10. Oktober 2008 Der Fraktionsvorsitzende der hessischen Linkspartei, Willi van Ooyen, hat nach eigenen Angaben von der Birthler-Behörde bescheinigt bekommen, weder Zuträger noch Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit gewesen zu sein. Ich bin unbelastet“, sagte Ooyen der F.A.Z. Der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner sagte hingegen, es sei zweitrangig, ob Ooyen Mitarbeiter der Stasi gewesen sei. Ooyen war als Einflussagent des SED-Regimes viel gefährlicher als er es als IM gewesen wäre.“
Mit seinen Vorwürfen gegen den früheren Geschäftsführer der von der DDR finanzierten Deutschen-Friedensunion (DFU) bezog sich Wagner auf einen Beitrag des Historikers Hubertus Knabe in der F.A.Z. Danach bezog die DFU auf direkte Anweisung des SED- und Staatsratsvorsitzenden Honecker noch 1989 etwa 3,1 Millionen Mark. Auch Ooyen habe als damaliger DFU-Geschäftsführer davon gewusst. Ooyen hat offiziell direkt für Honecker, die SED und die menschenverachtende Diktatur der DDR gearbeitet“, sagte Wagner.
Der CDU-Politiker hält zudem die Linkspartei in seinem Bundesland für derart verfassungsfeindlich, dass ein Verbotsantrag nicht aussichtslos wäre“. Der SPD-Vorsitzenden Ypsilanti warf er vor, eine verfassungsfeindliche Partei schönzureden“, um deren Hilfe bei der Wahl zur Ministerpräsidentin in Anspruch nehmen zu können.
Text: holl./F.A.Z.
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