Auch Steinmeier will Beck nich tin den Rücken fallen

SPD

Präsidium stärkt Beck den Rücken

In der gut zwei Stunden langen SPD-Präsidiumssitzung soll es keine Kritik an Beck gegeben haben. Weil sie „die Mehrheit nicht garantieren“ kann, hält Andrea Ypsilanti vorerst daran fest, sich am 5. April nicht zur Wahl als Ministerpräsidentin im Wiesbadener Landtag zu stellen.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. März 2008 17:19

Nur Gemeinsam

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Auch als bekennender Sozialdemokrat kann ich mit dem Schreiben von Thierse und Co. nicht einverstanden sein, ich sehe zwischen den Zielen des Kommunismus und der Sozialdemokratie erhebliche Unterschiede.
Wenn wir aber einem weiteres erstarken "der Linken" entgegenwirken oder sie noch besser wieder zurückdrängen wollen, kann das nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe funktionieren. Wenn die Menschen mit der Politik die im Moment gemacht wird, egal ob auf Landes- oder auf Bundesebene, nicht zufrieden sind weil sie sich in ihren wirtschaftlichen und sozialen Belangen nicht mehr durch die etablierten Parteien vertreten sehen suchen sie sich andere Parteien bei denen sie ihre Interessen, zumindest scheinbar, besser vertreten sehen. Der beste Weg die "Linke" zu bekämpfen ist der, sich der Sorgen und Nöte der Menschen in unserem Land zuzuwenden und Lösungen dafür zu finden anstatt sich in Macht- und Parteipolitischen Grabenkämpfen zu ergehen.

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10. März 2008 16:24

Ungenau.....Frau Ypsi...

wolf haupricht (emilgilels)

Kommentar: Weil sie"die Mehrheit nicht garantieren" kann, hält A. Ypsilanti vorerst daran fest, sich am 5. April nicht zur Wahl als.....zu stellen.
Der 5.4. steht aus zeitlichen Gründen u. wg der Grünen überhaupt nicht (mehr) als möglicher Wahltag zur Verfügung.
Damit die Aussage Sinn macht, müsste es doch heißen: A. Ypsi...hält vorerst daran fest, sich nicht zur Wahl als.... zu stellen!

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10. März 2008 14:16

@ Michalski: Ich gebe Ihnen in allen Punkten vollkommen recht

Joachim Mense (JMense)

Lieber Herr Michalski,
ich gebe Ihnen in Ihrer zweiten, etwas differenzierteren Einschätzung völlig recht - und zwar in jedem Punkt.

Aus verschiedlichen Gründen jedoch sollte man auch in diesem Forum die aktuelle staatsgefährdende Gefährlichkeit der NPD nicht mit der Partei Die Linke in einen Topf werfen. Menschenverachtend und in diesem Sinne radikal sind heutzutage - und damit meine ich tatsächlich nur heute und nicht die geschichtliche Betrachtung - in erster Linie die Rechten, auch in ihrer Programmatik und erst recht in ihren Handlungen. Gysi, Lafontaine & Co jedoch propagieren vieles, aber sicherlich keine Gewaltbereitschaft.

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10. März 2008 14:00

Wie kann man einem Problem Bär den Rücken stärken?

Wolfgang Faßbender (Orwell84)

indem man behauptet alles ist ok und wir haben keine Probleme mit dem vorsitzenden ?

Und wenn Frau Y sagt, sie hält "vorerst" dran fest sich am 5.-4. nicht zur Wahl zu stellen, was bedeutet das? wie immer es ist die Partei der Beliebigkeit und sie wird alles tun um, wenn auch klammheimlich und nicht mehr öffentlich, doch noch den Schwenk zur EX SED (mit wenigen Ex SPDlern) die aber vom Ideengut nicht weit von denen stehen, es doch noch zu vollbringen. Hoffentlich bleibt da die bürgerliche Gruppierung von CDU und FDP stark. Sie müssen nur Ihren Wahlkampf auf sachliche Argumente aufbauen, dann wird es auch dem dümmsten Wähler klar, daß davon auch er nur profitieren kann. Denn nur verdientes Geld (Steuern von den besser verdienenden Leistungsträgern) kann auch sinnvoll eingesezt werden die Schwachen zu stärken, nicht aber die Sozial Schmarotzer die nicht wollen.

