
Weil dieser Orden an Leute verliehen würde, die etwas GETAN haben - und das auch noch für das Wohl von anderen, im Namen einer guten Sache.
(Ja, im Ereignishorizont der auszeichnungswürdigen Tat ist das so! - ob der übergeordnete Rahmen des Einsatzes gut ist, ist eine andere Frage).
Sowas weckt natürlich Neid und Minderwertigkeitskomplexe, denn der gemeine Besserwisser wird daran erinnert dass sein altkluges Geschwafel ziemlich bedeutungslos ist und überschlaue Sätze, vom bequemen Sessel in die Welt hinausposaunt, gar nichts ändern.

Es muss wohl mit der Umgebung des "Reichstages" zu tun haben. Mit politischer Intelligenz kann es wohl kaum erklärt werden, denn die habe ich, einst Hauptfeldwebel und Kompaniefeldwebel, zuletzt unter der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt verspürt. Zu dieser Zeit hätte man jemanden, der behauptet, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden muss, in eine Zwangsjacke gesteckt. Danach gab es eine "geistig moralische Wende", "blühende Landschaften" und ein "Ruck" der durchs Land ging. Heute zeigt man einen verdienten Altkanzler an, weil er das Rauchen nicht lassen kann und verteilt wieder einmal Orden für verdienstvolle Krampfeinsätze. Bei stagnierenden Geburtenraten sollte man vielleicht auch wieder Mutterkreuze verteilen, damit der Nachschub an die Front auch funktioniert.
Winfried Frenzle, Merchweiler Saarland

Ich sehe die Notwendigkeit eine Tapferkeitsauszeichnung einzuführen, angesichts der Leistungen, die die Bundeswehrsoldaten heute vollbringen müssen.
Es wäre Ihnen gegenüber eine Pflicht!
Ich hielte es für falsch, einen "politisch korrekten" Orden zu kreieren. Das Eiserne Kreuz hat in Deutschland eine sehr alte Tradition, an die man anknüpfen könnte. Dass es in seiner zweihundertjährigen Geschichte auch während der 12 Jahre Nationalsozialismus eine große Bedeutung hatte, ändert nichts an dieser Tatsache.
Viele Dinge hatten im Nationalsozialismus eine Bedeutung. Deshalb dürfen sie aber nicht für alle Zeiten tabu sein.
Die Bundeswehr führt das Euserne Kreuz als ihr offizielles Symbol. Hat das noch niemand gemerkt?

Der präsidiale Vorschlag von Ernst-Reinhard Beck ist nur zu begrüßen. Gleichzeitig eröffnet er den Raum für eine abermalige historische Auseinandersetzung mit vergangenen Ereignissen dieses Landes. Diese Diskussion ist immanent, aber sie muß nicht anhand dessen geführt werden, auf welches sich der ausgesprochene Vorschlag bezieht. Entscheidend ist die Frage, welche Last hat das Kreuz in den Jahren des Nationalsozialismus auf sich genommen. Dieses muß in einer historisch-kritischen Perspektive eine wohlbedachte Abwägung sein, denn soll das Verunglimpfte weiterhin als Mahnmal stehen oder kann ihm dieses genommen werden. Zumal das Kreuz bereits lange voher eine ihm selbst nicht vorhaltbare Funktion inne hatte und diese ausdrückte.
Die Bundeswehr und das Leitbild "Bürger in Uniform" sind in der förderalen Republik untrennbar miteinander verwoben, denn Idee und Begründung der Bundeswehr erfolgte auch im Gedenken an zuvor stattgefundene indoktrinative gesellschaftliche Prozesse.
Die Imlementierung eines nötigen Ordens und die Kriterien seiner Verleihung sollten Bundestag und -rat überantwordet werden, denn sie sind die Repräsentanzen der Bürger gegenüber den Uniformierten.
Dieses wäre Richtiges in der sukzessiven Zäsur nach 1945.

