
"Diese Aufgabe fällt dem Staat zuf, der einen sekundären Arbeitsmarkt ins Leben ruft. Dieser Matkt ist staatlich und übernimmt Personen, die von der Wirtschaft "freigesetzt" werden, lässt sie in Dienstleistungen arbeiten und bezahlt sie geinigfügig weniger als die Privaten. Damit macht man den Privaten kaum Konkurrenz, bezahlt man die Leute um zu arbeiten, nicht um sich zu bewerben oder zu "qualifizieren". Finanziert wird es durch die Streichung von Arbeitsämtern und Geldern für Nichtstun."
Meinen Sie das wirklich im Ernst? Sorgt diese Erklärung der Linken bei Ihnen für Verständnis?
+ einen "staatlichen Markt" gibt es nicht - sagen Sie lieber Planwirtschaft!
+ in welchen "Dienstleistungen" arbeiten diese staatlich angestellten Arbeitslosen?
+ Finanzierung durch Streichung der bisherigen Sozialleistungen? Wo ist da der Unterschied ?
Man muss schon etwas naiv sein, um diese "Wirtschaftstheorie" zu glauben; siehe UdSSR, DDR, Cuba, etc., etc. hat alles funktioniert, oder ??
Die einzigen, die im Sozialismus "frei" sind, sind die Funktionäre, die alle Privilegien kosten"frei" genießen und bestimmen, was die anderen "gerecht" bekommen...

Verehrter Herr Franzot,
Schön dass Sie, um Objektivität bemüht, Lafontaine vor dem Vorwurf verteidigen, er sei ein Sozialist. Ich denke, Verrenkungen am rechten Handgelenk lohnen sich da nicht.
Dass Lafontaine kein Sozialist sei, davon müssen Sie zuerst ihn selbst überzeugen, bevor Sie das nach außen verkünden.
Vielleicht ist er aber auch nur ein "ad-hoc-Sozialist" und morgen schon ein Liberaler. Wer zählt schon seine vielen Wendungen?

Zwei Phänomene, die sich grundsätzlich gegeneinander ausschliessen. Die LINKE hat nur eins im Sinn: FREIHEIT ist die Freiheit der eigenen Sippe. So haben es alle LINKEN - vom Bolschewiken bis hin zu den Eurokommunisten - stets gehalten. Es sind und bleiben Demagogen, die behaupten, der Sozialismus brächte den Menschen Freiheit -wahr ist: er nimmt sie ihnen! Im Triopack mit den GRÜNEN Lümmeln wird dann der Rundumschlag gelingen: man nimmt uns nebst Geld die Selbstbestimmung, den letzten Rest Marktwirtschaft und Eigenverantwortung. DAS ist deren Politik. Als Marionette der Bolschewiken wird man dann Beck zum Kanzler wählen, Frau Roth geht als Aussenministerin auf Reisen und reisst Deutschlands Anerkennung in Grund und Boden. Na bravo! Nur ein Schreckensszenario?? Nein - bald schon mögliche Realität! Ein Alptraum, bedenke man nur, dass dann Lafontaine wieder an den Schaltstellen deutscher Politik sitzt - mit der ganzen links - bolschewistischen Mischpoke! Da kann man nur hoffen, dass da die Farbenlehre greift: GRÜN und ROT beisst sich tot!

