
Integration ist natürlich - zuallererst für die Betroffenen - wichtig. Ohne Sprachkenntnisse wird Integration in Deutschland wohl nicht möglich sein. Assimilation ist Blödsinn, da auch ich als Deutscher nicht assimiliert bin.
Was an der deutschen "Leit-"Kultur so ganz anders sein soll als an irgend einer anderen verstehe ich nicht. Die wichtigen Eckpunkte stehen in der Verfassung und wurden von vielen Ländern, die sich seit 1949 eine Verfassung gaben kopiert. Nicht weil sie deutsch sind, sondern weil sie den Grundwerten entsprechen nach denen die meisten Menschen auf diesem Planeten vorgeben zu handeln. Alles was über das GG hinausgeht ist meiner Meinung nach Privatsache und geht Herr Kauder oder mich nichts an. Das ist auch ein Teil der "Leit-"Kultur in der ich aufgewachsen bin.
Das erschreckende an der Nazi-Diktatur ist, dass MENSCHEN zu so etwas fähig sind. Dass viele Deutsche für sich daraus eine besondere Verantwortung ableiten, dass diese Menschen deutsche waren freut mich natürlich. Sich dazu zu bekennen sollte man allerdings keinem Deutschen und auch sonst niemand vorschreiben.

Der Ausdruck "deutsche Leitkultur" läßt den Dämonen der arischen Abstammung wieder auferstehen.
Wenn Deutschland lediglich eine Schicksalsgemeinschaft ist, die dazu dient, bis in alle Ewigkeit einen Sklavendienst als Abgeltung zu verrichten, will ich kein Mitglied dieser deutschen Paßgemeinschaft mehr sein.
Fahnenflucht scheint das einzig richtige, denn dieses Deutschland wird sich unter dem Einfluß dieser CDU/CSU-Regierung noch so gewaltig entwickeln, dass Europa erschrickt.
Es wird nicht genügen diese Leitkultur in Deutschland bei neuen Zuwandern umzusetzen, sondern es wird der Tag kommen, da muß nachgewiesen werden, dass die Familie schon über Generationen ein angestammtes Recht hat, Mitglied in dieser Schicksalsgemeinschaft zu sein.
Erste Gerichtsurteile in diese Richtung liegen schon vor.
Die Schicksalsgemeinschaft darf nicht verwässert werden, sonst droht die Gefahr, dass die Gemeinschaft das Schicksal nicht mehr ertragen will.

Ja, ich habe den Begriff in Google (Wikipedia) gefunden. Kauder bekennt sich zu Schicksalsgemeinschaft.

Ich kenne viele eingeborene (Volks)Deutsche, die sich zu dieser Gemeinschaft nicht bekennen, die sehr stolz sind, daß weder sie, noch ihre Eltern, noch ihre Großeltern irgendetwas mit jenen Verbrechen der NS-Zeit zu tun hatten, ebenso wenig wie manche Einwanderer, die jetzt die Staatsbürgerschaft beantragen. Ich würde sagen, daß jemand, der sich zu dieser Schicksalsgemeinschaft bekennt, nicht in der Regierung sein darf: entweder weil er wegen der persönlichen Schuld unwürdig ist oder weil er erpressbar ist.

...denn die Nazi-Deutschen haben über 6 Millionen Juden ermordet...und dass leuchtet mir ein.
Aber was meint er mit Leitkultur....?Wir haben unsere eigene Kultur...

im neuen Kontext? ich werd jetzt mal gleich googeln um rauszufinden woher mir der Begriff 'Schicksalsgemeinschaft" bekannt vorkommt...irgendwas war da vor ein paar Jahren.
Es ist auch immer schön zu sehen wie aktuell die Politik ist. Jedes Jahr wandern 130.000 Leistungsträger aus, die ihr Schicksal selbst gestalten wollen, statt Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Die Tendenz ist steigend. Aber schon ok, kümmert euch erst einmal darum, bevor ihr euch wundert warum es bald nichts mehr zu verteilen gibt ;-)

