Merkel: Eingeständnisse der Union

Gleichbehandlungsgesetz

Schwarz-Rot ganz rot-grün

Die Führung der Union hat ihren Zorn über den Koalitionsbeschluß zum Gleichbehandlungsgesetz wieder unter Kontrolle. Die Kanzlerin selbst soll der SPD einen Kuhhandel angeboten haben.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Mai 2006 09:52

Merkels Farbenlehre - Aus schwarz wird rot-grün

Markus Müller-Dott (mmd1965)

Die Güte der Politik der hiesigen Politikerkaste ist einfach an der Klüngelei zwischen CDU und SPD vor allem beim Gleichbehandlungsgesetz zu messen. Warum müssen die deutschen Gutmenschen ohne Not über die Vorgaben der EU-Legislativorgane hinausgehen?

Es ekelt mich an, wie die Parteien der großen Koalition Stück für Stück die Katze aus dem Sack lassen. Vor allem die CDU läßt sich Kompromisse aufzwingen, die sie noch im Wahlkampf als unzumutbar deklariert hatte.

Mein Bedarf an dieser Art der Politik ist gedeckt. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es keinen mehr, der dieser Regierung irgendetwas zutraut bzw. ihr vertraut. Die Kanzlerin praktiziert eine Politik des "Apeasement" mit den Sozialdemokratie, eine an zunehmendem Bedeutungsverlust leidenden Partei, deren Politikrezepte aus der Schublade der 70iger Jahre kommen und die ein ernstes Nachwuchsproblem an führenden Köpfen hat.

Um die Charakterfestigkeit der führenden CDU-Politiker muss man sich ernste Sorgen machen, denn diese praktizieren jetzt sozial-weichgespülte rot-grüne Politik zum Zwecke des Machterhalts. Absolut perfide!

Die CDU wird die Quittung in den nächsten Wahlen bekommen, die sie verdient, und das ist gut so!

Mangels Alternative an bürgerlichen Parteien, welche die konservativen Wähler anspricht, ist eine weitere Zunahme an Nichtwählen, dem "Brain-drain" und dem Erstarken des rechten Spektrums mehr als nur wahrscheinlich.

Man muss sich um dieses Land ernste Sorgen machen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Mai 2006 02:43

Politikschacher

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Ich gestehe ein,

daß Frau Dr. Merkel das macht, was Sie kann.

Herr Pofalla das macht, was er nicht kann - genau deshalb aber gebraucht wird...

...von einer CDU, die, wenn sie so weitermacht, als CDU, marginalisiert werden wird.

Daß das EU/DDR-Gleichbehandlungsgesetz, welches ein Diskriminierungungsgesetz in der Praxis und ein Gedankenpolizeigesetz in Theorie und Rechtsprechung werden wird, niemals kodifiziert werden darf. Erst recht nicht auf deutschem Boden. Und schon gar nicht in Deutschland.


Das fürmals sogenannte Antidiskriminierungsgesetz muß schon deshalb ad acta gelegt werden, weil es das genaue Gegenteil bewirken wird. Beinahe bin ich versucht, es deshalb zu befürworten.

Diskriminierung ist ein Menschenrecht. Etwas, 'was ich einfach mache (oder nicht mache), weil mir die Nase meines Gegenüber nicht gefällt. Intuition? Verstand? Menschenkenntnis? Egal.

Zu machen, was mir paßt, ist das beste, 'was passieren kann. Solange ich Dich nicht berühre.

Denk' darüber nach. Laß' Dich nicht fremdbestimmen.

Vermeide Mitbestimmung.
Respektiere andere.
Suche Selbstbestimmung.

Für Dich und die Deinen.
Und die für sich.

Es gibt viele Menschen. Du weißt das.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 2 von 2 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche