Der so genannte Generationen Vertrag wurde unter Adenauer in den Fünfziger Jahren eingeführt um der Kriegsgeneration eine Rente zu ermöglichen die ja mit Schießen und Überleben beschäftigt waren und kapital gedeckte Rente sparen konnten.
In den Folgejahren haben sich gewaltige Finanzreserven angesammelt, weil man
1.)den Arbeitnehmern das Umlage System nicht klar genug gemacht hat.
2.)Über den Bedarf für die damaligen Rentner hinaus Rentenversicherungsbeiträge gesammelt hat, so das der Eindruck entstand wir würden unsere eigene Rente sparen.
Diese Finanzreserven wurden zweckentfremdet für die Finanzierung der Wiedervereinigung verwendet.
Um dem derzeitigen und zukünftigen Rentenproblem zu entgehen ist folgendes nötig:
1.Die damals von uns gesparten Finanzreserven sind wieder herzustellen.
2.Aus diesem Rententopf erhalten nur diejenigen eine Rente die darin eingezahlt haben
3.Alle Anderen wie Rentner aus den neuen Bundesländern, Ostrentner usw. erhalten Sozialhilfe.
4.Alle sonstigen artfremden Leistungen sind ebenfalls aus Steuern zu finanzieren
5.In ein neues, wirklich soziales, Rentensystem haben alle (auch Beamte und Politiker,Maschinen und Kapitalerträge) einzuzahlen, eine Bemessungsgrenze gibt es nicht.
Da dies so niemals stattfinden wird, müssen sich zukünftige Rentner warm anziehen.
Einige Kommentatoren schreiben hier "das eingezahlte Geld wurde vergeudet" oder "zweckentfremdet". Nun, weg ist es jedenfalls nicht. Aber wer hat es? Das ganze Gejammere in der Bevölkerung ist doch lachhaft. Wir haben seit Jahrzehnten eine exponentiell steigende Staatsverschuldung, eine gleichlaufende Arbeitslosenkurve mit den entsprechenden hohen Belastungen sowie hohe Geldtransferleistungen ins Ausland: EU, UNO, NATO und, besonderes Bonbon, jährliche Restzahlungen bezüglich des "Versailler Vertrages" noch in Millionenhöhe bis 2020. Die Regierung sorgt sich eben nicht um das Geld der Beitrags- u. Steuerzahler. Die Formel kann doch nur lauten: Arbeit/Leistung bringt stabiles Geld ergibt Wohlstand. Keine Arbeit/Leistung sowie Inflationsgeld oder Schulden ergibt eben keinen Wohlstand. Vorschläge für eine kapitalgedeckte Rente gibt es schon seit Jahrzehnten (genauso wie für ein einfaches, transparentes, motivierendes Steuersystem) . In Verbindung mit einer Stiftung wäre das eine saubere Sache. Aber Vorkämpfer wie Merz oder Kirchhoff wurden verhöhnt und in die Wüste geschickt. Und die CDU-Wähler erhoffen sich die wundersame Rettung jetzt von Schwarz-Grün und die SPD-Wähler wohl insgeheim von Doppelrot. Das ist Selbstbetrug.
Ich begreife nicht ganz,worüber sich die ganzen Vorkommentatoren so geifernd echauffieren ?!
Der Umbau des Umlagesystems (egal ob Rente,Krankenversicherung oder Pflegeversicherung) wurde doch genau vor 10 Jahren schon heftigst diskutiert :-landauf,landab,aus jeder (Talkshow-) Ecke tönte es einem entgegen.
Und was ist von dieser 10jährigen Diskussion geblieben ? Nur Schall und Rauch !
Denn nach jeder Diskussion wurde es schön und fein verpackt wieder in die Schublage gelegt.Und die,die die Schublade immer wieder neu aufziehen wollten,wurde unter dem Applaus der Meute (ja,auch Sie sind damit gemeint!) als neoliberal und sozialkalt geziehen und mit Schampf und Schande aus der Stadt gejagt !
Wir könnten also schon 10 Jahre weiter sein !
Meine Großeltern aßen ab 1916 Kartoffelschalen, meine Eltern aßen sie ab 1944 und ich werde sie so ab 2029 essen. Die Verantwortlichen, damals wie heute, sicher nicht.