"Akzeptanz der deutschen Leitkultur" beschreibt eine Selbstverständlichkeit:eine von mehreren Voraussetzungen für gelungene Integration:Eingliederung von Zuwanderern im gemeinsamen Interesse bei Wahrung des persönlichen Freiraumes im Rahmen der Rechtsordnung und gemeinsamer Werte.Integration ist keine Einbahnstrasse. Staat und Zuwanderer müssen sie wollen. Der Staat muss Angebote für Sprache und Kultur machen. Und Zuwanderer haben neben Rechten auch Pflichten, entsprechende Angebote wahrzunehmen. Zuwanderer müssen vor allem Deutsch als Pflicht und Chance für sich selbst wollen. Auf jeden Fall für ihre Kinder bereits im Vorschulalter. Menschen aus einem anderen Kultur-und Glaubenskreis haben Anspruch auf menschliche Achtung und Toleranz. Aber sie haben nicht den geringsten Anspruch auf Selbstjustiz, keinen Anspruch auf eine eigene, staatsfreie Rechtszone eines eigenen, gefühlten Rechts angeblich verletzter Familienehre, die angeblich nur durch Selbstjustiz „gerächt“ werden dürfte. Und Zuwanderer, die in deutschen Großstädten in Parallelgesellschaften leben, dürfen ihre Türen für dialogbereite Vertreter der Mehrheitsgesellschaft nicht mehr verschlossen halten. Das ist im Kern Integration durch Chancengleichheit,Toleranz und Recht

Politik ist bekannterweise Interessenvertretung. Hr Kauder weiß genau, wessen Interessen er vertritt, und wem gegenüber.
Im gewissen Sinne richtet sich mein Kommentar in Form eines kurzen Fragenkatalogs an die gleiche Zielgruppe, mit dem Zweck, daß jeder seine eigenen Interessen besser verstehen kann.
1. Deutscher Paß - Anfang oder Ende des Intergrationsprozesses? Wird mit dem deutschen Paß einem Ex-Ausländer tatsächlich auch volle Chancen-, Pflichten- bzw. Rechtengleichheit durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft zugesichert? Was ist dem Ausländer wichtiger - der Paß oder die Gleichheit? Und den Deutschen?
2. Deutschsein als Erbe/Geisel deutscher Geschichte? Sollten sich Ausländer die Schicksalsgemeinschaft saarländischer Bergleute, sächsischer Uni-Professoren oder hessischer Bankangestellter als Integrationsziel setzen? Hat man Heino, ModernTalking, Rammstein, Wagner oder Nina Hagen zu hören (als hessischer Bankangestellter)?
3. Zukunftsbild "Deutschgeworden"? Was wäre das Vorzeige-Lebensbild eines integrierten "Ex": Kiezkneippenbesitzer, Oberleutnant einer Sondereinheit, Chefredaktuer der "Bild", Integrationsexperte der CDU?
P.S. Dürfen bekennende Islamisten Vorschläge zum deutschen Steuersystem machen?

Herr Kauder, ich bitte sie, was ist eine gelungene Integration und wer bestimmt darüber, was gelungen ist und nicht? Hier kommt doch wieder eine deutsche Beamtenwillkür in Fahrt, die sich ihrer selbst ermächtigt, zu bewerten, wer deutsch genug denkt und ist, um in diesem Land leben zu können. Wenn sie mich fragen, haben sie auf politischer Ebene vergessen, das es hier um Menschen geht, wo man nicht einfach pauschale Entscheidungen treffen kann. Integration ist nicht einfach und erfordert auch Politik, doch das was sie da von sich geben, ist einfach nur Schund. Hierfür nehme ich gerne nochmal die Worte Schicksalsgemeinschaft, besondere Beziehung zu Israel und gelungene Integration auf und bitte sie noch mal genauer über Ersteres und Letzteres nachzudenken. Da wird einem nämlich schlecht!