Köhler kandidiert

Der Bürgerpräsident fürchtet die Wahl nicht

Bildergalerie Zuletzt gab es Zweifel: Würde Horst Köhler wirklich noch einmal antreten? Denn die SPD will eine eigene Kandidatin aufstellen - vermutlich Gesine Schwan. Seine Bedenken hat der Bundespräsident nun endgültig beseitigt. Von Günter Bannas, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Mai 2008 07:32

Eine Wahl mit nur einem Kanidaten

Thomas Wenzel (Coloneltw)

kein Wunder, das muss der CDU gefallen. Wenn es keinen gegenkandidaten gibt, braucht sie auch keine Niederlage zu befürchten. Aber ich habe das Demokratieverständnis von CDU/CSU und FDP schon immer in Frage gestellt. Diese Regierung hat uns mehr Freiheitsrechte genommen als jemals zuvor irgendwer in der geschichte der Bundesrepublik und das wo die Gefahr von Außen und Innen gering ist. Ich mag Köhler, er ist ein guter Bundespresident, der sich bei ungerechtigkeit auch gegen seine eigene Partei stellt. Ich würde ihn auch wählen wenn ich könnte aber das ist kein Grund die Demokratie abzuschaffen udn gegenkandidaten zu verhindern. Die Wahl wird zeigen wer gewinnt. Und einen kleinen Nachsatz noch: Ich bin mir sicher Koch hätte sich gefreut wenn er damals keinen Gegenkandidaten/tin gehabt hätte - es ist doch dann viel einfacher. Und wegen der gefahr durch Extremisten an die Macht zu kommen: Die Wahl ist geheim und ich glaube weder Köher noch Schwan würden ihre Überzeugung wegen ein paar Extremisten ändern. Demzufolge wäre es egal wer hier wen wählt.

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23. Mai 2008 07:19

(Un)Einigkeit und Recht und Freiheit

Amir Hanna (A-Hanna)

Es ist nicht zu fassen, wie in der "harmonischen" und "gut funktionierenden" Großen Koalition jede Gelegenheit, abseits des politischen Alltages, genutzt wird, um dem Anderem vor das Knie zu treten. Mit der Nominierung von Gesine Schwan geht es der SPD nicht um Inhalte eine neuen Amtszeit, sondern verfolgt lediglich das Ziel mehr Nähe (durch Kooperation) mit der Linken herzustellen. Ich hoffe, dass noch frühzeitig Einsicht und Einstimmigkeit entsteht. Alles andere wäre irreparabel Beschädigung des Amtes des Bundespräsidenten. Zu den Personen: Köhler und Schwan sind schon jetzt Verlierer des Spiels. Der bisher souveräne BP, wirkt nun wie ein Schuljunge . hat er doch keine Möglichkeit ins Geschehen einzugreifen. Gesine Schwan lässt sich - nach ihrer ersten Niederlage - nun erneut vor den SPD-Karren spannen. Sie muss sich zurecht fragen lassen, ob Sie über genug Unabhängigkeit und Stärke verfügt um sich des Amtes als fähig zu erweisen.

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23. Mai 2008 03:30

Herr Köhler, bleiben Sie bloß im Amt!!

Peter Böttcher (Joffy)

Herr Köhler bleiben Sie bitte im Amt, bevor unsere Sozis noch den Sängerpräsidenten Henning Scherf aus der Versenkung holen!!

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22. Mai 2008 22:27

Die Herzen der Menschen erobert?

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Köhler habe sich die „Herzen“ der Menschen erobert" Von mir aus mag man Köhler lieben oder nicht, von mir aus auch die Herzen einzelner erobern, aber was unsere Kanzlerin da im Namen aller(!) Deutschen zum besten gibt ist starker Tobak. Eine wichtige Komponente einer Demokratie ist die Meinungs- und Willensbildung jedes eigenen Bürgers. Eine Jubel-Verlautbarung nach dem Motto ''Alle lieben Horst Köhler'' ist propagandistisch und untergräbt dieses. Einen stalinistischen Personenkult wie in den ehemaligen sozialistischen Staaten brauchen wir hier nicht. Wikipedia schreibt, Merkel war Kreisleitungsmitglied und „Sekretärin für Agitation und Propaganda“ bei der FDJ. Ich will unserer Bundeskanzlerin ja nicht zu nahe treten, aber mit solchen Formulierungen scheint noch einiges aus dieser Zeit mitzuklingen. Merkel sollte die Menschen dieses Landes als mündige Bürger behandeln. Jubelpolitiker die dem Volk vorschreiben, wen es angeblich liebt oder nicht liebt bzw. zu lieben hat oder nicht, brauchen wir hier nicht.

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22. Mai 2008 20:30

Koch und Huber sollten sich ihre Kritik sparen

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es ist noch gar nicht so lange her, dass aus Bayern zu hören war, dass man über iene zweite Amtszeit von Köhler noch nachdenken müsse. Deshalb sollten sich Koch und Huber ihre Kritik sparen. Wenn jemand Köhler fast schon gestürzt hätte, dann wäre dies aus den eigenen Reihen erfolgt.

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22. Mai 2008 18:18

Vor Demokratie darf man sich doch nicht fürchten!

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es wäre ein Unding gewesen, hätte Köhler sich wegen Bedenken einem fairen Wettbewerb verweigert. Immerhin hatte er schon mal eine Direktwahl des Bundespräsidenten ins Gespräch gebracht und kann deshalb schon gar nicht darauf bestehen, der einzige Kandidat zu sein. Der Glaube vieler Vertreter des politischen Feuilletons, dass sich unser Land ohne Partei-Hegemonie durch die CDU/CSU in einen "sozialistischen Sumpf" verwandelt, nimmt mittlerweile absurde Züge an. Wer so denkt, der fürchtet sich vor Demokratie und muss sich fragen lassen, wieso eigentlich.

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