
Perikles als Lafontaines Vorbild: "laut Christ sah Hitler in Perikles ein Vorbild als Staatsmann wie als Bauherr. Der Ausbau der Akropolis erschien ihm als sichtbarer politischer Machtausdruck und Ausdruck stolzen Griechentums." (Karl Christ, Hellas. Griechische Geschichte und deutsche Geschichtswissenschaft, München 1999, S. 244)" Quelle: Wikipedia

Herr Lafontaine, verdrehen sie nicht immer wieder die Tatsachen: Die Bundesrepublik Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie. Das Grundgesetz sollten sie kennen. Ihren Perikles können sie zuhause im antiken Griechenland belassen, solange sie nur auf dem Boden des Grundgesetzes bleiben. Sollten sie eine Definition "parlamentarische Demokratie" benötigen, empfehle ich ihnen den durchaus wissenswerten Beitrag in der Wikipedia.

Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit was sein soziales Gewissen betrifft, sollte man wissen, dass Oskar Lafontaine als 42-Jähriger bereits Pensionsbezüge als ehemaliger Oberbürgermeister von Saarbrücken gleichzeitig neben seinen Bezügen als Ministerpräsident des Saarlands einsteckte. Dies wird natürlich nicht in seiner von den LINKEN veröffentlichten Biografie erwähnt, denn eigene Fehler oder Machtmissbrauch will er natürlich nicht eingestehen. Bekanntermaßen stinkt der Fisch vom Kopfe her. Dr. Gerfried Stanzel, Bielefeld

...die Deutschen Freunde vor sowas warnen, aber wie ums Himmels willen, es hört ja keiner zu!

"Wir benötigen Wechselkurse in festen Bandbreiten, eine Kontrolle des internationalen Kapitalverkehrs und die Austrocknung der Steueroasen. Außerdem müssen Rating-Agenturen öffentlich kontrolliert werden. Zudem ist eine unabhängige internationale Bankenaufsicht erforderlich. In Deutschland müssen Hedge Fonds untersagt, die Auslagerung von Risiken in Zweckgesellschaften sowie der Handel mit verbrieften Papieren verboten werden." Hoppla, ein ganz gewaltiger Staatsakt. Reglementierung voll durchgezogen. Und all dies tun dann die Politiker/innen und nicht etwa studierte Oekonomen und Finanzexperten. Und die Politiker tun es, im Gegensatz zu vorgenannten, aus reinem Goodwill und ohne jeden Eigennutz.

Ich glaube, dass weder der Herr Lafontaine noch der Herr Sodann demokratie wollen - ausser einer DDR-Demokratie. Der würde sonst die Demokratie nicht so auslegen, dass für die Mehrheit statt die Mehrheit des Volkes selber die Richtung angibt. Nur die Mehrheit selber kann für die Mehrheit entscheiden! Aber ich fürchte, wir gehen schwereren Zeitwen entgegen, denn zu viele haben andere Vorstellungen von Demokratie. Und die Mehrheit des Volkes schweigt. CDU und SPD scheinen ihre Richtung verloren zu haben. Denn in beiden Parteien sind führende Leute, die in der "DDR" mitgeredet haben. Wie hätte es anders sein können als, dass er auch gleich mal den Amerikanern eines Auswischt. Ob wohl er nicht informiert ist oder glaubt, seine Leser sind ganzeinfach dumm. Herr Obama hat $700 Milionen gesamelt. Der gibt aber an die Reichen zu bekämpfen, er will den Reichtum verteilen, wie Herr Lafontaine, statt schaffen. von wo hat der Obama die $700 Millionen her? Ja, das X, die Unbekannte, wird immer grösser. Denn die Linken schenken den Menschen immer mehr unklarer Wein ein.

