
Ich bin in einer traditionellen Familie aufgewachsen. Ich bin meinen Eltern dankbar für die Geborgenheit. Es ist leider richtig, daß der Beruf "Mutter" nicht anerkannt ist. Vom "Vater" haben breite Milieus (Männer wie Frauen) nur ein kaputte Vorstellung: Der Mann als Schwein.
Keine überzeugende Rolle, die man gerne ausfüllen möchte.
Warum akzeptiert man in unserer "offenen" Gesellschaft nicht verschiedene Familienformen? Warum sollen Paare nicht selbstbestimmt in Verantwortung voreinander Entscheidungen treffen.
Gebährzwang und Betreuungszwang, wem fällt noch was ein zur Rettung der Rente.

Leider ist die deutsche Gesellschaft schon derart ver"mcdonalded", dass sie offenbar nur noch schwarz oder weiß kennt. Oder sie kennt gar nix und plappert nur dem lautesten Schreier nach. Das wäre aber gefährlich schaut man mal 70 Jahre zurück.

gerne:
1. Nichts.
Mein Thema ist auch nicht die Grundsatzfrage der Berufstätigkeit von Frauen. Ich habe lediglich die Frage gestellt, warum man die, die sich für den Beruf 'Mutter' entscheiden (das soll es ja hin und wieder trotz solch kinder- und frauenfeindlicher Karrieristen wie mich geben), die gesellschaftlich Anerkennung verweigert. Die gleichen, die dieses tun, haben 'Prostituierte' zu einem offiziell anerkannten Beruf gemacht.
2. Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, ich würde mich nicht um meine Kinder kümmern. Und wieso unterstellen Sie mir hier eine "Karriere", die Sie mir in der nächsten Frage gleich wieder absprechen?
3. Mit Ihren Annahmen und Unterstellungen der 3. Frage liegen Sie nun komplett daneben! Aber die Frage beantworte ich gerne: Die Gemeinschaft der Steuerzahler sollte einer FAMILIE deshalb Geld geben, weil FAMILIEN ein Vielfaches von dem, was Sie an Transferleistungen vermeintlich geschenkt bekommen für das Funktionieren und den Fortbestand der Gesellschaft leisten, und damit Kinder kein Armutsrisiko in unserer so wohlhabenden Gesellschaft (das sagen nämlich auch Ihre Statistiken) bleiben.
Jetzt darf ich Sie fragen:
1. Haben Sie Kinder?
2. Wenn nein: Wollen Sie welche haben?
3. Warum (nicht)?

1: Was ist so schlimm daran, wenn Frauen
finanziell unabhängig sind und eigenes Geld verdienen ?
In allen anderen europäischen Ländern ist das
eine Selbstverständlichkeit und die Frauen haben
dort gerne mehr Kinder. Kein Zusammenhang ?
2: Warum sträuben Sie sich so sehr dagegen,
sich selbst um Kinder zu kümmern ?
Ist das unmännlich ? Stört die Karriere ?
3: Warum soll die Gemeinschaft der Steuerzahler
einem Mann Geld dafür geben, dass er sein Frau daran
hindert, ihren erlernten bzw. studierten Beruf auszuüben ?
Ich gehe davon aus, dass Ihre Frau einen höheren
Schulabschluss hat als Sie (das stimmt jedenfalls
im statistischen Durchschnitt der Bevölkerung),
so dass es konsequent wäre, dass Sie, Herr Kaiser,
zuhause blieben und den Haushalt führten. Also ?
Oder ist das in Ihren Augen das eigentliche Problem:
dass wir Frauen den Zugang zu höherer Bildung erlaubt
haben und sie jetzt den Kopf voll verrückter Ideen haben ?

