
Ich habe den Eindruck, daß alles noch viel komplizierter wird. Außerdem muß gerantiert wieder nachgebessert werden und alles ist dahin.

Diese "Reform" als Fortschritt anzupreisen ist schon mehr als dreist. Eine Reform wäre es, die Bundesrepublik Deutschland im Zeitalter der Globalisierung zukunftsträchtig neu zu strukturieren und mit Blick nach vorne aufzustellen. Also z.B. deutlich weniger Bundesländer, in etwa gleich große Bundesländer, mehr Kompetenzen für den Bund gerade im Bildungsbereich usw.
Wenn künftig das Recht z.B. des öffentlichen Dienstes Ländersache ist, werden künftig auch 16 Grundsatzabteilungen in den Ministerien benötigt anstatt bisher einer. Das bedeutet Vermehrung der Bürokratie! Hat das mal jemand realisiert?
Was soll das Gerede vom "Wettbewerb der Bundesländer" in diesem Zusammenhang? Seit wann darf man von Wettbewerb reden, wenn man damit meint, dass die ungefähre Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland aufs Spiel gesetzt werden soll? Wer sind denn hier die Teilnehmer am Wettbewerb, welche Alternativen haben denn die "Kunden"? Für mich ist das ein übler Fall von "Neusprech".
Hier geht es eigentlich um etwas ganz anderes: Einige starke Landespolitiker haben den morbiden Charme des Duodezfürstentums neu entdeckt, und ein geschwächter Bund kann dem nichts entgegensetzen. Wo sind denn die großen Politiker und Visionäre, die das ganze (Deutschland, die EU, die NATO usw.) im Blick haben? Ich befürchte den Ausverkauf unseres Landes und die weitere Verscherbelung unseres Tafelsilbers. Hoffentlich haben genügend MdB den Mut, diesen Wahnsinn zu stoppen.