Der Einsatz in Kriesengebieten beschränkt sich nicht nur auf das Militär. Ich habe letztlich ein Radiointerwiew gehört, in dem ein Offizier den Anteil der Militärs an der Arbeit in Afganisthan auf 25% schätzte. Der rest wird von zivielen Organisationen erbracht.
Das Bild in der Öffentlichkeit ist daher bereits jetzt schon schief, da nur der militärische Einsatzt gewürdigt (und dikutiert) wird - dies hätte auch der ziviele Einsatz verdient.
Ein entsprechender Orden begrüße ich, wenn er nicht auf eine der Gruppen - Militärs oder Zivilisten - eingeschränkt ist.

... wollen Sie unsere Soldaten in ein von Taliban und Warlords unterwandertes oder behrrschtes Land schicken? Ohne Waffen in ein Land, in dem traditionell jeder Mann eine Waffe sein Eigen nennt?
Diese Haltung führt bei mir zu einem Schaudern; einem Schaudern darüber, wie vom Wohnzimmersessel aus nichts anderes verkündet wird, als die eigenen Soldaten zu verheizen - nichts anderes ist es, sie wehrlos in ein Kriegs-/Krisengebiet zu schicken.

Wenn die vereinigte Linke bald das Land regiert ,wird sich auch in der sozialistischen Schatulle so manches Prunkstück finden lassen,welches die neuen "Volks-Generäle" den Soldaten "des Volkes" überreichen können,die sie dann sicher zahlreich zur "Friedenswacht" und zur "sozialistischen Befreiung der vom Kapitalismus geknechteten Völker " aussenden werden.
So mancher altgediente Haudegen der Volksarmee wird es schon noch wissen ,wie es geht,den Afghanen dann halt die "Werte der Internationalen" zu vermitteln.
Und wie eh und je natürlich im Einklang mit dem Völkerrecht ! Was denn sonst,wenn Sozialisten handel(te)n !

der kriegt den pour le merite.

Das Eiserne Kreuz ist aus meiner Sicht, wie die deutschen Farben schwarz-rot-gold erst einmal ideologisch unbelastet. Wenn man Militär per se ablehnt, dann erübnrigt sich die Diskussion über Helden und Orden von selbst. Wer aber Deutschland als auch militärische Macht, zu der es sich vor allem unter "rot-grün" entwickelt hat, akzeptiert , der sollte auch Auszeichnungen befürworten.
Und mal im Ernst: Welchen militärischen Orden kann, ja muss, Deutschland da u n b e d i n g t einführen ? Das kann n u r das Eiserne Kreuz sein. Und es wird eine neue Qualität der Auszeichnung sein, die es dann verkörpert. Aber nun ein irgendwie geartetes "Kunstgebilde" - möglichst noch in religiöser neutraler und politisch korrekter Form, ist Unsinn.

Unsere Soldaten im Auslandseinsatz sind nicht zu beneiden. Schlechte Ausrüstung und oftmals fehlendes Personal (z.B. ausgebildete Notärzte) tragen dazu bei, dass unsere Jungs und Mädels in Uniform tagtäglich ein hohes, zum Teil sogar lebensgefährliches Risiko eingehen müssen. Und wenn ihnen dann tatsächlich auch noch etwas passiert, ist ihre Versorgung bzw. die ihrer Hinterbliebenen geradezu miserabel.
Die Politik hat nichts getan, um an diesen Missständen irgendetwas zu ändern. Und dem Vorsitzenden des Reservistenverbandes fällt auch nichts Besseres ein, als (dem) Blech (das Wort) zu reden; er sollte deshalb schleunigst zurücktreten! Wenn Verteidigungspolitiker und Reservistenverbandsfunktionäre, die offenbar stets mit ihren Hintern am warmen Ofen gesessen haben, meinen, dringend notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Situation unserer Streitkräfte, die nun mal Geld kosten, durch Lametta kompensieren zu können, sollten sie sich schämen. Unsere Truppe muss uns wesentlich mehr wert sein als ein Stück Blech - jedenfalls in einer Demokratie.

