Bernd Schmidbauer: “Ich hätte davon gewusst“

Deutsche Ausbilder in Libyen

„Der BND hätte davon wissen müssen“

Der frühere Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt hat dem Bundesnachrichtendienst in der Libyen-Polizei-Affäre Versäumnisse vorgeworfen. „Für den BND ist das keine gute Visitenkarte“, sagte Bernd Schmidbauer im Gespräch mit FAZ.NET. Von Markus Bickel

Lesermeinungen zum Beitrag

07. April 2008 15:15

Statistik

Matthias Sabel (ambln)

Deutsche Einsatzkräfte zufällig an Orten, wo sie eigentlich nicht sein sollten? Bei potentiell kritischen Operationen befreundeter Nationen zufällig mal kurz woanders hingeschaut? Für 4,6 Millionen Euro Diebesgut gekauft? Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Sowas braucht doch schließlich keinen Vorsatz, solche Ausrutscher können auch einfach mal so und rein statistisch gesehen durchaus mehrfach vorkommen. Jeder hat schlechte Tage, offensichtlich auch der BND. Klar, damit wird schon ein wenig Ineffizienz in für den BND nicht unwesentlichen Aufgabengebieten demonstriert. Aber, wie gesagt: statistisch gesehen liegt das alles im Bereich des Möglichen.

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07. April 2008 12:24

Wie sauber ist das parlamentarische System?

Herold Binsack (Devin08)

Sagte ich es nicht, dass das wohl nicht „privat“ war (vgl.http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E1A42F92D629E41418D88E004666BB72B~ATpl~Ecommon~Scontent.html)? Und die Reihe an Untersuchungsausschüssen wird für den BND so langsam zur undurchdringlichen Mauer, nicht zur Gefahr. Eine Posse, könnte man das auch nennen, was hier der Öffentlichkeit zugemutet wird. Diese soll nämlich glauben, dass, wenn auch nur die Hände einer Partei oder auch nur eines Parlamentariers noch sauber sind, das parlamentarische System überhaupt sauber ist. Aber da wären: Die aktuelle Regierung aus CDU/CSU und SPD, die letzte Regierung aus SPD und Grünen? Bleibt nur offen, welche Rollen die FPD oder auch „Die Linke“ spielen, denn schließlich sind sie in mehr als nur einer Länderregierung an diesem Machtkarussell (oder soll man sagen: Verschleierungskartell?) beteiligt. Und wen interessiert das schon, ob hier ein Schröder persönlich dafür verantwortlich gemacht werden kann oder nicht, wenn zu befürchten steht, dass dessen Klage gegen „Verleumdung“ weiter Zeit schinden lässt, seine gestrigen Kumpane und heutigen Verbündete im Geiste, nämlich die gesamte herrschende Kaste. Oder ist es genau das, was gewollt ist?

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