„Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden”

Nationaler Bildungsbericht

Merkel ruft „Bildungsrepublik“ aus

Das Bildungssystem müsse „jedem die Chance auf Einstieg und Aufstieg ermöglichen“, sagt Kanzlerin Merkel. „Wohlstand für alle heißt heute und morgen: Bildung für alle“, fügte sie hinzu. Der zweite nationale Bildungsbericht nennt indes alarmierende Zahlen. Zehntausende Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Juni 2008 18:24

Frau Merkel leidet...

Klaus Zajac (crawler)

...am Syndrom modischer Begriffsleerhülsen.Ökonomische Innovation erfordere " Spitzenforscher u.Nobelpreisträger", " Premiumprodukte...wagemutiger Unterneh mensgründer", " Technologietransfer " u. " Clusterpolitik " sowie eine " Exzellenzini tiative "etc.pp.Dass Innovations - u. also internationale Wettbewerbsfähigkeit etwas mit der Verstärkung staatlicher Investitionen in Kindergärten,vorschulische Bildung,Schulen,Universitäten u.ein Studium für möglichst alle,mit ausreichendem BAföG,öffentlichen Bücherhallen,VHS.u.also einer möglichst umfassenden BREITENbi ldung zu tun haben könnten sowie mit staatlichen Investitionen in öffentliche Infra struktur ( Straßen,ÖPNV,Kommunikation,effiziente Verwaltung u.Gerichtsbarkeit etc) - davon liest man an dieser Stelle genau so wenig wie von zwingend notwendigen sozialen u. staatlichen Rahmenbedingungen einer offenen,innovationsfreundlichen Gesellschaft:soziale u.politische Sicherheit u.Zufriedenheit,sozialer Friede,individu elle Arbeitsmotivation durch gerechte Bezahlung,demokratische Mitbestimmung etc. Frau Merkel sie können es nicht.

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12. Juni 2008 21:53

Frau Mekel ist im Erfinden von Kunstwörtern

Michael Arndt (Mikel1962)

noch immer einsame Spitze. Leider liegen zwischen ihren Sollansprüchen und ihrer Istpolitik unglaubliche Welten. Beispiele: "Der Aufschwung kommt bei den Menschen an" (???) "Bildungsrepublik" (Anmerkung hierzu von Herrn Rüttgers; Ich konnte noch kostenfrei studieren, das war fein, heute geht das leider nicht mehr.) "Wir dürfen keine 2-Klassen-Medizin bekommen" (Das stimmt, die haben wir nämlich schon) " Wir können den Menschen etwas von den Steuern zurückgeben, nur wann und wieviel wissen wir noch nicht" (Das war jetzt etwas verkürzt) Wir müssen uns daran gewöhnen, von einer Meisterin der Hohlphrasen regiert zu werden, frei nach dem Motte: Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht. Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient.

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12. Juni 2008 17:36

Nur kosten soll es nix

Rene Meyer (matrix1329)

Ja warum sind die Bildungsausgaben denn im Vergleich zum BIP so gesunken? Liegt das nicht einfach daran, daß Politiker den Leuten nicht den reinen Wein einschenken wollen, daß man an irgendeiner Stelle sparen muß, wenn man woanders was investieren will? Kostenlose Bildung gibts nicht. Irgendwo tuts weh.

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12. Juni 2008 17:34

Ach, Frau Merkel,

Gerhard Bandorf (MAGNIFIER)

Sie fangen so langsam aber sicher an zu langweilen und peinlich zu werden! Wie war das noch in Ihrer Neujahrsansprache mit der „Kultur des Hinschauens“? War damit vielleicht doch nur die Online-Überwachung gemeint, und Sie lachen sich jetzt einen Ast über die blöde Bevölkerung, die damit was anderes verband? Und jetzt rufen sie auch noch die Bildungsrepublik aus? Na, ich bin mal gespannt, was Sie tatsächlich mit „Einstieg“ und Aufstieg“, und mit „Bildung für alle“ wirklich meinen. Ich darf Sie mal daran erinnern, was ihnen zu Demokratie schon so alles aus dem Mund gefallen ist: „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“ Erinnern Sie sich noch? Es war in Ihrer Rede anläßlich der Festveranstaltung „60 Jahre CDU“ am 16. Juni 2005 in Berlin. Aber wahrscheinlich stört auch Sie Ihr „Geschwätz von Gestern“ allemal nicht mehr, Frau ehemalige Sekretärin für Agitation und Propaganda. Wie gesagt, sie sind nur noch peinlich für das Ansehen der Bundesrepublik!