Herr Minister Dr. Jung und eine Reihe von Politikern wollen das EK nicht erneuern. Die Geschichte, Sie wissen schon. Historisch belastet sind diese Politiker, nicht das EK. Sie sind mit der bundesrepublikanischen ich-schäme-mich-Geschichte belastet. Solche Politiker kannste inne Tonne kloppen!
Rainer Thesen
Oberst der Reserve
Nürnberg

Klar, her mit einer Auszeichnung der Dummheit. Genauso etwas brauchen wir. Warum sollte man sich bemühen Kriege und Konflikte zu vermeiden - sie herbei zuführen ist um einiges einfacher. Und dann sollte man jenen die so dumm waren, dabei mitzumachen, auch dafür auszeichnen.
Respekt und Anerkennung für deutsche Soldaten im Auslandseinsatz? Warum? Weil siezu dumm sind oder unwillens mit ihrem Leben etwas produktives anzufangen?
Die Argumentation "das Kreuz ist doch eh schon das Hoheitszeichen der Bundeswehr" ist natürlich überzeugend. Wird ein Symbol schon mal an falscher Stelle verwendet, kann man es natürlich auch sofort an einer anderen Stelle falsch verwenden. Man sollte auch gleich noch den Gefrierfleischorden wiedereinführen.

Dies unter dem Verweis auf die Erfahrungen der Nazizeit zu unterlassen, zeigt Unreife und Angst vor der eigenen "demokratischen Courage" im sog. Ernstfall/Bedrohungsfall etc. demokratische und freiheitliche Werte (die wir auch in der UN-Charta finden) notfalls mit der Waffe und auch mit dem eigenen Leben zu verteidigen.
Wenn Soldaten in diesem Sinne besondere Leistungen (Tapferkeit etc.) zeigen, zolle ich ihnen Respekt und Anerkennung. Dieser ideele Wert ist unbezahlbar. Er stärkt die Identifikation mit unserem demokratischen Wertesystem und beläßt es nicht nur bei einem Lippenbekenntnis.
Und natürlich ist es nur ein Teil demokratischer Bekenntnisse, aber deswegen nicht unwichtig.

Mittlerweile sollte allen Trägern eines 3stelligen IQ´s klar sein, daß die Nationalsozialisten nicht nur die Ordensverleihung, sondern auch andere "gute Einrichtungen, Vorgänge" für ihre abscheuliche Politik mißbraucht haben. Sei es BDM/HJ im "Pfadfindergewand" oder Olympia 1936. Die Liste ist sehr lang. Niemand weigert sich auf einer deutschen Autobahn zu fahren, nur weil sie während der NAZI-Zeit gebaut worden ist.
Per se ist die Ordensverleihung richtig, auch und erst recht in einem demokratisch-freiheitlichen Gesellschaftssystem. Im zivilen Bereich kennen wir u. a. das Bundesverdienstkreuz, von dem auch rege Gebrauch gemacht wird. Das es bei der BW Orden für langjärige Diensttätigkeit (an der Papierfront) verliehen wird, war mir neu. Dies zeigt aber den inneren (hilflosen?) Zustand der BW. Jetzt, wo es für immer mehr Soldaten, der sog. soldatische "Ernst" Alltag wird, wird es auch öfters Ausnahmesituationen geben, die von jedem Charakter, Mut und Tapferkeit verlangen. Dafür einen "Papierorden" zu verleihen wäre ein Affront. Hierfür keinen Orden zu vergeben, ist einer starken Demokratie unwürdig.

wären wahrscheinlich sinnvoller, denn die stellen sich dem täglichen Kampf mit den Behörden und da muss man auch standhaft und tapfer sein, um diese Torturen und Willkür des Staates zu überstehen. Aber eine Tapferkeitsauszeichnung für Soldaten im Einsatz - ist ja fragwürdig. Vor allem stellt sich mir die Frage nach der Tapferkeit, wenn deutsche Politiker wieder willkürlich deutsche Soldaten in Kriegsgebiete schicken! Was macht Herr Jung bei gefallenen Soldaten, will der die Auszeihcnung den Hinterbliebenen Müttern, Vätern, Ehefrauen und Kindern persönlich vorbei bringen! Wenn er das macht und diesen Mut hat, dann sollte unserem Verteidigungsminister auch das Eiserne Kreuz verliehen werden.