Meine Eltern und Großeltern hatten aber immerhin noch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Rüttgers sollte lieber grundsätzlich einmal darüber nachdenken, dieses entmündigende System aufzugeben. Eine staatliche Zwangsorganisation mit 27.000 Angestellten und einer inflationsbereinigten Nettorendite von 0%! Abschaffen den Laden! Den Bürgern die Freiheit lassen! Ein einfacher Angestellter, der jeden Monat nur 1000 Euro spart (was heute einem Bruttogehalt von 5000 Euro entsprechen würde, also mit Arbeitgeberanteil), der hätte nach 45 Jahren bei 6% Rendite fast 2,7 Mio. Euro auf der hohen Kante! Nur von der Rendite hätte er eine Rente von 13.500 Euro! Die 2,7 Mio. blieben komplett erhalten! Er könnte bis zu seinem 100. Geburstag jeden Monat ca. 15.000 Euro entnehmen, erst dann wäre er "pleite".
Mit der Rentenversicherung des Bundes kommt er allenfalls auf 2500 Euro!
Eine gigantische Verschwendung! Aber rechnen konnten Linke und Berufspoltiker ohnehin noch nie. Lieber lassen die hunderttausende Menschen verhungern, bevor die an einen Systemwechsel (und damit Machtverlust) denken würden.
Da arbeitet man über 40 Jahre fleißig, steckt so manche Gehaltskürzung mit ein (gerade die viel beschimpften Bundesbeamten haben hier nicht erst seit 2004 deutliche Einbußen erlitten) und erfährt nur nach etwas tieferer Recherche, was auch diejenigen so "verdienen", die den unzureichenden Rüttgers-Vorstoß ablehnen:
Nach dem "problemlosen" Beschluß letztes Jahr erhalten die Parlamentarier bereits nach einem Jahr (statt 8 vorher) Rentenansprüche - und zwar etwa 191,70 pro Jahr (Basis Diäten 2009). Nach 1 Legislaturperiode also 766,80 und nach 2 Perioden 1533,60. Wie lange mußten Sie dafür arbeiten?
Nach 27 Jahren Parlamentszugehörigkeit stehen etwa stolze 5175,90€ als Rente zu.
Dafür haben meine Eltern als Selbstständige mit guter 80-Stunden-Woche und lebenslanger Rentenbeitragszahlung tolle 750 € zur Verfügung - und wenn ich geerbt habe und arbeitslos würde, wird ja bei Hartz IV das mühsam ersparte Erbe noch aufgefressen.
Es wird Zeit, ein wenig über Kappung von Extremrenten (etwa mehr als das 5-fache der Durchschnittsrente des Bundesbürgers) und der personenbezogenen Gewinnen aus Vermögen und Anlagen zur Rentenfinanzierung zu reden - UND NICHT WIEDER IMMER NUR ÜBER STEUERN UND RENTENBEITRAGSERHÖHUNGEN !!!
Ich finde es eine Unverschämtheit, wie willkürlich die Politik in ihrer Unfähigkeit sich schon seit Jahrzehnten an den Einzahlungen der Beitragszahler in die Rentenkasse vergreift. Ob Wiedervereinigung oder Wahlgeschenke im Überfluss. Alles wird zweckentfremdet aus der Rentenkasse finanziert und aus anderen sozialen Kassen, nur weil die Politik aus Angst vor Wählerverlust seit Jahrzehnten unseren "Wohlstand" zum Fenster hinausgeworfen hat. Jetzt stehen wir vor dem großen Ausverkauf und keiner wills wahrhaben, am allerwenigsten, die "Täter". Klar, dass niemand Wohlstand verlieren will, vor allem wenn es um den eigenen Geldbeutel geht. Aber es ist wie bei einer Kreditkarte. Das Geldausgeben damit mag schön und verlockend sein. Irgendwann kommt eben doch mal die Rechnung und dann ist Zahltag.
...ist perfide.
Das " Reformgesetze" nicht mehr den Menschen etwas bringen sollen,sondern nur
dann so genannt werden dürfen,wenn sie den Bürgern etwas nehmen, z.B.die sozi-
ale Sicherheit.Dies alles muß einfach stimmen,wird es mir/uns doch von morgens früh durch die Zeitung am Frühstückstisch bis abends spät durch die Herren Sinn u.
Kleber usw.in den Tagesthemen immer wieder u.wieder in die Ohren geblasen.
