13. November 2007 Außenminister Steinmeier hat den Verdacht zurückgewiesen, das Auswärtige Amt arbeite mit einem islamischen Fundamentalisten zusammen. Nachdem Steinmeier und sein französischer Kollege Kouchner am Rande des deutsch-französischen Ministerrats gemeinsam mit dem deutsch-türkischen Sänger Muhabbet öffentlichkeitswirksam ein Lied zum Thema Integration in Berlin gesunden hatten, war Muhabbet kritisiert worden.
Die Filmemacherin Esther Schapiro sagte dem ARD-Fernsehen, nachdem ihr ein Preis für einen Film über den Mord am niederländischen Islamkritiker Theo van Gogh verliehen wurde, sei Muhabbet auf sie und einen Kollegen zugekommen und habe gesagt, van Gogh hätte noch Glück gehabt, dass er so schnell gestorben ist, er (Muhabbet) hätte ihn erst im Keller eingesperrt und gefoltert. Der Sänger bestreitet die Darstellung. Das Auswärtige Amt arbeitet seit 2006 mit Muhabbet zusammen für deutsch-türkische Verständigung. So begleitete der Sänger vor einem Jahr den Außenminister in die Türkei.
Gegen Gewalt, für Integration
Ich habe, was den Sänger Muhabbet angeht, keine Anhaltspunkte für das, was dort vorgeworfen worden ist, sagte Steinmeier im ARD-Morgenmagazin. Ich hätte mir gewünscht, dass man sich vielleicht konkret mit dem beschäftigt hätte, was Herr Muhabbet in den letzten zwei Jahren gemacht hat. Der 23 Jahre alte aus der Türkei stammende Deutsche sei bei vielen Kooperationsprojekten mit der Bundesregierung dabei gewesen.
Er hat sich immer gegen Gewalt ausgesprochen und für Integration, für deutsch-türkische Zusammenarbeit, sagte der Außenminister. Muhabbet ist fest eingebunden in die Ernst-Reuter-Initiative, die Steinmeier und der damalige türkische Außenminister Gül 2006 zum bilateralen Kultur- und Jugendaustausch begannen.
Text: F.A.Z.
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