
Sehr geehrter Herr Güner,
in ihrem Kommentar scheinen Sie sich des Motives der Tat sehr sicher zu sein! Doch woher nehmen Sie diese Gewissheit?
Bewiesen ist, dass das Opfer stark alkoholisiert (siehe Artikel) und aggressiv war, warum sollte also er nicht selber diese Situation herbeigeführt haben? Hätten Sie in ihrem Kommentar (falls Sie überhaupt einen geschrieben hätten) ebenso empört über einen tätlichen Übergriff mehrerer Ausländer auf einen Deutschen reagiert? Ich kann es nicht beurteilen, aber ich vermute nicht!? Wäre ein solcher Übergriff (einmal nüchtern betrachtet) nicht ebenso rassistisch, allerdings in umgekehrter Richtung?
Ich denke diese beiden Situationen sind gleichzustellen!
Ausserdem ist ihre Aussage des "Nicht wahrhaben wollens", bezogen auf den vermeintlichen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht haltbar, da es noch keine eindeutige Beweislage gibt! Voreilige Äusserungen und Feststellungen sind demnach nicht nur gewagt sondern schlicht falsch!

Fortsetzung:
........Folge haben könnte.
Das Verhalten Ns.wird unter diesen Umständen von Minister Schönbohm stark kritisiert !
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Hunderte 'Bürger' drehen eine Mahnrunde und dgl.
Gehen diese auch auf die Straße, wenn Deutsche ausgeraubt werden, wenn ihre Kinder von jugendlichen Verbrecher-Gangs angegriffen, geschlagen und verletzt werden ??
Dass 'Bürger' auf die Straße gehen und eine konsequente Bekämpfung der Kriminalität vom Staat fordern, ist nicht bekannt !
Der Ausländer ist nicht a priori ein Unschuldslamm -
"Solche und solche": Ehrbare und Kriminelle gibt es überall.
Das Gesetz ist unteilbar + für ALLE gleich ! (jedenfalls in einem real existierenden Rechtsstaat).

Sehen wir es mal so:
Wieso geht ein 40 Jahre alter Familienvater in eine Disco und verbleibt dort bis in die Frühe um vier Uhr ?
Man muß kein Ausländer sein, um zu diesem Zeitpunkt und in diesem Milieu in eine Auseinandersetzung zu geraten.
Ganz sicher ist das Opfer nicht ohne jeden Grund in einen Streit hineingezogen worden bzw. hat ihn provoziert.
Wie man jetzt erfährt, hat er den Busfahrer in stark angetrunkenem Zustand angepöbelt, wurde handgreiflich und mußte den Bus verlassen.
Es ist also zu vermuten, daß es sich um Streitereien unter mehreren Personen gehandelt hat, ohne politische Hintergründe.
Sehr besonnen: Der Ministerpräsident von Brandenburg warnt vor voreiligen Auslegungen.
Desgleichen äußert sich Bundeinnenminister Schäuble.
Die Ermittler aber sind sich 'sehr sicher', daß es sich um A-Feindlichkeit handelt.. - obwohl stichhaltige Beweise fehlen !
Der GBAw Nehm schaltet sich ein: Zwei Deutsche, die man verhaftet hat, gewinnen einen Rundflug nach Karlsruhe und zurück, auf Kosten der Steuerzahler. N. hätte, wenn er schon die 'innere Sicherheit' !!! gefährdet sieht, eigene Beamte nach Potsdam in Marsch setzen müssen.
Außerdem zeigt sich N. "zuversichtlich, daß A-Feindlichkeit vorliegt und er die passenden Täter hat". N. läßt es an Sachlichkeit und Objektivität fehlen und scheint eigenwillige egoistische Ziele zu verfolgen. (FORTS. !)

