21. Dezember 2009

Musik-Tipps

Unsere Musikempfehlungen für Mai




The Dø: A Mouthful
Ministry of Sound Recordings, 1 CD, ca. 17 Euro
„The Dø“ - hinter diesem seltsamen Bandnamen verbergen sich die finnisch-französische Sängerin Olivia Merilahti und der aus Tunesien stammende Jazzkomponist Dan Levy. In Frankreich stürmte ihr Debütalbum die Charts, obwohl „A Mouthful“ ziemlich schräger Indie-Pop ist.

Der Klang von „The Dø“ lebt von seinen Gegensätzen: Die Spannung zwischen unprätentiöser Mädchenstimme und einem rauen, knarzigem Sound, zwischen Harmoniepop und Rap macht aus „A Mouthful“ eine der ungewöhnlichsten und spannendsten Platten des Jahres.
www.thedo.info


The Broken Family Band: Please and Thank You
Cooking Vinyl, 1 CD, ca. 16 Euro
Vor acht Jahren hat die „Broken Family Band“ als Folk-Truppe angefangen - mit ihrem siebten Album sind sie heute bei dreckigem, stampfendem Indie-Rock angekommen. Früher hatten sie Banjos, Akkordeons und Background-Sängerinnen im Programm. Jetzt sind nur noch Sänger Steve Adams, Bassist Gavon Johnson, Gitarrist Jay Williams und Schlagzeuger Micky Roman übrig geblieben.

Mit „Please and Thank You“ haben sie eine bescheidene und zugleich energiegeladene Platte aufgenommen, die mit ihrem dezenten Sixties-Design rundum überzeugt.
www.thebrokenfamilyband.com


Milow: Milow
Universal, 1 CD, ca. 14 Euro
Eine zurückhaltende Akustik-Gitarre, ein zartes Schlagzeug und ein paar sanfte Streicher genügen Milow, um seinen romantischen Wohlfühl-Pop zum Leben zu erwecken. Der Singer-Songwirter mit der unauffälligen, aber leidenschaftlichen Stimmen heißt eigentlich Jonathan Vanderbroeck und kommt aus Belgien, wo er bereits Superstar-Status erlangt hat.

Sein Debütalbum soll nun auch den Rest der Welt erobern: Mit seiner sympathischen Lagerfeuer-Romantik-Musik könnte Milow das gelingen.
www.milow.tv


Various: Radio Rock Revolution
Universal, 2 CDs, ca. 20 Euro
Seit Mitte April kreuzt der Kahn mit dem britischen Piratensender aus den sechziger Jahren in der Komödie „Radio Rock Revolution“ auf den deutschen Kinoleinwänden. Über die Qualität des Films von „Notting Hill“-Regisseur Richard Curtis lässt sich streiten. Dass der Soundtrack von „Radio Rock Revolution“ erstklassig ist, bleibt jedoch unstrittig: Auf zwei CDs sind Popklassiker der zweiten Hälfte der Sechziger liebevoll zusammengestellt.

Zwar hat man alle Titel irgendwo schon einmal gehört, doch in der geballten Zusammenstellung entfaltet sich noch einmal die unglaubliche Kreativität des goldenen Pop-Zeitalters.
www.radiorockrevolution.de


Art Brut: Art Brut vs. Satan
Cooking Vinyl, 1 CD, ca. 10 Euro
In nur zwei Wochen hat die britische Band „Art Brut“ ihr drittes Album in Salem, Oregon, eingespielt. Das Spontane, Entschlossene der Aufnahme hat „Art brut vs. Satan“ gut getan: Herausgekommen ist geradliniger Punk-Rock, der nicht über die Stränge schlägt und von den einfachen Dingen des Lebens berichtet.

Vom Kaffeedurst an einem verkaterten Morgen, von ewig wundervollen Dingen wie Comic-Heften und Schoko-Milchshakes oder von den Vorzügen des öffentlichen Nahverkehrs: „I love public transportation, train or bus, they're both amazing.“ Eine erstaunlich unangestrengte Platte.
www.artbrut.org.uk

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Bildmaterial: Cooking Vinyl, Ministry of Sound Recordings, Universal