Liebe Leute, ich habe bereits Verrenkungen am rechten Handgelenk, weil ich ständig wiederholen muss, dass jemand, der sich das Programm der Linkspartei ernsthaft durchgelesen hat, unmöglich zum Trugschluss kommen kann, dass diese eine, wie auch immer geartete, Wiederauflage der "DDR" vorschlägt.
Ist es so schwer ein klein Bisschen mitzudenken, sich zu informieren, und verstehen, dass die Linken das Privateigentum nicht abschaffen wollen? Dass die Privatwirtschaft unter einem Kanzler Lafontaine weiter bestehen bliebe? Das sind die Eckpfeiler des marxistischen Sozialiemus, wenn jemand noch weiss, was darunter gemeint ist.
Sprücheklopfer haben es einfach, sie kippen einfach ein paar Biere in sich hinein und lassen sich von der Stimmung in der Eckkneipe inspirieren.
Na, genau solche Leute braucht das Land nicht. Wenn jemand in der Lage ist, die ECHTEN Programme der Linkspartei zu kritisieren (und sie vorher auch aufmerksam gelesen hat) dann ist sein Beitrag wertvoll. Leute, die uns nur vom Hörensagen verurteilen, sprich die Linken mit der SED, Äppel und Birnen, vergleichen liefern nur ein Armutszeugnis ab.
Wie schön, dass die FAZ auch damit ihre Weltoffenheit und ihr Verständnis für die Belange aller Kulturschichten beweist!

Dass Sozialismus ist nicht menschentauglich ist, bedarf wohl keines Beweises, wenn man die vielen Versuche betrachtet, die angestellt wurden, ihn in eine Gesellschaft zu implementieren. Auch die schlechteste denkbare wirtschaftliche Lage ändert daran nichts.
Die Antworten auf die Frage „Halten Sie den Sozialismus für eine gute Idee, die nur schlecht ausgeführt wurde?“ sind im Übrigen nicht leicht einzuordnen. Wenn die vielen Versuche, den Sozialismus einzuführen nur schlecht ausgeführt wurden und kein einziges Experiment bisher gelungen ist, dann spricht nichts dafür, dass dies bei weiteren Versuchen anders sein könnte. Die Idee mag also gut sein und das haben viele wohl auch so gemeint. Aber es ist nun einmal menschlich, auf dem Weg zur Verwirklichung von Ideen zu scheitern. Sonst hätten wir schon längst das Paradies.
In der Realität kann Sozialismus nur mit aller Staatsmacht durchgesetzt werden, was dann aber zur absoluten Versklavung der Bürger führt. Sowohl Mao als auch Pol Pot, sind davon ausgegangen, dass in periodischen Abständen die intellektuellen Volksschichten beseitigt werden müssten, damit am Ende sozialistische Menschen übrig blieben. Dies sollte kein Träumer von einer besseren Welt vergessen.
Erwin Sailer

..., wer mit 40 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand.
Ein alter Hut - ich entschuldige mich bei allen, die gegähnt haben. Ich schreibe es nur schnell auf für die, die es noch nicht kannten.
Sozialismus war und bleibt eine irrige moderne Heilslehre, die in Deutschland (in erschreckendem Ausmaß) noch nicht überwunden ist. Ich als Kind der DDR finde, dass Deutschland durchaus "verdient" hat, den wissenschaftlichen Sozialismus a la Marx auch im praktischen Experiment zu versuchen. Ich hoffe auch, dass diese Erfahrung uns als Land stärken wird, über lange Sicht. Aber den Fehlschlag auf eine fehlerhafte Versuchsanordnung zu schieben, wie es die weiterhin nicht selbständig denken wollenden Anhänger des Heilsversprechens gerne hätten, anstatt den deutschen und viele andere Fehlschläge als solche zu akzeptieren, zeugt von einem (geistigen) Alter näher der 18 als der 40.

Herr Hauser, erklären Sie mir doch bitte die Situation der Freiheit des Individuums an Hand folgender Situation.
In Deutschland machen jeden Tag drei Bachstuben dicht, weil sie der Konkurrenz von Kamps und Konsorten nicht Stand halten können. Kamps produziert in großen Brötchenfabriken, wo man nun wieder von Standortschließungen (Die Kosten!)
hört. Herr Kamps (mittlerweile Barilla) war sicher leistungsbereit, aber was ist dabei rum gekommen? Kaputte Kleinbetriebe, liebloses Industrie-Food, weiterer Arbeitsplatzabbau wegen Rationalisierung, Verlust von Kulturtechnik und kultureller Identität.
In Köln hat das schönste Programm-Kino dicht gemacht, weil die Mieten zu hoch wurden, was die verstärkte Monopolstellung der amerikanischen Brutalo-Dumpfbacken-Blockbuster-Industrie für geistige Armut zur Folge hat.
Sat 1 stellt Nachrichten aus Kostengründen ein.
Usw, usf.
MfG

