Ein schöner Bericht von Hans-Martin Gauger, doch leider stößt er mit seinem kathegorischen "Nein" im Schlußsatz, das so Sinnvoll konstruierte Gedankengebäude wieder mit seinem Hintern um!
Die deutsche Sprache ist unsere wichtigste kulturelle- und nationale Bindungskomponente. Eine solche Komponente aus der Verfassung verbannen zu wollen, kann doch nur Zeitgenossen aus gewissen Lagern der Politik- und Medien einfallen, die auch bislang schon nichts besseres praktiziert haben, als unsere schöne deutsche Sprache mit sinnlosen Fremdwörtern- und lächerlichen Inglizismen zu verstümmeln?
Wofür brauchen wir überhaupt ein Grundgesetz, wenn Politiker der Opposition in der Öffentlichkeit zum Besten geben, dieses nicht mit hohlen Selbstverständlichkeiten wie die Festschreibung unserer deutschen Sprache, überfrachten zu wollen? Wenn qualifizierte, überbezahlte Berufspolitiker solche Aussagen tätigen, dann braucht man sich über die, dem Deutschen Volk bescherten katastrophalen Ergebnisse, nicht mehr zu wundern!
Ohne weiteren Zündstoff in diese unnötige Diskussion werfen zu wollen, liegt die Vermutung nahe, daß die Gegner einer verfassungsrechtlichen Festschreibung unserer Muttersprache, eine ganz andere Republik wollen?
MfG J. Weller
Wenn bei der Förderalismusreform nichts anderes herauskäme,als daß Deutsch als Landessprache verfassungsrechtlich festgeschrieben würde - dann wäre diese Reform wenigstens kein plötzlicher Ausrutscher
zu den anderen "Reformen" ,bei denen auch nichts Sinnvolles herauskommt.
Daß generell nichts Brauchtbares herauskommt ,muß einen dann aber auch nicht wundern -wenn man sieht ,über was sich solche Leute wie Lammert & Co tatsächlich Gedanken machen.
Wenigstens bliebe das deutsche Abgeordnetenhaus seiner jahrelangen Übung treu.
Beruhigend,daß wenigstens auf diese Jungs noch Verlaß ist!
Ob für solche tiefgeistigen Gedankengänge wirklich die stolzen Abgeordneten-/Bundestagspräsidenten-
Zuwendungen gezahlt werden sollten ,steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Und warum sollen eigentlich in der EU nur diese 3 Sprachen
"Amtssprachen" sein ? Nur weil Frankreich das Land ist,das in der EU (zweifelhafterweise) den größten Einfluß ausüben will und Deutschland von "Anfang an dabei war" ? Welches tiefere Gewicht haben eigentlichlich Französisch und Deutsch gegenüber Polnisch ,Italienisch,Spanisch,Ungarisch usw ?
Eigentlich bin ich für eine Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß neben Deutsch in diesem Lande auch noch andere Sprachen gesprochen werden. Selbstverständlich meine ich nicht die Sprachen von Migranten, sondern die Sprachen der nationalen Minderheiten.
Sorben, Dänen, Friesen sowie die Gruppe der Sinti und Roma sind ja als solche anerkannt. In den Gebieten, der Sorben, Dänen und Friesen, wird auch die jeweilige Sprache als gleichberechtigt anerkannt.
Dies müsste ebnfalls im Grundgesetz verankert sein, wie es ja schon in den Landesverfassungen von Sachsen und Brandenburg für die Sorben verankert ist.
Marc Müller
Das ist ueberfluessig und kann auch Aerger bringen.
Dass die deutche Sprache in der EU angewendet wird ist sehr richtig und sehr gut.
Ich habe es nie verstanden,warum das nicht von Anfang an so war,denn Deutschland war doch Gruendungsmitglied der EU-Keimzelle.
Die englische Sprache ist ja erst viel spaeter 'Mitglied' der heutigen EU geworden.
