zum Mitkommunikator er wurde bis zum furchtbaren Amoklauf des Jesse Jessen von unseren Journalisten wenig beachtet. Liest man sich den. leicht hysterischen, Artikel von Christian Geyer und seiner Kollegen durch , dann bemerkt man das Journalisten Angst bekommen haben vor ihren Lesern. Es gibt Journalistenpreise wie Sand am Meer, in keiner Laudatio wird vergessen wie tapfer und couragiert sich der Ausgezeichnete für irgendetwas einsetzt. Dabei wird gerne der Eindruck erweckt Deutschland würde von einer Militärjunta geführt oder jede Woche würde braune Massenaufmärsche unter dem Brandenburger Tor stattfinden, jedenfalls wird immer eine Bedrohungslage für die Edelfeder behauptet. Nun gibt es nicht einen einzigen Journalisten in Deutschland der etwas fürchten muß wenn er linken Mainstream abseits der Mitte hinterher schreibt. Dank des internets passierte der Branche dann Grausames. Blogs enstanden, Foren wurden eröffnet und die Eitelkeit von Journalisten in der Selbsdarstellung nahm Formen an. Bis der Jesse James der ZEIT ins Video-Bild Ritt um ein paar Kerben in seinen Colt zu ritzen. Aus Rezipienten wurden kritische Kommunikatoren und die Journalisten begannen ihre Leser zu mobben. Wird nicht klappen.

Indirekt ruft der unselige Geyer zur Kontrolle (vom wem denn nach wessen Maßgabe?) von Meinungsäußerungen auf. In diesem Zusammenhang nennt man das Zensur. Was einer aber auf seiner Website macht, geht einen anderen schlichtweg nichts an. Und auch die ersten Juristen der Weltgeschichte disputierten unter Pseudonym. Daß dies nötig zu sein scheint, spricht Bände über den Zustand der Freiheit im "freien Westen". Ich bin gar nicht dafür Anonymität zu bemühen, denn man sollte zu seiner Meinung stehen, sich also einen Namen machen, sei er gefürchtet oder geachtet. Was "Schlamm" ist und indiskutabel braucht man ja nicht zu beachten und sagt einiges über den Emmitenten aus. Insofern ist Jessen seinen offensichtlich zahlreichen Kritikern deutlich voraus. In der Sache selbst aber liegt Jessen völlig daneben: Wer selbst bei einem Anschlag auf das Leben eines Menschen seinen sozialen Ressentiments gegen allenthalben verortete "Spießbürger" ungezügelten Lauf läßt ist mindestens unkultiviert. Über seine Meinung kann man streiten, über seine Deutschfeindlichkeit und Intoleranz gegenüber denen, denen Fremdes aufgenötigt wird und die sich nicht dafür bedanken. Aber einen Mordversuch derart zu instrumentalisieren ist vollkommen indiskutabel.

Wenn Sie kriminelle ohne Täterzuordnung haben wollen machen Sie es doch wie die Niederländer. Über Kriminalität vom Raub über Vergewaltigung oder gar Mord darf bei Beteiligung solcher Menschen nicht berichtet werden. Die könnten vergräzt sein. Die ermordeten Opfer haben noch sehr viel mehr Mitschuld als bei uns und tapferen Kritikerinnen dieses Systems entzieht man den staatlichen Schutz und beschimpft sie.

@Eva Mieslinger
@Thorsten Klier
Genug gekuschelt!
Frau Mieslinger!
Ihre Einsichtsfähigkeit ehrt Sie. Da haben Sie mir etwas voraus.
Dankbar wären viele echauffierte Leser mit mir aber gewiss, wenn Sie sich nochmals überwinden würden, um den in diesem Forum -hierzu hat sich diese Kommentarflut wohl entwickelt- gegeißelten Ekel nachzuvollzeihen.
Bitte sehen Sie sich das Video nicht nur an (Vielleicht für viele schon Provokation genug). Schalten Sie auch den Ton ein und HÖREN SIE! Dann werden Sie erneut mit Hilfe Ihrer hier bereits bewiesenen Einsichtsfähigkeit zu dem Ergebnis kommen:
Eigentlich weigere ich mich noch immer, den diskutierten Auftritt als ernstgemeint anzusehen. Unterstellen wir jedoch Enrsthaftigkeit, dann ruft JJ nicht zu Gewalt auf. JJ rechtfertigt nicht die Taten. Der Großmeister des Feuilleton nennt die Taten "unentschuldigbar". JJ provoziert aber auf dem Rücken des am Boden liegenden wehrlosen Opfers, indem er pauschal unterstellt, Personen wie das Opfer, hätten nichts Besseres zu tun, als andere zu "gängeln" etc., bspw. durch den Hinweis auf gesetzliche Regeln, die dem Schutze der Schwachen und des Gemeinwesens dienen.
Macht JJ Wegschauen wieder zur ersten Bürgerpflicht?
Volker Böger

Frau Mielinger,
die vor Schreck starr sind
über das, was das Überwachungsvideo der münchner U-Bahn zeigt,
die entsetzt sind,
dass der linke Furor selbst für dieses Verbrechen die Schuld dem Opfer unterschiebt,
die angewidert sind von dem Vokabular
- "Man fragt sich doch, ob dieser Rentner ... den Auslöser gegeben hat“
- "die hässliche Fratze des deutschen Spießers"
- „durchgeknallte Rentnerin“
- „sein fürchterliches Gesicht."
- „damit allen Rauchern aus der Seele getreten“
- „Mistvolk“
mit dem Jessen und Höge die Täter entschuldigen und das Opfer verhöhnen.
Von Leuten, die noch mehr angewidert sind
von einem Aufsatz, der die Verbalinjurien von Jessen und Höge für gut befindet, die Reaktion darauf jedoch gleich mal als „Bedrohung der politischen Kultur“ bewertet.
Die Forderung nach einer „rechtlichen Ahndung“ stellt sich doch zuerst im Hinblick auf Jessen und Höge. Oder?
Um über die Jessen-Höge-Hetze empört zu sein und erst recht deren Rechtfertigung von Geyer als widerlich zu empfinden - dazu, Frau Mieslinger bedarf es keiner Absprachen.
Ein wenig Bildung, Herzensbildung reicht.

@Hendrik Tongers (DeUtrooper) schrieb:
Widerlich und totalitär war u. ist der Video-Blog von Herren Jessen.
In der Tat, die von Christian Geyer monierte Bedrohung unserer politischen Kultur ging in diesem Fall leider vom Videoblogger Jessen und dessen beschönigender Relativierung von Gewaltexzessen aus. Mir scheint, auch die Herren Zeitungsjournalisten müssen beim Einstieg in dieses neue Medium lernen, dass man gerade als Journalist nicht einfach jeden unüberlegten Unsinn aus der emotional sichtlich erregten Hüfte ins Internet stellen sollte. Insofern war die von C.Geyer im Internet ausgemachte Welle von monströsem Schlamm nur ein Zurückschwappen auf eine monströse Gewaltrelativierung des ZEIT-Bloggers Jessen. Wer mal eben derart monströse Klamotten ins viel interaktivere Internet wirft, löst natürlich ganz andere Wellen aus als noch in den gedruckten Blättern, wo man allzu harsche Reaktionen noch schön fein unter den Teppich kehren konnte. Gewöhnungssache, der man weniger mit Zensur solcher Reaktionen, sondern vor allem mit überlegterer Wahl seiner Argumente begegnet. Das Gebot, keinen gewaltbeschönigenden Unsinn ins Netz zu stellen, gilt nicht nur für die normalen User, sondern ebenso und erst recht für Journalisten.

Sehr geehrter Herr Geyer,
nur zu gern würde ich Herrn Jessen und Ihnen zustimmen, besonders da Sie einem bedrängten Kollegen beispringen - was ja eigentlich eher in anderen Branchen üblich ist...
Hätte ich da nicht ein großes Problem: Herr Jessen läßt nicht erkennen - auch nicht in seinem Video - , daß er über eine Fülle von jahrelang gesammelten Beispielen verfügt, die die von ihm aufgezeigte Linie belegen. Dann sollte er auch erklären, mit welchen Mitteln Rentner (waren es eigentlich nur Rentner? auch wesentlich Jüngere dürfen sich belästigt fühlen - oder?) z.B. Jugendliche "gängeln".
Wenn da nichts "kommt", müßte ich allerdings Jessens Behauptungen und Ihre Philippika dem "Stammtisch" - natürlich einem hochintellektuellen! - zuweisen; auch könnte ich mich Ihren Feuilletonbeiträgen nicht mehr mit der seitherigen Unbefangenheit hingeben, was ich sehr beauern würde.
Mit freudlichem Gruß
Dr.-Ing. Jochen Henke
64625 Bensheim

Widerlich und totalitär war und ist der Video-Blog von Herren Jesse. Der Erregungszustand von Herren Geyer hätte sich auch damit auseinander setzen können. Es gibt bei jedem blog mittlerweile eine sogenannte " netiquette". Das was bei der Leserbriefredaktion eines print-Blattes normalerweise der Shredder bei nicht genehmen Leserbriefen ist. Dessen bedient sich Herr Jessen aber nicht, schließlich will er ja Opfer sein. Dass ihm dabei eine Minderheit der Forumsmitglieder mit ebenso dämlichen Hetzkommentaren hilft, das mögen diese Leute nicht ahnen in ihren dumpfen Wahn. Die große Mehrheit der ZEIT-Forums Mitglieder diskutiert den unentschuldbaren Auftritt von Herren Jesse engagiert bis polemisch. Eigenartigerweise verbrüdern sich Journalisten aller Blätter mit Herren Jessen mit den eigenartigsten Verrenkungen. Hätte ein Journalist der BILD-Zeitung so einen rassistischen Viedeo-Auftritt hingelegt mit einem verprügelten türkischen Rentnerpaar und eine Skinheadtruppe, da hätte nicht nur Herr Geyer zum verbalen Knüppel gegriffen. Auch der jetzt so schweigsame Herr Niggemeier wäre auf der Brücke.

Weil die sogenannten Pöbel-Nutzer im Internet mit ihren schmierigen Mitteln die Freiheit der Rede untergraben, gehören sie für Christian Geyer selbst aus dem Diskursraum ausgeschlossen. Meint er denn damit auch den ZEIT-Videoblogger Jessen? Der Autor scheint zu übersehen, dass es sich bei jenen Pöbelein nur um Angriffe auf die Freiheit der Rede eines Journalisten handelte, der zuvor selbst die Freiheit der Rede von Rentnern in der U-Bahn als spießig angegriffen hatte, Jugendliche auf das Rauchverbot in Verkehrsmitteln hinzuweisen.
Nun kann man darüber streiten, wie realitäts- und lebensnah es heutzutage noch ist, gewaltbereite Jugendliche zur Ordnung rufen zu wollen. Solch stets eingefordertes bürgerschaftliches Engagement um die öffentliche Ordnung im Angesichts eines fast totgeschlagenen Rentners aber als spießerisch und Gängelei hinzustellen, ist der Gipfel des Zynismus, ermuntert regelrecht zu Ordnungswidrigkeiten, befördert Gewalt und ist natürlich selbst ein ungeheuerlicher Angriff auf die Redefreiheit. Wie lebensfremd und spießerisch muß jemand sein, selbst Gewalt zu relativieren, also Gewalt indirekt das Wort zu reden und sich dann über Gewaltandrohungen als Reaktionen auf solche Gewaltbeschönigungen zu wundern?