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10. März 2008 13:30

Die SPD arbeitet weiter am Abbau ihrer Glaubwürdigkeit

Robert Klemme (rklemme)

Wenn ich solche Sätze lese, wird mir ganz anders:

"Es ist nicht richtig, Druck auf eine frei gewählte Abgeordnete zu machen."

"Der SPD-Chef hat keine Fehler gemacht."

Natürlich wird ständig von Fraktionen Druck auf Abgeordnete ausgeübt. Und natürlich haben Beck und andere Fehler gemacht. Wenn hochrangige SPD-Politiker weiterhin Aussagen machen, die so offensichtlich neben den Realitäten liegen, können sie den Laden wirklich bald zumachen. Wenn sie Glück haben, kommen sie noch bei der Linken unter, die dann ja erheblichen Personalbedarf hätte.

Das ganze Schauspiel wird nur dadurch erträglich, dass man es als solches betrachtet. Der Unterhaltungswert jedenfalls ist zur Zeit bei der SPD erheblich höher als bei der Union...

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10. März 2008 13:27

@ Herrn Mense: Dank für die Belehrung, aber der Kommunismus hat trotzdem Schuld

Bernd Michalski (michalski2)

Lieber Herr Mense,
Ihr Hinweis ist ja ganz richtig, dass die Spaltung Europas (auch) Folge des von den Nazis angefangenen Weltkriegs war. Das wusste ich freilich schon vorher! Ehrlich!
Aber in 1000 Zeichen kann man nun mal nicht die komplette deutsche Geschichte abhandeln; da dürfen sogar mal die Nazis unter den Tisch fallen, wo sie auch meines Erachtens sowieso hingehören. (Liebes braunes Gesocks: jetzt aber bitte keine Drohbriefe schicken.)

Im übrigen hätte es - da wage ich jetzt mal ganz doll zu spekulieren - auch trotz Weltkrieg keine Teilung Europas geben müssen, wenn nicht "von Moskau aus" Herr Stalin, den Sie korrekt benennen, seinen quasi-imperialistischen Machtbereich eingezäunt hätte. (Oh, jetzt jammern die Marxisten natürlich: Imperialismus gibt es doch nur im Kapitalismus! Im Sozialismus heißt das "Befreiung"!)

Und im übrigen wäre vielleicht Hitler gar nicht so leicht an die Macht gekommen, wenn nicht einerseits die Kommunisten in Deutschland mitgeholfen hätten, die Demokratie zu sabotieren, und wenn Hitler nicht andererseits den Bolschewismus als Buhmann gehabt hätte. Ja, wer weiß.

Also: die Kommunisten sind nicht allein an allem Schuld. Aber sicher Schuld genug, um sie nie mehr regieren zu lassen.

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10. März 2008 12:50

Planlos

Uwe Leopold (leouwe)

Das was die SPD derzeit "zaubert" ist an Planlosigkeit und Inkompentenz nicht mehr zu überbieten. Im Sinne von Hessen bleibt zu hoffen, daß Frau Y. nie die Fäden des Landes in der Hand haben wird. Das Chaos wäre vorprogrammiert. Dann doch lieber einen "bösen" Herrn Koch als Geschäftsführer als eine "ich habe keine Ahnung" Ministerpäsidentin. Was denken eigentlich die vielen Bürger, die Frau Y. am 27.01. ihre Stimme gaben ? Hoffentlich fällt jetzt jedem die "heiße Luft" in den schmalen SPD-Parolen auf.....

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10. März 2008 12:32

Thierse & Co.

