Hintergrund

Zentralrat der Juden in Deutschland

30. April 2006 Der 1950 gegründete Zentralrat der Juden in Deutschland versteht sich als politische Vertretung der jüdischen Gemeinschaft. An der Spitze der Dachorganisation stand als Präsident der am Sonntag verstorbene Künstlermanager Paul Spiegel. Wie sein Vorgänger Ignatz Bubis gehörte Spiegel zu den Überlebenden des Holocaust. Der Zentralrat hat seinen Sitz in Berlin.

Oberstes Entscheidungsgremium ist die Ratsversammlung als Gemeindevertretung. Im Direktorium sitzen die Vertreter der Landesverbände, aus deren Mitte die neun Mitglieder für das Präsidium als Exekutive des Zentralrates gewählt werden.

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland hat rund 100.000 Mitglieder. Innerhalb der zurückliegenden Jahre hat sich die Zahl vor allem durch Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion verdreifacht. Die größte jüdische Gemeinde in Deutschland hat Berlin mit mehr als 10.000 Mitgliedern. Vor dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust lebten etwa 600.000 Juden in Deutschland.

Text: dpa

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