Herr Bauer, wenn Sie von "Frauenzimmern" als kostenlosen Lustobjekte, Gebärmaschinen und zur Verfügung stehenden Putzkräften schreiben, offenbart das nur Ihr persönliches Familienbild. Sie müssen als Kind sehr Trauriges bei Ihren Eltern gesehen und erlebt haben.
Nur, dass eine Frau nicht aus dem Haus darf, auf Kosten des Steuerzahlers, das habe ich noch nicht verstanden. Meine Frau ist z.B. sehr viel "draußen" unterwegs, mehr als ich leider sein kann, und erzieht liebevoll unsere Kinder, u.a. für solche "Steuerzahler"(?) wie Sie, um sich dafür von Leuten wie Ihnen zynisch verhöhnen zu lassen.
Es ist natürlich sooo viel schöner, Herr Buchmeister, seine Erfüllung und Bestätigung 8,5 Stunden täglich hinter der Kasse bei Lidl oder am Schreibtisch einer Kommunalverwaltung zu erhalten. Ach, so, ich hab´ ganz vergessen, es gibt ja auch noch die richtigen Traumjobs... Warum lassen Sie nicht Frauen selber entscheiden? Wahrscheinlich wissen Sie als aufgeklärter Modernling besser, was gut für Ihre Frau ist. Dann träumen Sie ruhig weiter!

bangen mal wieder um ihr teuerstes Statussymbol:
dass ihre Frau nicht aus dem Haus darf, sondern
als unmündiges Heimchen weggesperrt wird.
(auf Kosten des Steuerzahlers)
Triefend vor Kinderliebe (unter der Bedingung, dass
seine Frau sie ihm vom Leibe hält, damit er sich ohne
lästige Störungen seiner Karriere widmen kann), trauert
er der guten alten Zeit hinterher, als die "Frauenzimmer"
noch als kostenlose Lustobjekte, Gebärmaschinen und
Putzkräfte zur Verfügung standen.

Und wieder mal schwärmt ein Karrieremann
vom stillen Glück des Hausfrauendaseins:
es sei doch sooo schön für die Frau, im Haus
zu bleiben, damit ihr Göttergatte ungestört
Karriere machen kann.
Haben Sie sich schon mal selbst um Kinder
gekümmert, Herr Kaiser ?

"das Ehegattensplitting ist eine massive Einmischung des Staates indem er Frauen signalisiert, dass ihre Arbeit nichts wert ist ..."
Es ist doch wohl eher so, dass gerade die ARBEIT, die in dem BERUF 'Mutter' geleistet wird insbesondere durch solche Beiträge, wie sie hier auch zu lesen sind ("Heimchen am Herd, .." permanent herabgewürdigt wird. Prostitution ist demgegenüber als Beruf anerkannt. So ein Mißverhältnis ist mir peinlich, ebenso wie die traurige Tatsache, dass Familien mit Kindern durch die von ihnen aufgebrachten Steuern und Abgaben indirekt sogar noch Dinks (double income no kids) unterstützen. In der so niedergemachten Ära Adenauer gab es immerhin noch einen deutlich gerechteren Familienlastenausgleich mit einem steuerlichen Kinderfreibetrag für rund 400 Arbeitsstunden, heute sind es weniger als 200.
Erstaunlich finde ich in diesen Diskussionen immer die gebetsmühlenartige Forderung nach mehr Betreuung. Als ob der Wunsch nach Kindern dadurch gefördert würde, dass man diese Kinder möglichst bald nach ihrer Geburt wieder los werden kann.
Warum denken wir bei dem Wort Kind zuerst an Betreuung und nicht an Lebensfreude? Oder an Arbeit, Stress und Ärger und nicht an die Unbefangenheit und die großen Augen voll Unschuld der Kinder selbst? An Verarmung, Elterngeld, Problemfall und nicht an Geborgenheit, Verlässlichkeit und Glück? Warum bei dem Wort Erziehung zuerst an Schule, Kindergarten, Heim und nicht an Eltern und Liebe?
Haben Sie Kinder, Herr Pörschke?