Einer der Aufsichtsraete der KfW Bank, die entgegen ihres Auftrages als Kreditanstalt fuer Wiederaufbau in genau diese Spekulationen verwickelt war, die zu dieser Krise fuehrten, hiess ebenfalls Oskar Lafontaine. Zufall oder der geld- und machtgierige Zwilling des hier interviewten Herren gleichen Namens?

Lafonaine war als Minister Beamter, der dem Dienstrecht unterstand. Ein Beamter kann seine vorgesetzte Dienstbehörde um seine Entlassung aus dem Amt bitten. Bis diese entschieden hat, hat er im Amt zu verbleiben und seine Dienstpflichten gewissenhaft zu erfüllen. Wenn Lafo unter Vernachlässigung seiner Amtspflicht einfach selbstherrlich entscheidet und Knall auf Fall alles hinschmeißt und heimgeht, so ist das ein Verhalten, das bei jedem kleinen Beamten mit Recht ein Disziplinarverfahren nach sich zöge. Wieviel mehr wäre es bei einem Bundesminister, (der oberster Dienstherr tausender von Beamten ist) am Platze. Als Bismarck, gesundheitlich schwer angeschlagen und zermürbt, den Kaiser um Entlassung aus allen seinen Ämtern bat, lehnte dieser sein Gesuch ab und Bismarck blieb im Amt und tat weiter seine Pflicht. Das, Herr Lafontaine, wäre ein achtungswürdiges Verhalten.

Wenn die Herren Sodann + Lafontaine die These vertreten "Demokratie ist, wenn die Angelegenheiten nicht im Interesse weniger, sondern der Mehrheit gehandhabt werden“, dann ist das nicht der Demokratiebegriff unseres Grundgesetzes (Art 20 (2) GG: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.) Stattdessen erinnert der Demokratiebegriff des Herrn Lafontaine an den Demokratiebegriff des vordemokratischen Flügels der Kommunisten (zB der Sowjetunion unter Stalin, Chinas, Nordkoreas u.dgl.): "Demokratie ist, wenn die Politiker das tun, was fürs Volk gut ist." Wenn sich dieser kommunistische Demokratiebegriff als Regierungsmeinung durchsetzen würde, gäbe uns Art 20 Abs. 4 GG (subsidiaär) das Recht zum Widerstand." Aber vorrangig wäre der Weg zum Bundesverfassungsgericht. Wir sehen uns dann in Karlsruhe, meine Herren Kommunisten !

Wohl kaum! Welch eine Selbstverleugnung ist nötig, um das auszuhalten? Früher oder später führt das direkt "dorthin" - oder zuerst zum Arzt.

Es ist wirklich erstaunlich was der Meinungsmainstream und die Steinzeitideologen aus dem kalten Krieg mit den bürgerlich Konservativen gemacht haben. Da wird man zum Reflexbeißer und schaltet das Hirn aus wenn der Name Lafontaine fällt. Deutschland ist besser wie das was man in den Kommentaren einiger Zeitgenossen lesen kann. Das macht Hoffnung. Allerdings suche ich immer noch den "klugen Kopf", der ja angeblich hinter diesem Blatt steckt. Offensichtlich ist der mit der Agendareform bei einigen wegreformiert worden.

Wann kommt endlich der Tag X,von dem an man diesen Klabautermann nicht mehr anhören muß ? Wer wirklich glaubt,Lafontaine hätte auch nur von einer einzigen Sache ein Ahnung,der ist zu beneiden - ob seiner völligen Ahnungslosigkeit .Achja ,eines zieht immer - die Amerikaner sind schuld ! So neu und innovativ ist der saaländische Napoleon also doch nicht !