Als Enkel zweier mit dem EK ausgezeichneten Soldaten erlauben sie mir bitte folgende Anmerkung:
Sowohl im Beitrag, als auch in den Kommentaren wird pauschal die Verwendung des EK durch die Nationalsozialisten als "Mißbrauch" bezeichnet. Mir ist ehrlich gesagt nicht ganz klar, wo dort ein Mißbrauch zu sehen ist. Das EK wurde schließlich nicht für politische "Leistungen" von Blockwarten vergeben, sondern für tapferen Kampfeinsatz. Angesichts der Tatsache, daß die Bundeswehr heute trotz des großen Engagements vieler Soldaten sich durch Sabotage der politischen und gesellschaftlichen Meinungsdiktatur in einem desolaten Zustand befindet, erschiene mir übrigens eine Auszeichnung für die o.g. erste Kategorie als sinnvoller.

und dafür sollte es auch in heutiger Zeit wieder verliehen werden. Nicht als wertlose Massenauszeichnung wie im WKII sondern für einzelne Fälle herausragender Tapferkeit.
Allen Kritiker sei gesagt, dass das Zeichen des EK unübersehbar schon seit Gründung der Bundeswehr auf allen Bundeswehrfahrzeugen prangt und darüber hat sich ja bisher auch niemand gestört (warum auch )
Das EK hat eine viel längere und legitimere Tradition, als es seine Verwendung im WKII vielleicht erahnen lässt.
Deshalb muss man es ja noch lange nicht gleich verdammen.
Wir fahren ja auch heute noch sehr gerne auf unseren Autobahnen, die auch mit dem Dritten Reich assoziiert werden können.

...aber gegen die Wand. Jetzt wo die LINKE sich anschickt "das Land zu erobern" brauchen auch die Rechten wieder ihre Symbölchen. Will man damit den Soldatinnen und Soldaten das unsinnige Kämpfen mit der Waffe etwas schmackhafter machen? Hüten wir uns vor den Anfängen. Krieg führen ist nicht tapfer. In den meisten Fällen ist es dumm. Holt die Mädchen und Jungs nach Hause und lasst den Ami die Welt befrieden. Es gibt einen besseren Weg.

Nein, nicht das Eiserne Kreuz, auf keinen Fall.
Das würde durch eine Verleihung heutzutage nur entwertet.
Im Übrigen stellt sich die Frage, warum in der Bundeswehr Mut
belohnt werden soll. Mut ist doch das, was man sich von einem
deutschen Soldaten heute am allerwenigsten wünscht.
Wo Denkmäler für Fahnenflüchtige errichtet werden,
ist für Tapferkeitsmedaillen kein Platz.

Wieder einmal eine sehr deutsche Diskussion, die zudem noch deswegen irrsinnige ist, weil die Bundeswehr seit eh und je mit dem Eisernen Kreuz auf ihren Fahrzeugen herumfährt. Die Form ist also eng verknüpft mit der Armee und ein Orden wäre nur noch eine Konsequenz.
Das Befragen des Zentralrates ist auch ein sehr deutscher Reflex, seine eigene Geschichte freiwillig auf die NS-Zeit zu reduzieren und dazu auch die Geschichte der Auszeichnung. Diese Diskussion versteht man sicherlich nur hierzulande. Jede französische, englische oder amerikanische Regierung hätte diesen Schritt, die Wiedereinführung, längst voller Selbstverständlichkeit vollzogen. Nur die Deutschen müssen erstmal wieder 10 Jahre lang diskutieren, abwägen, nörgeln und wieder diskutieren.

Wenn man die UN Resolution 96(1) vom 11. Dezember 1946 und deren Inhalt in Artikel 1 und 2 liest und anwendet, will man jetzt auch noch die Kriegsverbrecher auszeichnen! Es ist augenscheinlich, dass sich die NATO und damit auch die Bundeswehr mit ihrem Engagement in Afghanistan außerhalb ihres Zuständigkeits-bereiches bewegt. Denn Artikel 1 des Vertrages bindet die NATO noch immer an die Charta der UN und an das Völkerrecht. Dies wird jedoch in Afghanistan ständig gebrochen. Unter dem Einsatz von völkerrechtlich geächteten Waffen werden der Zivilbevölkerung heute und in unabsehbarer Zukunft Schäden zugefügt. Dies verdient keine Auszeichnung sondern eine Bestrafung nach dem seit 2002 in Kraft befindlichen Völkerstrafgesetzbuch. Die Frage aus dem Beitrag eines anderen Kommentators verdient Beantwortung: Wann beginnen wir die Menschen auszuzeichnen, die sich für den Frieden einsetzen? Mir hat einmal ein afghanischer Lehrer gesagt: Friedensstifter und Freunde kommen nicht mit Waffen!!
Das gilt es zu beherzigen.