Mir geht es nicht um Bevölkerungspolitik, ob verschnarcht oder totgeschwiegen. Mir geht es auch nicht um Massendenken, nicht um Volk und Raum.
Mir geht es um folgende Anklagen:
1. Daß wir nicht verfassungsgemäß leben. Können sie sich den Sprengsatz ausmalen der daraus entstehen wird?
2. Daß wir der zukünftigen Generation, die 30% schwächer sein wird, unsere Altlasten aufs Auge drücken. Die werden nicht mehr über Harz diskutieren.
3. Daß der Staat mein Lebensmodell ( 2 x Teilzeit und 2 Kinder - jeweils unter der Beitragsbemessungsgrenze) mehrfach abgabenpflichtig macht. Zweimal regressiv mit "Sozialabgaben" und zusätzlich zweimal mit verheimlichten "Zweitsozialabgaben" den sogenannten "Lohnunkosten oder Lohnzusatzkosten oder Lohnnebenkosten". Für alle die einfach so weiterlesen wollen nochmal: d.h. es interessiert die - sich selbstnennenden - "Sozialkassen" nicht, wie leistungsfähig jemand ist.
4. Es gibt nur den Schutz der "Ehe - in unserem Sinne". Es werden massiv einseitige Lebensmodelle bezuschußt. Nach der "Adenauerehe" kommt jetzt Modell "Englischer Landadel". Eigenständige Familien sind dem Staat ein Dreck wert.
5. Was der Einzelne will, interessiert nicht, der Fürsorgestaat weiß es besser.
Ohne Staatsordnung können wir nicht leben. OK, das wird aber maximal ausgenutzt.
Ein Konstruktionsfehler der 2.Republik ist, daß der Bundespräsident die Regierung bei Regelverstößen nicht auflösen kann.

indem er Frauen signalisiert, dass ihre Arbeit nichts wert ist und sie besser zuhause bleiben sollten, damit ihr Mann ungestört Karriere machen kann.
Auch internationale Menschenrechtsorganisationen
haben wiederholt darauf hingewiesen, dass das deutsche Steuerrecht bewusst so konstruiert wurde, dass Frauen möglichst keinen Beruf ausüben, insbesondere keinen höher bezahlten oder qualifizierten.
Mir ist das peinlich. Ihnen nicht ?
Das ist auch kein Wunder, wenn Sie bedenken, wes
Geistes Kind es ist: in der Ära Adenauer war die
Rolle der Frau als besitz- und rechtloses Heimchen
im Gesetz festgeschrieben: z.B. kein eigenes Bankkonto,
Berufsverbot ausser der Mann erlaubte es ihr ausdrücklich
(und konnte diese Erlaubnis jederzeit widerrufen),
kein eigener Besitz (ging automatisch auf den Mann über).
Natürlich verstehe ich, dass manche Männer diesem
verlorenen Paradies nachtrauern. Aber das war genauso,
als in den Südstaaten die Sklaverei abgeschafft wurde.
Zunächst waren die Plantagenbesitzer empört:
"Wer soll denn jetzt die ganze Arbeit machen ?
Soll ich die Neger etwa dafür bezahlen ?"
Was Sie für "unnatürlich" halten, wird in allen
anderen westlichen Ländern selbstverständlich gelebt.
Dort sind Frauen berufstätig und finanziell unabhängig.
Aber der Teutone war schon immer stur:
dann muss sich der Rest der Welt irren.

Die politischen Parteien haben die demographischen Probleme nicht verschnarcht oder es versäumt, sich darum zu kümmern. Sie haben diese Entwicklung rechtzeitig erkannt, aber sie wollten darauf nicht reagieren, weil Bevölkerungspolitik unter Hitler einen hohen Stellenwert hatte. Ich bin damals (1968 - 75) des öfteren bei politischen Versammlungen in Bonn anwesend gewesen und kann bezeugen, daß diese Themen damals absichtlich totgeschwiegen wurden. Es wurde sogar das Argument formuliert : "Besser in Ehren aussterben, als Bevölkerungspolitik zu betreiben." Wer aber diese Themen trotzdem ansprach, wurde sogar bedroht !