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12. Juni 2008 16:25

Kunstwortphrasengedresche

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

Die Politik und unsere Kanzerlin sollte sich auf die Ausarbeitung von Inhalten konzentrieren, die sie dann der Öffentlichkeit mitteilen, und nicht auf dieses unterträgliche Kunstwortphrasengedresche à la "Bildungsrepublik". Das klingt nach "Na, wir haben zwar überhaupt keine Ideen, aber laßt uns mal einen knackigen Begriff erfinden der medientauglich ist, und dann haben wir erst mal Ruhe". Leider bestimmt in einer medialen Welt wie unserer meist der die Schlagzeilen, der wichtige Themen geschickt und medienwirksam zu Verschlagworten weiß. Es ist unsere Aufgabe als mündige Bürger diese oberflächliche Medieninszenierung unserer Politker kritisch zu hinterfragen und nach wirklichen Inhalten zu verlangen, die wir dann auch tatsächlich erst kritisch hinterfragen können.

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12. Juni 2008 15:55

Für Alle?

Heinz Peter Mathey (petermathey)

Dies würde ja heissen, dass die Studiengebühren abgeschafft werden müssen, die auch die CDU durchgesetzt hat. Sich in jungen Jahren so hoch zu verschulden zu müssen( Kreditaufnahme für Studenten , deren Eltern die Studiengebühren nicht finanzieren können) ist in diesen Jahren hinsichtlich ausreichender , gut bezahlbarer Jobs so unsicher,dass auch die Anzahl derFamilien und Kinder noch rückläufiger werden würde. Fazit: Nicht für "ALLE".

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12. Juni 2008 15:53

Haben wir nicht nächstes Jahr Wahlen?

Peter Böttcher (Joffy)

Es ist schon komisch, dass die wichtigsten Aufgaben einer Regierung immer erst zur Wahlkampfvorbereitung für die nächste Pöstchenjagd zur Chefsache gemacht werden. Glaubt man wirklich, dass die Wähler so blöd sind und den Eiertanz der letzten Jahre vergessen haben? Außer negative Handlungen gegen die Bürger, die zynisch als „Reformen“ kaschiert wurden, habe ich nichts Positives bemerkt. Es wird Zeit, dass unsere „Volksvertreter“ einmal sagen, was können wir für unsere Bürger machen? Und nicht, wie können wir die Bürger weiter in kleine Gruppen aufspalten um sie gegeneinander aufzustacheln und zu bespitzeln.

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12. Juni 2008 15:42

Bildung ist und bleibt der Bestandteil unseres Wohlstandes

Cathrin Christ (Cathrin4)

Trotz aller Lügen mit kurzen Beinen brauchen wir die Bildung und genau das hat Frau Merkel aufgegriffen. Wir brauchen einen langfristigen Plan, der sich vielleicht nicht heute auszahlt, aber Deutschland in den nächsten 25 Jahren wieder voran bringen kann. Nur mit Bildung auf allen Ebenen, die sich auch kurzfristig auszahlen kann - man denke an betriebliche Weiterbildung - können wir unseren Wohlstand für alle steigern. Leider sieht die Realität vielleicht heute anders aus, aber auch beim Umweltschutz können wir plötzlich Änderngen finanzieren. Auch bei der Bildung ist das möglich. Vielleicht müssen wir an anderen Enden sparen, aber mir wäre es das wert. Einen schönen Hinweis, wie wir den Wohlstand für alle steigern können, liefert auch der Geschäftsplan Deutschland.

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12. Juni 2008 15:27

"Wir müssen..."

Markus Leinen (MindlessGenius)

...nett wie die Frau mit ihrer Lieblingsfloskel immer das gesamte Volk in die Pflicht zu rufen versucht. Aber ich muss gar nichts mehr. Nicht nur, dass die Frau als Bundeskanzlerin den Ländern in Bildungsfragen kaum was reinzureden hat (ein Sektor auf dem der Föderalismus wirklich vollständig überholt ist), sie verkauft das Ganze rhetorisch noch als etwas, an dem jeder sich zu beteiligen habe. Ich für meinen Teil habe genug von Bildungspolitik. SV-Arbeit wie Studentenvertretung zahlen sich nicht aus, es hört niemand auf die, die "gebildet" werden sollen. Sie sind zwar Zahlenmäßig am stärksten im Bildungssystem vertreten, haben aber anscheinend nicht genug Ahnung und Kompetenz, als dass man auf sie Hören müsse. Vor allem die Schüler tun mir leid, als Versuchskaninchen bildungspolitischen Aktionismus' mussten sie in Hessen Oberstufenreform I, OSRII, Unterrichtsgarantie Plus und G8 über sich ergehen lassen und dürfen sich jetzt auch noch anhören, dass sie unterqualifiziert seien. Dabei legen GEW und SVen seit Jahren durchaus tragfähige Konzepte für Schulreformen vor, die meistens billiger und auch dank stärkerer Beteiligung und Identifikation auch tragfähiger wären. Es liest sie nur niemand.

