
Weil er es konnte. Weil er durch sein Fachwissen die Möglichkeit hat, in der Wirtschaft sich eine Position zu verdienen, unabhängig von politischen Verbindungen. Dies unterscheidet ihn wohltuend von all den Politikern, die für ihre Meinung nicht einstehen können, weil dies das Risiko des Postenverlustes beinhaltet.

Das Problem der Deutschen Politik ist offensichtlich. In Ihr halten es nur diejendigen aus, die aufgrund mangelden Talents und ausschliesslicheer Kenntnis der politischen Farbenlehre es sonst nirgendwo zu etwas bringen wuerden. Seehofer, der vollkommen zu unrecht mit dem unendlich faehigeren Merz verglichen wird, zeigt dies ganz wunderbar.
Fuer Menschen mit tatsaechlicher Sachkenntnis, denen ebenjene Sachkenntnis Formelkompromisse unmoeglich macht, ist die deutsche Politik ein denkbar unguenstiges Betaetigungsfeld. Wer sich nicht in die Tasche luegen kann, kann keine Politik mittragen, die Dinge behautet wie dass Gewerkschaften Arbeitnehmerinteressen vertreten oder dass eine grenzdebile Politikerkaste die Interessen der Buerger besser kennt als diese selbst. Dass dies eine aus Politik'wissenschaftlern' rekrutierte Journalistenzunft nicht erkennt kann nicht verwundern.
Merz Abgang ist schade, aber es musste so kommen. Erhard konnte sich mit seiner sozialen Marktwirtschaft auch nur durchsetzen, weil gerade alles kaputt war und niemand da war ihm zu widersprechen. Wahrscheinlich muss wieder alles so richtig kaputt sein bevor sich etwas tut. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Ihre Deutung und Wahrnehmung der CDU-Positionierung vor, während und nach Merz ist absurd.
In der Zeit vor Helmut Kohl´s Kanzlerschaft gab es eine ganz deutliche Abgrenzung zwischen CDU und SPD auf den meisten politischen Feldern.
Diese Abgrenzung ging während Kohl´s Kanzlerschaft mehr und mehr verloren.
Vor der letzten Bundestagswahl schließlich war allerorten deutlich zu hören, warum man denn Merkel statt Schröder (sprich: CDU statt SPD) wählen solle, "die (Programme) würden sich doch gar nicht unterscheiden".
So wählten viele potentielle CDU-Wähler den charismatischeren Kandidaten (na, wen wohl...).
Der wirtschaftsliberale Flügel wurde durch Fr. Merkel frühzeitig kaltgestellt, wie Sie überall nachlesen können.
Daher ergeben sich auch keinerlei "Chancen" für die CDU.
Vielmehr hat sich die CDU um des Machtwillens ihrer Kanzlerin willen im linken Meinungs-Mainstream in ihr Schicksal ergeben. Und - die CDU ist heute keine Partei der Mitte mehr, lediglich eine Zweit-SPD.
Volkspartei? - vielleicht, aber nicht mehr eigenständig und unverwechselbar in ihren Positionen.
Merz´Positionen halte ich für mehrheitsfähig - nicht mehr in der Partei, aber in der Bevölkerung. Und das ist wichtiger.

Deutschland soll zu einem Sozial-Hort nach Gusto der SPD entwickelt werden: Siehe z.B. das Monstrum des 500-Seiten Gesetzes "Gesundheitsreform". Ohne Wirtschafts-Erfolg kann sich Deutschland eine solche SPD nicht leisten.
Das System CDU wird gewählt, weil ihr Wirtschafts-Kompetenz zugerechnet wird. Ohne Merz in der CDU zu wenig Wirtschafts-Kompetenz. Merkel DURFTE Merz daher nicht ziehen lassen. Brückenbauer zwischen den Beiden haben versagt. Kann sein, dass Heftys Analyse "zuu kantig" richtig ist, aber die Kunst des Managens liegt gerade darin "Unruhestifter" nutzbar zu machen.
Der Auszug von Merz wird zu einem Problem für Merkel. Eine Partei, die keine Unruhestifter braucht, lebt gefährlich im Mittelmass.
Gustav Adolf Pourroy, München

Der Entscheidung des F. Merz zum Rückzug aus der aktiven Politik, deren Anlaß, der das Faß schließlich zum Überlaufen brachte, wohl die Verabschiedung der großkoalitionären (in Wahrheit: sozialdemokratischen) Gesundheitsreform gewesen sein dürfte, zolle ich großen Respekt. In beeindruckender Weise wird hierdurch der verbreiteten Vorstellung widersprochen, daß Politiker bereit seien, sämtliche Grundsätze und Überzeugungen hinten anzustellen, um das eigene Mandat oder Amt zu behalten.
Möge Merz Entscheidung zu einer Rückbesinnung der Unionsparteien auf ihre Grundsätze beitragen, und den Irrweg des Landesverbandes NRW, mit dem linksseitigen Überholen der SPD Wähler gewinnen zu wollen, in Frage zu stellen.

