
ist doch abwegig - und das wissen Sie doch auch. Diktatur ist, wenn einer diktiert und es keinerlei Opposition oder Wettstreit gibt. Ob der BP vom Volk gewählt werden sollte oder nicht, ist ja eine Frage, die schon lange diskutiert wird. Lafontaine und Westerwelle sind für die Wahl des BP durch das Volk. Mir persönlich ist es so recht, wie es zurzeit gehandhabt wird, alldieweil der Wahlkampf dann doch nicht so arg schlammschlächtig ist, als würde das Volk eingestimmt werden müssen auf einen Kandidaten. So etwas wie in den USA wünsche ich uns hier nicht, zumal unser BP ja auch vom parteipolitischen Geschäft her eine gesonderte Rolle spielt, nämlich die, das gesamte Volk zu repräsentieren. Bislang hatten wir ja wirklich gute Kandidaten und gute Repräsentanten; und bislang verliefen die Wahlphasen auch stets respektabel. Möge es so bleiben!

Schauspieler hin oder her, für mich wäre auch Peter Sodann ein guter Kandidat. Dass er nicht nur Schau-Spieler ist, hat er mir jedenfalls durch seine Interviews - beispielsweise bewiesen. Eine ganz andere Frage ist, wie sich hier wieder die Linke Deutschlands schwächt. Und zwar mit Absicht. Ddurch die "Linke". Als ob es das nicht schon in Weimar gegeben hätte. Dass Sodann sich dafür nicht zu schade war, das würde ich ihn fragen. Dann erst schließt sich die Frage an, ob er sich nicht als bloßer Zählkandidat zu schade ist....

Wenn das Amt des Repräsentanten unseres Gemeinwesens schon verpillepallisiert werden soll: warum denn nicht gleich gründlich mit Hella von Sinnen oder Jürgen von der Lippe? Die Entscheidung, ob man auswandern soll, wäre dann enorm erleichtert.

"Er hat unter dem SED-Regime gelitten ... " Als junger SED-Parteigenosse(?) kabarettmäßig aufmüpfig geworden und ins Gefängnis geworfen (zuerst nicht "nur" Bewährung) und hat dort nach "Bewährung in der Produktion" wieder im Kulturbetrieb Karriere machen dürfen (Was ihm keiner vorwerfen darf - wir wissen nicht, wie wir uns verhalten hätten). Nach dem Mauerfall zwar gerne das Geld und die TV-Prominenz des Klassenfeindes angenommen aber immer treu zur richtigen Sache stehend. Mai-Demonstration und ein kleines Büchlein mit - zurückhaltend formuliert - banalen Reden sind sicherlich aussagekräftig. Daß er sich (zunächst als möglicher OBM-Kandidat für Halle ?) seiner Partei wieder zur Verfügung stellt, ist also nicht soooo überraschend. Aber mal ehrlich: Wenn man nicht ein gerüttelt Maß an Eitelkeit aufweist, wird man ja nicht Schauspieler. Und außerdem: Daß die Elite der (Ex-)DDR-Kulturschaffenden nun Äquidistanz zwischen Demokratie und der SED-Nachfolgerin gewahrt oder sich gar der "Vergangenheitsbewältigung" gewidmet hätte,wird ja wohl niemand ernsthaft behaupten wollen.

was die BP-Wahl mit Demokratie zu tun hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Da wird ausschließlich nach Parteienverhältnis eine Persönlichkeit nach vorne geschoben, die bei zum Zeitpunkt der "Wahl" in Bund und Ländern herrschenden Mehrheitsverhältnissen beste Aussichten hat, eine Mehrheit der Stimmen von Parteisoldaten zu bekommen. Die einzelnen Parteisoldaten (Abgeordneten) müssen die fragliche Persönlichkeit gar nicht mögen, zum Großteil kennen sie die Persönlichkeit selbst noch nicht einmal. Es zählt ausschließlich die Parteizugehörigkeit bzw. - zuordnung. Insbesondere bei der BP-Wahl erhalten wir eine perfekte Demonstration unserer Parteidiktatur. Der höchste Repräsentant des Staates gehört vom Volk gewählt!

