Deutschland ist der größte Verlierer in Europa, weil sich Europa als Fehlinvestition zeigt. Es ist nachweislich bereits jetzt so, daß nur noch 24 Mio mehrwertschaffende Erwerbstätige sich selbst und zusätzlich 61 Mio Transferempfänger versorgen müssen. Die Zahl der Mittelständler wird in den nächsten Jahren stetig abnehmen, weil selbst hochwertige Produkte längst in z.B. China produziert zu werden. Die Konkurrenz besteht nicht, wie Viele glauben, so sehr darin, daß Firmen in Fernost das Gleiche genausogut, aber billiger produzieren können, sondern darin, daß unsere eigenen Global Player in Deutschland und Europa den deutschen Firmen durch Export von Knowhow nach z.B. Fernost im Inland Konkurrenz machen, zum großen Teil mit Hilfe von Subventionen, die ihnen zuvor durch das Steuergeld des deutschen Mittelstands per Gesetz politisch zugeschoben werden. (z.B. Photovoltaik mit 75% Anteil aus China, bei uns wird sie fast nur noch verkauft.) Der von der EU zum Götzen erhobene Wettbewerb macht Deutschland zu einer Gemeinschaft der Massenarmut. Die kleine Schweiz als Nichtmitglied der EU dagegen ist das reichste Industrieland in Europa mit höchstem sozialen Niveau. Wir könnten es genauso gut haben, hätten wir eine Volksdemokratie.
Sie schreiben: "Ich unterstelle einem Naturwissenschaftler, Inf., Ing., dass er sich spezialisiert, er forscht und eine Idee schafft, die eine Nische ausfüllt. Er baut sich somit eine Markteintrittsbarriere auf." Dieser Text klingt wie aus einem Lehrbuch der 70er Jahre, als die EG-Bürokratie noch nicht Staatsgewalt in Europa übernommen hatte. Mit dem Ausfüllen von Nischen werden wir unseren 85-Millionen Menschen umfassenden Sozialstaat nicht aufrechterhalten können. Der Kampf der Menschen um den Erhalt ihrer sozialen Ansprüche ist erfolglos, weil diese längst von der EG unterlaufen wurden. Auch Mindestlöhne helfen da nicht weiter, weil sich Regionen in Zukunft wegen des Wettbewerbs unterbieten müssen. Da hilft kein Kleckern, da nutzt nur Klotzen. Wenn sich Gewerkschaften, Sozialverbände und der kleine Rest aufrichtiger Politiker mit den effektiv 8 Mio Menschen, die bereits ihren Job verloren haben, darüber verständigen könnten, unterhalb der von der EG erzwungenen Mindeststandards neue Industrien mit Massenbeschäftigung aufzubauen, dann hätten wir wir wieder Massenprodukte im Weltmarkt. Von den Global Playern können wir keine Solidarität erwarten; denn die spielen ganz woanders, und deutsche Politik ist so unnütz wie ein Kropf.
Die Zensur wird verschärft, weil Politiker in Deutschland nicht ihre völlige Inkompetenz ausgebreitet sehen wollen, weil nicht aufgedeckt werden darf, daß unsere Demokratie schon jetzt keine mehr ist, weil Deutschland allen voran wichtige hoheitliche Rechte an die Bürokraten-Despotie in Brüssel übergeben hat. Die Polit-Beschlüsse, die dazu geführt haben, sind nahezu alle grundgesetzwidrig. Politiker haben vom demokratischen Volk nie die Legitimation erhalten, ihre Regierungsgewalt Dritten zu übertragen. Am stärksten betroffen sind die Arbeitnehmer, also die Mittelschicht, weil für sie in Zukunft nur noch der europäische Mindeststandard gelten wird; denn wir Bürger haben, ohne es zu wissen, die sozialen und wirtschaftlichen Statuten jedes anderen EU-Landes anerkannt. Das bedeutet, daß sich natürlich stets das Minimum durchsetzen wird. Wir haben durch den Verkauf unserer Stimmanteile unseren demokratischen Willen weitestgehend entzogen bekommen. Die Art und Weise, wie locker sich derzeitige Regierungen und vor allem Frau Merkel in der Art des SED-Politbüros über das Grundgesetz hinwegsetzen, ist bezeichnend für die wachsende Macht des Despotismus ind Deutschland und in Europa insgesamt. Wir werden in Zukunft keine Wahl mehr haben.
Wie Sie sehen ist bei uns alles in Ordnung, wenn man nach den Postings der zwei Herren geht. Eigentlich wollte ich Ihnen zustimmen und Sie unterstützen, habe es heute morgen auch getan. Leider hat die FAZ mal wieder zensiert, obwohl nichts Schlimmes drinstand.