In jeder oberflächlich gesehen negativen Entwicklung liegt auch eine Chance.
Für die CDU bedeutet dies, dass es maßgeblicher Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels nicht mehr zur Verfügung steht. Allerdings: Die Aufmerksamkeit, die Merz auf sich zog, führte nicht zuletzt dazu, dass viele Wähler, die CDU (anders als die CSU) nur noch als wirtschaftsfreundliche Klientelpartei wahrnahmen mit der eine Bündelung gemeinsamer Gesellschaftsinteressen nicht mehr möglich wäre, vergleichbar der FDP. Die Quittung zeigt die Entwicklung der CDU-Wahlergebnisse in den letzten 12 Jahren, in denen der Merz-Flügel immer mehr an Einfluss gewann.
Natürlich führt das Ausscheiden maßgeblicher Figuren immer auch zu Wählerverschiebungen. Aber: Was die CDU durch Merz' Abgang an die FDP verlieren wird, kann sie in der Mitte wahrscheinlich doppelt zurückholen.
Statt zu sagen, jetzt wird die CDU endgültig zur SPD-Kopie, bin ich der Meinung: Der Abgang von Merz macht die CDU wieder mehr zur Volkspartei und verhindert eine weitere Darstellung als neoliberaler FDP-Abklatsch.
So wird die CDU für viele besser wählbar sein, wenn sie nicht als der Besitz von Unternehmern auftritt.
Man kann das also von zwei Seiten sehen :-)

Herr Hefty wirft Friedrich Merz vor, was er dem deutschen politischen System vorwerfen müßte: Daß nur an die Spitze einer Partei und somit an die Macht kommt, wer sich programmatisch nie festlegt, aber innerparteilich alle Tricks beherrscht. Das war schon ein großes Manko der Regierung Kohl. Ergebnis ist eine dauerhaft sozialdemokratische Kompromißregierung, bei genauem Betrachten seit 1966. Im Ausland waren selbst vermeintlich "linke" Politiker wie Blair oder Clinton zu ganz anderen Reformen fähig, z.B. im Steuer- oder im Arbeitsrecht. Sie wären in Deutschland bitter nötig, aber hier bleibt - personell und programmatisch - das Mittelmaß Richtschnur. Nach Friedrich Merz' Weggang werden sich leider noch weniger unabhängige Frauen und Männer in der Politik engagieren, um ihre Überzeugungen umzusetzen.
Hubertus Leo, Hamburg

Ich denke auch, daß Merz politisch am besten in die FDP paßt - und in dieser Partei mal die anwesenden Lordsiegelbewahrer aufmischen könnte und sollte.
Ein Kommentar meinte, heute würde auch ein Erhard an der Partei scheitern: Der Kanzler Erhard ist ja gerade daran gescheitert, daß er zwar Wirtschaftsfachmann war, aber gerade nicht die Mechanismen der Parteipolitik zu bedienen verstand. Es hat sich also nicht so wahnsinnig viel geändert.

@ Friedemann Neef
Friedrich Merz ist als ein Opportunist? Wir sind uns einig, dass wir über den Mann reden, der seit 20 Jahren standhaft wie kein zweiter in der CDU für seine Überzeugungen in Sachen Wirtschafts- und Steuerpolitik eintritt? Über den, der jetzt die einzig richtige Konsequenz aus der unerträglich verwaschenen Politik der Bundesregierung zieht, weil er sie nicht mehr mit seinen Grundüberzeugungen vereinbaren kann?