Wie stümperhaft muß der Argumentationsköcher der neoliberalen Front bestückt
sein,wenn unbeeindruckt von allen amtlichen Zahlen,von allen logischen Überlegun-
gen u.jeder Plausibilitätsprüfung nun schon seit vielen Jahren mit einer Relation ge-
arbeitet wird,die jeder Viertklässler einer Grundschule widerlegen kann?
Wahrscheinlich ist die Antwort ganz einfach:Das ganze Demografieargument ist vö-
lliger Schwachsinn.Es kommt gar nicht auf die Relation "jung zu alt"an,sondern auf
das Verhältnis von "sozialversicherungspflichtig Beschäftigten"zu "älteren Mensch -
en mit Rentenanspruch" ( aufgrund vorhergehender sozialversicherungspflichtiger
Beschäftigung).Dieses Verhältnis hat nichts mit Demografie sondern nur etwas mit
dem Arbeitsmarkt zu tun.
Und die Kläffer?Ja,ich weiß,sie nennen sich Experten,Politiker u.Prof.
Nicht mehr und nicht weniger. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich darauf kotzen muß. Nachrichten sehe ich mir nicht mehr an. Im Radio höre ich mir dieses Nachrichtengeplapper schon seit Jahren nicht mehr an. Grausig diese stündlichen Wasserstandsmeldungen. Und so entdecke ich die Printmedien wieder. Am liebsten lese ich - die Meldungen und Artikel in der FAZ. Diese Interview habe ich nicht gelesen. Muß ich das? Nein. Grund: siehe Betreff. Alle Jahre wieder...
Herrr Rüttgers und seine Partei wie die anderen an den Machthelbeln befindlichen Sozialististen haben doch dieses System jahrzehntelang gewollt, dessen Folgen sie jetzt beklagen. Die Entmündigung freier Bürger in Form des Zwangsbeitrages in eine Geldvernichtungsmaschinerie, d.h. letzlich in eine Staatswirtschaft hat schon anderswo in den Bankrott geführt. Mir hat noch niemand erklären können, warum freie Bürger keine Soveränität über ihren Weg der Altersversorgung haben dürfen, während sie gleichzeitig Verantwortung in ihrem Beruf, in Familie und Freizeit übernehmen - bei allem Respekt vor unserem Reichskanzler Bismarck und seinen Sozialgesetzen, wir sind weder kaiserliche Untertanen noch Untertanen der sozialistischen Parteien im Lande.
Den heutigen Rentnern geht es so gut wie nie, sie können ihre Rente auf Urlaubsreisen und Kreuzfahrten geniessen. Dies wird durch hohe Rentenzahlungen der gegenwärtigen Erwerbsgeneration ermöglicht.
Wenn diese Generation in 30 Jahren in Rente ist, wird es ihr so schlecht gehen wie noch nie, da dann die nächste Erwerbsgeneration massiv geschrumpft sein wird (vielleicht auch, weil die heutige Generation kein Geld für Kinder hat, da sie so hohe Rentenbeiträge zahlen muß).
Nun könnte man ja einen Ausgleich zwischen der heutigen Rentnergeneration und der zukünftigen schaffen. Man könnte heute die Renten um ein Drittel kürzen (niemand würde verhungern) und dieses Geld zum Aufbau eines Kapitalstocks für die Rentner in 30 Jahren nutzen. Dann würden beide Generationen gleich gut dastehen.
Und ein Aufschrei der heutigen Rentner dröhnt durch das Land: wir haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut (- pssst - und ein paar Jahre zuvor zerstört -), wir haben einen Anspruch auf die Renten. Was gehen uns zukünftige Generationen an. Wir haben uns die Kreuzfahrten verdient.
Zigmillionen Arbeitnehmer zahlen seit Zigjahren in die Rentenkasse.. Und zwar als ein großert Teil gearbeitet hat und ein kleiner Teil Rente bekommen hat. Kann man nicht genau dokumentieren wohin diese Gelder hingesickert sind? Wieviel Prozent wird für den "Wasserkopf" sprich, Verwaltungsapparat mit unzähligen Bürokraten und Beamten und Angestellten und und ausgegeben? Die Rentner, die jetzt um ihre Rente zittern, haben doch ihren Anteil schon längst eingezahlt. Was soll die Aussage, dass nun die Jungen die Alten finanzieren müssen. In einem gerechten Rentensysrtem würde doch jeder seine Rente selbst finanzieren, wenn naturlich davon nicht beachtliche Teile - wohin auch immer - absickern würden..
