Wehrpflicht-Debatte

Zahlenspiele mit der Wehrgerechtigkeit

Die Gegner der Wehrpflicht argumentieren mit der mangelnden Wehrgerechtigkeit: Nur noch knapp jeder Dritte werde eingezogen. Der Verteidigungsminister spricht hingegen von fast 80 Prozent. Wie kommen die höchst unterschiedlichen Zahlen zustande?

Lesermeinungen zum Beitrag

21. August 2007 16:10

Wehrpflicht-Debatte

Frank Georg Bechyna (Bechyna)

Sehr geehrte Damen und Herren !

Es ist aus der konkreten Erfahrung und Befragung von Abiturienten der letzten Jahre für diese nicht sinnvoll , die allgemeine Wehrpflicht zu erfüllen . Grund : Neun vertane Monate , die durch den Zivildienst zumindest besser genutzt werden können .

Die Wehrpflicht verstöst gegen das Gleichheitsprinzip ( dies schliesst insbesonder junge Frauen mit ein , die dringend als Hilfskräfte z. B. im ambulanten Pflegedienst gebraucht würden ) .

Die Bundeswehr muss durech attraktive Sachangebote versuchen , ihren Nachwuchs zu rekrutieren . Das Kernproblem sind darüber hinaus die
mit der Verfasung nicht zu vereinbarenbden Teilnahmen an den Kriegseinsätzen im Ausland und das leider verhi9ndert wird , das die Bundeswehr auch im Inneren Deutschlands hervorragende Dienste leisten könnte , wie dies Wolfgang Schäuble zu Recht betont .

Hinzu kommt , das die Bundeswehr vor allem in ihrer Spitze masiv schlanker gestaltet werden muss .

Es bedarf darüber hinaus eines hochqualifizierten Ministers der Verteidigung . Idelerweise z. B. Dr. Schäuble .
Mit freundlichen Grüssen

Frank Georg Bechyna
Praktischer Arzt
D - 40235 Düsseldorf

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21. August 2007 10:35

Sklaven der Neuzeit

Marc Rene Droege (droege.biz)

So wurden die Zivis an meiner Dienststelle bezeichnet. Und das sind sie auch, denn so selbstverständlich wie man junge Männer ein Jahr lang von (sozialversicherungspflichtiger) Erwerbstätigkeit fernhält, so unvorstellbar ist der Gedanke, die Tätigkeit der Zivis auf Erwerbslose zu übertragen.

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21. August 2007 09:43

Allgemeine Dienstpflicht

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Zunächst einmal sind die 2.700 Euro für eine ungelernte Pflegerin wohl die Arbeitgeberkosten und nicht der Lohn.
Mir kommt im Beitrag der Aspekt zu kurz, daß die Wehrpflicht eine gesellschaftliche Funktion hat. Durch sie ist jeder Mann, egal aus welcher Schicht und mit welchen persönlichen Möglichkeiten, gehalten, sich mit dem Thema Landesverteidigung auseinanderzusetzen. Mit jedem Rekruten kommt frisches gesellschaftliches Gedankengut in die Kaserne. Die Bundeswehr ist damit unmittelbar in die Gesellschaft integriert. Durch eine Freiwilligenarmee fiele all das weg, die Bundeswehr bestünde aus einer sich kaum verändernden Clique Militaristen und Zivilversagern.
Ich plädiere für eine allgemeine Dienstpflicht für Männer und Frauen; die Bundeswehr wäre eine Möglichkeit unter vielen, hauptsächlich gemeinnützigen, sie abzuleisten.
Dadurch müßte jeder Bürger sich ein Jahr in den Dienst der Bevölkerung stellen. Zuvor müßte sich jeder Gedanken über den Staat machen, in dem er lebt, und sich überlegen, in welcher Weise er sich beteiligen will. Das täte natürlich nicht jeder, aber hinreichend viele dafür, daß das gesellschaftliche Bewußtsein für den Staat und das, was er für den einzelnen tut, lebendig bliebe.

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21. August 2007 09:33

Wehrgerechtigkeit, dass ich nicht lache...

Norbert Ost (grohfuda)

In Deutschlang gab es noch nie Wehrgerechtigkeit. Dies würde bedeuten, dass alle Personen wehrpflichtig sind. Es sind in Deutschland aber nur etwa 50% der Menschen und zwar alle die, die zufällig als Mann auf die Welt gekommen sind. Die Debatte um Wehrgerechtigkeit ist demnach absolut heuchlerisch - entweder die Politiker(innen) schaffen, die Wehrpflicht komplett ab oder es wird eine Dienstpflicht für alle eingeführt. Dies sind die beiden einzigen Wege zu einer Wehrgerechtigkeit.

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