Zur Finanzsystemkrise kommt bald die Absturzkrise des Industrie-/Wachstumszwangsystems. Denn die ökonomischen Abwehrmaßnahmen gegen den Rückgang des BIP in den Industrieländern sind wohl aufgebraucht. Das sieht nach einer industriesystem-historischen, ja, eine evolutionsprozess-strukturellen Zäsur aus. Das Volk begreift, 'die da oben können nicht mehr, wie bisher' und Llafontaine tut alles, dass jeder einsieht, 'wir da unten wollen nicht mehr mitmachen', weil wir immer nur das Nachsehen haben werden. Das nennt man eine vorrevolutionäre Lage. Nun muß nur noch die revolutionäre Gruppe in die Konfliktlage eintreten. Eine solche ist allein durch das Umsteuerungs- und Übergangswissen gekennzeichnet, das in die evolutionsprozess-logisch folgende Ordnung Akzelerationsprozesses führt. Wer dieses Revolutionsmuster auf die 2008er Lage in Deutschland anwendet, kommt zu zwei Ergebnissen: 1. Lafontaine und die LINKE ist diese rev. GRuppe nicht - mangels Wissen über die Evolutionsprozess-Synthese, die aus der Krise führt. 2. Es gibt in der öffentlichen Diskussion keine Gruppe, die die Evolutionsprozess-Synthese für die Krise vertritt. Noch nicht. Man sollte Angela Merkel nach ihrem Evolutionsprozess-Synthesewissen fragen.

... Enteignung, ohohoho... Schönes Lied. ;-) Also wenn man es jetzt noch immer nicht verstanden hat, ist Hopfen und Malz verloren. "Bis zu 49% für die Beschäftigten" heißt nichts anderes als Vergesellschaftung. Natürlich redet man von den "großen Firmen" aber es ist wohl niemand so narrisch zu glauben, daß dann mittelfristig die mittelständischen Betriebe "ungeschoren" bleiben. Es ist ja nicht wieder ein "Ausrutscher" Lafontaines, wie dann "gemäßigte" Kader der Linkspartei behaupten werden, sondern eine Serie von Thematisierungen. Eine lustige Melange aus Kadern im Öffentlichen Dienst, Gewerkschaftsstaat und den in Stellung gebrachten armen und diskriminierten Migranten und Illegalen. :-)) Das Bemerkenswerte ist allerdings, daß selbst der FAZ jedes Rückenmark flöten gegangen ist, um auch nur den Hauch eines Widerstandes entgegenzusetzen. Sonst hätte man schon bei Sodanns "Kulturförderung" nachgefragt, ob nicht der privilegierte Status der "Kultur" in Mittel- und Osteuropa "kontraproduktiv" war angesichts von Selbstschußanlagen, Stasi, Alkoholkonsum, Teenagerschwangerschaften, Selbstmordrate.

Zitat aus dem Interview: "Perikles: „Der Name, mit dem wir unsere politische Ordnung bezeichnen, heißt Demokratie, weil die Angelegenheiten nicht im Interesse weniger, sondern der Mehrheit gehandhabt werden.“ Perikles wird das, was er sagt nicht als Einzelzitat so stehengelassen haben, denn Machtausübung kann in diesem Sinne auch von einem Einzelnen ausgeübt werden, indem er die Angelegenheiten im Sinne der Mehrheit ausübt. Vielmehr geht in unserem Statt die (Entscheidungs-)Macht vom Volk aus (so sollte es zumindestens sein), das heißt, dass Mehrheiten über die Angelegenheiten entscheiden, von denen sie glauben, sie seien im Interesse des Staates. Ich bezweile allerdings, dass eine von einer linken Mehrheit getragene Staatsmacht im Interesse des Staates ist. Hatten wir nicht schon mal so etwas?