Nicht die Rentner sind das Problem sondern der Wasserkopf des Systems...
Das wäre der Königsweg :-). Solange eine(r) einen Mehrwert schafft für kollektive Aufgaben (Öffentliche Verwaltung und Infrastruktur, Erziehungswesen, Altersheime, Landesverteidigung etc.) oder wenigstens noch den Eigenverbrauch deckt. Das Rentensystem wäre überflüssig, die Versorgung der nicht mehr arbeitsfähigen Alten könnte bequem aus Steuermitteln aufgebracht werden.
Aber. Soviel Arbeit gibt es leider nicht (mehr), soviel Bereitschaft dazu ebenfalls nicht. Die extreme Arbeitsteiligkeit der heutigen Produktionsweise verdeckt zudem gemeinsam mit dem Geldschleier den tatsächlichen Wert der Arbeit von Einzelnen wie Gruppen. Es bedürfte eines völlig anderen Verständnisses von Arbeit, Leistung, gerechter Entlohnung etc. Mit anderen Worten: einer Neuorganisation der Gesellschaft. Utopisch? Yep, so utopisch wie Friedrich Merzens Bierdeckel-Steuererklärung :-)
Seit Mitte des Siebziger stand es ja schon in den Schulbüchern, daß das Umlagverfahren bei den Renten nicht auf Dauer funktionieren wird. Auch Ludwig Erhard wußte es, das war in den 50er Jahren. Das Geld wurde und wird vergeudet. Die sogenannte Rentenreform brachte nur einen anderen Rentenschlüssel, aber immer noch keine kapitaldeckte Rente, geschweige denn auch nur den Einstieg in ein solches System. Die Altersarmut jetzt mag Besorgnis hervorrufen. Das schlechteste Verhältnis zwischen eingezahlten Beträgen und zu erwartenden Rentenleistungen haben aber die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge. Die Verzinsung ist negativ. Für die Älteren wären eigentlich deutliche Kürzungen notwendig gewesen, jedoch wurde ein Vertrauensschutz ausgesprochen. Der gilt aber nicht für "jüngere" Jahrgänge ab 1962, obwohl auch diese ohne weiteres bereits zwei Jahrzehnte oder mehr in die Kassen eingezahlt haben. Für diese Jahrgänge ist es am sinnvollsten, dieses Rentensystem zu verlassen, indem sie den Wohnort ins Ausland verlegen, alles andere rechnet sich nicht. Oder besser gesagt: nur bei sehr kleienn Renten, die dann ja wieder vom Staat bezuschusst werden.
„Da steht uns eine Situation bevor, in der wir das Ganze nicht mehr bezahlen können, so wie wir es bei der Pflege hatten.“ Bei der Pflege hatten? Das Problem ist um einige wenige Jahre verschoben, aber keineswegs gelöst.
„Wer lange in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss mehr Rente bekommen als nur die Grundsicherung.“ Was ist damit gemeint?. Bisher berechnet sich die Rente aus Entgeltpunkten, vergleicht somit wer wieviel eingezahlt hat und bezahlt anteilig aus.
Stellt Herr R. dieses Prinzip in Frage? Was ist gerechter?
Den Rentner geht es heute schon, aber verstärkt in der Zukunft, schlechter, da die Politik die Wirtschaftsentwicklung eher gebremst statt gefördert hat. Deutschland nimmt am globalen Wirtschaftswachstum nur unterdurchschnittlich teil. Deshalb fehlen Vollzeitarbeitsstellen und die Minijobs wachsen und wachsen, deshalb fehlen die Mittel, die Sozialsysteme (RV, KV, PV) dem demografischen Wandel anzupassen.
Herr Rüttgers verrät nicht, wie das geschehen könnte. Der Hinweis, durch Verringerung der Staatsverschuldung Geld umzulenken, wird durch zahlreiche Beschlüsse der großen Koalition konterkariert.. Er fordert nur, zu Lasten der Steuer- und Abgabenzahler eine in NRW wichtige Wählergruppe CDU-freundlich zu stimmen.