Detlef Stark (wool-web)

Wenn es soweit gekommen ist, wie das Thesenpapier von Thierse & Co. zeigt, dann stelle ich die Frage, wie die Reaktion in unserem Land wäre, wenn man bei der CDU auf die Idee käme, derart die Vergangenheit der NPD zu vernebeln, um sie ebenfalls "koalitionsfähig" zu thesen?
Detlef Stark

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10. März 2008 12:27

Die Linken in der SPD proben für den Tag "X"

wolf haupricht (emilgilels)

Wenn die aufgelisteten Namen wie Thierse, Scheer, Lauterbach, Ipsilanti, Nahles, Stiegler, Stegner und wie sie alle heissen ihren Traum vom Sozialismus träumen, der dann alle Bereiche des persönlichen Lebens und Umfelds eines Menschen fest im Griff haben wird, würde ihnen etwas gelingen, was bisher niemandem auf Dauer und erst recht nicht zum Wohle der betroffenen Menschen gelungen ist.
Die Folgen wären fatal.
Die Menschen, die ohne Gewalt sich derartiger Systeme entledigt haben, sollten doch auch der Jugend die Augen geöffnet haben, wohin bereits ein theoretischer Ansatz von Sozialismus führen wird.
Dass allerdings Erwachsene w.o. immer noch einem Trugbild, welches in Unfreiheit und Bevormundung endet, nachjagen wie einem Phantom zeigt, dass sich hier ein Grauschleier auf die Augen der Betroffenen gelegt hat und diese statt der erhofften Morgenröte eine Abenddämmerung im Untergang erleben werden.
Das schlimme Beispiel Dagmar Metzger sollte dem bisher gutgläubigen Menschen jetzt die Augen geöffnet haben.
Die Verletzung eines von der Verfassung garantierten Rechts auf freie Mandatsausübung durch Nötigung/Mobbing gehört künftig unter Strafe gestellt.

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10. März 2008 12:11

"In dem Papier heißt es, das Ende des Kalten Krieges

Patricia Jung (jungpf)

und die Wiedervereinigung Deutschlands hätten der Spaltung zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten die historische Grundlage entzogen."

Verstehe ich das richtig, dass es völlig egal ist, wenn man wählt Kommunisten oder Sozialdemokraten, da gibt es keinen Unterschied. Das heißt wohl, da die kommunistische Regime sowohl Menschenrechte als die Freiheit ihrer Bürger mit Füssen treten, Bürgerrechte unter der SPD ade. Ehrlich ist mir der Preis für eine kleine soziale Absicherung dafür zu hoch. Die Ungerechtigkeit wurde unter solchen Regierung noch nie abgeschafft. Ich denke, wir sollten mal über andere Lösungen als uns Hamsterrad zu drehen.

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10. März 2008 11:45

Sozialismus? Nein Opportunismus!

rene dustmann (reduma)

Die vergangenen Tage waren auch aufschlussreich: in Hessen eine Dilettantentruppe und in Berlin ein kopfloser Parteiapparat versuchen ihr tägliches Handeln als politische Arbeit zu verkaufen. Obendrein tauchen aus dem Dunst so inhaltsschwangere Titel wie "soziale Moderne..." auf und alles zum Wohl der Bürger!

Dabei geht es gar nicht um Politik, denn dies setzt Überzeugung voraus und die hat, bis auf Ibsilandi, keiner. Sie ist davon überzeugt, "isch habe die Wahl gewonnen", was wiederum als Basis einer politische Überzeugung recht dünn ist.

Alle anderen wedeln sich groteske Sätze zu wie "Beck ist nicht beschädigt" oder "es gibt keine Krise" und haben doch nur im Auge, aus diesem Sturm unbeschadet oder gar bessergestellt heraus zu kommen. Kante zeigt keiner.

Nachdem sich sogar Sozen wie die Heidi, Nahles, Wowi, Stigler & Co ihr Bett gemacht haben und ihre politische Gesinnung nur noch zu Tarnzwecken proklamieren, sollten wir alles niedriger hängen: es gibt keine Revolution, alles nur Theater um dem Volk wenigstens Unterhaltung zu bieten, wenn´s sonst schon nix gibt für´s Steuergeld.