Ich wäre froh, wenn engagierte Menschen verinnerlichten, was es heißt, wenn gesagt wird "die Demokratie ist als die Herrschaft der Vielen zu verstehen". In diesem Punkt darf man weder Lafontaine noch dem Geist seiner Rede auf den zweideutig eben uneindeutigen und damit immerhin ausgelegten Leim gehen: Demokratie ist die Herrschaft individuell gleichgeordnet Wertigen (= der Vielen, bei uns: Aller) nicht aber die Herrschaft "der Masse" über Wenige. Demokratie ist Vielstimmigkeit; damit ist selbstbewußt umzugehen. Die Bildung von Interessengruppen ist zweckmäßig und ansich nicht undemokratisch. So gesehen füllt Lafontaine eine logische Lücke (Arbeitlose, Niedriglohnsektor, etc.). FAZ, "Lafontaine", "Ackermann", BDI, DAV oder DGB sind wesentliche Instrumente des Konzertes. Eine Melodie ergibt sich in der Vielstimmigkeit nur aus dem Respekt vor der Gleichwertigkeit des anderen und seiner freien Interessensbildung. Die FAZ als ganz überwiegend faires und journalistisch wertvolles Blatt, Lafontie als Rächer der Entnervten, Ackermann als Vertreter des Geldes usw. Ich wähle "ihn" nicht, erwarte aber von meiner Zeitung, dass sie ihn und andere (auch kritisch) hinterfragt. Demokratie kann sich keine "Buhmänner" leisten, sonst stirbt sie.

Offensichtlich holt der feine Herr Lafontaine seine politischen Ideen aus den Geschichtsbüchern. Schade nur, das er niemals bis zur letzten Seite liest. Die festen Wechselkurse gab es schon mal, das Abkommen von „Bretton Woods“ nannte man das damals. Die festen Wechselkurse wurden abgeschafft, da sich alle Notenbanken weltweit an eine Leitwährung halten mussten und somit die finanzpolitische Autonomie der Staaten eingeschränkt war. Aber vielleicht ist ja auch gerade das sein Ziel. Die Einschränkung der Freiheitsrechte und Führung durch den großen Denker und Lenker Lafontaine und seine roten Schergen, die verstaatlichend und enteignend durchs Land ziehen, um den Arbeiter und Bauern Staat zu verwirklichen! Dann wird auch sicherlich der Euro wieder abgeschafft und der Oskar-Dollar eingeführt. Armes Deutschland, das sich dem ewig gestrigen Oskar an den Hals wirft.

aber nun zeigt sich noch eine gewisse Portion Atersstarrsinn. Von den vielen Aussagen die dieser Mensch in seinem Leben schon getroffen hat, sind nur ganz wenige zutreffend gewesen. Und wenn man die heutige Lage bedenkt, dann bin ich froh das es auch weiterhin eine freie Marktwirtschaft geben wird und keine sozialistische Marktwirtschaft. Die konnten wir in der DDR erleben die sich nur durch die internen Geschäft mt dem ehemaligen Ostblock so lange aufrecht halten konnte. Wer also glaubt, daß dieser Demagoge Lafontaine die richtigen Mittel hätte, dem sei nur die Entwicklung der letzten Jahre ins Gedächtnis gerufen. Wer immer noch glaubt, das die Leistungsträger es sich so einfach gefallen liesen an der Umverteilung von oben nach unten, dem sei nur versichert, auch Liestungsträger können sich in dem Sozialen Netz ausruhen oder aber auch das Land verlassen. Und wenn es dann keine Massen mehr gibt die zu verteilen sind, dann schreien wieder alle nach dem Staat, und der sind wir. Nur wer sollte dann noch alles wieder richten? Die dann nicht mehr vorhandenen Leistungsträger ??

