
Sicher ist es richtig das Unternehmen unter Konkurenzdruck stehen,sicher ist es richtig das die Löhne unter Druck stehen,sicher ist es richtig das die Demographie aussieht wie sie es tut und sicher ist richtig das der Staat selber unter Konkurrenzdruck steht.
Sicher ist es richtig das Unternehmer versuchen Kosten zu senken und sicher ist es richtig das Gewerkschaften versuchen dies im Bezug auf Arbeitsnehmer zu verhindern.
Irgendwie hat jeder auf seine weise recht und doch auch wieder nicht.
Arbeitsplätze für alle,mit 4 euro verdienst?
Mindestlohn?
Ist beides keine Lösung,und wird wenns eintrifft entweder von den einen oder anderen Lobbyisten durchgsetzt.
Manchmal frage ich mich wo den die Menschenwürde bleibt auf den Kalkulationszetteln der Mächtigen.
Was Deutschland braucht ist nicht das weitere flickschustern an einem gesellschaftlichen Auslaufmodell sondern ein neues gesellschaftliches Modell der Zukunft.
Vielleicht sollte man sich das ein oder andere Nachbarland doch mal etwas genauer anschauen.

Frau Merkels Meinung gegen flächendeckende gesetzliche Festlegung von Mindestlöhnen mag für sich betrachtet richtig seib. Politiker und Gewerkschafter sollten aber endlich aufhören,nur an Symptomen Flickwerk gegen Arbeitslosigkeit zu betreiben. Wachstumspolitik ist notwendige,aber nicht hinreichende Bedingung für neue Arbeitsplätze. Auch unabhängig von der Globalisierung können und müssen Politiker zuhause die strukturellen Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze auch dort schaffen,wo Automaten und Rationalisierung den Menschen nicht ersetzen können : in der Arbeit am Menschen. Dort gibt es Arbeit in Hülle und Fülle. Gegen den naturgesetzlichen Abbau von Arbeitsplätzen in Industrie und Dienstleistungen durch Automation und Rationalisierung hilft keine „linke“ oder „rechte“ Wirtschaftspolitik. Sondern ideologiefreier gesunder Menschenverstand:Politiker, neben der wichtigen Innovation in Forschung und Entwicklung schafft verstärkt auch Anreize für Arbeitsplätze in der Betreuung und Erziehung von Kindern in Familien, Vorschule und Schule, Ausbildung und berufliche Fortbildung, Forschung und Entwicklung, medizinische Versorgung, Krankenpflege, Betreuung und Pflege alter Menschen- für viele hunderttausende neuer Beschäftigungsverhältnisse. Das verlangt mehr Anstrengung der Politik bei der Darstellung der komplexeb Ursachen der Arbeitslosigkeit und der Handlungsoptionen für die Problemlösung. Nur so wird daraus eine Strategie mit Aussicht auf Akzeptanz.

Diese in der Grundschule gelernte Rechenregel wird von Gewerkschaftern gerne auf die Arbeitswelt angewendet, in der Form, daß man ausrechnet, daß wenn jeder 20 % weniger arbeitet 20 % mehr Arbeitsplätze entstehen. Auf Grundschulniveau ist das auch richtig.
Im nächsten Schritt lernt man dann, die Voraussetzungen einer mathematischen Berechnung zu beurteilen. Die Anwendung genannter Formel setzt voraus, daß das Volumen an Arbeit konstant ist. Hier liegt der Fehler, denn das Volumen an Arbeit bestimmt sich über das Dreieck Angebot - Nachfrage - Preis. Und am Preis drehen die Gewerkschaften auch stetig. Ich wünsche mir, daß die Gewerkschaften mal über das Grundschulniveau hinaus kommen.
Die Mindestlohndebatte paßt hier gut ins Bild, zeigt sich doch zu Beginn die Problematik: ist der Lohn zu niedrig, gibt es mehr Arbeit, dafür kann niemand wirklich davon leben. Ist der Lohn zu hoch, gibt es nicht ausreichend Arbeitsplatzangebote.
Der Weltmarktpreis für einfache Arbeiten liegt in Industrieländern je nach Art und Umstände wohl zwischen 4 und 8 Euro.
Nun könnte man nätürlich auch die Frage stellen, was man verändern muß, damit Menschen von diesen Löhnen leben können. Dann wird es auch für die Mehrwertssteuererhöhungskanzlerin Merkel sehr peinlich.

Prinzipiell stimme ich den vorherigen Kommentaren zu, dass ein Mindestlohn fuer Vollzeitbeschaeftigte unnoetig ist. Aber ein Blick in die USA, wo im unteren Einkommensbereich Menschen mit 2-3 Teilzeitjobs arbeiten, dort ist Ausbeutung durchaus moeglich.
Ebenso stellt sich die Frage wie man mit den Gastarbeitern umgehen will, die fuer Loehne arbeiten, die unter dem ALG2 Niveau liegen. Diese haben einen Anreiz zu arbeiten, da es fuer sei dieses untere Niveau nicht gibt. Faktisch schafft dies einen Anreiz Arbeitskraefte, gerade in der Saisonarbeit guenstig zu importieren. Ist dies nun ein Standortvorteil, ein Arbeitsmarktnachteil und wie soll man damit umgehen?
Als letztes muss man zu den Gewerkschaften sagen, dass sie seit dem Beginn ihres Mitgliederschwundes immer mehr Antworten schuldig bleiben. Verkalkte Strukturen, veraltete Parolen und Ausfluege nach Absurdistan zeigen, dass diese noch immer nicht im 21 Jahrhundert angekommen sind.
Mman muss hier einfach mal auf den von den Mitarbeitern nicht gewuenschten SAP Betriebsrat zu sprechen kommen. Wenn die Gewerkschaften die Arbeiter vertreten, wie koennen sie dann rechtfertigen diesen etwas aufzuzwingen. Das grenzt doch schon an Dummheit. Meiner Meinung nach war der Hauptgrund dafuer, das SAP der lebende Beweis dafuer ist, dass Gewerkschaften nicht zwingend notwendig sind.

Vielleicht sollte sich Herr Sommer einmal überlegen, wie denn überhaupt in einem Land die Konjunktur angekurbelt wird/werden kann und wie überhaupt Arbeitsplätze entstehen... Schwätzen ist einfach! Mit einem neuen Mindestlohn (wir haben doch eh schon einen faktischen: ALG 2) und einer 35 etc. Stundenwoche bestimmt nicht!
Man sollte vielleicht einmal die Grundlage für die Gründung von Unternehmen schaffen, sprich:
- Bürokratie(-schwellen) abbauen
- Unternhemens und Einkommenssteuer senken (Denn
bei der Ausquetschung der Reichen wird gerne
vergessen, dass diese über 50 % des
Einkommensteuervolumens bezahlen)
- Lohnnebenkosten etc. senken
Denn von Herrn Sommers Geschwätz findet niemand Arbeit und die vorgeschlagenen Maßnahmen (Arbeitszeitsenkung etc.) mögen vielleicht für die jetzigen Arbeitnehmer angenehm sein, schaffen aber bei Gott keine neuen Arbeitsplätze!