So - dann wird also Sodann sich opfern, dass die Linken mit "ihrem Kandidaten" da steht. Mit ist er zu schade für solche Demonstrationen. Bundespräsident Köhler hat viel dazu beigetragen, dass sein Amt noch mehr Bedeutung und mehr Würde bekommen hat. Ein Danke-schön wäre das mindeste für eine solche Leistung. Die politische Kultur kann nur so respektabel sein, wie ihre Vertreter es zulassen. Vor wirklich demokratischen Kontrollen braucht sich unser Parlament nicht zu fürchten. So jedenfalls verhalten sich unsere Volksvertreter.

Wir koennten 2 Frauen an der Staatsspitze haben: Kanzlerin und Praesidentin !!!! Daniel Kleiner (Kleinermann1) -------------------------------------- dem möchte ich widersprechen. Es isit mir eigentlich völlig egal, ob an irgendwelchen Spitzen Frauen oder Männer sin, gut müssen die Personen sein, nur das ist entscheidend Die Frauen jedoch, die wir derzeit in der Politik hben, sind alles andere als gut einschl. dieser Ost-Kanzlerin. Also eine weitere Qotenfrau brauchen wir wirklich nicht. Frauen übeschätzen sich leider allzu oft wenn sie auf Pöstchen gehievt werden. Ansonsten kann ich zu der Entscheidung der Linkspartei nur sagen, dass sie eigentlich mit dieser Nominierung nur zeigen, dass man sie nicht ernst nehmen kann.

...ein besserer als Lafontaine allzumal. Aber das ist nicht die Frage. Die Bundesversammlung ist kein Wahlkampf-Spektakel, in der man mal ausprobieren kann, was die Bundesbuerger vertragen (wobei Peter Sodann ueber jeden Verdacht erhaben ist). Mit aufsehenerregenden Kandidaturen angefangen haben die Gruenen, als sie vor zwanzig Jahren Luise Rinser nicht nur als Kandidatin praesentierten, sondern auch noch die Regeln aendern wollten: "Der Bundespraesident wird ... ohne Aussprache gewaehlt", heisst es im GG. Die chancenlose Luise Rinser, Jammertante der Nation und Freundin des alten Kim Il Sung, sollte nach dem Willen der Gruenen ihre Weisheiten ueber die Deutschland und die Welt in der BV vortragen. Seit Schroeder sind die Gruenen brav und staatsmaennisch, ihre fruehere Rolle hat die SED-PDS-LINKE uebernommen: Auf die Sahne hauen und die Organe des demokratischen Staates veraechtlich machen.

das ist doch überhaupt nicht der Punkt bei demokratischen Wahlen. Ich finde Köhler toll, aber auch eine Frau Schwan fände ich als Repräsentantin Deutschlands sehr gut. In Demokratien stellen sich Kandidaten zur Wahl und dann wird eben gewählt. Da wird keiner als Mensch schlecht gemacht, nur weil er verlieren würde; und peinlich ist eine verlorene Wahl weißgott auch für niemanden. So ist nun mal Demokratie: Wählen heißt auswählen, entscheiden und nicht verurteilen oder schlecht machen! - Aber das wissen Sie als FAZ-Leser doch selber.

in dem die Senilität sich schon in großen Schüben bemerkbar macht - normalerweise. Völlig unverständlich ist daher, daß jemand der in der "DDR" im Gefängnis (wohlgemerkt aus politische Gründen) eingesessen haben will, sich den Nachfolgern der unsäglichen SED anschließt. Aber vielleicht ist die Lebensgeschichte von Sodann ja auch nur eine Legende der Stasi - wer weiß?

Man müsste schon Tomaten auf den Augen und Korken in den Ohren haben, um das Leiden der SPD unter der Linkspartei nicht wahrzunehmen. Die Politit-Profis am linken SPD-Flügel wie Nahles, Ypsilanti usw., die ausserhalb der Politik HartzIV-Empfängerinnen wären, sehen die großen Chancen auf Macht und Pfründe, aber sie sehen auch die in den Keller rasenden Umfragewerte für die Volkspartei a.D., die auch den Ambitionen Grenzen aufzeigt: mit einer SPD, die sich um den Klassenerhalt sorgen muß, ist nun mal kein Staat zu machen. Die Kandiatur Sodanns ermöglicht es der SPD, von der Kandidatur Schwans abzurücken, und sich auf Bundesebene ein klein bißchen "für die Presse und den Wähler" von der Linkspartei zu distanzieren - eine geeignete Folie für ein erneutes eisernes Wahlsprechen: Keine Zusammenarbeit mit der Linkspartei im Bund! (Und das man nach der Wahl schnell wieder in die Tonne kloppen kann.) Doch auch die strategische Option, Sodann zurückzuziehen, und dann doch noch Frau Schwan zu stützen, je nach zur Zeit der Bundesversammlung herrschenden Großwetterlage, bleibt unbeschränkt erhalten. Die Linkspartei wird jedenfalls von Machtmanagern geführt, deren Professionalität die desolate SPD nicht nur im Saarland deklassieren wird.