Das alles wundert mich gar nicht. Seit langem, besonders aber seit Kohl-Blüm, ist die CDU auf dem Weg nach links.
Von der CDU der Gründerväter ist sie mittlerweile wahrscheinlich weiter weg als von der SPD. Der Schwerpunkt der Parteienlandschaft liegt links der Mitte.Es dominieren vier sozialdemokratische Parteien von unterschiedllicher Röte, an deren linken Rand eben der Versuch im Gang ist, das in der DDR gescheiterte Experiment einer sozialistischen Einheitspartei auf Bundesebene mit einiger Aussicht auf Dauer zu wiederholen, während das Duo Merkel-Müntefering unter dem wahnwitzigen Vorwand, einem offenkundig von Kräften ausserhalb jeglicher menschlicher Reichweite getriebenen globalen Geschehen ("Klimawandel") entgegenwirken zu müssen, dabei ist, gestützt auf Szenarien des IPPC (International Panel of Climate Change, die in kritischen wissenschaftlichen Kreisen für "shenanigans" (Mumpitz) gehalten werden, den Lebensstil der Deutschen, der EU-Völker überhaupt zu "ökologisieren". Dass dies weniger Freiheit und mehr staatlichen Zwang, also mehr "Sozialismus" bringen wird, unterliegt keinem Zweifel. Die Deutschen könnten bekommen, was viele wollen: Mehr Sozialismus- weniger Freiheit. - Kuddel

Sozialismus und das Individuum stellt doch in sich keinen Widerspruch dar. Die gesammte Menscheit, seit der Urgesellschaft, ist doch geprägt von der Wechselwirkung von Gemeinschaft und Individuum. Der Angesehnste war immer eine Art Führungsfigur. Das Problem ist doch nur die Transparenz des Wesens der Person, der Aneignung von Gütern und dem Einsatz dieser im Interesse der Allgemeinheit (ist ja auch im GG akzeptiert). Der Mensch ist von seiner Evolution her ein soziales Wesen, dass in jeder Gemeinschaft einen bestimmten Platz einnimmt. Die Aufgabe kann also nur darin bestehen, dass das Individuum in diesem Gefüge seinen Beitrag leistet: Die Starken beschützen die Schwachen, die Jungen kommen für die Alten auf, die Gesunden für die Kranken usw. In diesem Gefüge die richtigen Wechselbeziehungen zu finden ist das Problem. Das alleinige Zahlen von Steuern in eine mehr oder weniger annonyme Kasse leistet das nicht.
Man braucht sich nur die Familie genau anschauen und diese (vereinfacht) vergößert vorstellen, dann kommt man dem Sozialismus schon nahe. Wie gesagt vereinfacht und grob dargestellt.
Nur Ausbeuter passen hier nicht rein.

Und wenn Lafontaine selbst das Wort "Sozialismus" falsch anwenden würde? Dann müssten seine Kritiker richtig mitdenken, um ihm Kontra zu geben.
Es war auch verdammt einfach, Haider als Faschist zu definieren und nicht ihn, sondern den Faschismus mit der einschlägigen Literatur zu verteufeln.
Ich nenne nun Lafontaine "Mischform-Statalist". Vielleicht identifiziert er sich damit und übernimmt meinen Vorschlag für ein neues Etikett.