Man sollte wirklich mal überlegen welche Verantwortlichkeiten jeder hat.
Ich habe nicht nur die Verantwortung ein Kind zu zeugen - ich habe vor allem die Verantwortung es gesund aufzuziehen, eine Bildung zu geben und es auf den richtigen Weg zu bringen. Zum Kinder bekommen gehört der Job, die Familie und andere Notwendigkeiten. Als Hartz4 Empfänger ist es Wahnsinn ein Kind zu zeugen. Und mit Kind bekommt man keinen Job da man flexibel sein muss auf dem Arbeitsmarkt. Wenn ich mir die letzten Jahre ansehe und dann die Punkte verbinde und weiterführe ist es eindeutig wohin wir steuern. Wir zeugen neue Arbeitslose. Unsere Nachbarländer wie Frankreich haben sie gesundgeschrumpft. Wo 20 Mio Jobs sind können keine 40 Mio leben. Also entweder zwingt man die Industrie mehr einzustellen oder überlegt sich mal wieviele Menschen noch auf dieser Kugel leben sollen??? Das bewirtschaftbare Gebiet wird ja nicht größer sondern kleiner. Die Metrologen haben schon bis 2052 gesagt was uns deutschen hier blüht. Ich möchte auch gern ein Kind haben, aber erst wenn alle Notwendigkeiten erfüllt sind. Und dann ist immer noch die Frage - was soll in Zukunft geschehen? Bis ich Rentner bin gibt es keine Sozialkassen mehr - sondern nur noch Steuern wie vor 500 Jahren. Die Vergangenheit zeigt uns den Weg der Zukunft. Man muss nur rechnen und logisch denken

"Deutschland leistet sich ein europaweit einzigartig
rückständiges Frauenbild und wird dafür von den
Frauen mit einem europaweit einzigartigen Geburten-
streik bestraft. "
Deutschland hat doch kein rückständiges Frauenbild, wenn es so etwas überhaupt gibt. Wer ist überhaupt Deutschland? Die Realität in Deutschland hist doch so, daß sich Mann und Frau die Aufgaben der Familie individuell teilen. Und wie sies machen ist ihr Verantwortung und geht sonst niemand etwas an.
"Wer diesen Zusammenhang nicht erkennen will,
dem ist nicht zu helfen."
Vielleicht ist mir ja nicht zu helfen, aber es gibt nun mal biologische Gründe, warum sich gewisse Rollen in der Familie sich immer wieder einfinden, auch wenn es manche noch so schlecht finden und sogar anders planen. Zum einen entwickeln Frauen eine derart innige Beziehung zum Kind, daß sie nach der Geburt ständig mit ihm sein möchten. Wir Väter tun uns in der Konkurrenz hier schwer, zudem zumindes ich auch keine Vatermilch habe.
Offensichtlich steht Ihnen diese Erfahrung noch bevor.

Ohne die über 50 Kommentare zur Glosse
"kinderfreundliche Hilfe" hier zu wiederholen, ein Gedanke:
Deutschland leistet sich ein europaweit einzigartig
rückständiges Frauenbild und wird dafür von den
Frauen mit einem europaweit einzigartigen Geburten-
streik bestraft.
Wer diesen Zusammenhang nicht erkennen will,
dem ist nicht zu helfen.
Die "gute alte Zeit", als die deutsche Frau als unmündiges
Heimchen weggesperrt wurde, damit der Mann ungestört
Karriere machen kann, war nicht nur für viele Frauen und
Kinder (denn Kinder ab einem gewissen Alter wollen nicht
24 Stunden am Tag begluckt werden) die Hölle, sondern
auch ein volkswirtschaftlicher Irrsinn.
Mit Recht werfen wir manchen radikalen islamischen
Ländern vor, dass sie selbst schuld an ihrer mangelhaften
wirtschaftlichen Entwicklung sind, wenn sie bessere Hälfte der Bevölkerung vom Arbeitsmarkt ausschließen und
im Harem wegsperren.
Aber selbst
haben wir es bis vor ein paar Jahren genauso gemacht
und manche Männer (siehe obigen Kommentar) träumen
noch immer davon.