Genauso nüchtern muß Herr Merz betrachtet werden.
Denn unsere Politiker entscheiden auch nicht im Einzelfall sondern pauschalisieren ohne Rücksicht. Sie sehen sogar das Optimum als Beurteilungsgrundlage an.
Neutrales Abstimmverhalten muß diesem Mann absolut aberkannt werden, aber noch bis 2009 wird er seine Hand bei Abstimmungen heben.
Auch für ihn gilt: "Beiße nicht in die Hand, die dich füttert". Ob er in der Hand den Bürger erkennt, bezweifle ich.

Dass man mit Politik keine Problem lösen, sondern nur neue schaffen kann, sieht man an der laufenden Münte-Merkel-Regierung sowie an der IPCC-Hysterie.
Herr Merz dient mit seiner Arbeit nun mehr Menschen, als er es in der Politik könnte.
Auch ein Ludwig Erhardt würde heute an den versammelten Parteikanaillen scheitern.

Wunderbar! Ein Opportunist weniger in Berlin.
Aber andererseits: Es bleiben ja noch genug davon übrig.
Und: Der "arme" Herr Merz fällt ja nun nicht ins Bodenlose.
Also: Warum ihm in solch einem Artikel auch nur eine Träne nachweinen !?

Sehr geehrter Herr Maehler,
Sie wuenschen sich also Parlamentarier ohne Nebentaetigkeiten. Also ohne eigenen Beruf auserhalb der Politik, eigene Firma oder aehnliches. Ein Parlament voller freigestellter Beamter oder Parteifunktionaere.
Ein solches Parlament wuerde weder das deutsche Volk wiederspiegeln noch sich durch Qualitaet und Unabhaengigkeit auszeichnen: Die Abhaengigkeit von "power Brokern" innerhalb der Partei und Gewerkschaften waere vielmehr groesser. Selbiges gilt uebrigens fuer die Realitaetsferne dieser Vollzeitfunktionaere und Parteipolitiker, welche die freie Wirtschaft nur aus Erzaehlungen und Anekdoten kennen und somit auch nicht in der Lage sind, die reale Situation im Lande zutreffend einzuschaetzen.
Herr Maehler, ein solches Parlament wuerde MICH anwidern. Es ist schon schlimm genug, so wie es ist. Naehme man ihm auch noch die letzten Freiberufler und Selbstaendigen, so versaenke es vollends in Unterdurchschnittlichkeit und Unfaehigkeit.
MfG,
Ein trauriger Wirtschaftsliberaler und Wertkonservativer, dem einer der wenigen aufrechten Protagonisten in der deutschen Politik abhanden gekommen ist.

Die Geschichte um Friedrich Merz zeigt exemplarisch, woran es in Deutschland mangelt. Am Willen, abweichende Meinungen zuzulassen, diese Meinungen als bereichernd zu empfinden und Querdenker zu integrieren.
Die Parteien sollten sich einmal Gedanken um ihre Streitkultur machen. Ihn will man unter allen Umständen vermeiden, weil die Parteien, die Medien und auch die Bevölkerung alleine Diskussionen um Positionen per se als zersetzerisch ansehen, die schöpferische Kraft völlig ignorierend. Wie vor kurzem bei der CSU-Spitzen-Diskussion gesehen.
Diese Einstellung ist nicht nur höchst kurzsichtig, sondern gefährdet unsere demokratischen Strukturen. Wenn unsere Entscheider Charakterköpfe und Querdenker, solche mit Ecken und Kanten, solche die sich nicht einschüchtern lassen und ihre Meinungen äußern, aus ihren Reihen treiben, verdammen sie das deutsche Parlament nicht nur zur Mittelmäßigkeit, sondern sorgen dafür, daß die Bürger sich vom demokratischen System entfremden.
Mittlerweile wandern also nicht nur die ersten Ärzte und Facharbeiter aus, weil sie sich in Deutschland nicht mehr erwünscht sehen, selbst mit dem System Vertraute verlieren die Lust am Mitmachen. Gut Nacht, Marie.

politisches System haben, das wenn überhaupt nur Persönlichkeiten zu politischer Macht kommen lässt, deren Rückgrat eben genau die hier so oft beschriebene "Flexibilität" =Anpassungsfähigkeit hat.
Hoch lebe political corectness, gender mainstreaming, die multikriminelle Gesellschaft und wie sie alle heißen.

Sehr schön, diese kühle Begutachtung eines Heißsporns...
Merz hatte als Fahnenträger eines marktradikalen Turns innerhalb der CDU seine Hoch-Zeit. Dass ein solcher Kurs - selbst in der gemilderten Merkel-Variante - nicht mehrheitsfähig ist, musste die Volkspartei CDU bei der letzten Bundestagswahl schmerzlichst erfahren.
Ein scharfer Rhetoriker mit klarer Ansage - gescheitert. Auch so geht Demokratie.