Als einer, der den Sozialismus erlebt hat, kann ich mich nur wundern über die Naivität, mit der die Menschen gerade in den "neuen Bundesländern" dem linken Unfug zugeneigt sind. Sicher, die Freiheit löst nicht alle Sorgen und die Marktwirtschaft ist nicht ohne Grenzen zuträglich, aber wie immer noch Menschen glauben können, man könne den Sozialismus gut machen, das verstehe, wer will. Sicher haben auch die Leserbriefschreiber recht, die meinen, es sei vornehmlich auf das Versagen der bürgerlichen Politiker zurückzuführen (bürgerliche Rundfunk- und Fernsehmoderatoren scheint es praktisch nicht mehr zu geben).
Sozialismus I S T Feudalismus in moderner Form und wird es immer bleiben, gleich, wie freiheitlich OL ihn machen will. Die Freiheit endet spätestens dann, wenn die Menschen dieser Beglückung davonzulaufen versuchen. Das werden sie aber tun, wenn Sozialismus mit Freiheit versucht werden soll. Auch der beliebte Begriff "Soziale Gerechigkeit" ist unsinnig. Unverständlich ist, daß er mit vielem anderen nicht zuende gedachten Zeugs von so manchem Lehrer unschuldigen Kindern nahegebracht wird. Wenn wir nicht gegen diese Verdummung aufstehen, die Grundlagen eines vernünftigen Gemeinwesens stehen auf dem Spiel.

Ich denke das eigendliche Lockmittel des Sozialismus ist das er den Menschen sagt, Du brauchst für das was Du tust keine Verantwortung übernehmen, die übernimmt das Kollektiv. Wenn ich also mich in der Schule nicht angestrengt habe und so nur Hilfsarbeiter mit erbärmlichen Einkaommen geworden bin, dann bin ich ja nicht schuld. Aus diesem Grund kann Sozialismus nicht funktionieren - er lässt die Natur des Menschen außer acht und genau aus diesem Grund wird er immer zu einem Totalitären System verkommen, denn ihm fehlt die Hemmschwelle der Achtung der Individualität.
An die Herren Kommentatoren welche auf der einen Seite hier die heutige BRD geiseln und auf der anderen sagen: die Sowjetunion war kein Sozialismus: Bittebleiben Sie fair! Entweder sie vergleichen theoretische Gesellschaftsmodelle (Sozialismus contra soziale Marktwirtschaft) oder die praktische Umsetzung BDR contra DDR. Alles andere ist unredlich.
Mich stimmt sehr nachdenklich das zwei deutsche Sozialismusversuche (ja die Nazis haben davon geträumt nach dem Endsieg die Industrie zu verstaatlichen) in Blut und Tränen geendet sind. Ich hoffe ehe es zu einem dritten Versuch kommt marschieren die Franzosen und Briten ein!

Diesem geistigen Schwachsinn kann ich nur den Satz von Schelling entgegenhalten: "Wollen wir in Freiheit "etwas" werden oder in Sicherheit "jemand" bleiben.
Die Vorstellungen von Lafontaine sind aus der Mottenkiste und zu nichts zu gebrauchen. Wenn der Staat über allem steht und so mit dem Einzelnen seine Entfaltungsmöglichkeiten nimmt, dann ist Orwell gleich um die Ecke. Nein danke.

Es ist immer wieder interessant die Leserbriefe hier zu verfolgen. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Verfechter des Sozialismus einen massgeblichen Punkt ausser acht lassen: das Individium!
In der sozialistischen Lehre geht man davon aus, dass durch eine Steuerung der Mittel, die Gesellschaft sich in einem austariertem Bereich des "Wohlstandes" bewegt. Dies ist insoweit auch eine hervorragende Idee, wenn da nicht das Individium waere.
Der Mensch ist nun einmal von Hause aus ein wenig traege. Nur wenn er sich als Individium einen Vorteil verspricht, wird er entsprechenden Enthusiasmus aufbringen.
Verfechter des Sozialismus gehen in der Grundvorstellung davon aus, dass jedes Individium, das es zu einem Wohlstand ausserhalb ihrer Vorstellung gebracht hat, dieses nur mit illegalen Mitteln erreichen konnte.
Beschneiden wir nun diese Individien durch neue Regeln, werden wir diese in ihrem Eifer beschneiden. Dies bedeutet gleichzeitig auch eine Absenkung der Gesamtleistungsbereitschaft der Gesellschaft und fuehrt zu einem Effekt, den man als "vicious circle" bezeichnen kann. Ergebnis ist, niemand wird es kuenftig gut gehen.
Also lasst uns lieber die Freiheit des Individiums verfechten, die dann auch Steuern bezahlen.

