Gregor Gysi im Interview

„Die Rentenkasse braucht den Millionär“

Während Jürgen Rüttgers für seinen neuen Rentenvorstoß von der eigenen Partei scharf kritisiert wird, findet er Unterstützung beim politischen Gegner Gregor Gysi. Im Interview mit der F.A.S. spricht der „Linke“-Vorsitzende über linke Themen, Schweizer Verhältnisse und den Grund, warum er nicht zum Arbeiterführer taugt.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. April 2008 13:45

@Richter

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

Ja da können Sie wrklich froh sein, dass es bei uns erlaubt ist, Gedanken zu haben und zu äussern!! Ich bin es genauso !!! Nur welchem "System" verdanken Sie diese Freiheit ?? Nicht dem System und der Partei der Herr Gysi mit vorsteht !!!
Und der "extreme" Kapitalismus etc... sind doch alles Phrasen...
Natürlich haben Sie recht mit der aktuellen Finanzmarksituation und einigen "Managern". Aber niemand hat behauptet, dass der "Kapitalismus" perfekt ist!!! Fakt ist nur das Sozilismusgeschwafel funktioniert definitiv nicht!Fragen sie doch mal die beaufsichtigenden Sozies u. Finanzexperten (Steinbrück, Matthäus Mayer) bei KfW, IKB,WestLB etc. die im Gegensatz zu den "Managern einiger Privatbanken(schlimm genug, richtig!!)nicht das Geld der Anleger, im Prinzip deren Risiko) verspielt haben, sondern unser sauerverdientes Steuergeld!!
Übringens Meines Wissens sind die USA in ihrer nun über 200jährigen Geschichte im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsformen/Regierungsformen wie z.B. DDR,Sowjetunion) nicht total zusammengebrochen. mal gehts relativ hoch mal relativ runter, aber im Prinzip geht es doch weiter und vor allem Vorwärts auf immer höheren Niveau!!

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29. April 2008 13:41

@ Konstantin Richter

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Wieso braucht der Kapitalismus den enge Fesseln? Wenn Banken Kredite vergeben, ist das grundsätzlich deren Problem. Das Ausfallrisiko trägt die Bank, nicht der Kreditnehmer. Die normal funktionierende Bank hat durchaus ein Interesse daran, nicht jedem ein Kredit zu geben. Von den aktuellen Exzessen profitieren im übrigen die Kreditnehmer in den USA. Nicht die Bank. Von daher kann von einer Ausbeutung gar nicht gesprochen werden.

Ganz nebenbei: wo besteht eigentlich ihr Problem, wenn Banken solche Hypotheken bündeln und weiterverkaufen? Wenn der Käufer so ein Bündel kaufen will, dann soll er doch. Was stört Sie das? Wenn eine deutsche Landesbank ein solches Bündel kauft, dann ist wohl weniger der verkaufenden Bank ein Vorwurf zu machen, als vielmehr unserer Landesbank. Oder kaufen Sie etwas, dass Sie nicht kennen?

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29. April 2008 08:42

Exzess

Konstantin Richter (kiloromeo)

@Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)
Nun, da bin ich aber froh, daß es "es offensichtlich noch nicht verboten ist Gedanken unterhalb eines gewissen geistigen Niveas zu äussern". Da Sie sich ja anscheinend auf einem überlegenen geistigen Nivea bewegen, werden sie sich in Zukunft fragen lassen müssen, ob Sie bei Ihrer Lobpreisung des ungezügelten Kapitalismus nicht etwas übersehen haben. Das der Kommunismus kein brauchbares System ist, steht für mich ausser Frage. Ich bezweifle jedoch ebenso, daß es der Kapitalismus in seiner reinen Form ist. Denn gerade die aktuelle Situation, in der hochbezahlte Bankmanager Kredite an Menschen vergeben, welche die im Grunde gar nicht tilgen können, diese Kredite dann umdeklarieren und hochbewertet weiterverkaufen, zeigt mir ganz eindeutig, daß der Kapitalismus enge Fesseln benötigt. Für mich ist es gleich schlecht, ob ich von Kommunisten oder Kapitalisten ausgebeutet und geknechtet werde. Der Feind von allem ist der Exzess.

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28. April 2008 17:44

Wieder mal, brauchbare Vorschläge von Gregor Gysi...

Gunther Wolkenstein (Gunther.Wolkenstein)

Es ist interessant, zuzusehen, wie sich die übrigen Parteien ereifern, Teile des Parteiprogramms der neuen politischen Kraft "die Linke" in praktische Politik umzusetzten.