sollte den Soldaten, die im Ausland dienen mehr Aufmerksamkeit und Achtung entgegengebracht werden.
Die Frage, warum das ok des Zentralrates der Juden eingeholt werden muß, erschließt sich mir überhaupt nicht, da die Bundeswehr gar nicht offensiv-aggressiv tätig werden will/soll. Erst mit NATO- oder UN-Billigung kommt sie doch allein zu friedensstiftenden und -wahrenden Einsätzen. (Wer dauerhaft ein gewichtiges Wort bei der UN haben will, muss diese Einstellung ernsthaft überdenken. Mitreden, aber sonst schön in der Deckung zu bleiben, funktioniert nicht.)
Wer sieht welches Ansehen amerik. Soldaten nach Auslandseinsätzen, nicht allein Kampfeinsätzen, haben, stellt die Frage nach einer besonderen Auszeichnung dt. Soldaten nicht ernsthaft.

... Brillanten gibt ...'. Nur zur Klarstellung: Anders als das 'Eiserne Kreuz' wurde das Ritterkreuz nicht für persönliche Tapferkeit verliehen (natürlich war Tapferkeit kein Hinderungsgrund für die Verleihung! - im Gegenteil), sondern für schlachtenentscheidenden Einsatz. Damit ist das Ritterkreuz eine reine Kriegsauszeichnung - so wie im Ersten Weltkrieg das 'Pour-le-Merite'-Kreuz. Wenn die Bundeswehr also wirklich in einen 'Krieg' zöge, müssten schlachtenentscheidende Taten auch mit einer entsprechenden Auszeichnung gewürdigt werden können. Das könnte dann durchaus uch eine Form des Ritterkreuzes sein, warum nicht ... aber falls tatsächlich, was nicht unplausibel ist, die Bedenkenträger überwiegen, spräche auch nichts gegen eine Form des Ordens 'Pour-le-Merite'!

Guckt Euch einfach mal die Amis an.
Wenn die von irgendwo heimfliegen , können sie vor Blech kaum laufen, während unsere Jungs mit nem lauen Händedruck nachhause fliegen.
Dennoch sollte man das EK nicht 1:1 übernehmen. Das mittlerweile weltweit gut reputierte, modern ausgeführte Balkenkreuz in würdiger Form wäre sicher geeigneter, ein zeitgemäßeres Design sicher ein Gewinn. Einerseits zeigt man damit eine Verbundenheit mit traditionell-militärischen Werten, die es in jeder Nation gibt und zieht dennoch eine dringend gebotene Grenze zum Kult um das 3.Reich. Ich möchte junge Menschen von heute, nicht mit einem Symbol militärischen Handelns geehrt sehen, welches durch blutige Mörder und Schlächter im 3.Reich entehrt wurde und damit einem Stigmata gleichkommen würde. Die Frage ist doch nicht, an was wir uns erinnern - sondern an was die Welt sich erinnert. Da ist noch vieles präsent, was wir schon verdrängt haben.
Es sollte im Deutschland des 21.Jahrhunderts machbar sein, einen Orden herzustellen, der militärische Tugenden ehrt, ohne sofort an die Blechkiste des 3.Reiches zu erinnern.

Man sollte die Auszeichnung für "Tapferkeit" großzügig verteilen, besonders aber an alle Soldaten, die z.B. in Afghanistan einen anderen Menschen erschossen haben (es kann sich ja dann nur um einen Taliban handeln!)
Achtung: Die "Gegner" könnten sich revanchieren, indem sie eine gleiche Auszeichnung für das Erschießen eines ausländischen Söldners an ihre Leute widmen.
Eine Auszeichnung sollte der erhalten, der nachhaltig fordert, unsere Soldaten aus dem Ausland zurückzuholen.

das wäre ja der hammer... das die bundewehr wie voll auf wehrmachtskurs kommt mit einem neuen ritterkreuz...
ich jedenfalls bin strickt dagegen!!!

