
Eine Gehaltserhöhung für Beamte und den öffentlichen Dienst nach dem Gieskannenprinzip sollte es auf keinen Fall geben.
Allerdings:
Korrekt wäre eine bessere Bezahlung der niedrigen Besoldungsgruppen, also z.B. der Polizeibeamten oder der Krankenschwestern.
Die höheren Chargen erhalten ohnenhin im BAT oder TVÖD mit jedem Lebensjahr die sog. "Senilitätszulage" also eine Erhöhung ohne jedwede Begründung.
Das Privileg des Beamtentums wiegt die Unwägbarkeiten in der freien Wirtschaft ohnehin auf. Auch sind variable (leistungsbezogene) Gehaltsbestandteile für leitende Angestellte in vielen Bereichen üblich.

Die Besoldung der Beamten nach Leistung ist ein Witz. Wie soll ein Beamter eine Leistungsprämie bekommen, wenn er Jahr um Jahr an seinem Arbeitsplatz die gleiche Tätigkeit verrichten muß. Zeigt er großes Engagament, wird er bei seinen Mitkollegen geschnitten. Was fehlt, ist die Möglichkeit, das in Team' s gearbeitet werden kann und nach guter Leistung das gesamte Team eine Leistungsprämie bekommt. Wie soll ferner die Leistungsbereitschaft gesteigert werden, wenn von vornerein feststeht, daß Prämien an die Vorgesetzten weiterbezahlt werden.
Ich spreche aus Erfahrung, ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst und bei uns wurde die Leistungsprämie eingeführt. Was kam dabei heraus, die Vorgesetzten haben die Prämie bekommen und Leute die geschleimt haben.
Auf diese Art und Weise wird es bei den Beamten genauso laufen. Leistungsprinzip ja - aber es muß gerecht zugehen.

Dann nagen doch viele am Hungertuch !!!

Ich finde es immer wieder interessant, wenn Innenminister eine Besoldung nach Leistung fordern. Damit wollen sie doch sicher nicht mehr Geld auszahlen als vorher. Für sich selbst sind unsere Herren Politiker nicht in der Lage, leistungsgerechte Diäten zu bestimmen. Da bekommen alle dieselbe "Belohnung", ob sie nun einen "Nebenjob" mit einer mehrfach höheren Zusatzeinnahme bekommen oder "nur" Abgeordnete, d.h. Abgeordnete als Vollzeitbeschäftigung mit vollem Einsatz sind. Und einige nehmen sich dazu noch heraus, ihre "Nebeneinkünfte" zu verschweigen.