Drehen wir einmal das Fragespiel um.
Wäre die wirtschaftliche Situation in Deutschland wirklich besser, wenn wir mehr Kinder geboren hätten? Also, wenn z. B. 100 Mill. Deutsche hier leben würden?
Wären die Arbeitslosenzahlen tatsächlich niedriger?
Würden die Löhne wirklich und sorglos für eine vier- oder fünfköpfige Familie ausreichen?
Würden unter diesem Blickwinkel die Firmen wirklich ihren Standort in Deutschland halten wollen?
Oder müßten, einfach 20 Mill. mehr vom gleichen Einkommen leben?
Würde unser BIP pro Kopf, dann wirklich höher liegen?
In den 80er drängten die starken Jahrgänge auf den Arbeitsmarkt. Damals wurde die Frührente eingeführt um die Lage zu entspannen. Das ist aber heute nicht mehr möglich, denn die Rentenkassen wurden schon vorher geplündert, und zwar für ganz andere Zwecke.
Also aufpassen, vor welchen KARREN man sich spannen läßt!
Krieg dem Terror
Krieg der Generationen
Krieg den Schmarotzern
oder was nicht so alles möglich wäre...

Genau, es kann nicht Ziel sein die Pyramidenform anzustreben. Das wird auch nicht geschafft werden.
Genau, das Problem ist von allen Parteien verschnarcht worden. Selbst heute weiß man nicht, was man nun wirklich will. Die deutsche Industrie wird die Situation schon meistern, notfalls ohne Deutschland.
Es wäre schön, wenn die Politik die Lebenswünsche fördern würde. Fördern und nicht behindern.
Es wäre schön, wenn die Ausgaben an die Einnahmen angepasst werden würden, und nicht die Einnahmen an die 6 Billionen Ausgabenwünsche.
Es wäre schön, wenn die Regierung die Verfassung ernst nehmen würde.
Fromme Wünsche zum Sonntagabend.

Mit ihrer Analyse der Situation haben Sie voll und ganz Recht und einige wirklich wichtige Punkte aufgeführt.
Nur was Familienplanung und -leben anbetrifft denke ich hat die Erfindung der Antibabypille weit mehr Wirkung als Politik und Regierungen je haben werden.
Ich denke wir müssen uns mit der Situation abfinden, da die Alterspyramide so einfach nicht mehr von der Pilzform zur Pyramidenform kommt. Es wurde 20 Jahre lang versäumt diese Realität zur Kenntnis zu nehmen und zu handlen. Die wenigen Visionäre, über die die deutsche Politik noch verfügt, wie Biedenkopf. v. Lambsdorff etc. haben schon in den 80gern entsprechende Papiere verfasst.
Die Verantwortung, die insbesondere die beiden großen Parteien tragen müssen, ist daß sie 25 Jahre lang weitergewurstelt haben, bis es gar nicht mehr geht und nun schreit man nach Familienfreundlichkeit und Kindern! - Doch es fehlen bereits die Eltern der Kinder nach denen man schreit.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Generation unserer Kinder die Lasten, die unsere Eltern und wir als Gesellschaft ihnen hinterlassen, tragen werden. Sie werden Gerechtigkeit anders definieren.

Ich glaube, daß staatliche Strukturen sehr wohl die Lebenswirklichkeit von Menschen beeinflussen, bis hin zum Wunschkind. Bin ich deshalb ein Narr?
Ich glaube, daß ein Großteil der 20jährigen ihren Lebenstraum so beschreiben würde: Partner, Kinder, Haus, Hund und Auto.
Wir haben Strukturen, staatlich gemachte Strukturen, die diesen Traum verhindern. Ausbildung zu lange, Transferausbeutung ( Wiesbadener Entwurf ), keine Flexibilität auf Arbeitsmarkt usw.
In der "rush hour" ( 30-40 Jahre alt ) wird dann gewollt, ungewollt gestrichen. Wenn man nicht nur schwarz/weiß denkt, dann kommt nur ein Kind, obwohl zwei schöner gewesen wären, oder Nr.3 wird gestrichen. Träume an die Realität anpassen ist völlig in Ordnung. Tragisch ist es, wenn Lebensträume massenhaft platzen. Egal welche Bildungsschicht.
Die 2. Republik ist faktisch pleite. Finanziell sowieso und leider auch moralisch. Die Regierung versucht nicht einmal mehr die Verfassung umzusetzen. Ganz schön ausgehöhlt.
Statt mit einer Blutschweißtränenhaltung kommt man mit Solidarapellen gemischt mit Taschenspielertricks und dem König Fußball.
Hey, nicht mich falsch verstehen, ich freu mich so, wenn sich alle freun.