Da könnte vielleicht ein Vergleich mit der Diskussion in englischen Leserforen Aufschluss bringen Also die Diskussion zur Migrantengewalt in GB wird viel heftiger geführt mit harten Beschuldigungen gegen die Immigrants als etwa in deutschen Foren, und sie beherrscht nicht nur die Schlagzeilen, sondern die Titelblätter im ganzen Umfang, vor einigen Tagen das der Sun zB., auch mit heftigen Schlägen gegen Labour und good-doers Die Sprache ist überaus deftig, gespickt mit vulgären Worten und Flüchen. Allerdings hatte ich noch keinen Beitrag entdeckt, in dem mit der Nazikeule „ argumentiert“ wird. Und in keinem Beitrag wird auch nur der leiseste Versuch unternommen, einem britischen Opfer eine Mitschuld anzuhängen wie in dem Video vom J.J Diese Einstellung gegenüber den Opfern und die Nazikeule scheinen also typisch deutsch zu sein .Noch ein weiterer Unterschied zu Deutschland. Die allgemeine Linie der Kommentare und Berichte im redaktionellen Teil und in den Leserforen zielt in die gleiche Richtung, während in Deutschland geradezu ein Abgrund sich auf tut zwischen dem Redaktionsbeitrag und 100en(1000en?) von Leserstimmen wie beim .J.J.

Wer wie Herr Jessen zündelt und Gewalt relativiert, braucht sich über entsprechend erboste Reaktionen nicht wundern. Er spürt dann nur lehrreich am eigenen Leibe, was er selbst verharmlost und relativiert. Und dass das Internet Reaktionen und Stimmungen viel direkter und realer transportiert als in gefilterten Tageszeitungen sehe ich keinesfalls als einen Nachteil, sondern vielmehr als einen Vorteil.

Wir haben in Deutschland eine kleine, aber (nein, nicht feine) aktive rechtsradikale Szene. Im Internet kann jeder nachlesen, wie die gut aufmunitioniert sind mit Dokumenten, Daten, Fakten. Und rhetorisch sind einige auch gut drauf (der am meisten Eloquente sitzt wieder mal eine Freiheitsstrafe ab).
Für diese Gruppen sind die Jessen-Höge-Sätze eine Steilvorlage.
Mit der gleichen „Stringenz“, mit der Jessen und Höge begründen warum die armen „Opfer“ der "hässlichen Fratze des deutschen Spießers" (Täter aus Sicht von Jessen und Höge der Rentner) die Knochen brechen „mussten“ - lässt ich auch die Reichskristallnacht „begründen“. Das Ganze mit einer juristischen Absicherung a la Jessen (Pseudo-Distanzierung) versehen; fertig.
Ich will wirklich nicht zynisch sein, aber ich warte mit Spannung auf die Hauptverhandlung.
Mal sehen wie uns das linke Feuilleton erklären wird, warum der Terminus „Mistvolk“ auf Deutsche angewendet werden muss, jedoch die Anwendung des gleichen Terminus auf andere Völker ein Straftatbestand gem. § 130 StGB ist.
Ich freu mich drauf.
Zu erwarten natürlich genauso, dass die Rechtsradikalen die nächste Gewalttat mit „Gründen“ a la Jessen und Höge rechtfertigen werden.
Toll, Herr Jessen. Ganz toll!

Bei der Betrachtung dieser Diskussion von aussen, von globaler Sicht aus, wird einem der mimosenhafte Charakter, die allgegenwärtige Angst und der unglaubliche Verlust des gesunden Selbstvertrauens offenbar. Freie Meinungsäusserung wird mit Argwohn und nur unter Einschränkung des "freie Denkens und freien Sprechens" bemessen. Nach Justitia wird gequengelt, sie soll es richten. Mein Gott, armes Deutschland.

Herr Geyer sieht eine politische Kultur, die vom uneingeschüchterten Austausch von Rede und Gegenrede lebt bedroht und irrt sich. Diese Kultur ist nicht bedroht. Sie ist deshalb nicht bedroht, weil sie längst nicht mehr existiert.
Ihre Vernichtung ist nicht das Werk der Rechtsradikalen, sondern das Werk derer, die den Rechtsradikalismusvorwurf instrumentalisierte, um Andersdenkende moralisch abzuwerten - es ist das Werk der Links"liberalen". Man denke nur an Namen wie Roth oder Trittin oder an eine Jugendbewegung, welche sich die Antifa nennt. Man Denke nur an die letzten größeren Medienkampagnen gegen den Bürgermeister von Mügeln oder das Studienzentrum Weikersheim.
Zum Glück haben die Rechten dazu gelernt und den gegenseitigen Respekt der Waffengleichheit geopfert. Und sie machen es nun wie die Linken: Mit scheinheiliger Moral gerechtfertigte Hasskampagnen gegen einzelne Andersdenkende wegen irgendwelcher Meinungsäußerungen medial initiieren, Rücktrittsforderungen nachreichen und so Präzedenzfälle und letztlich Meinungstabus schaffen. Die Junge Freiheit initiierte so letztlich eine recht erfolgreiche Kampagne gegen neue Juso-Vorsitzende Frau Drohsel. Und diese Kampagne des Blogs PI dürfte demselben Schema entsprechen.

Es ist absurd, wenn die FAZ oder auch Die Zeit im Spiegel der Mehrheit der Leserkommentare linkslastig erscheinen. Und es scheint mir Realsatire, wenn (rechte) Provokateure sich gegen „lustvolle linke Provokation“, wie einer meinte, zur Wehr setzen. Aber lassen wir das, denn die Perspektive eines jeden lässt sich kaum verändern. Aber eins scheint mir wichtig, nämlich dass die Saat konservativer Politik, wie die eines Roland Koch zum Beispiel, wohl aufgegangen ist. Der rechte Mob ist losgelassen. Und auch das muss gesagt werden: Schläger aus kriminellen Milieus gehörten noch nie zum Klientel linker Politik, und daher bestreite ich, dass es links war, Opfer solcher Gewalt als „Spießer“ ausfindig gemacht zu haben. Kriminelle Gewalt ist das Produkt der Klassengesellschaft und Linke müssen, um solches klarzustellen, nicht in die Trickkiste bürgerlicher Semantik greifen. Die Spießer sind die, die sich hier so ungeniert auspöbeln, wo sie doch nur die Maulhelden sind, auf die ein Herr Koch setzt, wenn jener den Systemwechsel provoziert. Kaum einer dieser Maulhelden wird in seinem Alltag die Zivilcourage aufbieten, wie sie in dieser virtuellen U-Bahnszene hier so frenetisch zelebriert wird.

Trotz des ernsten Hintergrundes, der, schon weit in den Hintergrund gerückt, nurmehr noch als schwaches Glimmen erkennbar ist, ist es faszinierend sich einfach einmal anzuschauen wie sich die Ebenen der Diskussion übereinanderstapeln.
Jessen verteidigt die Schläger und wird dafür selbst -bislang nur verbal- geschlagen. Nun, da Jessen, der Vertediger, von Geyer selbst verteidigt wird, versammeln sich hier einige Stimmen um ihrerseits die 'Jessen-Schläger' zu verteidigen. Diese Schachtelung kann natürlich prinzipiel ad infinitum weitergehen.
Freund und Feind, Angreifer und Verteidiger sind schon lange nicht mehr auseinanderzuhalten. Die Positionen, so fein zizeliert sie auch sein mögen sind logisch nicht mehr aufrechtzuerhalten. Friedlich ist schon lange keiner mehr. Getreu dem altdeutschen und zugleich durch und durch internationalen Motto: "Immer feste druff."

Unsere politische Kultur ist nicht bedroht. Bedroht ist aber endlich das Meinungsmonopol der Massenmedien. Auch eine Abmahungswelle, wie sie die FAZ hier fordert, wird nichts daran aendern dass immer mehr Menschen durch das WWW ihre freie Meinung aeussern koennen. Hier im FAZ-Forum herrscht ganz klar keine Meinungsfreiheit sondern eine doppelte Zensur, zuerst im Kopf der Leserbriefschreiber ("ich darf nicht alles schreiben was ich wirklich ueber JJ denke sonst wird mein Beitrag ja ueberhaupt nicht veroeffentlicht") und dann nochmal durch irgendeinen Redakteur der sicherstellt dass kein "Schlamm" veroeffentlicht wird. C. Geyer, ihre Meinung ist nicht mehr und nicht weniger wert als die von jedem anderen der im Internet schreibt, egal auf welchem Niveau. Das war schon immer so aber jetzt durch die Technik des Internet bekommt jeder eine Stimme. Lange werden die Pseudointellektuellen von FAZ & ZEIT die Meinung der Masse nicht mehr formen koennen.

Sehr geehrter Herr Geyer!
Sie haben sich da einen Bock geschossen. Und zwar nicht einen politisch-moralischen, da mag man ja wirklich manches verdammungswürdig finden.
Sondern einen Journalistischen. Ihr Artikel wirk wie aus dem Jahr 1987, als ob sie selber noch nie an einer Interentdiskussion teilgenommen hätten. Ihre Anführungszeichen und Verallgemeinerungen sind sehr peinlich; so peinlich, wie eine beliebige Entrüstungstirade von Claudia Roth.
Sie haben offenkundig das Wesen des Internets nicht erfaßt.
Die Ironie an der Sache ist, daß sie hier
- Verallgemeinern
- staatliche Sanktionen zur Einschränkung der Grundrechte anderer fordern
Empörung und Ruf nach dem Staat um das "Neue, Unverstandene" zu "bekämpfen", das sollte in der FAZ keinen Platz haben.
Freiheit beginnt bei Diskussionskultur. Selber eine Haßtirade über die Hasser zu verfassen, gleichsam alle Internetnutzer zu Hassern stilisieren und ihnen das Recht auf Erregung absprechen (in einem erregten Online Artikel [sic!]): das müßte ihnen doch selbst auffallen, wo da das Problem liegt.