Das deutet daruf hin, daß die "Demokratie" in Deutschland lebt.

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28. April 2008 15:17

@Richter

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

Was nun?Gute Frage... fest steht, dass es offensichtlich noch nicht verboten ist Gedanken unterhalb eines gewissen geistigen Niveas zu äussern, ganz zu Schweigen von Gedanken die gewissen Menschen nicht ins "konzept" passen.
Fahren Sie mal wieder nach Bautzen oder lesen Sie "Archipel Gulag". Dann wissen Sie, wass Sie von den Menschenfreunden ie Gysi und dem Rest der SED/PDS erwarten dürf(t)en. Nazis rotlackierte Kommunisten: Nazi =NationalSOZIALIST na welcher Wortteil von Natationalsozialist kommt auch in PDS vor? Übrigens,um bei den klassischen Parteifarben zu bleiben: Schwarz (NATIONAL) und ROT (KOMMUNISMUS/SOZIALISMUS gemischt ergibt BRAUN, Jetzt wissen Sie auch warum die Nazis so schön kackbraune Uniformen hatten und nicht z.B. mal ein frisches Blau oder gelb...

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28. April 2008 15:01

@Kleiner

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

Ja auch ein "Linker" darf richtig denken, das hat Ihm nie jemand verboten. Im Gegenteil: ich freue mich über jeden Linken, der endlich mal mit Denken anfängt. Nur ist er dann leider kein linker mehr... und darum lassen die meisten das Denken dann doch wieder sein!

mit "Linker" sind hier solche Altsozialisten =defakto Kommunisten wie Gysi und der Rest der Stasipartei und/oder solche Populisten wie Lafontaine gemeint. Nicht altehrwürdige "linke" Denker wie z.B. Kurt Schumacher, oder Helmut Schmidt, mur leider ist es mittlerweile 35 bzw. 25 Jahre her, dass man solche Denker bei den "linken" gedulet hat.

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28. April 2008 11:41

Beamte in die SV - lieber nicht

Marcus Pfeiffer (marcus.pfeiffer)

Aus gut informierten Kreisen habe ich neulich erfahren, dass Beamte

- mehr Kinder haben
- öfter krank sind
- früher in Rente gehen und
- länger leben

Alles Umstände, die die SV viel Geld kosten würden. Also: die Beamten lieber raus lassen bzw. sich etwas anderes überlegen.

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28. April 2008 10:51

Was nun?

Konstantin Richter (kiloromeo)

@Bertram von Steuben (Elim_Garak)
Sie kommentieren"... aber ich bin der Meinung, das der Kommunismus (auch der versteckte und verdeckte) in Deutschland genauso verboten gehört, wie der Nationalsozialismus - wurde doch bereits treffend behauptet, Kommunisten seien nichts anderes als rot lackierte Nazis...". Nun, ich bin der Meinung, in Deutschland gehören Einkommen und Vermögen verboten, welche über einem bestimmten Prozentsatz des Durchschnitts liegen. Was nun?

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28. April 2008 10:32

Geschickt, demagogisch, gefährlich

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Der ehemalige "Schatzmeister" der KPD-Nachfolge-Partei SED, deren Vermögen noch heute von den deutschen Behörden gesucht wird, ist IMHO einer der "fähigsten" Politiker Deutschlands. Mit NICHTS in der Tasche und Rosinen im Kopf, schafft er es durch geschickte Demagogie einen Großteil der Bevölkerung zu erreichen. Nun ist es eine persönliche Lebenseistellung, aber ich bin der Meinung, das der Kommunismus (auch der versteckte und verdeckte) in Deutschland genauso verboten gehört, wie der Nationalsozialismus - wurde doch bereits treffend behauptet, Kommunisten seien nichts anderes als rot lackierte Nazis...

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28. April 2008 10:09

Gesetzliche Rentenversicherung und CH-System

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Natürlich, wir brauchen mehr gesetzliche Rente. Wir brauchen mehr Bürokratie und noch mehr inflationsbereinigte Negativrendite. Wir brauchen mehr Wettbewerb im Rentenmarkt, Genosse Gysi!

Ganz nebenbei: es ist in der Tat so, dass der einfache Arbeitnehmer kein Geld für die private Altersvorsorge hat. Das liegt aber weniger an den Bruttogehältern, als viel mehr an den Nettogehältern.