Dass mittlerweile fast 2/3 der Bevölkerung die moralische Rechtfertigung eines Gesellschaftssystems in Frage stellen, in dem - etwas "polemisch" formuliert - ziemlich wenige auf Kosten von ziemlich vielen profitieren: Was daran sollte so verwunderlich sein?
Viel interessanter scheint mir das Faktum, dass diese deutliche Mehrheitsmeinung so scharf kontrastiert mit dem, was wir in den Medien - nicht nur in der FAZ - an Meinung vorgesetzt bekommen.
Interessant in doppelter Hinsicht: Hier spiegeln die Medien also nicht die öffentliche Mehrheitsmeinung wider, sondern setzen sich gegen sie in scharfen Kontrast (übrigens: ohne diesen Gegensatz offenzulegen). Und andersherum: Die öffentliche Meinungsbildung schafft es hier - auf welchen Wegen auch immer -, deutliche Mehrheiten gegen den Mainstream der geballten Medienmacht herauszubilden.

Ich frage mich ob die Mehrheit der Befragten den Begriff Sozialismus überhaupt versteht? ich vermute die meisten verbinden damit nur stattliche Hilfen, (künstliche) höhere Löhne für sich selbst. Was dazu nötig ist, was dabei von statten geht etc. dürften Ihnen fremd sein.

Anhand der Reaktionen vieler Leser, überzeuge ich mich allmählich, dass die Linkspartei zuviel an kernigen Sätzen und zuwenig an Erläuterungen ihres Programms verbreitet hat.
Ich habe mir das Programm von der WASG mailen lassen und es tagelang studiert. Das Neue, das auch das Verständnis für die "Freiheit" erst ermöglicht, ist die Erkenntnis, dass die Privatwirtschaft die Arbeitslosigkeit nicht beseitigen kann. Diese Aufgabe fällt dem Staat zuf, der einen sekundären Arbeitsmarkt ins Leben ruft. Dieser Matkt ist staatlich und übernimmt Personen, die von der Wirtschaft "freigesetzt" werden, lässt sie in Dienstleistungen arbeiten und bezahlt sie geinigfügig weniger als die Privaten. Damit macht man den Privaten kaum Konkurrenz, bezahlt man die Leute um zu arbeiten, nicht um sich zu bewerben oder zu "qualifizieren". Finanziert wird es durch die Streichung von Arbeitsämtern und Geldern für Nichtstun.
Ausserdem erhöhen bessere Dienstleistungen die Arbeitsbedingungen und steigen damit die volkswirtschaftliche Produktivität. Wer an einem Schalter Schlange steht, Bewerbungsmappen schreibt , depressiv wird, sich betrinkt, der verbraucht nur PIL und leistet nichts. Eine Rente mit 67 finanziert man nur mit Arbeit, nicht mit Hartz IV.

Das ist ja unglaublich, wenn rund die Hälfte der West- und Ostdeutschen glauben, man könnte es mit dem Sozialismus noch einmal, nur besser versuchen. Ich hoffe ja eh darauf, irgendwann den Absprung aus Deutschland zu schaffen, aber vielleicht sollte ich mich beeilen...

Wenn man immer hört "selbstbestimmtes Leben". Der Band arbeiter kann seinen Lohn nicht bestimmen. Das Zimmermädchen ebenso wenig. Dem Unternehmer ist es frei im Rahmen seine Umsätze sich zu bedienen. Der Freiberufler bestimmt über seinen Fleiß sein Einkommen. Der Erbe hat gleich gar nichts zu tun (Sterntaler).
Der den Reichtum erarbeitende ist nicht frei. Um ihn nicht auszubeuten bedarf es eines Korrektivs, nicht einer Enteignung. Weder von Kapital noch von Arbeitskraft.
Es gab noch keinen Sozialismus in der Welt. Der sowjetische Sozialismus, der in den anderen Ländern, auch der DDR, übernommen wurde war zutiefst feudalistisch. Das zaristische Russland konnte schon objektiv keinen Sozialismus gestalten, weil die wirtschaftliche Grundlage fehlte.
Es wurde der Zar durch eine Partei ersetzt, die sich ihre Führer wählten(manchmal). Alles trug Züge des Feudalismus. Der absolutistische Führungsanspruch (Partei), Zwang und Repression(Polizeiaparat, Geheimdienste), Unfreiheit (Keine Freizügigkeit), Fronarbeit(unendgeltliche Arbeitsleistung) Tauschwirtschaft statt Geldbeziehung, Form der Leibeigenschaft (Mauer, Grenzregime), ideologische Durchdringung der Lebensbereiche usw.
Kpiatalismus ist nicht das letzte Wort der Menschheit.