Bisher waren die familienpolitischen Positionen der CDU ein Grund, sie zu wählen.
Zuerst erklärte ein Generalsekretär eines Landesverbandes Ehe und Familie für "nicht mehr zeitgemäß". Jetzt ergeht sich Herr Pofalla in wolkigen Phrasen zum Familiensplitting.
Das einzige, was nicht zeitgemäß ist, ist der - im Kern sozialistische - Irrglauben, der Staat könne und müsse das Verhalten seiner Bürger lenken. Wie sich zwei erwachsene, verheiratete Menschen ihre Aufgaben aufteilen, muß ihnen selbst überlassen bleiben. Wenn zumindest das Existenzminimum der Kinder künftig wirklich berücksichtigt würde, wie es das Verfassungsgericht schon längst angemahnt hat, wäre schon viel gewonnen.
Im übrigen wollen meine Frau und ich weder für unsere Kinder, noch für ein bestimmtes Verhalten "steuerlich belohnt" werden, sondern gerne ohne einen staatlichen Umverteilungsmoloch für unsere Kinder sorgen können.
Leider erscheint mir der Leipziger Parteitag inzwischen in der CDU ebenso weit weg, wie die Zeiten Ludwig Erhards. Stattdessen wird nicht nur das mühsam zurückgewonnene wirtschaftspolitische Profil über Bord geworfen, sondern die Grundwerte gleich mit.
Große Koalition hin oder her - die CDU darf sich nicht selbst aufgeben, indem sie ihre Grundwerte zum Abschuß freigibt.

Sie haben eine rein Wirtschaftliche Betrachtung geliefert, die logisch richtig ist aber faktisch nicht, denn auch in Deutschland sind die kinderreichen Familien tendenziös in den unteren sozialen Schichten zu finden.
Ich teile aber Ihre Meinung über die Kleptomanie des Deutschen Wohlfahrtsstaates voll und ganz.
In der Tat haben Sie auch Recht, daß der Geburtenrückgang mit dem Ausbau des Wohlfahrtsstaates korreliert, denn durch diesen hat der Staat immer mehr Verantwortung übernommen, die ursprünglich die Familien leisteten. Bis zu einem gewissen Punkt ist das sinnvoll und fortschrittlich.
Natürlich fordern die Menschen vom Staat diese Verantwortung auch ein. Eine Familie wird für die Alterssicherung, Krankheit etc. offensichtlich nicht mehr gebraucht, und bis ins hohe Alter denkt niemand voraus.
Und nun diskutiert die schitsophrene deutsche Gesellschaft, der Staat solle den Eltern die Verantwortung für die Erziehung, Betreuung ihrer Kinder abnhemen. Das kann nur scheitern auf dem Rücken der Kinder.

Gesetzen.
Man muss wenigsten anerkennen,dass Kinder
einiges verursachen:1)Geburtswehen
2)Kosten und Muehe bei der Aufziehung und Erziehung.
Das sind keine Kleinigkeiten.
Das moege man bitte doch bedenken.
All das bleibt Ehepaaren ohne Kindern erspart.
Daher ist eine unterschiedliche Behandlung
von Paaren mit und ohne Kindern sehr wohl
angebracht.
Ob dann die Deutschen mehr Kinder machen und von ihren Frauen zur Welt bringen lassen werden,das ist nutuerlich nicht vorauszusagen.

werden weniger Kinder geboren in Deutschland.
Wir können viele Korrelationen zeigen, zum Geburtenrückgang. Daraus ergeben sich aber noch keine Begründungen.
Wer aber soll die Kinder bekommen, wenn es jungen Menschen nicht mehr möglich ist, mit Arbeit und Überstunden sich ein kleines Polster zur Gründung einer Familie anzusparen, weil sie als ledige hoch besteuert und angesichts massiver Regulierung, Besteuerung und Kriminalisierung von "Schwarz"arbeit mehr kaum jene Angebote machen können, die zahlungsbereite Menschen auch nachfragen?
Der kleptokratische Wohlfahrtsstaat wuchert seit Jahrzehnten und er wuchert weiter zugunsten von diversen Privilegienträgern. Mit seinem Wachstum korreliert das Sinken der Geburtenzahlen ebenso. Könnte da nicht auch eine Ursache zu finden sein?