Und was schwätzt er eigentlich vom Schweizer Grundsatz? Auch ein Millionär erhält in der Schweiz die staatliche Grundrente (AHV). Daneben gibt es aber noch die Pensionskasse des Unternehmens. Damit kommt der durchschnittliche Schweizer bei ca. 9% Beiträgen auf 70% seinen letzten BRUTTOgehalts. Er kann sich den Betrag der Pensionskasse auch in einer Summe auszahlen lassen.

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28. April 2008 10:06

Gysi will nur Umverteilung in allen Systemen, Sondersteuer hier, Sondersteuer da

Walther Schmidt (silitoe)

Wenn "Millionäre" in die Rentenkasse einzahlen sollen ohne im gleichen Maße Ansprüche zu erwerben wirkt diese Rentenpflicht für diese wie eine Sondersteuer für "Reiche". Das ist auch das was die SED-Nachfolgeorganisation möchte, hohe Steuern für die Leistungsträger, um diese bis an die Grenze des verfassungsrechtlich zulässigen zu melken, möglichst über viele verschiedene Systeme, damit es nicht so auffällt. Die Grenze sind dann lediglich die vom Grundgesetz gewährleistete Grundrechte, insbesondere Art. 14 GG, da das Eigentum und dessen Nutzung nicht völlig entwertet werden darf. Hohe Arbeitseinkommen bleiben lediglich von Art. 2 GG geschützt.
Soll sich dieses Land wirklich darüber definieren, dass alles, was das Grundgesetz nicht ausdrücklich erlaubt und gewährleistet verboten ist?
Das ist die Wirtschaftsverfassung die Herrn Gysi vorschwebt. Das hat man schon einmal erlebt. Die Konsequenzen der Wirtschaftspolitik Marke "Gysi" müssen seit 1989 bezahlt werden.

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28. April 2008 09:30

"Ich war immer eher ein Besserverdienender."

Markus Teuber (arathorn)

Ich dachte,in der DDR gab es nur "Gleiche und Gerechte" ?!
Oder doch eher das kommunistische Klassensystem,in dem man zu den "Besserverdienenden" gehörte,wenn wenn man die KP-Fibel in- und auswendig aufsagen konnte.
Und der "soziale Abstieg" dort begann,wo man Gedanken formulierte,die nicht so ins System der "sozialistischen Internationalen" passten !

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28. April 2008 08:58

zunkunftssichere Sozialsysteme

Marco Koranzki (M2008)

1. Fremdfinanzierung des Umlagesystems:
Um den Beitragssatz in der gesetzl. RV knapp unter der Marke von 20 Prozent zu halten, soll der Bundeszuschuß aus Steuermitteln jährlich um ein Prozent steigen. Insgesamt wird der Bundeszuschuß im Laufe der Legislaturperiode von 54,8 Mrd. (2005) auf 57,38 Mrd. Euro (2009) anwachsen.

2. Steueraufkommen:
Schon gegenwärtig wird der deutlich überwiegende Teil des Lohn- und Einkommensteueraufkommens von den "Besserverdienenden" erzielt. Die Hälfte der Steuerpflichtigen (mit Jahreseinkünften bis ca. 30.000 EUR) tragen rund 10 % zu diesem Aufkommen bei. Die 5% Spitzenverdiener (mit Jahreseinkünften von mehr als 80.000 EUR) erbringen über 40% des Aufkommens aus Lohn- und Einkommenssteuer.

Fazit: Millionäre beteiligen sich schon gegenwärtig erheblich an der Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung.

Vorschlag:

- so viel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich
- Kirchhofs Steuerkonzept umsetzen
- Zwangsversicherungen abschaffen
- private Absicherung verpflichtend machen
- Kapitaldeckung einführen
- steuerfinanzierte Absicherung sozial Bedürftiger

Denn so beteiligen sich alle - vom sozial Bedürftigen bis zum Spitzenverdiener - an der "solidarischen" Finanzierung der Sozialsysteme.

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27. April 2008 20:22

Interessante Vorschläge von Gregor Gysi

Kevin Alonso (Ayers.Rock)

Finanzierungsmöglichkeiten sind genügend vohanden.

Die ''Finanzierung'' ist z. B. auch problemlos moeglich, indem die steuerlichen Abschreibungesmoeglichkeiten für Verlußte aus der aktuellen Bankenkrise für Banken gesetztlich ausgeschlossen werden. Das vermutlich notwendige steuerliche Abschreibungsvolumen wird weltweit z. Z. auf 200.000.000.000 bis zu 1.000.000.000.000 $ geschätzt :-).

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27. April 2008 17:23

Wenn es so weiter geht

herbert scholl (32602)

wird,die Linke nicht nur die Themen vorgeben,sondern das Land beherrschen.

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