Es gibt bislang keine stichhaltigen Beweise dafür, dass das Motiv für die Tat an dem Deutsch-Athiopier in der Fremdenfeindlichkeit zu suchen ist. Einziger Hinweis ist die Mailboxaufzeichnung, auf der Ausdrücke wie Neger usw. aufgezeichnet wurden. Dies reicht aber im Gesamtkontext der derzeitigen Ermittlungenergebnise nicht aus, um den Tatverdächtigen Rassenhass vorzuwerfen, oder gar ein ganzes Land in Generalverdacht zu stellen. Die Beteiligten waren offenbar betrunken, es gab wahrscheinlich im Vorfeld Provokationen von Seite des Opfers, welcher die Tatverdächtigen als Schweine tituliert haben soll.
All das rechtfertigt noch keine Vorverurteilung und Stigmatisierung zur Fremdenfeindlichkeit, jedenfalls solange die Ermittlungsbehörden keine stichhaltigen Beweise liefern können.
Im Übrigen gibt es auch Gewaltkriminalität von Migranten gegen Deutsche, sei es nun verbaler oder körperlicher Art. In diesen Fällen spricht kein Generalbundesanwalt von Rassenhass oder Fremdenfeindlichkeit, obwohl dies nach derzeit vorliegender Definition so aufgefasst werden müsste. Erst recht, wenn hierbei Wort wie "scheiß Deutscher", "Giaur (=Ungläubiger)", u.ä. Verwendung finden. Hier herrscht eine erschreckende Einseitigkeit.

Warum hätte sich Nehm zurückhalten sollen? Zurückhaltung haben wir in Deutschland schon genug geübt, gerade in den letzten Jahren und allen voran die Politik. Und selbst wenn manchmal etwas voreilig gehandelt würde, rechtfertigt doch das Ziel die Methoden, solange sich diese doch wohl nicht gegen die Menschenwürde richten. Und wenn jemand verdächtigt würde, etwas getan zu haben, kann ich mir zu oft vorstellen, dass dieser jemand sich anscheinend zumindest im falschen menschlischen Umfeld aufzuhalten scheint...
Wenn Schönbohm das eingreifen Nehms für übertrieben hält, sollte er sich besser mit ebenfalls überzogener Sprache wie "Stigmatisierung Brandenburgs" zurückhalten.

Aber ich habe etwas dagegen, daß alles und jedes zur Fremdenfeindlichkeit hochgejubelt wird, auch das, was nichts damit zu tun hat. Gerade die Berichterstattung geht hier einen unseligen Weg. Zuerst wird die Tat mit allem was man hat als Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus dargestellt und wenn sich dann aber begründete Zweifel daran ergeben, wird die gesamte Berichterstattung sehr leise, ja man bleibt sogar weiterhin bei den zweifelhaften Behauptungen und erwähnt eventuelle Zweifel nur sehr am Rande. Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wäre viel effektiver, wenn man immer bei der Wahrheit bliebe.
Auch wenn alkoholisierte Diskobesucher mit schlimmen Folgen tätlich gegeneinander werden, ist das keine Bagatelle. Aber es ist eben doch etwas anderes. Leider hat man in Deutschland mit bestimmten Wahrheiten ein Problem.
Rolf-Dirk Maehler
El Puerto de Sta Ma (Cádiz) Spanien

Sehr geehrter Herr Zastrow,
mit diesem Beitrag verlassen sie völlig den Boden jedweden Rechtsverständnisses.
"Im Kampf gegen das Böse ist alles Recht" schreiben Sie und fordern wahrscheinlich demnächst den Einsatz der Bundeswehr gegen Personalleiter, die nur Frauen oder nur Männer einstellen.
Was bitte ist überhaupt DAS Böse? Und was bitte ist ALLES Recht? Noch nie etwas davon gehört, daß nicht jeder Zweck jedes Mittel heiligt? Noch nie etwas von Verhältnismäßigkeit gehört? Noch nie etwas von Korruptheit mitbekommen? Im Richtigen kann soviel Falsches liegen, wie umgekehrt Richtiges im Falschen! Es sei (noch) einmal Goethe zur Literatur empfohlen und ein Erstsemester Juristerei sowieso.
So flache wie radikale und unbedachte Sprüche sind gefährlich, wenn Hirne, die so etwas denken, Gesetze und Handeln gebären. Taub und blind gemacht sind wohl nicht nur die Angeklagten.