Jetzt wissen wir es ja wieder ganz genau. Das einzige was Herr Lafontaine kann, das sind markige Sprüche, die nach Wahrheit klingen, aber absolut nicht stimmen (siehe Anne Will: Merkel habe in Moskau studiert). Genauso reflektiert ist auch die Aussage von wegen die Wallstreet finanziere den amerikanischen Wahlkampf. Und zum Thema Opportunismus. Wer hängt hier sein Fähnchen eigentlich stärker in den Wind der aktuellen gesellschaftlichen Stimmung? Im Gegensatz zu Gerhard Schröder, der unpopuläre Entscheidungen durchgesetzt hat, redet Oscar Lafontaine doch immer nur von dem, was toll klingt. Und das schlimmste ist, dass er es nicht mal geschafft hat, diese Dinge durchzusetzen, obwohl sie ja erstmal gut klingen. Statt dessen hat er sich aus der Verantwortung gestohlen und greift jetzt mit aus dem Hinterhalt an und behauptet, er habe es ja schon immer besser gewusst. Das nenne ich mal ehrbares, staatsmännisches Verhalten. Und wer sitzt noch mal im Kontrollgremium der Erfolgsbank KfW? Und übrigens, die Kompetenz in sozialer Erneuerung spreche ich Herrn Lafontaine vollständig ab. Was er erzählt ist ein Weg zurück zu vergangenem Idyll. Keine Alternative, die zukunftsorientiert ist und deshalb auch keine Erneuerung.

Gewiß - Herr Lafontaine - noch wird Ihr Polit-X nicht nur täglich größer, sondern absehbar so groß, daß es im nächsten Jahr die rechte Fallhöhe hat, solange aber leben Sie politisch noch von Ihrer Gefolgschaft: "Das letzte, was man verliert, ist immer die Hoffnung" (Wolfgang Schreyer) Bunte (27.10.08)

Befragt man heutzutage Politiker der FPD, der Grünen, der CDU, der SPD oder der CSU: Alle waren schon immer für mehr Regelungen am Finanzmarkt. Sogar Herren vom BDI, der IHK und anderer unternehmerischer Standesvertreter heucheln nun in die Kamera, dass sie niemals den 'ungezügelten' Kapitalismus wollten. Man reibt sich schon die Augen, und fühlt sich an das Nachkriegsdeutschland erinnert, als es im nachhinein auch keiner gewesen ist. Besonders verwerflich: Die Haltung der SPD/Grünen, welche in Zeiten der Regierungsverantwortung einige wirklich grobe Fehler bei der Deregulierung des Finanzmarktes gemacht haben. So geht die heutige 'Heuschrecken'-Plage in Deutschland auf ein Gesetz aus dem Hause Schröder zurück. Insofern kann man Lafontaine nur recht geben, wenn er sich heute in einigem bestätigt sieht. Und das konservativ-bürgerliche Lager sollte endlich einmal beginnen, konstruktiv Lösungen zu finden, welche tatsächlich im Sinne der Demokratie für die Mehrheit - und nicht für eine kleine Kaste Ewiggieriger - gut ist.

Durch seine Übereinstimmungen mit Sarkozy zeigt Lafontaine, dass er in Wahrheit ein Konservativer ist, und als Saarländer ein Francophiler. Ein Antiliberaler Ja, aber der Sozialismus ist aufgesetzt. Ich höre auch stellenweise Rüttgers sprechen. Es ist eher die Spielart des katholischen „Sozialismus“, die sich da ungewohnt radikal präsentiert. Die Herrschenden teilen sich in zwei Lager: Hie Liberale, ergo: Protestanten, ergo: Bündnis des Euro mit dem Dollar. Da Konservative, ergo: Katholiken, ergo: Francophile. Das Verhältnis zum Euro ist eher opportunistisch. In Deutschland ist der Konservative eher deutschnational, in Frankreich eben Franzose. Der Euro scheint so etwas wie die gemeinsame Semantik zu sein, nicht mehr, aber auch nicht weniger: allemal antiamerikanisch. Eines Sarkozy Bündnis mit den USA könnte ein Schachzug sein gegen die Briten, die eigentlichen Freunde der USA, aber auch gegen all zu mächtige Deutsche, die sich da anschicken in Europa das Sagen zu haben. Wenn Lafontaine dazu gehört, dann treibt der „Sozialismus“, der sich anschickt eine Massenbewegung zu werden, auf für ihn gefährlichen Pfaden.

