20. Februar 2008 Zum ersten Mal seit September liegt die Linkspartei in den neuen Bundesländern mit deutlichem Abstand vor CDU und SPD. Nach dem Befund des Instituts für Demoskopie Allensbach, die auf Umfragen in der ersten Februar-Hälfte gründet, erreicht die Linke in der Sonntagsfrage, welche die Zweitstimmen-Wahlabsicht erkundet, einen Anteil von 29,7 Prozent. Die CDU sinkt auf die Marke von 26,4 Prozent, die SPD auf 23,3 Prozent.
Im Vormonat lauteten die Zahlen für die CDU 28,6, Linke 27,1 und SPD 25,7 Prozent. In Westdeutschland liegt der Mittelwert für die Linke jetzt bei 8,1 Prozent - das ist deutlich höher als bei den Ergebnissen der Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen.
Im Bundesdurchschnitt aus Ost- und Westdeutschland rangiert die Linke bei 11,8 Prozent und ist damit ebenso stark wie die FDP (11,8). Das Erstarken der Linken, deren Wahlerfolge Ende Januar ihre Anhängerschaft zu mehren vermochte, entfaltet eine starke Sogwirkung auf die beiden Volksparteien, sagte die Geschäftsführerin des Allensbacher Instituts, Renate Köcher. Das gelte nicht nur den Zahlen nach, sondern auch programmatisch. (Siehe auch: Allensbach-Analyse: Die Sogwirkung der Linkspartei)
Die Union fiel im Bundesdurchschnitt auf 34,8 Prozent (Vormonat 37,0) - das ist der niedrigste Wert seit elf Monaten. Die SPD rutschte von 29,0 auf 28,3 Prozent, die Grünen leicht von 9,3 auf 8,9 Prozent. Die Umfrage wurde unter rund 2000 Bürgern über 16 Jahren in der Zeit vom 1. bis zum 13. Februar veranstaltet.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: F.A.Z.