
Wie wär's mit einem Verfahren gegen Kurtilein Beck dafür, dass er Michael Naumann das Hamburger Wahlergebnis in einem Anfall von Dummdreistigkeit kaputt gemacht hat? War das innerparteilich solidarisch oder blöd und verletzend?
Na, ist ja nur mal so ne Frage.
Abgesehen davon, dass "Solidarität" ohnehin überschätzt wird, wie auch "Gerechtigkeit", vor allem wenn man darunter alles und jedes fasst, was einem irgendwie sympathisch wäre, stößt es doch besonders unangenehm auf, wenn diese lustige Worthülse als Ersatz dafür herhalten muss, dass einem sonst kein Argument mehr einfällt - in diesem Fall gegen Clements berechtigte Warnung, dass ein de-industrialisiertes Hessen vielleicht gar keine so rosige ("solidarische"!) Zukunft haben kann.
Aber das werden die Sozen in Bochum und NRW (Hannelore!) und um Kurti Beck nie verstehen, dass einem das Wohl des Landes und der Menschen im Zweifel wichtiger ist als parteimäßiger Kadavergehorsam.
Übrigens die solidarische Bochumer SPD - die darf man sich real vorstellen als übrig gebliebenes Klüngelhäuflein von Funktionären, die sich verzweifelt an den letzten Rest von "Macht" klammern (Pöstchen!), um ihr langweiliges Leben zu füllen.
Ist das noch ärgerlich, eher traurig oder nur noch absurd?

Natürlich hat sich die SPD mit dem Antrag auf Parteiausschluß kein gutes Zeugnis für ihr Demokratieverständnis ausgestellt.
Aber wer glaubt ernsthaft in irgendeiner anderen Partei liefen die Dinge grundsätzlich anders. Die Freiheit des Andersdenkenden wird überall nur dann verteidigt solange feststeht das man selbst der Andersdenkende ist. Wobei die "Anderen" gerne als "Garnichtdenkende" angesehen werden und darum auch mundtot gemacht werden dürfen.

Ja so war es schon in der Räterepublik. Wer nicht kritiklos umsetzt, was von oben befohlen wird, gehört bestraft. Wäre ja noch schöner, wenn einer mehr Erfahrung als die Nomenklatura hätte.
Als nächster ist der Schily dran, der nicht bereit ist, seine Nebeneinkünfte offenzulegen.
Unabhängiges Denken in der SPD? - Neoliberales Giftgebräu, das vernichtet werden muss.

Am besten verlassen alle Genossen das marode Schiff SPD.
Sie sollten sich ein Museum bauen und von vergangenen Tagen träumen.
Die Zukunft ist nichts mehr für die Genossen.
(Gutes Foto von Clement).