Wer glaubt, daß fehlende staatliche Regelungen oder Einrichtungen schuld an der demographischen Lage sind irrt gewaltig, und wer meint, der Staat könne daran was ändern ist ein Narr.
Auf der ganzen Welt, insbesonders in Ländern der dritten Welt kann man beobchten, daß die Zahl der Kinder in einer Familie zum Kehrwert des Bildungsniveaus korrelieren. Das bedeutet, daß besser gebildete weniger Kinder haben.
Nun warum ist das so?
1. Die bessere wirtschaftliche Situation mancht weniger Abhängig von der Unterstützung durch die Familie im Alter.
2. Durch Wissen und finanzielle Möglichkeiten ist eine bessere Familienplanung möglich. Es ist leichter regelmäßig an gute Empfängnisverhütungsmittel zu kommen und die Menschen dieser Bildungsklasse besitzen auch die Disziplin sie konsequent anzuwenden.
In Deutschland ist das Bildungsniveau im internationalen Vergleich besonders hoch, was in der Konsequenz zu vermehrten geplanten Nullkindfamilien führt.
Somit werden staatliche Fördermaßnahmen tendenziell eher sozial schwache Familien zu mehr Kindern motivieren als Akademiker. Damit entpuppen sich die Versprechungen der Politiker als Lippenbekenntnis.
Richtig ist jedoch, daß der kinderlose Lebensentwurf zu neu ist, um wirklich gesellschaftlich bewertet zu werden, denn nach dem rüstigen Arbeitsleben und Ruhestand kommt für viele der gebrechliche, wo die eigenen Kinder und Enkel der Vereinsamung entgegenwirken.

Ich bin empört darüber, daß ausgerechnet die CDU Vorschläge zur Abschaffung des Ehegattensplittings macht! Die Alleinverdienerehe ist und bleibt das beste für die
Kinder, für die Familie und damit auch für die Gesellschaft - wenn das Einkommen ausreicht und wenn das Paar das so will.
Wenn die vor Gott geschlossene Ehe von der CDU nicht mehr geschützt wird, dann soll sie sich in Demokratische Union umbenennen, dann ist das "C" eine Lüge.

Sie Beklagen die Kürzung des Kindergelds um 2 Jahre! Das finde ich voll in Ordnung, denn trotz der Kürzung kann ein Kind bis zu seinem 25ten Lebensjahr mit Kindergeld gefördert werden. Bis zu diesem Jahr ist auch eine akademische Ausbildung anschließbar, wenn man sich dahinterklemmt.
Hier wurde völlig richtig eine Überförderung korrigiert.

Eine Erweiterung des Ehegattensplittings zum Familiensplitting ist schon länger überfällig. Der (kinderlosen) demographischen Entwicklung muss natürlich auch durch Begünstigungen von Familien entgegen gewirkt werden. Doch sind steuerliche Vorteile nicht alles: Unverzichtbar ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Betreuungsangeboten für Kinder nach dem Vorbild Frankreichs. Doch dieser zentrale Punkt wird von der Politik bisher umgangen.

Grundsätzlich halte ich den Vorschlag für begrüssenswert.
Für das eben beschlossene so genannte Elterngeld stellt man 1,4 Milliarden Euro bereit, nimmt den Eltern aber gleichzeitig auf anderen Wegen 10 Milliarden Euro weg. Als Stichworte mögen hierzu genügen:
-Kürzung der Kindergeldbezugsdauer um 2 volle Jahre
-Totalstreichung der Eigenheimzulage
-Kürzung der Pendlerpauschale
-Erhöhung der Mehrwertsteuer, nicht für Katzenfutter, aber für Pampers,
um nur die Hauptposten zu nennen.
Es wird darauf ankommen, sehr genau zu prüfen, ob ein zukünftiges Familiensplitting tatsächlich eine spürbare Förderung von Familien bringen wird!