"Widerlich und totalitär" - diese Adjektive beschreiben die Äußerungen von Herrn
Jessen sehr gut.
Wer mit der gewohnten Attitüde pseudo-intellektueller Blasiertheit und journalistischen Standesdünkels meint, das deutsche Opfer eines von fremdstämmigen Tätern begangenen Gewaltverbrechens als "Täter" verunglimpfen zu müssen, sollte sich nicht wundern, wenn die schweigende Mehrheit der verunglimpften "Spiesser" sich vehement zu Wort meldet.
Ein Journalist muß sich an seinen Beiträgen messen lassen.
Wenn er keinen Widerspruch ertragen kann, sollte er sich einen anderen Beruf
suchen.
Andersdenkende mit dem Etikett des "Rechtsradikalen" abzuqualifizieren ist bequem und erpart die Infragestellung des eigenen verqueren Weltbilds.
Aber das ist typisch für sog. "68er" und verwandte Irrgeister.
Das Internet ist der "Meinungsmacherelite" deshalb ein Dorn im Auge,weil die
Herrenreiter des deutschen Medienwesens sich ihres Monopols beraubt sehen.

Das war ein echter Lacher zwischen einigem Kopschütteln, mancher Zustimmung und der Erkenntnis, dass es immer noch verdammt viel links-rechts-Rhetorik gibt in unserem Lande.
Obwohl: Viele Menschen stellen sich ja explizit hin als "links" oder "rechts". Ich habe den Eindruck, dass der "Unterschied" rein nomologischer Natur ist. Beide Seiten sind der Ansicht, dass Gewaltdrohungen und "in besonders schlimmen Fällen" gar Gewaltanwendung schon in Ordnung sind.
Das sind sie jedoch niemals. Wem immer mit Gewalt gedroht wird geschieht unrecht. Man sollte nicht so fahrlässig sein, gegenüber seinem wahrgenommenen Gegner den Schnitzer schlechthin zu machen: Ihm Unrecht zu tun. Oder dieses gutzuheißen.
Körperliche (und manch seelische) Gewalt ist nur bei Notwehr gerechtfertigt; und die liegt hier offensichtlich nicht vor. Man kann mit genau dem gleichen Ton antworten und dem Herrn Jessen (mit Namen) sagen: "Ihre Meinung finde ich unglaublich dämlich, weil Sie aus den Tätern Opfer machen und dem tatsächlich schwer verletzten Opfer diese Tatsache quasi absprechen. Setzen sechs."
Das geht doch ganz ohne Gewaltdrohungen - oder? Wer immer dämlich ist, ist doch gestraft genug. Man muss ihn doch nicht gleich umbringen wollen.

Diese Frage sollte Herr Geyer dringend einmal stellen. Sie kommt daher, daß es Leute wie Herr Jessen sind, die uns seit unzähligen Jahren ihre moralgeschwollene Brust entgegenhalten, wenn es um rechtsradikale Gewalt geht. Sie predigen uns ohne Unterlass und mit erhobenem Zeigefinger "Zivilcourage", "demokratisches Engagement" und "gesichtzeigenden Einsatz", selbst wenn die Tathergänge noch lange nicht geklärt sind (siehe Mügeln, Potsdam, uvm). Wer in solchen Fällen aber auch nur leise zur Vorsicht mahnt, wird umgehend von den Jessens dieser Welt als bösartiger Faschist gebranntmarkt und damit mundtot gemacht.
Im umgekehrten Falle aber, wenn es ihrer Gutmenschenideologie zuwiderläuft, machen sie sich über die Opfer lustig, rechtfertigen das Zertreten von Schädelknochen und berufen sich dabei süffisant auf "freie Debattenkultur".
Herr Geyer, können Sie nicht verstehen, daß dies eine blinde, rasende Wut erzeugt, welche selbstverständlich keine Beleidigungen oder gar Gewaltaufrufe rechtfertigt, sie aber dennoch erklärt? Wenn Sie Herrn Jessen schon so fürsorglich in Schutz nehmen, dann übernehmen Sie doch auch seine Erklärungsansätze: Fragen Sie woher die Wut der Menschen kommt, welche sich jetzt Bahn bricht...

Derartige Pöbeleien bis hin zu widerwärtigsten Obszönitäten sind gang und gäbe, seit es das Internet gibt. Die "Gesprächskultur" ist nicht bedroht, sie ist längst tot, wenn man diese Äußerungen als das Maß aller Dinge ernstnimmt. Die Anonymität im Internet ermöglicht es, Dinge zu sagen, die sich viele vermutlich von Angesicht zu Angesicht nicht heraunehmen würden.
Auch hier in FAZ-Online kann jeder schreiben, was er will. Entsprechend rüde, Arm an Argumenten, oft am Thema vorbei und selbstgerecht sind die "Kommentare" hier denn auch.

Aus verschiedenen Foren ist mir die Erfahrung gelaufig, dass die Diskussionskultur im Internet sehr anfaellig ist.
So ist es vielen nicht bewusst, dass es eben nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt wird, andere Meinungen, teils auf persoenlich beleidigendem Niveau, nieder zu machen. Das gerade entspricht dem Gegenteil von Meinungsfreiheit und kann zurecht als totalitaer bezeichnet werden.
Einmal vergiftet kann ein Austausch kaum noch stattfinden und abgesehen von ein paar selbsternannten Vorkaempfern, wird eine solche Diskussionsrunde sehr schnell zu einem Forum nur noch einer einzigen Meinung.
Das Problem tritt ueberall im Netz auf, wo emotionale Themen mit grossem Zulauf diskutiert werden.
Ob staatliche bzw. juristische Mittel angebracht sind, wage ich zu bezweifeln.
Vielleicht muss die Mehrheit der Internetnutzer mit ihren neuen Kommentarmoeglichkeiten erst einmal umzugehen lernen.
So kann mit der Zeit eine gesamtgesellschaftliche Diskussionskultur erst wachsen.

Ja, widerlich! Persönliche Beleidigungen und Drohungen sind widerlich! Auf dieser Basis kann auch kein Diskurs geführt werden. Aber seit ich diesen Beitrag und Herr Jessens Video gesehen habe, frage ich mich immer wieder "wieso muss immer alles generalisiert werden" ??
Der Unmut von Herrn Jessen gegen die Wahlkampfparole "Ausländische Jugendlliche=Straftäter" ist sehr passend. Aber warum dann im nächsten Satz gegen "spießige Rentner" schimpfen?? Wenn überhaupt hätte man gegen die "Spießer" wettern können, die jetzt überall durch den blauen Dunst eine "Krebsgefahr wittern". Aber sind das Spießer oder Mitbürger, die sich durch den "Schutz der Gesetzgebung" bestätigt fühlen.
Was ist eigentlich ein Spießer? Ein Deutscher? Kann ein im Ausland Geborener auch Spießer sein? Oder ist dieses Privileg den Deutschen vorbehalten?
Schade, gerne hätte ich eine Diskussion über "jugendliche (ausländische) Straftäter" verfolgt. Statt Beleidigungen, Drohungen, Missverständnisse und wiederum Beleidigungen lesen zu müssen.
Also daher nochmals die Frage "wieso wird immer generalisiert"?
Wieso läßt sich über kein Thema eine respektvolle Diskussion führen?

„Und ich beharre allerdings darauf, dass Deutschland ein Feuilletonisten- Problem hat. Und dass in diesem Land mit unerbetenen und zudringlichen Ermahnungen, Ratschlägen, Besserwissereien und scheelen Blicken aus dem Feuilleton jeder Leser ,ja sogar treue Abonnenten, schlechte Erfahrungen machen. Feuilletonisten in Deutschland können eine Hilfe sein, aber auch eine Zumutung. Dies kann natürlich, um es nochmals deutlich zu sagen, niemals eine Rechtfertigung von Abo-Kündigungen sein, es kann aber eine Erklärung sein für einen Fonds von Gereiztheit, an dem eben nicht nur sich der abschottende Blog-Mob, sondern auch die missgünstige deutsche Mehrheitsgesellschaft ihren Anteil hat.
Ich sage das, obwohl es wenig ritterlich ist, sich noch einmal ausdrücklich von einer Sache zu distanzieren, die ohnehin verloren hat. Indes, wer weiß. Der Print ist tot, aber der Feuilletonist, einmal ganz allgemein als Terror der Mehrheit begriffen, unabhängig davon, auf welcher Seite des politischen Spektrums er sich organisiert, scheint mir unsterblich. „
( Anm.: Im Originaltext stand“ Rentner“ oder“ Spießer „statt „Feuilletonist“)

Also erstmal eines: Widerlich ist das, was dieser Jessen von sich gegeben hat. Auch mir haben sich vor Zorn die Nackenhaare gestellt, als ich das gesehen habe.
Aber zu einem Zitat aus Ihrem Artikel: "....dass man ungehindert zu Hausbesuchen beim unliebsamen Autor aufruft, ungehemmt Hass und Hetze gegen ihn in Szene setzt."
Da sehen Sie doch bitte auch mal auf dem unsäglichen linksextremen Internet-Portal "Indymedia" nach. Da wird ständig zu "Hausbesuchen" bei Personen, die den Linksextremen unliebsam sind, aufgefordert: "Hausbesuche" bei Eigentümern besetzter Häuser, "Hausbesuche" bei Personal von Asyl-Unterkünften, "Hausbesuche" bei Landwirten, die Genmais anbauen und und und. Und die Linken scheuen sich nicht, zu Gewalt gegen Sachen UND Menschen aufzufordern!
Nur mal so zur Info. Vielleicht widmet die FAZ auch diesem Thema mal einen Artikel.

- das Internet muß 'frei' bleiben für jede Meinung (bis auf strafrechtlich Relevantes)
- das konkrete Opfer (den Rentner) zu verhöhnen wäre widerlich - hat Jessen das wirklich?
- den Geyer zu dissen ist dumpfbackig.

über einige der hier abgegebenen kommentare muß ich doch schmunzeln.
wer so etwas
"Am besten so ein Hasan A. (21) läuft ihnen über den Weg, weil dann sind sie Tot und wir müssen uns ihren dünnschiss nicht mehr anhören."
noch als freie meinungsäußerung abtut, und diejenigen, die diese art verbaler absonderungen krtisieren, als "totalitär" abstempeln möchte, hat mMn ein leicht verzerrtes demokratieverständnis.
die wutentbrannten und haßerfüllten reaktionen auf jessens glosse zeigen doch ganz deutlich, daß er gar nicht so unrecht hat.
vor allem offenbart sich hier die bigotterie derjenigen, die kochs art der wahlkampfführung frentisch bejubeln, und sein bedienen xenophober ressentiments als erfrischende, notwendige politische unkorrektheit feiern.
nun zeigt sich ganz deutlich, was diese menschen von political incorrectness halten, sobald sie sich nicht mit deren weltbild verträgt.
wir haben ein gewaltiges spießerproblem, und jessen hat diesen leuten die maske heruntergerissen, was sich an der art der reaktion sehr schön zeigt.

Lieber Printler, auch von der Qualitätspresse, es hilft nix, Ihr müsst euch der Entwicklung und der für Euch traurigen Realität stellen .Euer Zug, die Dampflok der Kommunikation, ist abgefahren. Schaut auf eure frühen Vorgängern, den Mönchen in den Schreibsälen der Klöster. Die kämpften mit allen Federkielen und auf Pergament gegen die teuflische Erfindung des Buchdrucks wie ihr jetzt, bei ständig sinkender Auflage, gegen das Web.