Ist doch nett, war lustig bisher. Allerdings weigere ich mich, dieser Amateurtruppe in Hessen gleich die geforderten Startgagen zu gewähren.

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10. März 2008 11:41

Kein Machtwort

Werner Eickhoff (WernerEickhoff)

Wenn aus Berlin keins kommt, dann von mir:

Die erste Reihe (Koch, Ypsilanti und die aus FDP, Grünen und Linken wegtreten. Die zweite Reihe nach vorn und verhandeln und gestalten.

Skandal ist, dass hier wieder Politik, die ja eigentlich für den Interessenausgleich sein sollte, für die persönlichen Animositäten der ersten Reihe herhalten muss.

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10. März 2008 11:41

Auf´s Gedankengut kommt's an

Karsten Cascais (karstencascais)

Der Parteibeschluss zur Zusammenarbeit mit den Linken stehe, es liege in ihrer Verantwortung, sagt Ypsilanti. So ungeheuerlich könne das Umschwenken der SPD zu der Linkspartei in Hessen doch nicht sein, schreiben andere, immerhin haben von den Abgeordneten der hessischen Linken niemand an der Mauer gestanden und auf Flüchtlinge geschossen. Wenn das indes so ist, warum hält man dann aber die NPD oder die Republikaner nicht für regierungsfähig? Von denen hat auch niemand an den Toren der KZ-Lager gestanden oder für die Gestapo oder SS gearbeitet. Offensichtlich kommt es wohl doch auf das politische Gedankengut an, das die Position bestimmt. Da jedoch vermag ich keinen Unterschied zu den in der Linken versammelten Sozialisten und (Alt-) Kommunisten zu sehen. Nicht anders als die radikalen Rechten in Bezug auf die Nazis teilen sie weite Teile des politischen Gedankenguts derjenigen, die von ihm geleitet an der Mauer geschossen und in der Welt weit über 100 Millionen Menschen auf dem Gewissen haben.

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10. März 2008 11:40

spd-NE

Walter Wasilewski (wwasilewski)


Die Schrumpf- Partei odert die Partei des Seeheimer Kreises , der Ringel,Ringel,Reihe.. Husch,husch,husch spielt.
Wer diese Partei wählt, muss nach der Wahl erleben, sie steht hoffnungslos - und ratlos -vor der Frage- was machen wir jetzt??
Der böse Blick Merkels und der Seeheimer Zeigefinger machen die Partei handlungsunfähig.
Kaum ein Bürger möchte aus diesem Theater noch etwas hören. Bitte verschont uns mit Geschichtchen aus dem Kreis der Unentschlossenen.
Walter Wasile

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10. März 2008 11:38

es bleibt einem wirklich fast die Spucke weg,

Roland Wondzinski (schlumpf65)

wenn man liest, dass der Spaltung zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten die historische Grundlage entzogen sein soll.

Ich würde gern wissen was Herr Thierse sagen würde, wenn jemand behaupten würde: "Durch das Kriegsende wurde der (unnatürlichen) Spaltung zwischen Nazis und Konservativen die historische Grundlage entzogen." Letzteres wäre nach über 60 Jahren sogar noch nahe liegender (wenngleich natürlich genauso blödsinnig).

Was soll der Satz uns überhaupt sagen?
Vielleicht: „Alles, was vorbei ist, ist vorbei!“?? => okay, dann aber bitte für alle und alles!
Oder: „Nur die Mauer trennte Kommunisten und Sozialdemokraten!“?? => das vermuten viele schon lange und wirft ein erschreckend undemokratisches Bild auf die Verfasser des Papiers…
oder auch „Alles was rückgängig gemacht wurde, existiert im Kern nicht mehr!“?? => das impliziert eine vollständige Ignoranz der (negativen) Auswirkungen zur damaligen sowie der heutigen Zeit und der historischen und z. T. sogar noch persönlichen Verantwortung!! Das darf und kann nicht akzeptiert werden!!