Auch Auslaender werden sich freuen,naemlich diejenigen,die die deuysche Sprache erlernt haben.So mussen sie nicht auch noch englisch lernen,wenn sie EU-Dokumnete usw.lesen moechten oder gar aus beruflichen Gruenden lesen muessen.Mehrere Sprechen zu erlernen ist moeglich und auch schoen,aber das kostet Muehe,usw.
(Ich kann 6 Sprachen sprechen(schreiben und lesen auch),daher weiss ich,dass Sprachenlernen Zeit und Geld kostet).
Also,ich kann zu dieser Entscheidung der EU nur sagen;endlich.
Herr Lammer sollte sich darueber den Kopf zerbrechen,dass Deutschland auf allen Gebieten wieder nach vorn kommt,dann wird die deutsche Sprache im Ausland wieder
attraktiver werden.(Wirtschaft,Wissenschaft,
Literatur,aber auch die Politik,usw).
Also wnnse schon ne Schprache wolln, denn doch det Baliner. Ick meen, wia sint ja schliesslich Haupstadt, oda?
Ist eigentlich unser Land wirklich nach der Sprache benannt, oder ist es nicht ehr umgekehrt?
Ist ja auch egal.
Die Amtssprache muss festgeschrieben sein, doch die Landessprache?
Dann sind wir ja wieder bei der Frage, welche Dialekte noch zugelassen werden und welche nicht.
Ich kann Norbert Lammert ja auch verstehen. Alle reden vom Fußball, da merkt man nicht, was die große Koalition da so nebenbei ausheckt. Und irgend etwas muss ja auch für die Anti-Fußball-Fraktion geboten werden, das von der Gesundheitsreform ablenkt.
Vor allem: Das Sommerloch ist da! Da muss sich jeder irgenwie zu Wort melden
Wenn es für alle klar ist kann man das doch schnell und ohne großen Aufwand machen. Dann werden alle Zuwanderer auf die Verfassung eingeschworen... ist doch logisch oder?
Wozu soll die deutsche Sprache im Grundgesetz geschützt werden? Wie schutzlos sie im Endeffekt ist, erkennt man doch schon daran, daß der Beitrag zum Thema in "Reformrechtschreibung" verfaßt wurde. Und die Festlegung auf die Amtssprache Deutsch in den Verfahrens- und Prozeßordnungen für Gerichte und Verwaltungen hat unsere Sprache auch nicht vor der größten bekannten Beschädigungsaktion (vulgo: "Rechtschreibreform") zu schützen vermocht. Es gibt in diesem Land wahrlich wichtigeres zu tun, als über ein Aufblähen unserer Verfassung durch Leerformeln nachzudenken. Mit dem Bemühen darum, eine Fehlallokation geistiger Ressourcen zu vermeiden, wäre ein guter Anfang gemacht.
Wat is hä am kalle? He soll ens nohluure, wievill Lück Kölsch schwaade, dann wüd he ene angere vürschlag maache! Do verstonn mir Kölsche kinge Spass. Alsu: Wenn jett Nüües in et Grundjesetz kütt, dann is et Kölsch als Muttersprooch und nit Dütsch!
Spaß beiseite: Verdient Herr Bundestagspräsident Lammert nicht etwas viel, um sich durch solche - Verzeihung, ich finde keinen anderen Ausdruck - banalen Vorschläge zu profilieren?
Dass Deutsch unsere Landessprache ist, versteht sich von selbst und muss nicht extra ins Grundgesetz geschrieben werden. Wir sollten uns auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind für unser Land. Die Probleme werden jedoch nicht gelöst, dass wir Banalitäten in die Verfassung schreiben!
Oder weiß Herr Lammert mehr? Befürchtet er etwa, dass ohne eine derartige Regelung der rote Koalitionspartner über kurz oder lang Russisch als Landessprache einführen will? Das würde natürlich eine völlig neue Ausgangslage begründen!
Müntefering und Genossen ist schließlich alles zuzutrauen!