Sie haben in Ihrem Beitrag die wesentlichen Punkte herausgestrichen, die entscheidend für den Zustand unserer Staatsstruktur sind. An diesen Tatsachen kann eine einzige Bundesregierung, auch wenn sie nur gestandene Mittelständler beherbergt, nur in ganz kleinen Schritten etwas ändern. Dazu gehört aber zunächst eine tiefgreifende Kenntnisnahme der Gründe für den Abgrund, an dem sich Deutschland befindet. Hilfreich für Alle ist u.a. ein langer Vortrag von Herrn Prof. Dr. Schachtschneider, für den ich hier den Link im Internet angebe. Um die Ganzheit des Inhalts verstehen zu können, ist es notwendig, sich die Stunde für's Zusehen und Zuhören Zeit zu nehmen. http://www.youtube.com/watch?v=qWZbEKjcd1M
Wenn der Mittelstand ganz wegbricht, kann ein Land nicht überleben. Es wird dann unweigerlich zu Unruhen kommen. Dass sich die Mittelschicht, die noch da ist, schon längst zurückgezogen und resigniert hat, ist doch überall zu merken. Angefangen in den Parteien. Früher wurde diese von der Bildungsbürgerschicht, dem gehobenen Mittelstand, getragen. Heute sind es nur noch junge Selbstdarsteller, die die Politik nur zum Eigenzweck nutzen und so die Stellen bekommen, die sie auf normalen Wege wohl nie erhalten würden. Die mit der Drei-Saal-Karriere (DGB-Sommer) Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal. Die wollen uns dann sagen, wo es lang geht, hatten aber selbst noch nie die Schippe in der Hand. Die Mittelschicht wird gegängelt in einer Weise die schon an Stasimethoden erinnert. Finanziell wird sie abgewürgt, aber unsrer Politk ist dies alles egal. So lange unser Land nicht von seiner extrem linken Ideologisierung weg kommt und sich konservativ-bürgerliche Parteien bilden, die mal wider ein wenig das Land richtig einjustieren, so lange wird sich bei uns nichts ändern und verändern. Alle Parteien sind mittlerweile links bis extrem links, aber die selbsternannten Eliten aus Politk + Wirtschaft sind stramme Neofeudalisten, die DDR läßt grüßen
Die Creditreform bezieht sich bei den den nur 7,5% Eigenkapital nicht nur auf die kleinen Handwerksbetriebe, sondern auf den gesamten Mittelstand. Die Gruppe der kleinen Handwerksbetriebe weicht vom Mittelwert erheblich nach unten ab. Gerade diese stellen jedoch den weitaus größten Anteil der Arbeitsplätze, verfügen nicht über Stabs-, Rechts- und Subventionsabteilungen und eine Lobby in Brüssel wie die Konzerne. Sie haben keine Chance, sich gegen die politische und steuerliche Abzocke zu wehren, während die Konzerne an der Gestaltung sowohl in den Gremien der EU, als auch als Lobbyisten in der Nähe der Bundesregierung beteiligt sind. Wenn wir also zur "Mittelschicht" des Hauptartikels zurückkommen, dann stellen wir fest, daß diese Menschen als Arbeitnehmer und Leistungsträger wie ihre Arbeitgeber im Würgegriff der Politik die Hauptlast tragen, welcher die Global Player durch Verlagerung ausweichen können. Im übrigen schreiben Sie richtig, daß Bildung in Deutschland ein rares Kulturgut geworden ist. Bildungsmangel wird von Politikern gestaltet und dient offenbar dem Zweck, undemokratische Seilschaften zu festigen; denn Unwissenheit und Abhängigkeit machen die Schichtung der Bevölkerung statisch und durch die Politik ausbeutbar.
Mit "Mittelstand" beziehe ich mich mit meinem Artikel auf die Menschen. Ihre Argumente beziehen sich auf Unternehmen und offenbar auf einen Zustand von vor 10 Jahren. In der Zwischenzeit hatten wir schließlich Rot/Grün und Rot/Schwarz. Deutschlands Mittelstandsfirmen rangieren im internationalen Vergleich bei der Ausstattung ihrer Unternehmen mit Eigenkapital sehr weit hinten. Ein wachsendes Problem: „Seit 20 Jahren sinkt die Eigenkapitalausstattung des Mittelstands in der Tendenz“, so Creditreform-Vorstand Helmut Rödl, „zuletzt betrug sie nur noch 7,5 Prozent der Bilanzsumme.“ In Österreich ist die Quote doppelt so hoch, in Frankreich und in den Niederlanden mehr als vier Mal so hoch. Der Staat ist der gierige Umverteiler geworden, der den Mittelstand abschöpft wie nie zuvor. Innovativen, kleinen Unternehmen werden die Chancen genommen, einen Fuß auf den Boden zu bekommen, weil einerseits die Verwaltungsausgaben im Verhältnis zur Produktivität zunehmen und andererseits der Markt in Europa restriktiv durch die Konzerne und ihre Lobbyisten im Europarat und in Deutschland bestimmt wird. Doch gerade letztere produzieren zunehmend im Ausland, während der Mittelstand die sozialen Lasten übernehmen muß. Den letzten beißen die Hunde.
