05. Oktober 2008 Zum Artikel "Oskar, der Kämpfer gegen Familienvermögen" im Wirtschaftsteil der F.A.Z. vom 13. September: Philip Plickert weist schon darauf hin, wie gekonnt Oskar Lafontaine mit Halbwahrheiten und auch Lügen umgeht, um seinem sozialistischen System den Weg zu bereiten. Seine Frage und Antwort "Kann das sein, dass Frau Schaeffler mit ihrem Sohn zehn Milliarden Euro erarbeitet hat? Nein, das kann nicht sein", zeigt sehr deutlich, wie es um seine Wahrhaftigkeit steht.
Das Vermögen, wenn es denn überhaupt so groß ist, wurde von den Brüdern Dr. Wilhelm und Dr. Georg Schaeffler nach der Flucht aus Oberschlesien unter größten Risiken und Belastungen nach dem Zweiten Weltkrieg begründet. Außerdem ist nach dem Coup mit Continental durchaus nicht sicher, ob die Familie Schaeffler überhaupt Vermögen hat oder nur Schulden.
Oskar Lafontaine hat von Demagogie sicher viel, aber von vielen anderen Dingen keine Ahnung. Er versteht nicht, welche überragende Bedeutung das Unternehmertum für die Wirtschaft besitzt. Er versteht nicht, dass ein Vermögen unantastbar ist, das unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erworben wurde. Er kennt offensichtlich nicht das Grundgesetz, das Eigentum von Privatleuten schützt.
Er hat die letzten fünfzig Jahre Wirtschaftsleben verschlafen und nicht bemerkt, wie jedes sozialistische System in der Welt die Menschen verarmen und die Infrastrukturen verrotten ließ. Außerdem sank die wirtschaftliche Leistungskraft, und Umweltschutz war meist nicht vorhanden, dafür aber Bürokratie und Diktatur. Wer einem solchen Menschen wie Lafontaine auf den Leim geht, wirkt gerade wegen dessen utopischer Versprechungen am Untergang unseres Wohlstands und unserer Gesellschaftsordnung mit.
DR.-ING. ERNST KOHLHAGE, BRÜHL
Text: F.A.Z.