verfälscht OLf gerne die Geschichte zum eigenen Vorteil. z.B. leugnet er den >internationalen Konsens darüber, dass die Märkte stärker reguliert werden müssten< und behauptet: >Eine solche Chance bestand nicht<. Die Frage der faz.net war jedoch, warum er nicht als Finanzminister darum gekämpft hatte! Und hier erkennt er nicht an, dass er bei Weitem nicht sein 'Kampfpotenzial' ausgeschöpft hatte - auch aus reinem, opportunistischem Machterhaltswillen. Demagogisch äußerst geschickt, spricht er viele Schwachpunkte an, die die derzeitige Form der in D herrschenden 'Demokratie' an den Tag legt. Nur glaubt er, dass 'seine' Partei -die Altkommunisten- das Allheilmittel für diese politische Milzbranderkrankung darstellt. Er verleugnet, dass viele Missstände erst durch die DDR-Nachfolge-Sozialisten hervorgerufen wurden und nun das Feuer mit Nitroverdünnung gelöscht werden soll. Das Allheilmittel in der Hand zu haben, glauben alle Extremisten. Nur leider wird im Zuge des 'Kampfes gegen rechts - gegen links wurde von der Schröderregierung ja aufgegeben- nicht nur das rechte Gegengewicht zu den Kommunisten eleminiert, sondern im Linksruck, gleich auch die Konservativen politischen Kräfte, die eine demokratische Alternative bieten könnten.

... da kommt ein hartgesottener, radikaler Linker daher, der im Prinzip nichts betreibt als üblen Populismus und nur weil momentan überall die große Krisenstimmung aufflammt glauben viele Leute den Mist der Ihnen erzählt wird. Sozialismus bedeutet im Endeffekt immer, dass alle gleicher sind (außer natürlich der machthabenden Elite), also ärmer als jetzt, weil nach oben kann man den Wohlstand leider nicht umverteilen. Klar, man braucht dann seinen Nachbarn nicht mehr um das dicke Auto zu beneiden - Der hat ja auch keines mehr. Was die 49%tige Beteiligung der Belegschaft an den Unternehmen angeht, ich kann mir keinen übleren Faktor für das Gründungsklima in der Republik vorstellen, als solche grundsätzlich kommunistischen Ideen. Wieso sollte irgendjemand noch ein Risiko eingehen und aus privaten Geldern ein Unternehmen aufziehen wenn er sowieso enteignet werden würde? Das ist Kommunismus und der gehört vom Rechtsstaat mit den härtesten Mitteln bekämpft. Die Einstellung von Hr Lafontain und die Äußerungen von Hr Sodann würde ich als Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Dt. wahrnehmen, was nach §21 Abs. 2 GG die Verfassungswidrigkeit der Partei bedeutet. Daher: Verbietet die die Linke!

Im Einzelnen: Feste Wechselkurse? Damit begibt sich der Staat einer wichtigen Steuerungsmöglichkeit. Die Nachteile sehen wir in der Eurozone. Ein "Globo", wie Lafontaine ihn im Endeffekt fordert, würde Staaten die Möglichkeit nehmen, auf lokale Probleme zu reagieren. Kontrolle des internationalen Kapitalverkehrs - OK, aber was *genau* kontrollieren? Und wie? Und wer? Austrocknung der Steueroasen - wie soll das gehen? Einmarschieren? In England (Kanalinseln, British Virgin Islands)? Und wer bestimmt, was eine Steueroase ist? Die baltischen Staaten mit ihrer niedrigen Flat Tax? Die werden sich über deutsche Einmischung bedanken. Öffentliche Kontrolle der Rating-Agenturen unterschreibe ich sofort. Internationale Bankenaufsicht: Fände ich wegen der damit verbundenen Machtkonzentration äußerst bedenklich. Außerdem: Wie will man sich mit z.B. China auf ein Regelwerk einigen? Sollen die nach HGB bilanzieren, oder was? Verbot von Hedge Fonds etc: Oh je. Hedge Fonds machen nichts, was der Kleinanleger nicht auch kann, genau das gleiche gilt für die Verbriefung von Krediten. Soll jetzt auch Inkasso verboten werden? Für diese Fragen wie für Zweckgesellschaften gehört das Bilanzrecht reformiert und verschärft angewandt.

