19. Juli 2008 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird an diesem Sonntag nun doch am feierlichen Gelöbnis von 500 Bundeswehrrekruten vor dem Reichstag in Berlin teilnehmen. Ursprünglich hatte Frau Merkel zu dem Gelöbnis am 20. Juli ihre Staatsministerin Hildegard Müller (CDU) entsandt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes hat sich jetzt auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu dem militärischen Zeremoniell angekündigt. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) wird ebenfalls kommen, wie eine Sprecherin mitteilte.
Zahlreiche Politiker, die zu dem Gelöbnis eingeladen waren, hatten zunächst ihre Teilnahme abgesagt. Dies hatte zu Kritik geführt. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), hatte sich am Vortag enttäuscht über eine Vielzahl urlaubsbedingter Absagen für das feierliche Gelöbnis geäußert. Aus dem Bundeskabinett hatte sich außer Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) zunächst niemand zu der Vereidigung angemeldet.
Zuvor war ebenfalls heftig kritisiert worden, dass die zuständige Berliner Behörde das Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude zuerst nicht genehmigt hatte. Hauptredner der Veranstaltung am 64. Jahrestag des gescheiterten Hitler-Attentats ist der einstige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Erstmals werden vor dem Reichstag rund 500 Rekruten des Wachbataillons zum Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 ihr traditionelles Gelöbnis ablegen. Damit erinnert die Bundeswehr an den militärischen Widerstand gegen die Nazi- Diktatur. Es werden mehr als 2000 Gäste erwartet. Zwei Gegendemonstrationen wurden angemeldet.
Text: dpa
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