14. Januar 2008 Wenige Tage nach dem Hinweis aus dem Libanon auf mögliche Terroranschläge in Deutschland haben die Sicherheitsbehörden beider Länder Entwarnung gegeben. Der Hinweis konnte zwischenzeitlich überprüft werden. Nach dem jetzigen Stand der Überprüfung kann ein Anschlag ausgeschlossen werden, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes am Montag in Wiesbaden.
Das Bundesinnenministerium erklärte, es sei von einer geringeren oder geringen Ernsthaftigkeit auszugehen. Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge werde der Verdächtige Mohammed Naddum, der die Anschläge vergangene Woche telefonisch bei der deutschen Botschaft in Beirut angedroht hatte, als nicht glaubwürdig eingeschätzt. Die Telefondrohung hatte keinen Wert und war nicht ernst gemeint, hieß es. Der Mann bleibe aber aus anderen Gründen weiterhin in Haft.
Das Bundeskriminalamt hatte am Wochenende bestätigt, dass libanesische Behörden nach der Festnahme eines mutmaßlichen Al-Qaida-Mitgliedes vor Anschlägen in Deutschland gewarnt hatten. Verschiedene Medien berichteten, im Visier potentieller Attentäter sei unter anderem das Bundesjustizministerium in Berlin.
Die libanesische Polizei bestätigte, dass der Verdächtige vergangene Woche bei der deutschen Botschaft in Beirut angerufen und die Drohung ausgesprochen hatte. Einem ranghohen Polizeibeamten zufolge wurde er am Donnerstag festgenommen. Naddum gestand demnach den Anruf sowie Verbindungen zum Terrornetz Al Qaida.
Text: AP
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