06. Dezember 2006 Der ausgebliebene Machtverlust nach der Bundestagswahl im Herbst 2005 hat einige Zeit davon ablenken können, daß die Sozialdemokraten nach sieben Jahren Rot-Grün in den Ländern so schlecht dastehen wie lange nicht. So überrascht waren die Genossen darüber, daß sie gegen alle Erwartung nach dem 18. September 2005 doch im Bund weiterregieren konnten, gezwungenermaßen in einer großen Koalition, daß die Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen - der eigentliche Anlaß für die vorgezogene Bundestagswahl - in den Hintergrund rückte.
Doch nun, da die Regierungsparteien im Bund schon wieder an das Jahr 2009 denken und über künftige Regierungsbündnisse spekuliert wird, rücken auch die Konsequenzen der Wahlniederlagen in den Ländern wieder ins Blickfeld. Ähnlich wie in den siebziger Jahren während der sozialliberalen Koalition in Bonn hat es die Union vermocht, in den Jahren der Opposition im Bund ihre Machtbasis in den Ländern wieder auszubauen. Nicht nur in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen befindet sich die SPD nun in der Oppositionsrolle. Auch wichtige Landesverbände, wie der niedersächsische und der saarländischen, liegen am Boden beziehungsweise sind im Umbruch begriffen.
FAZ.NET blickt in der Serie Die SPD beginnt von vorn auf ausgewählte Länder, in denen die Partei ihre Machtstellung eingebüßt hat und vor einem personellen Neuanfang steht.
Text: sat.
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