es ist absehbar, wann in naher zukunft wieder deutsche soldaten im kampf fallen werden. so bedauernswert das sein mag - es ist unausweichlich und untrennbar mit dem soldatischen dienst verknüpft, kein anderer beruf ist so nah mit dem tod verwebt und daher bedarf es symbole, die diesem umstand rechnung tragen - wie in jeder anderen armee.
aus bekannten gründen gibt es im deutschen militär keine kontinuität wie in den u.s.a, grossbritannien, frankreich o.ä.
das eiserne kreuz hat zunächst einmal nichts - allen reflexen zum trotze - mit dem nationalsozialismus zu tun - es wieder einzuführen wäre ein guter schritt in richtung einer neuen normalität. die (gefechts)situationen, in denen diese auszeichnung verliehen wurde, scheinen aber noch weit entfernt - ein zu laxer umgang bei der vergabe kontraproduktiv.

Als ein in Deutschland aufgewachsener Soldat der britischen Streitkräfte verfolge ich eine jede Debatte um die Bundeswehr mit großem interesse. Auch da ich deutsche Offiziere zu meinen Bekannten zählen kann, weiß ich ob der schizophrenen Art der deutschen sich seiner Streitkräfte anzunehmen.
So fällt mir auf, dass doch in Deutschland stets jene am lautesten über den deutschen Soldaten reden und beraten wie mit seiner Existenz umzugehen sei, ja sogar wie seine Leistungen im Einsatz zu würdigen sein, die selbst nie gedient haben, bzw. nie den alltäglichen Situationen eines Einsatzes ausgesetzt waren.
Deutschland wird sich bald wieder in Erinnerung rufen, wofür der deutsche Soldat da ist. Und wenn die ersten wahrhaftig im Kampf Gefallenen in Särgen nach hause kommen, wird man sich wünschen, sie mit dem Eisernen Kreuz ehren zu dürfen.
Eine Deutsche Armee die in den Krieg zieht, sollte dies mit dem Eisernen Kreuz tun und nicht mit der Vergangenheit, denn für die Zukunft soll Deutschland kämpfen.
Ehret eure Soldaten.

oder vielleicht ja auchmal eine Deutsche Kaiserin. Die Wiedereinführung des "Eisernen Kreuzes" koingt irgendwie danach, also ob als nächster der Deutsche Kaiser wieder aufersteht. Und vorher wird die Offizierlaufbahn für Adligen und Angehörigen der Oberschicht gewährt. Irgendwie hört sich das für mich alles an, wie Rückschritt. Wir leben im 21.Jahrhundert und anstatt über die Wiedereinführung von Tapferkeitsorden und Kriegerdenkmälern sollte man lieber über Auszeichnungen für Leute einführen, die sich gegen den Krieg einsetzen.

Ein sehr guter Artikel, der aber leider nur wenig dafür tun wird, die erwähnten Reflexe zu unterdrücken - wenn er sich auch alle Mühe gibt.
Es sind nämlich Reflexe.

Die gute Tradition des Eisernen Kreuzes sollte gestärkt werden- gerade wegen des Missbrauchs durch das nationalsozialistische Regime. Es steht seit 1813 für Freiheit und Tapferkeit im Kampf gegen Unterdrückung- und wir sind im Kampf! Die Regierung sollte der Realität endlich ins Auge sehen, genau so wie unsere Soldaten im Einsatz es schon lange tun müssen; sie sollte das "Schönreden" beenden und den Orden für Tapferkeit im Kampf gegen menschenverachtenden Terrorismus neu stiften- nur Mut Frau Bundeskanzlerin.
Reinhart Ostermeyer

Das Eiserne Kreuz ist bekanntlich das Hoheitszeichen der BRD auf Panzern, Bombern und dergleichen, die auch in Afghanistan-Krieg verwendet werden. Da sich deutsche Truppen ueberwiegend an relativ ruhigen Frontabschnitten befinden, stellt sich ueberhaupt die Frage, ob eine solche Auszeichnug an deutsche Soldaten vergeben werden kann. Tapferkeit zeigen doch vielmehr die Soldaten der deutschen Verbuendeten, wie z.B. englische und schottische Soldaten oder Kanadier.