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12. Juni 2008 15:18

Bildungsrepublik - was heißt das konkret?

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Liebe Frau Bundeskanzlerin, bitte nicht immer nur heiße Luft produzieren. Was stellen Sie sich denn ganz konkret unter einer Bildungsrepublik vor, wieviel Milliarden wollen Sie in diese Bildungsrepublik pumpen (denn umsonst wird´s die nicht geben) und wer soll das bezahlen? Den Mittelstand haben Sie doch nun - mit Verlaub gesagt - schon genug geschröpft. Und wenn ich mir Ihre läppische Kindergelderhöhung anschaue, von der eine vierköpfige Familie mal gerade eine große Pizza im Monat (wohlgemerkt eine und nicht vier) kaufen kann, werden Sie Verständnis dafür haben, dass ich Ihre Ankündigungen nicht mehr so recht ernst nehmen kann. Sorgen Sie endlich dafür, dass die elementaren Bedürfnisse der Menschen wie Grundnahrungsmittel und Energie wieder zu halbwegs vernünftigen Preisen auf den Markt kommen und jeder Bürger einen nennenswerten Betrag mehr Netto im Monat in der Tasche hat (und nicht diese poplige Senkung der Sozialbeiträge um 0,3 %!); dann können wir gerne über Ihre "Visionen" diskutieren. Wenn Sie aber statt dessen weiterhin nur heiße Luft produzieren, wird für Sie nach der nächsten Wahl kaum mehr als der Ehrenvorsitz in der CDU übrig bleiben. Die Menschen erwarten von Ihnen endlich Taten und keine hohlen Versprechungen!

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12. Juni 2008 14:33

Bildungsrepublik ?

Philipp Kaehlitz (p-a-x)

Man kann nur hoffen, dass das vermehrte Auftauchen der Erkenntnis , dass Bildung der Schlüssel zum Wohlstand ist , endlich mal Taten folgen lässt. Da in Deutschland von der Identifizierung eines Problems und dem politischen Handeln durchschnittlich 15 Jahre vergehen, ist hier schon rechnerisch die Zeit reif. Bei dem Bildungsthema im speziellen hat man zusätzlich das Problem, dass Maßnahmen nach selten weniger als weiteren 10 Jahren die volle Wirkung entfalten. Beim Klimaschutz denken wir 50 - 100 Jahre im vorraus. Diese Weitsicht fehlt bei der Bildungspolitik. Schließlich ist nun aber Bildungspolitik Ländersache und deshalb kann die Bundeskanzlerin allein sehr wenig ausrichten.

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12. Juni 2008 14:28

Habe mich als Lehrer beworben...

Tom Scott (SCT1)

Ich habe mich als (Berufsschul-)Lehrer in Berlin beworben und bereits Kontakt mit dem SenBW. Ich habe an der Uni-Elektrotechnik studiert und wäre gerne an einer der Berliner Berufsschulen Lehrer für Informatik/Elektrotechnik. Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Der Lehrerarbeitsmarkt ist gekennzeichnet von Geldnot und künstlich geschlossenem Arbeitsmarkt. So können ausschließlich !nur! Lehrer, welche auch Lehramt studiert haben, unbefristet als Lehrer eingestellt werden. Kommt man aus der Industrie, geht es - wenn überhaupt - nur befristet. Ausnahmen sind in meinem Fach etwa 2-3 Stellen im Jahr in Berlin. Klar das dann keiner in Industrie-Festanstellung in den Lehrerjob wechselt. Ich auch nicht. Dabei besteht akuter Lehrermangel. Für mich verkehrte Welt. Vieleicht kommt ja mal die Zeit wo man für erfahrende Leute aus der Industrie dankbar ist. Dann heißt "Bildung für alle" vor allem eine Chance zur Bildung für Jeden. Studiengebühren sind da kontraproduktiv. Schlimm der Gedanke wenn ein intelligenter, aber armer Mensch, normal 40h arbeiten muß, weil er sein Studium nicht finanzieren kann.

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12. Juni 2008 14:19

Man kann diese Frau langsam nicht mehr hören

Holger Läufer (HLaeufer)

In dem Bundesland ihres Wahlkreises ( NVP, Rügen ) in Mecklenburg- Vorpommern werden gerade die finanziellen Mittel für die Bildung ( angeblich wegen Schülerrückgang ) drastisch zusammengestrichen. So dass die Lehrer mit 66 % ihres Gehaltes beschäftigt werden und sich die Probleme mit der Unterrichtsversorgung noch verschärfen werden. Wenn Lügen kurze Beine hätten, bräuchte man keine Hosenanzüge mehr.

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