KEINE(!) radikale Ideologie wird allen(!) Menschen Freiheit und einen angemessenen Wohlstand geben können.
Das gilt für den Sozialismus ("Schaff den Markt ab, er ist grundsätzlich schlecht") genauso wie für einen enthemmten Wirtschaftsliberalismus ("Lass den Markt nur machen, schwäche den Staat und wir alle kommen ins Himmelreich").
Die beste (da nicht radikale) Lösung liegt irgendwo in der Mitte.
Wir sollten raus aus dem Lagerdenken (links gegen rechts, staatlich gegen privat, Solidarität gegen Eigenverantwortung) und endlich genau hinschauen, was linke wie wirtschaftsliberale Ideologien den Menschen und unserer Umwelt antaten und antun. Eine komplexe Realität interessiert sich nun mal nicht für die Dogmen in unseren Köpfen.

Es geht doch nicht um die Frage Freiheit oder Sozialismus, sondern wie Freiheit und Gerechtigkeit gewährleistet werden können.
Ich bevorzuge Freiheit und sehe auch nicht wie im Sozialismus Demokratie und alle Freiheitsrechte gewährleistet werden könne, doch bleibt auch die Kapitalistische Gesellschaft das Versprechen schuldig für
eine gerechte Verteilung der Güter zu sorgen und alle Menschen am allgemeinen Wohlstand zu beteiligen.
Grundlage dafür ist z.B. auch der Zugang zu Bildung ohne
Klassen, so das soziale Geschichten nicht sich immer wiederholen, wer will bestreiten das dafür der Staat zu sorgen hat. Es hat sich erwiesen das das deutsche bildungssystem diese freiheit oder gerechtigkeit nicht gewährleistet

Die meisten konkreten Ideen oder Forderungen der LINKEN
sind in anderen Ländern der wetlichen Welt bewährte Praxis.
Aber das interessiert die FAZ nicht. Sie ist natürlich bemüht, das Gespenst der ehemaligen Ostblock-Verhältnisse an die Wand zu malen.
Bloß sind die überhaupt nicht mehr gemeint. Die meisten Politiker und Anhänger der LINKEN wissen, daß dort in vielerlei Hinsicht eine Pervertierung der
Ideen des solidarischen, nachhaltigen Miteinanders stattfand, unter Führung von skrupellosen, korrupten Cliquen und wünschen solche Verhältnisse genauso wenig wie die aktuellen
kapitalistischen Verhältnisse.
Interessant wäre übrigens mal eine Beleuchtung des Sozialisten-Hasses in Deutschland unter Bürgerlichen und Konservativen (letztere zeichnen sich ja häufig dadurch aus, in Familien-Tradition den Hauptgrund ihrer Wahlentscheidung zu sehen, was ja auf starkes Interesse an politischen Inhalten schließen lässt) der ähnlich stark wohl nur in den USA zu finden ist.
MfG

