Allensbach-Umfrage

Trendwechsel für die SPD?

21. April 2004 In der Sonntagsfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die SPD erstmals seit Monaten den negativen Trend stoppen und wieder leicht an Zustimmung zulegen können. Nach den absoluten Tiefpunkt von 23,8 Prozent im März legen die Sozialdemokraten auf die Frage „Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welcher Partei würden sie wählen?“ auf 24,5 Prozent zu.

Der Effekt könnte Folge sein des vollzogenen Rückzuges von Bundeskanzler Schröders vom Parteivorsitz der SPD zugunsten des Fraktionsvorsitzenden Müntefering und leicht wachsender Zustimmung zur Reformpolitik der Regierung.

Die Union verliert nur leicht in der Wählergunst (47,1), die FDP gewinnt um zwei Zehntelpunkte (8,3). Die Grünen verlieren leicht, bleiben aber im zweistellligen Bereich (11,5 Prozent). Die PDS kann den Trend seit Januar dieses Jahres halten, in dem sie erstmals seit der Wahl 2002 auch bundesweit wieder über die Fünf-Prozent-Hürde kam, und erreicht 5,2 Prozent. Inzwischen legen die Sozialisten auch in Ostdeutschland wieder zu (21.9) und sind dort fast gleichauf mit der SPD (22,2).

Für die Umfrage wurden zwischen dem 30.März und dem 13. April etwa 2.000 Wahlberechtigte befragt.



Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2004
Bildmaterial: F.A.Z.

 
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