28. Januar 2004 Die Zustimmung zur Politik von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verharrt auf einem historischen Tiefstwert.
Nur noch 14% der Bevölkerung sind nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit seiner Politik einverstanden, 56% nicht einverstanden. Zum Vergleich: Helmut Kohl genoß selbst zum Zeitpunkt seiner Abwahl noch ein größeres Vertrauen in der Bevölkerung als Gerhard Schröder heute.
SPD im Rekordtief
In der Zweitstimmen-Wahlabsicht kommt die SPD demnach auf 25,3%, so wenig wie noch nie in Allensbacher Umfragen (Dezember 2003: 25,5%). Auch die Grünen verlieren gegenüber dem Vormonat und kommen auf 10,6%. Die Union verliert etwa einen halben Punkt und erhält nun 46,9% (Dezember: 47,4%). Die FDP bleibt stabil bei 7,9% (Dezember: 7,8%). Erstmals seit der Wahl 2002 käme die PDS wieder über die Fünf-Prozent-Hürde. Sie erhält in der Umfrage 5,2% (Dezember: 4,8%). In Ostdeutschland hat Allensbach für die PDS 22,1% ermittelt (Dezember: 20,6%), im Westen 1,4% (Dezember: 1,2%).
Für die Umfrage nach der Zustimmung zur Politik des Bundeskanzlers wurde Anfang Januar ein repräsentativer Querschnitt der deutschen Bevölkerung über 16 Jahre mit rund 2.000 mündlich-persönlichen Interviews befragt. Für die Umfrage nach der Wahlabsicht wurden rund 2.000 Wahlberechtigte zwischen 10. und 20. Januar befragt.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.