Eigentlich sollte Herrn Geyer das tendenziell untergrundtiefe Niveau in diversen Internetforen bekannt sein...diesbezüglich nichts Neues. Es wäre schön wenn in diesen Foren ein geplegter Stil zum guten Ton gehörte - aber so war und ist die Welt nicht. Aber wenn juckt's wenn Lieschen oder Karl Müller ihre Gedankenflatelenz zum Besten geben.
Viel schlimmer ist -und das ist der eigentliche Skandal- wenn ein gestandener Feuilleton-Redakteur brutalste Gewalt gegen Schwache in dieser Gesellschaft nicht nur verteidigt sondern auch noch das Wort redet mit dem Hinweis wir Deutsche haben es ja nicht besser verdient. Mich macht das sprachlos! Wieviele schwache Mitglieder der Gesellschaft müssen Brutalität im Alltag ertragen (erpresste und geschlagene Schulkinder, Rentner, mißhandelte Ehefrauen insb. muslimischer Männer) und die deutsche Öffentlichkeit tut das als Wahlkampfgetöse bzw. selbstverschuldet ab.

Die große Anzahl der Kommentare zu diesem Thema zeigt doch nur, dass die Absicht des Kulturchefs der Zeit, endlich mal wieder größerer Aufmerksamkeit teilhaftig zu werden, aufgegangen ist. Klar wird auch ihm gewesen sein dass es sich bei seinem Videobeitrag um eine Provokation gehandelt hat. Also wurde eine entsprechende Reaktion – heftig und auch unter der Gürtellinie - in Kauf genommen. Well done !!
Zum Thema selbst ist zu sagen dass dem Volk, dem Dummen, doch jahrelang – teils zu Recht – immer noch fehlende Zivilcourage, Mutlosigkeit und Duckmäusertum vorgehalten wurde.
Nimmt sich nun ein Rentner ( schon fatal ) das Recht heraus ( Frechheit, aber auch ! ) andere auf die Einhaltung gewisser Regelungen – die allen dienen – aufmerksam zu machen dann ist dies Verhalten Ziel der Kritik Herrn Jessens. Da gehört schon ein größeres Stück Arroganz hinzu.
Damit keine Zweifel aufkommen: Auch die Arroganz braucht eine Bühne und die Auslassungen des Herrn Jessen sind kein Anlass für Hasstiraden oder gar Gewaltandrohungen. Die politische Kultur, da hat Herr Geyer recht , ist bedroht.
Aber aus diversen Ecken; wobei mir die eine genauso widerlich ist wie die andere.

Sehr geehrter Herr Geyer,
"widerlich" sind einige Leserkommentare in der Tat. Und Gewaltandrohung zweifellos unentschuldbar. So weit gebe ich Ihnen vollkommen recht.
Wenn Sie aber dann im Folgenden die Kommentare von Herrn Jessen lediglich als "provokante Meinungsäußerung" bezeichnen, dann erstaunt das im Vergleich doch sehr.
Als ich den Videokommentar von Herrn Jessen sah, war ich schockiert. Einem lebensgefährlich verletzten Rentner gegenüber zu erklären, er sei quasi "selbst schuld", weil man gefälligst Jugendliche nicht ermahnen sollte, ist ein absolut inakzeptabler Kommentar, widerlich, sozusagen. Und dies von einem Medienprofi. Dass ein solcher Kommentar von Herrn Jessen veröffentlicht wird, ist mir völlig schleierhaft. Hier werden OPFER und TÄTER vertauscht. Und damit meine ich den Renter (das Opfer) und den jugentlichen StrafTÄTER. Nicht wie Sie, in Ihrem Kommentar, nur den Journalisten, den Sie als einziges Opfer hier sehen.
Dieser Videoblog von Herrn Jessen ist tatsächlich WIDERLICH und menschenverachtend gewesen.
Dass SIE darüber keinen Kommentar nötig fanden und finden, darüber sollten Sie vielleicht einmal nachdenken.

Oder anderweitig deutlich gemacht, dass er Menschen, die eine öffentliche Ordnung und Sicherheit zu bewahren suchen, indem sie Störenfriede ermahnen, nicht verunglimpfen wollte?
Oder rechtfertigt er seine unverschämten Äußerungen noch immer?
Herr Jessen hat einen schweren Fehler begangen und es ist an Herrn Jessen, für diesen einzustehen. Anschließend kann man jenen die Leviten lesen, die Herrn Jessen nicht nur nicht verzeihen, sondern weiter glauben, einen groben Keil verwenden zu dürfen, obwohl der grobe Klotz bereits weggeräumt wurde.
Solange gilt nun einmal: keine Gnade ohne Reue.

...welche wir seit Jahrzehnten kennen, erregt nun erstmals massiven Widerstand. Und das ist gut so. Das es dabei nicht immer gesittet und anständig zugeht, ist völlig klar und nicht zu vermeiden.
Herr Jessen ist eine öffentliche Person. Wenn er dies dazu nutzt, Opfer zu beleidigen, muss er auch die Konsequenzen tragen. Dem Bürgermeister von Mügeln ging es nicht anders, nur hat der nicht zur Gewalt aufgerufen. Die TAZ ging sogar noch einen Schritt weiter: Sie rief offen zur Gewalt gegen "das deutsche Mistvolk" auf. Dort schrieb Helmut Höge "er könne sich keine bessere Bezeichnung für eine Bayrische Respektsperson vorstellen, als Scheißdeutscher".
Wo bleibt da Ihre Empörung und Ihre Abscheu, Herr Geyer ???

„Herr Jessen hat Deutschland provoziert“,schreibt doch einer der Vielen,den ich nicht mal benennen muss,da er das auf den Punkt bringt,was die große Mehrheit jener Schreier und selbsternannter Verteidiger „Deutschlands“ hier eigentlich zu sagen wünscht!Es geht eben nicht um den Geprügelten,und es geht auch nicht um Herrn Jessen,es geht „um Deutschland“,oder was diese glauben,was das sei.Und sagte ich es nicht an anderer Stelle: Der Klassenkampf sich wirklich in den U-Bahnen abzuspielen scheint,nämlich weil er anderswo so listenreich verdrängt worden ist? Klassenkampf heute im Zeitalter von globalisierten Kapital und Prekariat scheint aber wohl doch eher an das zu erinnern,was man früher „Eiserne Front“ oder so ähnlich bezeichnete.Daran schuld sind alle diejenige, ie vorgaben,dass die Zeiten des Klassenkampfes obsolet seien,wodurch diese „Provozierten“ erst so richtigen Auftrieb erhielten.Ich weiß nicht, ob Herr Jessen „der Linke ist“,für den die hier Versammelten ihn halten,ich weiß nur eins,ich habe in der ganzen Zeit und in der Zeit keinen einzigen wirklichen linken Beitrag zu lesen bekommen.Also geht es hier weniger um die Kritik linker Theorie und Ideologie als vielmehr um den Angriff auf das Unbegriffene - ganz generell.

Ja, sie ist spürbar, diese Bereitschaft, das zunehmend unbequeme Internet "unter Kontrolle" zu bringen. Israel ist da ja mal wieder "Vorbild". Merken Sie nicht selbst, Herr Geyer, wie Sie zu toltalitären Maßnahmen tendieren, wenn Ihre Diskurshoheit bedroht scheint? So sehr ich Ihr Blatt schätze und immer wieder kaufe - es wird allmählich penetrant: Auch Sie driften mehr und mehr in Richtung "Kerner" ab. Wer nicht konform geht, der fliegt wie einst Eva Herman, dem wird das Wort verboten, der wird sanktioniert. Ich will hier keineswegs Verbalinjurien und Gewaltandrohungen beschönigen. So ist "das Volk" (für Sie der Pöbel) nun mal. Journalistisches Niveau können Sie nicht erwarten. Aber Sie könnten die Nase ruhig ein wenig senken und sie mal in den Wind halten. Oder interessieren Sie die Strömungen und Befindlichkeiten von "denen da draußen" generell nicht?

Natürlich sind die Reaktionen auf Jessens Videos widerwärtig .. aber das ist auch die Schwäche/die Stärke des Internet.
Man stelle sich einmal vor, eine Kulturchef einer Zeitung hätte ein Video erstellt, auf welchem er erklärt, daß Vergewaltigungsopfer selber schuld sein ("die vielen Miniröcke, "bauchfrei"). Das müssen wir uns nicht vorstellen, weil niemand so deppert wäre, dies zu erklären (und zu veröffentlichen).
Ich bin Jessen dankbar, weil so "ungeschickt" war, sich mit seinen gar nicht so seltenen Ressentiments der Öffentlickeit zu präsentieren... wahrscheinlich hat er vergessen, daß er nicht mit seinen Redakteuren zusammensitzt, nicht bei einem Stehempfang locker small-talk macht und nicht für eine Sponti-Zeitung der 70iger/80iger schreibt.
Die größe Parodie ist allerdings, daß man sich im *Deutschen Spießer-Blatt Nr. 1* über Spießer erregt ... da scheinen bei Jessen nicht nur Naivität, sondern auch ein paar Gramm Realitätsverlust vorhanden zu sein.

Die Anzahl der Kommentare zeigt, wie wichtig dieses Thema ist. Erinnert sei nur, an die Erfahrungen von Herrn Schirrmacher im Spiegel-Blog. Es ist leider auch offensichtlich, dass manche Foren die Verrohung und Verunsachlichung in ihren Kommentaren nicht nur ignorieren, sondern geradezu zu fördern scheinen. Ich kenne hierzu einige traurige Beispiele. Ein Problem ist sicherlich auch die Asymmetrie der Diskussion: Auf der einen Seite der öffentlich arbeitende Journalist, auf der anderen Seite der häufig anonyme "Nutzer", der glaubt - aufgestachelt von seinen Vorkommentatoren - jetzt unbedingt noch einen draufsetzen zu müssen.
Dennoch kann man Herrn Jessens Kommentar nicht einfach so zu den Akten legen. Wenn Sie die Äußerungen von Herrn Jessen nur als "Polemik" einordnen, stellt sich für mich die Frage, Herr Geyer, wo Sie dann die Grenzen eines "zivilisierten Umgangs" in der öffentlichen Diskussionskultur ziehen wollen? Es ist schon ein starkes Stück, wenn sich das von hinten niedergeschlagene - körperlich unterlegene Opfer, anhören muss es sei ja selbst Schuld. Was dabei herauskommt, wenn man diese Geisteshaltung konsequent weiterspinnt, wurde 1933-45 in unserem Lande schon einmal anschaulich demonstriert.

Nach Ansehen des Videos von JJ, weiß ich endlich wer am Sonntag meine Stimmen erhält: Roland Koch und die CDU.