Herr Merz ist einer der fähigsten Politiker Deutschland. Seine Ansätze in der Wirtschaftspolitik waren sehr vielversprechend, doch wie man sieht zeichnet man sich in der Politik nicht durch Brillanz, sondern durch Anpassung aus. Die Fähigsten bleiben dabei all zu oft auf der Strecke!
Leider!

Der heute bekanntgegebene Rücktritt von Herrn Merz ist bestimmt nicht primär auf einen, wie in Ihrem Kommentar beschriebenen Machtkampf mit Frau Merkel zurückzuführen. Merz kritisiert nicht, dass er bei der Vergabe von Schlüsselposition nicht zum Zuge kam, auch wenn er dies Frau Merkel gewiss nicht verziehen hat. Vielmehr gibt er seine Enttäuschung über das Abweichen seiner Partei von einer Linie, die von marktwirtschaftlicher Vernunft geprägt ist, zum Ausdruck. Dabei stehen Merz' wirtschaftsliberale Vorstellungen keineswegs im Gegensatz zum rheinischen Kapitalismus von Ludwig Erhard. Sie sind vielmehr seine konsequente Fortführung, angepasst an eine postindustrielle Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung. Weder sein Steuerkonzept noch seine Ideen hinsichtlich einer Wiederherstellung des Gleichgewichtes zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber widersrechen dem Konzept der sozialen Marktwirtschaft, sondern zielen auf Wachstum und ein gesundes Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft. Da seine Ideen in den letzten Jahren weder in einer großen Koalition noch in den eigenen Reihen mehrheitsfähig waren und es auch in absehbahrer Zeit nicht sein werden, ist sein Rückzug die einzig logische Konsequenz.

Es widert mich einfach an, wenn Parlamentarier wie Herr Merz eine endlose Liste von Nebeneinkünften neben seinen bestimmt nicht ärmlichen Abgeordnetenbezügen haben. Mir muß mal jemand erklären, wie man sachgerechtes Abstimmungsverhalten sicherstellen kann, wenn man sich von jeder Menge Firmen "sponsorn" lässt. Es ist gut, daß er geht und ich hoffe nur, daß noch andere folgen. Bedauerlicherweise ist er nicht der Einzige mit einer derartigen Politikauffassung.
Rolf-Dirk Maehler

Wenn profilierte Politiker wie Merz ein Zeichen setzen und eine neue politische Heimat - wie z.B. in der FDP - anstreben würden, hätte das eine ungeheure Sogwirkung in interessierten Wählerkreisen, die CDU/CSU nicht ignorieren könnten.
Schade, dass er diesen letzten, konsequenten Schritt nicht wagt!

Es ist sehr bedauerlich, dass sich Merz nun ganz zurückziehen will. Ich fand es schon sehr sehr schade, dass er sich in den letzten Jahren kaum noch zu Wort gemeldet hat. Feindschaft zu Merkel hin und her...
Ich hoffe sehr, dass Herr Merz mittelfristig wieder mitspielt in der großen Politik, am besten in der FDP, hier wär er am besten aufgehoben und könnte dem rechten Flügel der Liberalen Auftrieb geben.
Leute wie Friedrich Merz braucht die deutsche Politik!!

Ich denke der Beitrag stellt das Problem sicher richtig dar, nur aus falscher Perspektive. Im Grunde unterstellt er März Mängel, die ich nicht als Charaktermängel betrachten würde, sondern als ein Problem, sich in den Sumpf des politischen Gemauschels einvernehmen zu lassen. "Mangel an Loyalität mit den politischen Gefährten", so ein Unsinn. Merz ist endlich mal jemand, der mal den Mund aufgemacht hat und sowohl wusste, was er sagt, und auch kein Blatt vor den Mund genommen hat. Dass dies in der politischen Welt von heute, in der es wichtiger ist sich Posten zuzuspielen und 100 Lobbys zu befriedigen, natürlich bei vielen nicht ankommt, ist klar. Doch wenigstens hat er sich nicht verbiegen lassen. Für mich ist Merz ein Vorbild in Sachen Politik. Wenn wir nur mehr Leute von diesem Kaliber hätten, würde auch nocht etwas passieren. Doch wenn die Ecken und Kanten der Politik wegfallen, wie es auch in unserer Gesellschaft immer mehr passiert (und zuvor auch schon Kirchhoff im letzten Wahlkampf), bleibe ich bei meiner Ansicht, dass die deutsche Politik ihre Wähler immer mehr vor den Kopf stößt, anstatt die das zu tun, wofür wie sie eigentlich wählen. Schade.