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10. März 2008 11:31

Die SPD braucht keinen Kindergarten, sie ist schon einer

Claus Behrens (chipin)

Die Lektüre der Meldungen der SPD wird jeden Erziehungsberechtigten an seine älter werdenden Kinder erinnern. Mehr als ein NEIN ist zu keinem Punkt zu hören. Irgendetwas ist seit der Hessen-Wahl kaputt gegangen, aber keiner will es gewesen sein.
Frau Ypsilanti bekräftigt ihren Führungsanspruch, verzichtet aber auf eine Kandidatur und will sich auch nicht wählen lassen? Und was soll das dann werden?

Das einzige, was der SPD helfen könnte, nämlich ein Machtwort, will aber keiner sprechen, denn der Schuldige ist noch nicht ausgemacht. Und als Bauernopfer kann Fr. Metzger nicht herhalten, da damit demokratische Rechte von Parlamentariern geopfert werden würden.

Der Seeheimer Kreis rät dem Beck Kurti, SPD Chef zu bleiben, aber nicht Kanzlerkandidat. Die SPD ist doch Paradebeispiel dafür, dass nur, wer SPD Chef ist, auch Kanzler werden kann. Entweder hat Beck nichts falsch gemacht, dann kann er auch Kanzlerkandidat bleiben, oder er manches nicht richtig gemacht, dann sollte er auch nicht mehr Chef spielen wollen.

Geradezu grotesk wird es dann, wenn sich die SPD an den Inhalten zum Wahlkampf festhalten lassen will. Hieß es da nicht, eben nicht mit den Linken?

Wenn es wenigstens einen Lotsen gäbe, der das sinkende Schiff ...

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10. März 2008 11:03

@Herr Michalski: Geschichtsblindheit die Zweite

Joachim Mense (JMense)

Lieber Herr Michalski, ich möchte Sie in Ihrer Einschätzung, die Kommunisten wären für die über Jahrzehnte erfolgte Spaltung von Deutschland in Ost und West verantwortlich, korrigieren. Verantwortlich für dieses Desaster waren letztgültig die Nationalsozialisten, die mit ihrer aggressiven Außenpolitik und der Durchführung von Angriffskriegen schließlich den Einmarsch der Roten Armee nach Deutschland provoziert haben. Erst danach konnte die imperiale Machtversessenheit eines Josef Stalin dann die osteuropäischen Vasallenstaaten entstehen lassen. Und dass trotz aller Widerstände in der jeweiligen Bevölkerung (Aufstände in Berlin, Budapest, Prag) die Zustände für lange Zeit zementiert wurden, lag weniger an den Kommunisten, sondern an der brutalen Unterdrückung durch das Militär der damaligen UdSSR.
Geschichte ist also vielschichtiger, als Sie es darstellen. Dennoch gebe ich Ihnen darin recht, dass das kommunistische Regime in der DDR ein menschenverachtendes System war und die heutige Partei der Linken sich davon in jedem Fall distanzieren muss. Und zwar genauso, wie es die Blockflöten wie beispielsweise die CDU es tun müssten.

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10. März 2008 10:50

Man sollte endlich die Wähler wieder ernst nehmen

Ingo Hertrich (hertrich)

Die Linkspartei kann nicht mehr ignoriert werden. Sie zeigt eine gesunde Wachstumskurve, die in etwa auch der Zunahme sozialen Ungerechtigkeit in Deutschland entspricht. Je länger die alten Parteien, insbesondere die SPD und die Grünen, eine Kooperation mit der Linkspartei verweigern, desto mehr Wähler und Mitglieder werden zur Linkspartei überwechseln. Durch eine vernünftige Kooperation könnte eine solche Polarisierung vermieden werden. Vor allem sollte niemand mehr den Fehler machen, sich schon vor einer Wahl stur auf Nicht-Kooperationen festzulegen.

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10. März 2008 09:52

"An ihren Worten sollt ihr sie erkennen"

Markus Teuber (arathorn)

".... der Spaltung zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten die historische Grundlage entzogen...."