Gerade ein »scharfer Polemiker« muß auch polemische Antworten ertragen können. Auch wenn Herr Jessen es jetzt bestreitet und behauptet, mißverstanden worden zu sein, so ist doch jedem klar, daß er genau das tun wollte, was die Leserbriefschreiber so aufregt: Dem deutschen Opfer die Schuld dafür geben, daß es von ausländischen Gewalttätern zusammengeschlagen wurde. Wenn das nicht seine Absicht gewesen wäre, hätte es überhaupt keinen Sinn ergeben, den »deutschen Spießer« überhaupt zu erwähnen. Dochdoch, genau das war sein Punkt.
Früher jedoch konnten die 68er solche antideutschen Haßtiraden jederzeit bedenkenlos von sich geben, weil die gewöhnlichen Bürger eben keine Stimme hatten. Es gab nur Radio, das Fernsehen und die Printmedien, in denen linkslastige, politisch korrekte Journalisten den Ton bestimmen, während der einzelne Bürger sich vollkommen allein und isoliert fühlen mußte, wenn er mit dem Gesagten nicht einverstanden war. Jetzt ist das anders, jetzt können wir zurückschimpfen, wenn irgendein linker Journalist uns wieder einmal als unwürdig und nicht lebenswert hinstellt. Und wenn ihm das nicht gefällt, umso besser: Vielleicht nimmt er das mal zum Anlaß, etwas darüber zu reflektieren, was er da eigentlich redet.

Herr J. Jessen und wir dürfen über dumme, brutale, widerliche Internetzeilen erbost sein, doch wenn ein Redaktionsmitglied der ZEIT Provokantes Beleidigendes in einem Medium von europäischem Format von sich gibt, hat dies weit stärkerer Kritij zu unterliegen als der Auswurf von anonymen Quasslern im Internet.

Gegen eine solche Diffamierung dürften sich die Chefredakteure der
- FAZ
- Welt
- Junge Freiheit
- BILD
- Focus
- Rheinischer Merkur
- Cicero
- Berliner Morgenpost
- B.Z.
- Hamburger Abendblatt u.s.w.
entschieden zur Wehr setzen

ich bin aufrichtig irritiert.
Also ein Rentner der einen Jugendlichen auf ein Verbot aufmerksam macht und seine Einhaltung fordert ist nach Herrn J. Jessen ein Spießbürger.(ER fordert die Körperverletzung nahezu heraus)
Es würde mich interessieren, wie man zu solcher Denkaussage kommt ?
Wenn das die Aussage des Kulturchefs einer angesehenen Zeitung ist , möchte ich mit
H.Heine antworten:
" denk ich an Deutschland in der Nacht....

Das Phänomen, das die FAZ am Fall Jessen kritisiert, ist im Internet Gang und Gäbe. Man braucht sich bloß auf die diversen Video-Seiten des Net 2.0 zu begeben, das von den Feulletonisten als neuer Hort der Kreativität in den Himmel gehoben wird. Das Youtube-Video wird hier schon mal als eigene neue Kunstform dargestellt.
Was einem dort eher auffallen wird, als die wenigen Video-Perlen die unter einem riesen Haufen Mist begraben liegen, ist der Hohn und die Aggressivität, die einem überall entgegenschlägt. Das nimmt teils menschenverachtende Auswüchse an. Hierfür mag das Video eines vielleicht fünfzehn-jährigen Mädchens als Beispiel dienen, in dem sie ihrer Anhängerschaft der Band "Tokio Hotel" auf naive, unbeholfene Art verteidigt. Es folgten mehr als 1,5 Mio. Aufrufe und über 7000 Kommentare. Dabei waren die üblen Beleidigungen, aus denen die meisten dieser "Beiträge" bestanden noch der harmlosere Teil, viel schlimmer waren die Gewaltandrohungen von vergewaltigen bis umbringen, denen sich der Teenager ausgesetzt sah.
Das Problem ist, dass sich die "Künstler" in ihren Videos vollkommen exponieren, während die Kommentatoren anonym bleiben. Diese Asymmetrie fordert die Menschen geradezu heraus, ihre niederen Triebe auszuleben.

das Video. Aber noch erträglicher als Dschungel-Camp oder gar die fraglichen "geistreichen" Blogbeiträge hierzu. Viel interessanter wäre es jetzt die provokanten Thesen nicht nur rhetorisch sondern auch sachlich auseinander zu nehmen. Ds wäre spannend. Würde aber nicht wenige "Blogger" überfordern.

Jens Jessen hat vielleicht recht mit dem Spießerproblem. Aber nicht die, die er als Spießer bezeichnet, sind die Spießer, sondern er. JJ spricht von Gänglungen.
Nehmen wir mal so etwas alltägliches wie Blinken. Es wird immer seltener, ich stehe immer öfters an Kreuzungen und kläre ab, biegt jetzt das Auto ab oder nicht. Es kostet mich Zeit und Aufmerksamkeit. Man könnte sagen Kleinigkeit, aber es summieren sich Dinge, die man unter zwei Begriffen summieren kann. Rücksicht, damit andere Rücksichtslos sein können oder die Erhöhung der Verhandlungsakte. Regeln sichern Fairness, die alltägliche Neuverhandlung ergibt Verlierer und Gewinner und erzeugt Stress. Der nicht blinkt und einfach fährt hat gewonnen, der andere verloren.
Es gibt immer mehr, die dies als Zumutung empfinden, die ihnen von Gesellschaftstheoretikern aufgezwungen werden.
Interessant ist aber wie diese Theoretiker auf Widerspruch reagieren. Sie diffamieren ganz gerne die Kritiker, als rechts, Pöbel etc. Ähnlich wie der Spießer über unangepasstes spricht.
Entlädt sich vielleicht bei JJ die Wut und Frust über die Gängelungen und Anmaulungen durch die Linksspießer? Hat JJ die Erklärung für die Kommentare in gewisser Weise schon geliefert?

Sehr geehrter Herr Geyer,
die Medien sind penetrant linkslastig und gewisse Medienvertreter nutzen ihre Macht schamlos aus.
Insbesondere im TV können sich die linken Moderatoren unverfroren ihre Propaganda bislang ohne Risiko für ihren Job erlauben.
Der Zwangsgebührenzahler steht ohnmächtig davor, seine Wut steigert sich in Hass, emotionsgeladen werden dann entsprechende Beiträge verfasst.
Den Verfall unseres Vaterlandes ansehen zu müssen, ist unerträglich.

Auch in diesem Faz-Beitrag wird die journalistische Qualität und Kultur der Presse gegenüber der des Blog-Mobs herausgestellt Dann schaut Euch doch mal das Video des Kulturchefs der Zeit an, zweifellos der Qualitätspresse zugehörig ,und achtet auf seine „professionelle Kompetenz“ als Videoblogger . Dilettantischere Videos gibt’s wohl auch, aber nur wenige . Bei youtube wird’s wohl bald zu den Lachnummern gehören. Hatte der J.J. die Kamera seinem Hund auf den Rücken gebunden? Wie kommt der Mann auf die Idee, Videoblogger zu werden? Er hat null Kamera-Charisma, spricht nicht telegen, bewegt sich schlecht.und im Vergleich zu seinen Sätzen stehen unter den 100en(1000en?)Leserbeiträgen sehr viele in punkto Worte und Gedanken auf einer höheren Qualitätsstufe.

Das wirklich originelle an der ganzen Sache ist ja, daß die Jessenverehrer wie z.B.Herr Geyer nichts dagegen haben wenn Rentner wegen Ihrer andauernden: "Ermahnungen Gängelungen und Anquatschungen" von Herrn Jessen als Problem bezeichnet werden. Das ist völlig korrekt, es lebe die Freiheit und den armen Jugendlichen werden schon zuviele Vorschriften gemacht. Ich werde das beherzigen und mich auch in Zukunft in meinem Taxi von jungen Leuten widerspruchsfrei mit: "fick dich" verabschieden lassen weil ich nicht bereit bin zwei mehr als erlaubt zu fahren. Gängelung von meiner Seite eben.
AAAAber wehe: wehe die geäusserten Meinungen gefallen Jessen Geyer und Spiesgesellen nicht. Dann weiß man doch gleich, was alles strafbar ist. Da wird Kontrolle des Internets gefordert. Jetzt gehts ja um die eigene Haut. Da kann der Staat nicht schnell genug sein. Das ist aber natürlich keine Gängelung sondern nur die Rettung der politischen Kultur.

Man darf insoweit zustimmen, dass Jessen weder Gewalt angetan werden darf, noch Gewalt angedroht werden darf. Wie ich den Leserkommentaren der Zeit jedoch entnahm, "wünschen" viele Leute Jessen lediglich einmal einen solchen Zusammenstoss. Das ist sicher nicht "schön", was daran nun aber so dramatisch sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.
Das Geyer hier nun gerade die politische Kultur, die von (in der Tat): "uneingeschüchtertem Austausch von Rede und Gegenrede lebt" als bedroht sieht, ist mehr als lächerlich und die plumpe Arroganz eines Journalisten. Man darf erinnern, welchen Damen und Herren in den letzten Jahren (gerade von der Presse – auch FAZ -) jede Gegenrede und Richtigstellung versagt worden ist: Möllemann, Hohmann, Herman … .
Wie allein die freie Meinungsäusserung "totalitär" sein soll, ist unbegreiflich. Freilich gelten auch hier Anstandsregeln. Die Verletzung einer solchen ist aber kein "totalitäres Problem" – vielmehr Geyers Forderung, Dissidenten aus dem "Diskursraum auszuschliessen".
Geyers Kommentar ist allenfalls ein Leidlied auf die Erkenntnis, dass die journalistische Deutungshoheit durch das Internet bedroht zu sein scheint. Schade FAZ!

Iin einer für das linkslib- Leitmedium ZEIT geradezu sensationellen Kehrtwendung des ZEIT-Chefs, weg von den Götzen- und Trug-bildern der 68er finden sich auch, diplomatisch umhüllt , aber doch deutlich erkennbar, einige Maulschellen für seinen merkwürdigen Mitarbeiter Jessen, erkennbar für die, die Lesen können und möchten. Etliche Aussagen bieten sich direkt an ,allgemeine Bezeichnungen, wie“Kritiker Kochs“ oder „Linke“, durch Jessen zu ersetzen, hier paar Beispiele:
Selbst wenn der Jessen Rücksicht auf den gesellschaftlichen Frieden oder aus der üblichen Furcht, den Rechtsradikalen in die Hände zu spielen, diesen Umstand verschwiegen hätte, die Täter selbst haben die ethnische Fährte gelegt, als sie ihrem Opfer das unselige Wort zuriefen: »Du Scheißdeutscher!«
Wie man das machen kann, führte der Fernsehjournalist Frank Plasberg aber nicht mein Mitarbeiter Jessen vor. Er konfrontierte Koch einfach mit den Ergebnissen einer gründlichen Recherche:
Aber Jessen hatte eben wenig Gefühl für die fatale Wirkung, die er damit bei den Menschen erzielt – nämlich gleichgültig zu erscheinen gegenüber dem Leid der Opfer, voller Verständnis aber für die Nöte der Täter, die im Zweifelsfall immer noch sympathischer seien als manche Deutsche, unter denen sie leben müssten.
Auch Jessen muss sich damit abfinden, dass es auch junge Täter gibt, die so gefährlich sind, dass nur langes Wegsperren oder gar die Ausweisung zu vertreten sind.