Wieso verschärfte Gegensätze zwischen Ober- und Unterschicht? Brasilien ist da schon einen großen Schritt weiter: Das Parlament benutzt die Steuergesetzgebung, um die fleißige Mittelschicht auszupressen und die Beute gerecht, nämlich im Verhältnis 90:10, zwischen Ober- und Unterschicht zu verteilen, mit dem Ergebnis, daß alle ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können: Oberschicht lebt in Saus und Braus, Mittelschicht arbeitet hart, Unterschicht sperrt den Schnabel auf. --- Da es in der deutschen Geschichte bis heute noch nie eine Klassengesellschaft gab, ist eine solche Komplizenschaft hierzulande natürlich unvorstellbar.
Was sind denn das alles für merkwürdige Begriffe? Working class, middle class and upper class, das sind doch Begriffe aus dem England des 19. Jahrhunderts. Haben wir dieses Klassendenken in Deutschland nicht längst überwunden? Und welches sind die Kriterien für die Definition der "Schichten". Das Einkommen? Wenn dem so ist, dann gehöre ich auf jeden Fall zur Unterschicht (stört mich aber nicht).
Die Denkweise der Umverteiler in Deutschland paßt nicht mehr. Der Grund ist die unreflektierte Freigabe der deutschen und europäischen Wirtschaft zum Abschuß durch international floatendes Kapital anonymer Anleger. Wenn früher das Kapital und die Zinsen innerhalb des Landes verblieben und, wie so oft bemängelt, von "unten nach oben" verteilt wurde, verläuft heute die Verteilung gefährlich von innen nach außen. Die in Deutschland durch die Arbeitnehmer erwirtschafteten Mehrwerte werden so mit einem Anteil von rund 15% am eingesetzten Kapital als Rendite außer Landes verbracht, auf Nimmerwiedersehen. Die Welt ist durch die fatalen Beschlüsse der EG auf Druck von USA/WHO eine andere geworden und widerstrebt dem sozialen Ausgleich innerhalb unserer Wertegemeinschaft. Die Umverteilungsgesetze gelten nicht mehr; denn internationale Drahtzieher mögen zwar deutsch sprechen, doch fühlen sie nicht deutsch, sondern nur sich selbst. Dem Mittelstand geht die Puste aus, weil zuviel reinvestierbares Renditekapital unwiederbringlich ins Ausland abfließt, während gleichzeitig die Menge von qualitativ gleichwertigen Produkten, außerhalb der EG hergestellt, rapide zunimmt. Mit ein paar Restspezialisten ist kein Sozialstaat aufrecht zu erhalten.
Für mich ist eine gesunde Mittelschicht immer noch der beste Garant für einen funktionierenden Staat. Leider ist die Mittelschicht derzeit noch in keinster Weise organisiert und bleibt somit insgesamt schwach und angreifbar. Als Betreiber der Seite mittelschicht.com versuche ich dieser Gruppe eine Stellung und den Einfluss in der Gesellschaft zu verschaffen, die ihrer eigentlichen Größe entspricht. Leider ist die Mittelschicht ihrer eigenen Macht nicht bewusst, viele haben schon resigniert und gehen nicht mehr zur Wahl - m.e. ohne Grund. Wenn die Mittelschicht ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, braucht sie sich vor nichts zu fürchten - das geht auch ohne Rechts und Links.
Diesen Artikel sollte Ihre Autorin Miriam Meckel (siehe deren jüngsten FAZ-Aufsatz über USA/New Orleans hier im >Feuilleton/Debatten) gründlich lesen.
Auch in dieser sehr ausführlichen Situationsschilderung werden die Begriffe Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht nur als Schlagwörter verwendet. Für den Leser wäre es hilfreich zu erfahren, welche Charakteristika zur Begriffsdefinition verwendet wurden, wer also zur jeweiligen Bevölkerungsschicht zu zählen ist.
Das ganze zeigt zwei Probleme: Zum einen die wenige Akzeptanz von Eigenverantwortung der Bürger, was ihnen auch über Jahrzehnte abtrainiert wurde. Das daraus jedoch auch die Aufsteigsmöglichkeiten entstehen sollte jedem klar sein. Engagement und Eigeninitatve sind die Hauptpunkte für einen sozialen Aufstieg. Von alleine kommt der nur in seltenen Fällen. Dazu noch ein Staat, der verhältnismäßig gerade in den "niedrigen" Lohnsektoren eine hohe Belastung durch Steuern ausübt. Und eine unternehmensfeindliche Rechtsstrukutr, die auch das "schnelle" Gründen einer Unternehmung, wenn man von seiner Idee überzeugt ist, sehr erschwert. Zum anderen zeigt es aber auch die teilweise negativen Auswirkungen der Konsumgesellschaft. Unzufriedenheit mit der eigenen Situation, obwohl man sich wohl mehr als je zuvor leisten kann, aber eben nicht so viel wie der Nächste. Das dies in vielen Fällen dem Anderen auch nicht einfach zugeflogen ist, wird ignoriert. Was bleibt ist die "Ungerechtigkeit", nicht so viel zu haben, wie der Andere.