Sicherlich verfügen Sie über einen großen Fundus an politischem Insiderwissen.
Die Grobheit, mit der Sie jedoch Herrn Merz´ gescheiterte Aufstiegsinteressen in der CDU als ausschließliches Motiv seiner Entscheidungen in den Vordergrund zu stellen versuchen, wirkt unangenehm plump und paßt nicht zum sonst so differenzierten Stil der Berichterstattung und Kommentierung in Ihrer Zeitung.
Friedrich Merz hat in den vergangenen Jahren deutlicher als seine Parteikollegen zu etlichen politischen Grundsatz- bzw. Richtungsfragen Stellung bezogen. Daß diese Positionen selbst in seiner eigenen Partei nicht mehr mehrheitsfähig zu sein scheinen und daher seine Tätigkeit in einer ihm selber inhaltlich fremd zu werdenden Partei überflüssig werden läßt, hat offensichtlich nur mittelbar mit persönlichen Ambitionen zu tun.
Schließlich Ihre Interpretationen der Äußerungen Wolfgang Bosbachs: Wenn dieser "seine Kollegen nicht alleine lassen will", so kann dieses Statement mehrere Gründe haben - ein "den Spiegel vorhalten" klingt in diesem Zusammenhang sehr an den Haaren herbeigezogen.
Fehlende inhaltliche Übereinstimmungen mit "den Kollegen" standen zunehmend im Raum - dies fällt jedoch bei Ihnen quasi unter den Tisch....

Das jedenfalls wäre mein Wunsch und das wäre für Friedrich Merz die Möglichkeit anzutreten. Das schätze ich an Ihm, dass er geradeheraus und klar auftritt, ganz im Gegensatz zu den vielen Rundherumredern. Insofern ehrt ihn wirklich der Beitrag. Friedrich Merz ist für mich kein Politiker um jeden Preis, sondern der "Gradlinige". Ich jedenfalls brauche in all den Verwirrungen, in denen wir uns befinden, solch einen standhaften Politiker, an den ich als Politiker glaube und von dem ich entscheidendes erwarte. Ich sehe seinen sogenannten Mangel als Stärke. Für Führende gilt: Starke Führungspersöhnlichkeiten scharen um sich starke Personen. Bei schwachen Führungspersöhnlichkeiten ist es das Gegenteil. Könnte es sich hierbei nicht um die Schwäche einer Partei, der CDU handeln? Oder ist es die Schwäche der Mehrheiten, von denen ja bekanntlich die Demokratie lebt? Oder ist gerade das Stärke? Ach eigentlich ist es völlig egal was es ist, entscheident ist die Zukunft in die wir mit unseren Politikern gehen, die wir heute gestalten. Und da sehe ich in einem Friedrich Merz einfach sehr viel Klarheit und Verstand. Das ist es was ihn mir außerordentlich sympatisch macht, was ich an ihm so sehr schätze.

Ich erinnere mich noch an Diskussionen in denen die SPD, Herrn Merz "zu viel Faktenwissen" vorwarf, wobei ich mich fragte, was daran falsch sein soll? Herr Merz wäre das gewesen, was ich mir unter einem Bundeskanzler vorgestellt hätte: Jemand mit Ahnung! Der auch den Mund aufmachen kann und eine starke Persönlichkeit hat. Dass man in der Politik nicht weit kommt, wenn die "Loyalität" zu den Partei-"Freunden" fehlt merkte man eben bei ihm. Einzelkämpfer haben halt keine Chance im politischen Parteienapparat.
Mit einem Kanzlerkandidaten Merz hätte die CDU keine Koalition mit der SPD eingehen müssen, da es ein guter Wiederpart zu dem Rethoriker Schröder gewesen wäre.
Tja schade, da geht wieder ein fähiger Mann, der wohl etwas zum Wohle des Landes hätte ändern können. So bleibt der klägliche Rest in seiner Festung sitzen und schmeißt mit Steinen auf die wenigen Belagerer bis sie wieder verschwinden.