Man kann ihn schlecht finden. Man darf das Herrn Jessen auch sagen. Aber: der Ton macht die Musik. Und dieser Ton, in dem Jessen aus dem Internet und einem notorischen Blog "angeblasen" wird, ist schlicht unerträglich. Da hat Herr Geyer vollkommen Recht. Was dort mehr oder weniger anonym geäußert wird, hat noch nichtmal mehr Stammtischniveau. Das ist Gosse in Reinform.

Ich sehe das auch so wie der Autor Christian Geyer.
Man sollte wie bei Printmedien oder Rundfunksendern auch die Betreiber von Blogs für ihre Schreibe verantwortlich machen. Das darf kein rechtsfreier Raum werden.
Was diese Frage betrifft ist Israel schon einen Schritt weiter. Dort hat man einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht.
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Israel macht jetzt bald Nägel mit Köpfen, wie wir schon einmal schrieben.

Ich bin seit Jahren FAZ Leser und Internetnutzer. Ich stehe auch zu meiner Meinung mit Namen: theurer@online.de!
Was Herr Jessen von sich gegeben hat in seinem Videokommentar ist keine scharfe Polemik sondern eine Beleidigung des Opfers von München. Und eine Aufforderung an alle die gern mal zuschlagen es doch auch zu tun. Er hat doch die Gewalt gerechtfertigt in dem er den Rentnern und den Gängelungen die Schuld gab. Er hat doch gesagt wir hätten ein Rentner und Spießer Problem. Und da wäre es kein Wunder wenn mal zugeschlagen wird. Ein Kollege Jessens bei der TAZ schrieb sogar die Schläger von München hätten allen Rauchern aus der Seele getreten.
Legen Herr Jessen und seine Freunde jetzt fest wer wann zuschlagen darf. Was wenn die "Pöbelnutzer" für sich die selbe Freiheit der Zuschlagdefinition beanspruchen?
Nein, ich lehne Gewalt strikt ab. Aber für alle. Und ausser Notwehr gibt es dafür nie eine Rechtfertigung. Oder darf ich als Selbständiger zukünftig meine Wut über die unzähligen Vorschriften zukünftig mit dem Baseballschläger auf dem Amt vortragen? Nach Herr Jessens Meinung ja schon. Oder dürfen das nur welche mit Migrationshintergrund?

Der Jessen sollte sich mal hinterfragen warum dieser Aufschrei gegen im passiert ist (, als wild um sich zu schlagen.
Und zweitens bewegt er sich doch auf den gleichen Niveau, wie der der niveaulosesten Kommentar gegen im.
Nur er verpackt den Inhalt mit so genannten intellektuellen Textbausteinen und verkauft es als Kunst oder was es auch sonst sein soll.
Aber dies ändert nichts an den niveaulosen und menschenverachteten Kommentaren von Jessen.

Ich selbst war einige Zeit ein eifriger Leserbriefschreiber in der ZEIT und durfte erleben, wie der braune Mob sich dort austobt, allerdings soll sich die FAZ keiner falschen Hoffnung hingeben: einige glaube ich hier wieder zu erkennen. Die Semantik ist fast wie ein genetischer Fingerabdruck. Auf der anderen Seite ist die Zeit nicht zimperlich im Umgang mit ihnen Unliebsamen. Mir haben sie den Account gesperrt, ganz bestimmt nicht wegen irgendwelcher Etikette, die ich missachtet hätte. Wer meine Leserkommentare kennt, weiß, dass ich sprachliche Grenzen nicht überschreite, aber durchaus mal hart an die Grenzen der politischen Auseinandersetzung gerade. Und wer da kommentarlos einen Account sperrt, der ihm einfach nicht genehm ist, der erregt natürlich ein empfindliches Gemüt, zumal ein solches, das eben solchem doch eher sprachlos gegenüber steht. Und doch ist es ein Zeichen des Verfalls der politischen Kultur, wenn politische Auseinandersetzungen ausgetragen werden, als agierten hier Kontrahenten, die schon mal zusammen die Treppe runtergefallen wären. Offensichtlich ist das Ausleben der perversen Lust an der (unflätigen) Berührung von (Hass-)Ikonen unserer Gesellschaft, das einzige, was so manche ihrem Leben abgewinnen können.

das Jessen in D. verortet existiert sicherlich. In erster Linie speist es sich aber aus der Unsitte, Tatsachen um einer zeitgeistig-chicen "political correctness" so lange schön zu reden, bis sie in das Weltbild einer selbsternannten Meinungsführerschaft passen. So gesehen sind die Reaktionen zwar teilweise pöbelhaft. Aber müssen wir uns nicht die Frage stellen, ob das höfliche Herumreden uns bisher weiter gebracht hat oder ob nicht endlich Dinge klar angesprochen werden müssen (und dürfen). Der wirklich gefährliche Pöbel schreibt ohnehin nicht im Internet - er kann garnicht schreiben.
Schlussendlich sollte sich Jessen fragen, ob sein Beitrag mit dem Prädikat politischer Kultur vereinbar ist, wenn er diese bei den Antworten darauf einfordert.

Das Spielen der beleidigten Leberwurst sowie der Ruf nach Vater Staat, nach Verbot und juristischer Verfolgung.
Zitat: "Natürlich sind etliche auf derartigen Internet-Seiten abgedruckten „Leserkommentare“ glatt rechtswidrig" Ah ja? Was ist mit der Unschuldsvermutung? Ist Herr Geyer Richter und hat schon Urteile gesprochen?
weiter: "oder operieren bewusst an den Grenzen der Legalität. Juristische Kanzleien müssten sich eigentlich herausgefordert fühlen, in dieser Lücke des zivilisierten Umgangs zivilisatorisch zu wirken. ...
Anhand der unfassbaren Reaktionen auf Jens Jessen zeigt sich, wie recht jene haben, die warnend auf die völlige Unkontrolliertheit von Internet und Blogs hinweisen, auf das krasse Missverhältnis zwischen identifizierbaren Autoren und anonymer Pöbelmasse."
Nochmal meine Lieblingspassage: "die völlige Unkontrolliertheit von Internet und Blogs"
DAS ist widerlich und totalitär.

Was haben wir zivilisierte Europäer ungläubig gestaunt, als wegen ein paar lächerlichen Karikaturen plötzlich der islamische Mob auf die Straßen ging, Todesdrohungen ausstieß und wütend dänische Flaggen verbrannte. Und plötzlich müssen wir feststellen, dass auch bei uns der Pöbel noch existiert, dem jedwede demokratische Streitkultur fremd ist und deshalb lieber wüste Todesdrohungen in Blogs platziert. Wären die Deutschen nicht so faul, dann wären sie jetzt auch auf den Barrikaden und hätten wütend die ZEIT verbrannt.
Der Kommentar von Herrn Jessen war sicherlich fragwürdig, aber er hat die Tat wohlgemerkt nicht gutgeheißen. Und ich halte es für richtig, bei einem Thema, das die Gesellschaft so sehr bewegt, auch nach den Hintergründen der Tat zu fragen. Persönlich halte ich Jessens Thesen für stark vereinfacht. Aber erlaubt sollten seine überspitzten Schlussfolgerungen sein. Wer damit nicht einverstanden ist, soll eben Gegenargumente bringen. Aber Todesdrohungen sind keine demokratische Meinungsäußerung.
Und übrigens: Bevor sie Herrn Jessen wegen seines Lenin-Bildes als Massenmörder-Vereher verunglimpfen sollten sie sich erstmal informieren, wie das Bild zu ihm kam und welche Bedeutung dahinter steht. Erst denken, dann reden.

Widerlich fand ich, was Herr Jessen gesagt hat. Das Opfer hat er verhöhnt, für die Täter brachte er Verständnis auf.
Die Empörung vieler Leserkommentare teile ich, wenn auch manche ihrerseits übertreiben. Manche Äußerungen sind widerlich, aber auf einen Wehrlosen einzutreten ist immer noch weitaus schlimmer als sich ungehobelt oder beleidigend auszudrücken.

Wer Wind sät wird Sturm ernten......
Wer sich wie Jens Jessen über jedwede Grenze des menschlichen Anstands und des gesunden Menschenverstandes hinwegsetzt, in eitlem selbstgefälligem 68er Gedröhn, der darf nicht meckern, wenn Mitbürger, die jene politisch-korrekte Bevormundung und Entmündigung der Gesellschaft, der Jessen das Wort redet, auch mal Gehör finden wollen.
Und überhaupt: Wo bleibt der Sturm der Entrüstung von Jessen, und Geyer, über die Todesdrohung gegenüber der Susanne Winter, einem klein geratenen österreichischem Politgewächs, das es wagte, auf die Pädophilie des großen Propheten Mohammed hinzuweisen?
Es hat Prinzip: Das Opfer ist Schuld an der Tat, der Täter wurde von den Verhältnissen zur Tat gezwungen. Wer sich unter friedlichen Menschen in die Luft sprengt, konnte sich nicht anders artikulieren, weil die Gesellschaft um ihn herum schlecht war. Dieser und anderer Nonsens treibt Menschen dazu, im Internet Typen wie Jessen und seinen Spezi Geyer so übel zu beschimpfen, wie es sich eigentlich auch nicht gehörte.

Bedenken Sie bitte, dass die Zeit eine eigene Auswahl aus Leserkommentaren veröffentlicht hat. Ich wette, es sind mindestens genau so viele sachliche und differenzierte Kritiken eingegangen. Ich habe auch eine geschrieben, sie tauchte nicht auf. Die ZEIT verfolgte natürlich ein Kalkül mit der Auswahl der Beiträge: zu zeigen, was für dunkelbraune Schmutzfinken Jessens Kritiker sind. Keine Sorge, das Abendland ist nicht in Gefahr - die ZEIT hat nur eine tendenziöse Auswahl der Kommentare getroffen.

Werter Herr Geyer,
wenn Sie versuchen, absurderweise Jessen die Opferrolle überzustülpen, dann bitte aus den richtigen Gründen: Jessen ist tatsächlich ein Opfer.
Er ist ein Opfer seiner Arroganz, Dreistigkeit und seiner Bessermenschen-Ideologie, mit der gerade Menschen wie er versuchen über Political Correctness, Verschleierung, Schönmalerei - oder, wie geschehen, durch niederträchtige menschenverachtende Verhöhnung der Leidtragenden einer gescheiterten multikulturellen Gesellschaft, krampfhaft an einem Wunschbild festhalten, und dabei über Leichen gehen - vorrausgesetzt, sie entstammen der eigenen Kultur.