Angesichts der Paläste der Agenturen für Arbeit und der Bedingungen zum Erhalt von ALG I und der Hartz IV Bestimmungen, des Arbeits-, Steuer-, Sozial-und Finanzrechts im Kapiatlismus und der damit verbunden aufgezwungenen Be- und Einschränkungen der abhängig Beschäftigten und Empfängern von Sozialleistungen und Renten, frage ich mich wo die Freiheit in der BRD existiert.
Ganz zu schweigen von den Vorstellungen zur weiteren Verschärfung der Freiheiten, der Grundrechte und der Verfassung.
Nein, der Kapitalismus bietet nur Freiheit denen, die sich diese kaufen können, nachdem sie sich Reichtümer wie auch immer angeeignet haben.
Korrupte Betriebsräte, gekaufte Gewerkschaftsfunktionäre, bezahlte Abgeordnete, eingeschränkte Demokratie durch Verbot der Ausübung von direkter Demokratie(Volksabstimmung, Generalstreik) haben nichts mit Freiheit zu tun. Sie sind Ausdruck der Diktatur des Geldes, welches sich über die Institutionen des Staates von der Mehrheit der Bevölkerung des Landes angeeignet und für seine Zwecke wieder verwendet wird.
Die Befreiung von dieser Diktatur macht den Menschen frei. Nur eben nicht im Kapitalismus. Das kann nur der Sozialismus leisten.
In der DDR gab es kein Sozialismus. Das war moderner Feudalismus.

Gerade in Deutschland klingt der Slogan von O.L. eigenartig.
12 Jahre (National-)sozialismus mit Krieg, Elend, Holocaust, und Jahrzehnte Besatzungsmacht-Sozialismus im Osten mit Selbstschuss-Mordgrenze und "Bautzen" haben wohl deutlich gemacht:
Sozialismus ist das Gegenteil von Freiheit, geradzu der Tod der Freiheit. Schade daß immer wieder Menschen diesen tumben Sprüchen ewiggestriger auf den Leim gehen. Bei den gescheiteren SED-Mitläufern der ehemaligen DDR ist es noch zu verstehen, aber bei Menschen, die in Freiheit in einem Rechtsstaat aufgewachsen sind, kann sich dies eigentlich nur mit Dummheit, Ignoranz oder auch nur mit ganz persönlichen eigenen Interessen erklären.

Der Begriff "soziale Gerechtigkeit" ist einer der großen Euphemismen unserer Zeit. Denn: Gerechtigkeit ist unteilbar (ähnlich wie Freiheit), wer "soziale Gerechtigkeit" sagt, will, daß eigentlich Ungerechtes (wie zB eine Enteignung) durch die Etikettierung, es sei "sozial", zu etwas Gerechtem erklärt wird.
Daß erklärte Sozialisten und Sozialdemokraten sich dieses Begriffes bedienen, entspricht ihrem Denken und verwundert nicht.
Daß aber viele konservative Politiker ihn ständig bedenkenlos im Munde führen, zeigt, daß sie im Innersten Sozialdemokraten sind. Und so ist auch ihre Politik.

anders kann ich mir nicht erklären, dass der Sozialismus auf einmal wieder seinen Zauber zu verbreiten vermag.
Sind die Menschen wirklich so blöd oder wollen sie es sein? Beiden Haltungen ersparen es zumindest sich selbst Gedanken über das wahre Wesen des Sozialismus zu machen.
Ein Blick in die Geschichtsbücher könnte die Menschen rasch belehren: wo immer auch der Sozialismus herrschte kam es zu einem Rückgang des Bruttosozialprodukts. Schon vergessen. Wo soll sie sein, die Ausnahme. Der Schaden den der Sozialismus hinterließ war enorm: praktisch alle Staaten waren am Ende bankrott.
Mit der Freiheit ist es nicht weit her. Aber die scheint in vieler Leute Köpfe kein besonders hohes Gut zu sein.
Und die vielversprochene Gleichheit? Auch die konnte man sich in diesen Staaten an den Hut stecken. Die Privilegien der herrschenden Partei waren enorm. Von Gleicheit keine Spur, dafür aber politische Unterdrückung, Willkür und Kadavergehorsam, wenn man es zu etwas bringen wollte.
Da dies in allen sozialistischen Staaten so war, wird der Fehler wohl theorie- und somit systemimmanent sein.
Aber der Neid des gemeinen Mannes ist halt ein vortreffliches Instrument für den Stimmenfang.