Gestern Abend habe ich mir mal nach dem hervorragenden Tatort (endlich mal ein würdiger Nachfolger für Kressin & Schimanski!) die Sendung der Fr. Will angeschaut. Da saß da in einer Runde von Besitzstandwahrern der Herr Kannegiesser. Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. Dieser ist wie Fr. Will richtig und präzise formulierte hauptverantwortlich für den Einsatz des Instrumentes Zeitarbeit im Arbeitsmarkt. Ich benutze jetzt mal ironischerweise diese menschenverachtende Formulierung. Im Zusammenhang mit der Personalanpassung bei Volkswagen, wo es plötzlich statt um 25.000 um einige Hundert Betroffene geht, seltsam seltsam verstieg sich der Herr zu der Äusserung:" Ausserdem sind die ja denn nicht arbeitslos sondern weiterhin bei den Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt." Dies wurde in der Runde kommentarlos hingenommen. Mir verschlug es den Atem, bis jetzt. Spätestens nach dem Abbau der Zeitkonten werden die Mitarbeiter "freigestellt". Besser für sie direkt, denn dann bekommen sie noch etwas zusätzliches Bargeld mit auf den Weg. Hr. Kannegiesser ist wie gesagt hauptverantwortlich für das Elend dieses Sub-Proletariats dem auch ich angehöre. Er und die anderen "Sozialpartner".

sicherlich eine interessante Konstellation: Lafontaine : FAZ. Bedauerlich nur die elementaren Realitätsdefizite der Fragenden und des Befragten. Keine der beiden Seiten hat ein auch nur halbwegs den Realitäten entsprechendes Bewußtsein der in Deutschland 2008 tatsächlich existierenden Verwahrlosung, welche die zivilisatorischen, demokratischen und kulturellen Grundlagen dieser Gesellschaft zur Zeit zerstört. Schöngeistige, fast schon esoterische Macht- und Wirtschaftspolitdebatten, wie sie in diesem Interview und zu meist in den Parlamenten Deutschlands und den Massenmedien geführt werden, beschert den fundamental-faschistischen und fundamental-kommunistischen Propagandisten das Feld. Diese sprechen von den realen Entbehrungen der Menschen des heutigen Deutschland. Sie sprechen von der verlorenen Würde des einzelnen Menschen, seiner sozialen, kulturellen und politischen Desorientierung qua Leistungsentzug der sogen. sozio-ökonomischen Eliten. Sie sprechen von der geistigen und sozialen Entwurzelung immer größerer Kinderscharen, denen nicht nur zivilisierte Ernährung vorenthalten sondern auch die Achtung und Beachtung verweigert wird, die für eine gedeihliche Entwicklung unabdingbar ist. Deutschland, ein Schreckensmärchen.

Was Oskar Lafontaine derzeitig sagt, ob im Land, in der Presse oder im Bundestag: Deutschland kann sehr froh sein, solch einen Poltiker zu haben. Er agiert. Er analysiert. Er kann Hintergründe deutlich machen ... und dabei merke ich, daß er nicht überheblich wirkt oder wird. Hätten z.B. die bayrischen Wähler die Infos über ihre Landesbandk und den Verstrickungen ihre CSU-Oberen gewußt, ich denke, die Linke wäre in den Landtag gewählt worden.

....gibt man diesen Demagogen & Nullnummern nur immer wieder eine Plattform, auf der sie sich präsentieren können ??

Lafo war Finanzminister? Wie lange denn? Er lief doch davon...

Lafontaine wird hoffentlich genauso alt wie Konrad Adenauer, da seine Kompetenz in Sachen sozialer Erneuerung unbestritten ist.