Bisher dachte ich -trotz Ypsilanti,Heil,Nahles & Co.-, die SPD sei eine westlich-demokratische,marktwirtschaftlich orientierte Partei .
Wie aber liest sich die obige Aussage von der SPD anders als so:
Die SPD im Westen war also nur von den Kommunisten (im Osten) "abgepalten",weil die Bundesrepublik Deutschland (gar noch zwangsweise ?) nicht zum kommunistischen Block der Sowjetunion gehörte ?

Mit dem obigen Kernsatz,der offenbar in der SPD die neue Wende beschreibt,kann man also ableiten,daß die SPD einer Vereinigung mit der Linken mit dem Ziel einer kommunistischen Politikausrichtung gar nicht abgeneigt ist ?!

Mein "lieben Damen und Herren" von der SPD : War die damalige Vereinigung von KPD und SPD zur SED dann wirklich eine "Zwangsvereinigung" -wie Sie bis heute behaupten oder war das mit dem "Zwang" etwa doch nur Show und die West-SPD hat dem Treiben neidisch und sehnsüchtig zugesehen ?

Anders kann das sich immer deutlicher abzeichnende Wohlwollen in der SPD gegenüber den Kommunisten (=die Linke) nicht interpretiert werden:
Sie WOLLEN eine neue kommunistische Großpartei,die in Deutschland die Macht ergreift,nicht wahr ?

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10. März 2008 09:49

Oh wie schade

Steve Lutzmann (TomderAffe)

ein Rücktritt von Kurt wäre doch mal ein super Start in die neue Woche gewesen.

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10. März 2008 09:38

Sozialdemokraten - Sozialisten - Kommunisten

Marcel Meier (MarcelMeier)

Bei genauerer Betrachtung erkennt man, wie Alt-und Neusozialisten die Sozialdemokratie zum Sozialismus überwinden wollen, um dann den reinen Kommunismus zu erreichen.

Das wird auch noch von einem Politologen aus Göttingen Namens "Prof. Dr. Franz Walter" mit einer Legitimation des Lügens flankiert.

Immer wieder sind es diese sogenannten Intelektuellen und sonstigen Umverteiler (im Namen des Volkes) welche sich anmaßen das Wohl Anderer bestimmen zu wollen.

Der Sozialismus ist im Vormarsch und die Deutschen laufen dumm wie die Lemminge hinterher, es könnte ja was umsonst geben.


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10. März 2008 08:30

Geschichtsblindheit deluxe

Bernd Michalski (michalski2)

"In dem Papier heißt es, das Ende des Kalten Krieges und die Wiedervereinigung Deutschlands hätten der Spaltung zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten die historische Grundlage entzogen."

Unglaublich. Richtig wäre: Die Spaltung Deutschlands und Europas ist dem kommunistischen Totalitarismus geschuldet. Die Wiedervereinigung war möglich, weil sich der Kommunismus selbst ruiniert hat und nicht einmal mehr mit Waffengewalt zu halten war.

Und mit den Kadaverresten eines verwesten Systems soll man also nun wieder ein leckeres Süppchen kochen? Wie kann ein Wolfgang Thierse so argumentieren?

Natürlich ist das ärgerlich für die SPD, wenn die SED-Linke ihr vorerst die Mehrheits-Chancen raubt. Ein Grund mehr, die Quasi-Kommunisten im Westen zu bekämpfen und deren falsche Ideologie bloßzustellen.

Diese Fixierung auf Machtgewinnung - für eine "linke" Mehrheit - ist der zentrale Fehler dieser Damen und Herren. Die Politik, wie Gysi und Lafontaine sie fordern, wäre falsch und gefährlich für Deutschland. Nicht ganz so schlimm vielleicht wie ein "echter Kommunismus", aber eben doch verhängnisvoll.
Umverteilungsphantastereien werden nie zu einem sozialeren Land führen. Freilich: die SPD-Linke glaubt ungeniert weiter daran.

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