Eine sehr gute Nachricht für Gesine Schwan. Die Linkspartei hat einen eigenen Kandidaten und damit ist Schwan die lästigen Unterstellungen los, sie würde auf Linkspartei-Positionen Rücksicht nehmen oder sich mit 'Kommunisten' einlassen. Vermutlich wird Sodann nicht bei allen Wahlgängen antreten, gewählt wird er ja sowieso nicht, und dann ist der Weg für Gesine Schwan frei. Das ist für sie viel besser, weil damit kein Mitglied der Bundesversammlung im Vorfeld unter Rechtfertigungsdruck kommen würde, gemeinsame Sache mit "den Linken" zu machen. Die haben ja, erstmal, einen eigenen Kandidaten. Und dass deren Kandidat irgendwann 'aussteigt', wäre ja nicht die Schuld der SPD-Anhänger....

eine tolle Wahl, damit muß Frau Schwan erneut die Segel streichen. Ich gönne es ihr. Sodann als Bundspräsident: Deutschland wird zum Tatort der Kommunisten. Zum Glück glauben dies nur die zwei Führungsclowns der Linken. Eberhard Ottlinger

Ich achte Herrn Sodann als Theaterschauspieler, Regisseur und Intendant. Er hat unter dem SED-Regime gelitten und ist intellektuell vielen Politikern weit voraus. Schade, daß er sich jetzt von den "Linken" vor den Präsidentschaftskandidaten-Karren spannen läßt. Sehr schade.

Nichts gegen Herrn Sodann, aber jetzt koennte eine Frau Praesidentin werden. Dann haetten wir zwei Frauen an der Spitze des Staates und das waere vielleicht fuer alle Zeiten einmalig in der Welt. Das solte die CDU?CUS mitbedenken. Koehler war schoen mal Praesident,also fuer ihn waere das keine Schande. Er sollte so ein Kavallier sein, dass er gegen ein Frau nicht mehr kandidiert. In Amerika sind manche Frauen wuetend, dass Obama Frau Clinton die Tour vermasselt hat. Dafuer koennte Palin Vizepraesidentin werden, und spaeter Praesidentin, wenn MCCain in Rente geht.

Ist Sodann die vierte Wahl, nach Schygulla, Käßmann und Dahn? Muß man sich das als ein Mann, der eigentlich seinen Lebensabend feiern könnte, wirklich antun? Wie sieht sich solch ein Mann selber in der historischen Nachfolge nach Köhler, Rau und Herzog (vielleicht auch schon v. Weizäcker), die den gewährten Rahmen des GG schon mal (über)strapazieren und damit der Bundesregierung (i.S.d. Volkswillen) vor den Bug schießen. Was passt einem Sodann an Herrn Köhler nicht. Dass der, als dem intern. Kapital entsprungene Mann den Linken nicht passt, überrascht nicht. Aber mit solch einem Geplänkel wird letztlich auch das Amt des B.Präs. beschädigt. Hoffentlich kann Sodann, wie einst Reagan, wenigstens auch reiten!

... für ein politisches Amt, jetzt endlich tritt es offen zutage. Lange ist es ein Gerücht gewesen. Schön, wie hier durch die Blume brutalstmöglich aufgeklärt wird.

Warum eigentlich nicht gleich Atze Schröder? Ach stimmt ja, der hat das Alter noch nicht und ist nicht aus dem Osten....

Ich kenne Herrn Sodann nicht weiter, von daher würde ich doch gerne wissen, was ihn zu diesem Amt befähigt, außer, dass sein Gesicht den Bürgern als Tatort-Komissar bekannt ist.