"Denk' ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht..." Diesem Zitat kann ich nur zustimmen, wenn ich sehen muss, wie viele Deutschen den linken Rattenfängern und ihren verführerischen Flötentönen in thumber Obrigkeitshörigkeit nachlaufen.
"Soziale Gerechtigkeit", "Freiheit durch Sozialismus" und andere Parolen negieren einerseits das Versagen des Sozialismus in der Praxis - was einige offensichtlich völlig ausblenden - und verschweigen, wer das finanzieren soll. "Der Staat" soll alle Bürger "sozial gerecht" absichern; wer ist denn "der Staat"? Was macht denn "der Staat", wenn auf einmal alle Staatsbürger die staatlichen Almosen empfangen wollen? Wer soll denn das Geld erarbeiten, das "der Staat" (real: Wahl- und publicity-geile Demagogen, wie Lafontaine...) verschenken will? Dass es noch Deutsche gibt, die Lafontaine auch nur eine Sekunde lang zuhören, ist schon Zeichen von Dummheit genug. Dass man Lafontaine und die alte SED-Garde im Doppelpack salonfähig macht, ist ein politischer Skandal. So wie sich nach 1945 die "DDR" aus der deutschen Geschichte und Verantwortung per Definition gestohlen hat, so drückt sich die die neue linke Schickeria um die Geschichte und Scheitern der DDR. Siehe Fortsetzung Teil 2.

Es ist weniger der Zauberklang des "Sozialismus" als das Versagen der politischen Mitte und der Konservativen Politiker in den letzten 20 Jahren! Die haben die Gesamte politische Bildung und Propaganda den Linken überlassen. Vom Kindergarten bis zur Universität konten diese Agitatoren alles auf den Kopf stellen! Das gab es in keinem anderen demokratischen Land. Die SPD war Zerrissen, die CDU/CSU hat geschlafen und die Kirchen waren mehr hinter Che her als Jesus.
Fast aus jedem Leserbrief, den ich gelesen habe, zeigte sich ein traumatisierter Schreiber. Viele sind noch heute traumatisiert durch den Fall des Kommunismus. Aber auch die blindwütige und unsachlichen Angriffe auf die USA (bsenders Präsident Bush) und jetzt auf den Herrn Schäuble zeigen die gleichen traumatisierten Gesichter. Die, bis hinauf zu führenden Sozialdemokraten, glauben immer noch, den Terrorismus gebrauchen zu können, unsere Geselschft zu verändern. Und unser Bundespräsident hat auch keine Durchblick.

Es ist eine alte politische Grundregel in Deutschland, hier untermauert in den Ergebnissen der in dem Artikel beschriebenen Untersuchungen, daß die Menschen hierzulande immer schon bereit waren, ihre persönliche Freiheit zu Gunsten eines abstrakten staatlichen Überbaus zu abzugeben. Das erklärt bspw. das Ergebnis der letzte Bundestagswahl: die SPD, anfänglich eigentlich hoffnungslos abgeschlagen, holt enorm mit Verunglimpfung freiheitlicher Ideen und dem starken Einsatz des abstrakten Begriffes der "sozialen Gerechtigkeit" auf, wobei letzterer implementiert, daß er auf staatlicher Fürsorge beruht, im Gegensatz zur freiheitlichen Regelung, nach dem jedem Menschen Möglichkeiten zur eigenen Entscheidung in die Hand gegeben werden sollen.
In Umfragen mag die SPD noch so niedrig dastehen. Die in Umfragen Befragten wissen nur zu genau, was sie antworten müssen, wenn es um die Einschätzung der SPD Politik geht. Am Ende machen sie, trotz allem Unmuts, doch wieder ihr Kreuzchen "an der richtigen Stelle". Der romantische Traum von der kindlichen Unbekümmertheit bis ans Lebensende ist eben nicht ausgeträumt. Er ist das Ergebnis von über 50 Jahren immer weiter gesteigerter staatlicher Versorgungsmentalität seitens der Politik.