Ich empfinde die Kommentare die Herrn Jessen da ereilen selbst nicht als Glanzleistungen, aber das lenkt eigentlich auch nur von der entscheidenden Frage ab. Selbst wenn man (wie in meinem Falle) gegen das neue Nichtraucherschutzgesetz war, gehört es sich für einen Demokraten nach den Spielregeln zu spielen sobald sie beschlossen sind, selbst bei lächerlichen Gesetzen. Es ist ein Zeichen von Zivilcourage wenn heutzutage sich jemand noch darum schert das Recht seine zivilisierende Wirkung auch dann beibehält, wenn es sich um Problemviertel oder andere Orte handelt, die einige Menschen längst aufgegeben haben.
Das dieser Respekt vor dem Gesetz als Spießertum angekanzelt wird ist einfach nur barbarisch und solche Haltungen sind die Wurzel von Verfallserscheinungen die zu Ghettoisierungen führen und im schlimmsten Falle wie in den USA in Stadtvierteln gipfeln in die sich noch nicht mal mehr bewaffnete Ordnungshüter trauen.
Das die Zeit so unzivilisierten ausfällen Raum bietet zeigt einerseits, dass wir eine sehr offene Debattenkultur haben, aber andererseits ruft es zurecht Sorgen darüber hervor, ob die Redaktion nicht vielleicht doch die Bauchschmerzen deutlich machen sollte die sie bei so einer Meinungsäußerung hoffentlich hat.

sind die Jessenschen Äußerungen. Das Video ein Offenbarungseid, die nachgeschobene Erklärung die moralische Katastrophe.
Die schlauen juristischen Absicherungen weggelassen, hat Jessen einen ursächlichen Zusammenhang hergestellt zwischen dem angstvollen Verhalten einer Hamburger Rentnerin und den sich offenbar daraus logisch folgenden Tun der münchner U-Bahn-Verbrecher. Und als Sahnehäubchen hat er das Verbrechensopfer rhetorisch mit der "hässliche Fratze des deutschen Spießers" verbunden.
Widerlich und totalitär!
Broder hat es auf den Punkt gebracht:
„Das sind Sätze, die seit 1939, seit dem Überfall auf den Sender Gleiwitz, in dieser Klarheit nicht mehr gesagt wurden: Nicht der Täter, das Opfer ist schuld!“
Auf der ZEIT-Leserbriefseite kann jeder nachlesen wer mit der unsäglichen Pöbelei begann.
Die ersten 3 Postings kritische Auseinandersetzung mit J.
Posting 4 hat die Vorredner als „Mob“ denunziert; und ab Posting 5 Nazi-Keule, „neofaschistische Positionen“, „braunes Pack“, „brauner Auswurf“ usw.
Diese Pro-Jessen-Verbalinjurien stören Herrn Geyer nicht.
Klar, Andersdenkende kübelweise mit Sch. zu bewerfen ist im linken Feuilleton so normal, dass Geyer nicht mal fragt, ob das eine Bedrohung der politischen Kultur sein könnte

aber wer in Berlin auf manchen Linien abends mit der U-Bahn oder dem Bus fährt, hat absolut kein Verständnis für derartige Videobotschaften des "Obergutmenschen".
Es sei denn, er ist blind und taub für seine Umwelt, weil er "Die Zeit" liest und Musik vom mp3-Player hört.

Lieber Herr Geyer,
wer Wind sät, wird Sturm ernten. Dieser uralte Spruch bewahrheitet sich nun für Herr Jessen. Er spuckt, die Menschen spucken zurück. Dass persönliche Beleidigungen und Hasstiraden natürlich keine korrekten Antworten auf seine Äußerungen sind, ist wohl den meisten klar. Auf der anderen Seite fühlt man sich als Normalbürger nicht nur oft genug von den Politikern im Stich gelassen, sondern auch von den Journalisten. Herr Geyer, Sie beschweren sich hier über die Art und den Umfang der Reaktionen, die Herrn Jessen entgegengebracht werden. Aber was erwarten Sie und Herr Jessen eigentlich ? Die hyper-toleranten Verhaltensvorschläge, die dem Bürger regelmäßig von der Politik oder den Medien unterbreitet werden, sorgen dafür, dass wir uns zu einer Nation von Duckmäusern entwickeln. Die Mehrheit unterwirft sich der Minderheit, und dies alles mit der Begründung, dass Toleranz über alles geht. Und jeder, der sich hiergegen wehrt, wird als Hetzer, Faschist oder gar Nazi verschrien. Und dies ist schlicht und ergreifend krank.

Herr Jessen wird auch einmal ein Rentner sein .
Und dann hat ER ein Problem!
Sollte -in seinem und anderer linker Phantasten Sinne- die jetzige bedenkliche Entwicklung in der (in der Mehrzahl von ausländischen Jugendliche angeführten) Jugendkriminalität bis dahin nicht eingedämmt sein.
Aber vielleicht ist Herr Jessen -wenn das Rentneralter erreicht ist-ja auch gar nicht mehr seßhaft in Deutschland,sondern sonnt sich in selbstvergessener Resümee-Romantik in irgendeinem elitären Paradies dieser Welt.
Die linke "Elite" hatte ja von jeher ihr Heil in der Ferne,im Asyl (und dann vorzugsweise in den vorher ob ihrer "intellektuell banalen" und "unmenschlichen" Gesellschaft gescholtenen USA ) gesucht,wenn es in Deutschland und Europa heiß her ging.
Eine solche Flucht kann sich dann natürlich nur ein Wohlstandsrentner vom Format eines Herr Jessen leisten.
Da sich für die anderen Rentner aber aufgrund der sich abzeichnenden Altersarmut mangels Geld im Talerbeutel allein schon der Schritt vor die Wohnungstür verbieten wird,hat sich dann auch die Gefahr,außerhalb der eigenen Wohnung bedroht oder zusammengeschlagen zu werden,von selbst erledigt.
Und beweist erneut: Man muß eine Sache nur aussitzen können!

In der U-Bahn und im Internet spiegelt sich der Zustand unserer Gesellschaft, in der es üblich geworden ist, Toleranz auf die Fahnen zu schreiben, mit deren Stangen man die Andersdenkenden und Andersartigen am liebsten totschlagen möchte.

wird Sturm ernten"...Herr Jessen hat Deutschland provoziert. Die Opfer von Gewalt verhöhnen, beleidigen und pauschal verurteilen, warum sie Teil der Gewalttat wurden, das ist allerunterste Schublade. Glück hat Herr Jessen, dass er nur "scheiss Deutsche" provozierte und beleidigte. Hätte er die "Mitbürger mit dem Abonnement auf Dauerbeleidigtsein" derart herausgefordert, wäre er bereits zum Enthaupten freigegeben....
Soviel darüber. Eigentlich wollte er nur aus seinem kleinen Feuilletönchen mal ´raus. Gönnen wir´s ihm!

Hallo Christian,
jetzt verteidigst Du also einen älteren Herrn, der öffentlich Selbstgespräche über seine eigenen Wahnideen führt - vor einem Leninbild.
Muß man das, wenn man heute bei der FAZ arbeitet?
Wie wäre es mit Qualitätsjournalismus?
Verwunderte Grüße,
HT

Denn sie ist schon lange über den Jordan, in diesem unserem Land. Herr Geyer, schauen Sie doch mal unser öffentlich rechtliches Fernsehen. dort wird unter dem Vorwand von Satire die Integrität einer Frau Merkel (von der ich kein Fan bin) in einer Weise beschädigt, die unterhalb jeder Menschlichkeit anzusiedeln ist. Ist ihnen die alltägliche Verdächtigung und pauschale Diffamierung auch der demokratischsten Konservativen als Faschisten, potenzielle Verbrecher und kriegslüsterne Mordgesellen jemals einen Kommentar wert gewesen? Dies alles rechtfertigt nicht, wie Sie zu recht schreiben, gleiches mit gleichem zu vergelten, weil es keine Gleichheit im Unrecht gibt. Aber Jens Jessen befindet sich definitiv im Unrecht. Ich habe ein großes Problem mit den vielen "Helden" im Internet, die unter Pseudonymen ihre Beleidigungen verbreiten. Ich erkläre hiermit unter meinem Klarnamen Peter Keul, Hilden: Jessen ist ein überaus unanständiger Mensch. Ich könnte ihm nicht begegnen ohne mich übergeben zu müssen.

Jetzt verstehe ich, Herr Jessen hat ja im Sinne einer guten Sache (Inländer raus) polemisiert, deshalb muss hier mit einer anderen Elle gemessen werden. Er wollte ja nur die Debatte befördern und niemanden verunglimpfen.
Schade, dass es kein "rechter" Schläger war, denn dann hätte Herr Jessen eine diametrale Position zu Papier gebracht und alle Journalisten hätten zustimmend genickt.
Dieser sich rythmisch wiederholende Zirkus und die damit verbundene Implikation von "guter" und "schlechte " Gewalt ist so peinlich einäugig, dass sich Leser mit einem IQ oberhalb der Zimmertemperatur beleidigt fühlen müssen.
Wenn sich vermeintliche Meinungsführer so schamlos amoralisch äußern, dürfen sie sich über die Reaktion nicht wundern. Merke zum Thema "Debattenkultur": wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus und nicht alle Menschen lassen sich so einfach manipulieren, wie Herr Geyer es sich wünscht.

nun herr geyer, das kann man auch anders sehen. widerlich und totalitär und nicht zuletzt ordentlich REAKTIONÄR ist halt schon ihr aufruf zur kontrolle des internets. lustig das leute wie sie, die sowas hier hetzerisch einfordern die ersten sind die dann vorgeben für die meinungsfreiheit zu sein. da spricht also nun das volk und sie schreiberling fühlen sich dadurch bedroht, nanu. wo war ihr empörter aufschrei, als in holland herr van gogh ermordet wurde, warum hört man in solchen fällen so wenig von "verfechtern der meinungsfreiheit" wie ihnen? sie schreiben von wasweiss ich irgendwas subtiler gewaltandrohung gegen jessen. die leute die jessen in schutz nimmt und jetzt auch SIE, haben es nicht bei subtilen gewalt-androhungen belassen, sie haben auch keine großen worte gemacht sondern haben gewalt ANGEWENDET.
ihr reaktionäres getexte passt so wenig zur faz, gehen sie doch zur faz, sz, die zeit oder so ;)

Herr Geyer macht m. E. einen kleinen, aber entscheidenden Denkfehler. Natürlich sollten Worte des einen nicht zu Un-Taten eines anderen führen dürfen oder können. Allerdings hat Herr Jessen selber den Zusammenhang hergestellt, indem er genau dies legitimiert hat: für gewisse Worte darf man nach Jessen doch Taten begehen, sie erscheinen laut Jessen zumindest – wenn auch abzulehnen – doch nachvollziehbar. Genau diese diskursive Figur hätte Jessen niemals benutzen dürfen, denn ist sie erst einmal da, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.

No mercy Mr. Jessen, wer Wind sät ...
Imdat Solak hat wohl unter den Lesermeinungen, die in großer Zahl meine Ansichten zu Thema widerspiegeln, es ganz treffend gesagt. 'Demokratisierung der Meinungsäußerung' ist m.E. das Schlüsselwort. Jahrelang - oder besser: jahrzehntelang - hatte eine linkslastige Journalistenschaft exklusiven Zugang zu den Medien und konnte ihre nicht immer von hoher Sachkenntnis geprägten geistigen Blähungen weiten Teilen der Bevölkerung kundtun. Inzwischen erlaubt es moderne Technik auch Mitbürgern eines anderen Meinungsspektrum sich in der Öffentlichkeit bemerkbar zu machen - und schon stöhnen die alten Monopolisten und vermuten einen Anschlag auf die freiheitlich demokratische Grundordnung. Gewiss: diese neuen Kreise beherrschen nicht das intellektoide Vokabular der Altlinken und die vorgebrachten Äußerungen - soweit mir diese bekannt sind - überschreiten in eingen Fällen jede Grenze des guten Geschmacks und sind wohl auch strafrechtlich relevant, aber es gilt festzuhalten: hier artikuliert sich eine - nicht kleine - Gruppe der Bevölkerung, deren Meinungen von den arrivierten Medienvertreter bislang als nicht salonfähig (neudeutsch: political incorrect) eingestuft und deshalb marginalisiert wurde.

Ich habe den Video-Artikel von Jens Jessen NICHT gesehen, aber ich unterstütze die Meinung von Herrn Geyer in diesem Kommentar hier.
Die Kommentare mancher Leser, die in der Anonymität des WWW auf den Onlineangeboten der Zeitungen unter Artikeln so veröffentlicht werden, sind wirklich haarsträubend. Wenn bspw. in den Kommentaren unter einem Artikel über einen neues Porsche-Modell Sätze zu lesen sind wie "Prollkarre für Reiche", "wers nötig hat" oder "Benzin ist noch viel zu billig" fragt man sich schon, was für ein Niveau solche Leser haben.

Was muss der arme Herr Jessen jetzt alles durchmachen. Er wird mit bösen e-mails von irgendwelchen rechtsradikalen Prolls zugeschüttet. Dabei ist er nur ein sensibler Schöngeist, der nur das Beste wollte. Er wollte nur, auch im Interesse der Rentner klarstellen, dass jeder, der Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ein Fehlverhalten hinweist, mit seinem Leben spielt, und das zu Recht.
Da war aber sein Vorbild Lenin aus einem anderem Holz geschnitzt.

Presse- und Persönlichkeitsrecht, ich lach mich tot. Jessen spricht angesichts einem 76-Jährigem, den man den Schädel eingetreten hat von einem Rentnerproblem und maht sich die Argumentation der Gewalttäter zueigen: Was hat der auch so blöd gekuckt, der Scheiß-Deutsche!
Jessen jetzt zum Opfer zu machen ist ja wohl der Hohn.

Bin wirklich KEIN Fan von Herrn Jessen.
Bin wirklich ein Fan freier Meinungsäußerung.
Und bin wirklich ein Fan der Art, wie die FAZ ihr Leserforum aufzieht. Schon die "Drohung", dass ein Redakteur draufguckt vor der Veröffentlichung, wirkt sicher zivilisierend. (Die Foren bei anderen Publikationen mit ihrer schieren Masse an unverdautem sind teilweise kaum zu ertragen.)
Und zivil sollte es schon zugehen. Das heißt: Scharf diskutieren, zuspitzen, provozierend zurückfragen.
ABER NICHT: Persönlich bedrohen, mit körperlicher Gewalt oder Nötigung. Und nicht ganz unnötig plump beleidigen.
Wer in einer politischen Auseinandersetzung diese Grenze überschreitet, gehört von ihr ausgeschlossen. Gewalt gegen andere nur im Rahmen des staatlichen Gewaltmonopols oder in unmittelbarer physischer Notwehr.
Das ist der Kern einer freiheitlichen rechtsstaatlichen Demokratie, und sollte von jedem, der ein Recht auf öffentliche Meinungsäußerung wahrnimmt, uneingeschränkt akzeptiert werden. Damit spielt oder kokettiert man nicht, auch und erst recht nicht beim aufgeregten oder kalkulierten Verfassen eines Internet-Beitrags.
Das Internet ist übrigens auch zu wichtig, als dass man es zum Tummelplatz für virtuelle Schlägereien verkommen lassen sollte.

bloß auch Partei für die Leser und Zuseher der deutschen Print- und Fernsehmedien ergreifen würden, die sich von Leuten wie Wagner von der Bild (die ich nur vom Hörensagen kenne), Jessen von der Zeit und Kerner vom ZDF (ich stelle die drei mal ganz bewußt nebeneinander) teilweise Unerhörtes bieten lassen müssen. Wo waren Sie, als Johannes Baptist Kerner eine gebührenfinanzierte Sendung und deren Zuschauer dazu mißbrauchte, um, in wessen Auftrag auch immer, seine Kollegin E. Herman auf besonders perfide Weise öffentlich zu diskreditieren? Wie fanden Sie denn das? Wo war Ihre Entrüstung, als die Printmedien wochenlang falsche Zitate in Bezug auf diesen Vorgang abdruckten, mit dem Ziel, die Leser weiterhin zu manipulieren? Haben Sie da auch nur einen einzigen wirklich kritischen Artikel verfaßt? Und da wundern Sie sich nun, daß sich kritische Leser die Bevormundung durch Journalisten nicht mehr gefallen lassen wollen?

Herr Geyer, warum haben Sie das mit so heißem Herzen und so wenig Substanz heruntergeschrieben? Die Worte von Jessen hätten spiegelbildlich - d.h., hätte er ein "linkes Thema" als "rechter" Autor in so geschmackloser und zynischer Weise reflektiert - unmittelbar zum Verlust seines Arbeitsplatzes und öffentlicher Brandmarkung geführt. Jetzt ist es nun mal umgekehrt. Seinen Job behält er und die "aufgeklärten" Medien halten ihm nach mildem Tadel verständnisvoll die Stange. Daß dann die vox populi sich auch in rüder Weise ein Ventil schafft, ist eher auf die Asymmetrie (sprich: tendenzielle Linkslastigkeit) in unseren Medien zurückzuführen. Zur Nervenberuhigung, Herr Geyer, empfehle ich die Lektüre von Internetdiskussionen zum Thema Managervergütung; dort werden ständig widerliche Entgleisungen von der "guten" Seite unserer Gesellschaft verfaßt und veröffentlicht, ohne daß jemand "Aua" schreit, wie Sie das jetzt getan haben...

Ich habe mir auf youtube den ungekürzten Kommentar von Herrn Jessen angesehen und gestaunt- nicht zuletzt über das Bild von Lenin an der Wand....
Daher weiss ich: Alles wird gut! Am Ende wird sich doch noch herausstellen, dass hinter dem Video die Titanic steckt. Martin Sonneborn als Jess[i]e Jens, der Rächer der von Speißern geknechteten.
Falls der Kommenar aber doch ernst gemeint war:
Vielleicht erfahren wir in einem weiteren Video demnächst, welche „unzählige[n] Gängelungen und Ermahnungen“ besserwisserischer Rentner Herr Jesse meint. Kann es sein, dass er mit der Formulierung eigene Erfahrungen als Redakteur der „Zeit“ verarbeitet? Es wäre doch zu offensichtlich, welchen stets eine belehrende Äußerung im Munde führenden Hamburger Ruheständler und „know-it -all“ er da meinen könnte...
Volker Böger

Das Internet ist die wohl grandioseste Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Doch bei allem Guten gibt es leider auch viel Schatten und die von der Autorin angesprochene Pöbelmasse, die nun ungehindert die Resultate eines Zuckens in ihren Hirnsynapsen veröffentlichen kann, gehört definitv dazu. Herr Jessen hat viel Mut bewiesen in seinem Kommentar bewiesen. Es ist absolut unentschuldbar dass man für das Auffordern zu Einhaltung von öffentlichen Richtlinien halb tot geschlagen wird, was Herr Jessen auch betont. Dennoch hat er ein weiteres Problem unserer Gesellschaft formuliert, und das sind nun mal chronisch gelangweilte Menschen die meinen jeden auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen.
Und eine kleine Anekdote: Mein Bruder hat sich in der Münchner Ubahnstation Hauptbahnhof Schläge eingefangen weil er geraucht hat. Von einem übermotivierten Hobby Gesetzeshüter höheren Alters...

Was dabei herauskommen kann, wenn man auf Kommentarseiten dem Wildwuchs freien Lauf läßt, ist wieder einmal zu besichtigen. In den Netzseiten der österreichischen Presse und des Rundfunks sind solche, jedes Niveau unterschreitenden, Kommentare schon seit Jahren selbstverständlich. Die auf den F.A.Z.-Seiten seit Jahren betriebene "Zensur" habe ich schon immer als wohltuend empfunden.

Herr Geyer, das, was Sie im Internet so anprangern, ist weder totalitär noch widerlich - es ist die Demokratisierung der Meinungsäusserung. Inwiefern manche Meinungen oder Aussagen rechtliche Grenzen überschreiten, sei den Juristen belassen. Aber die Masse der Bevölkerung, die bisher nur konsumieren durfte, was die Journalisten, was die Presse veröffentlicht, kann jetzt (egal in welcher Form) die eigene Meinung kundtun und der Presse, den Journalisten gegenwirken.
Ob ich die Kommentare inhaltlich richtig finde oder nicht, das sei dahingestellt - sie können die Inhalte kritisieren, wie Sie es in jeder anderen Publikation tun - aber Sie können nicht den Prozess, die Möglichkeit des Widerspruchs seitens der Masse der Bevölkerung kritisieren. Diese hat nämlich durch das Internet zum ersten mal die vollständige Möglichkeit, ihre Meinung kundzutun und wird dies tun - ob es den Publikationen im Internet passt oder nicht - und das ist auch gut so.
Bisher hatten die Journalisten, die Presse die Meinungshoheit - jetzt sehen Sie, wo die Meinungshoheit hingeht - es ist eher ein demokratischer, wenn auch sehr junger, Prozess und das sollte unterstützt und geformt werden, nicht behindert!
Gruss - imdat solak

muß sich nicht wundern. Seine Ergüsse per Video sind ignorant und "altgrün". Er glaubt wohl, leider für einen "Altachtundsechziger" zu spät geboren, als Ausgleich uneinsichtig den "Multikultiwahn for ever" auf seine Fahnen schreiben zu müssen.
Ist doch klar, daß der schwerverletzte münchner Rentner "eigentlich irgendwie selbst schuld" sein muß.
Dieser "demente Ignorant" hatte ja auch nicht Lenin im Rücken, wie J.J.

wer austeilen kann, muß auch einstecken können !