
Warum denn kein fachspezifisches Lehrergehalt? Das wäre nicht nur nötig um Engpässe auszugleichen, sondern auch fair, denn Mathe- oder Naturwissenschaftslehrer haben nicht nur eine viel höhere Qualifikation als Sport- oder Kunstlehrer, sondern auch einen deutlich höheren Arbeitsaufwand.

Man könnte sehr wohl unter den Mathematikstudenten, Physikern, Ingenieuren, Biologen usw. Leute finden, die für ein vernünftiges Einstiegsgehalt (>=2000€ Netto/Monat und keine Spirenzien wie Arbeitslosigkeit in den Ferien) und vernünftige Konditionen lieber in einer Schule unterrichten als sich durch die Forschungsmühle drehen zu lassen. Man müßte sie nur in Pädagogik weiterbilden, was mit Blockkursen gingen. Warum nicht so dem Lehrermangel entgegnen? Aber Bildung darf in Deutschland ja nichts kosten...

Man könnte sehr wohl unter den Mathematikstudenten, Physikern, Ingenieuren, Biologen usw. Leute finden, die für ein vernünftiges Einstiegsgehalt (>=2000€ Netto/Monat und keine Spirenzien wie Arbeitslosigkeit in den Ferien) und vernünftige Konditionen lieber in einer Schule unterrichten als sich durch die Forschungsmühle drehen zu lassen. Man müßte sie nur in Pädagogik weiterbilden, was mit Blockkursen gingen. Warum nicht so dem Lehrermangel entgegnen?

"„dramatischen Lehrermangel“ vor allem in den westdeutschen Bundesländern in den sogenannten „Mint“-Fächern verantwortlich" Kein Wunder, das nennt man Markt. Wer MINT kann, der bekommt mit Sicherheit irgendwo in der Wirtschaft mehr Geld, mehr Perspektiven und spannendere Aufgaben als an einer Schule. Aber das ist nichts Neues. Leider tummeln sich an den Schulen ohnehin hauptsächlich mittelmäßige Absolventen von "irgendwas"-Fächern. Und irgendwas ist am Markt halt nicht gefragt. Mathe, Physik, Chemie, alles wo man wirklich was können muss, ist schon seit Jahrzehnten knapp.

Ich selbst bin Student am Ende eines der berühmten MINT Fächer, und kann die lieben Ministerien nur müde lächelnd aufforden sich zu fragen warum das wohl so ist. In der Industrie verdiene ich mit meinem Studium nicht nur deutlich mehr als an der Schule (nimmt man das Referendariat als äquivalenten Zeitaufwand wie einen Doktor sind es meist weit über 100% die man mit der selben Zeit, also Doktor in einem Mint Fach verdienen kann) und mache auch das wozu ich ausgebildet wurde. Denn an einer Schule brauche ich nicht ein Wort dessen was ich an der Universität gelernt habe. Gar nichts. Fachlich ist jeder MINT Lehrer überproportional überqualifiziert, pädagogisch maßlos unterqualifiziert. Das es wissenschaftlich interessierten Leuten da wirklich nur unnötig vorkommt an eine Schule zu gehen wundert mich nun gar nicht. Ein komplexes unflexibles System das Individualität und gute Ideen abwürgt, einen lächerlich bezahlt und weit unter den eigenen Fähigkeiten einsetzt schreckt auch mich, der ich großen Spass daran hätte Kindern die Wunder meines Faches auf eine Art zu zeigen die sie wirklich dafür motiviert, ab. Und war gänzlich.

Von der miesen Ausbildung kann ich nur ein Lied singen: Die einzelnen Fachdidaktiken kommen viel zu kurz und sind leider oft praxisfern! Die wenigen stattfindenden Seminare sind entweder Referate-Berieselung (Lerneffekt gleich null) oder bieten abgefahrene Themen, die mit der Schulrealität sehr wenig zu tun haben. Ich stehe nun kurz vor dem Ende meines Studiums und habe so gut wie nichts über meine Profession als Lehrer gelernt: Korrekte Aufgabenstellungen, Prüfen, Umgang mit disziplinären Problemen,... alles Fehlanzeige! Aufgrund des immer stärkeren Zugemülltwerdens mit Hausarbeiten und Referaten bleibt einem auch keine Zeit, sich privat damit auseinanderzusetzen - so gerne ich es auch würde. Wann wird die Lehrerausbildung endlich einmal gescheit reformiert, so dass das eigentliche Lernen nicht erst im Referendariat beginnt? Wann werden endlich diese ewiggestrigen landesspezifischen Regelungen aufgehoben, die den Wechsel zwischen einzelnen Bundesländern schwerer gestalten als den Wechsel ins Ausland (Mobilität - ein Fremdwort!)?

Gebt doch endlich den antiquierten, festgefahrenen Traditions-Parteien eine Abfuhr. Wählt endlich Volksparteien (gemeint sind echte Volksvertreter) und nicht an Erhaltung ihres Postens interessierte Berufspolitiker. Wird nach Eurem Wählerauftrag endlich wieder für Euch, Euer Volk und nicht für deren eigene Taschen gewirtschaftet und politisiert, stimmen sicherlich in kürzester Zeit die Rahmenbedingungen wieder und die massive Abwanderung Eurer qualifizierten Arbeitskräfte wird aufhören.

Ihren Frust mit 50+ in Deutschland keine Anstellung zu erhalten kann ich verstehen, jedoch nicht Ihren Antiamerikanismus. Letzterer beruht wahrscheinlich aus ihrer 68er Prägung. In den Vereinigten Staaten wären Sie jedoch aufgrund ihrer Qualifikation unter Umständen als Lehrkraft für ein College äußerst qualifiziert. Auch an einer Privatschule in Deutschland könnten Sie sich aufgrund ihrer hohen Qualifikation unter Umständen sehr erfolgreich bewerben. Ich selbst bin Apotheker (40+) und unsere Dienstälteste approbierte Aushilfs Mitarbeiterin (Apothekerin) hat im Juni diesen Jahres das 80. Lebensjahr vollendet. Kopf hoch, und etwas weniger Schuld auf die anderen schieben...

Das Lehramtstudium in Physik ist inhaltlich und vom niveau her, dem normalen Physikstudium sehr nahe. All das nur um Stoff zu unterrichten, den ein Abiturient mit einer 1 im jeweiligen Fach genau so gut beherrscht? Das Studium sollte sich stärker auf den Unterricht konzentrieren. Analyse des Stoffes auf übliche Missverständnisse, auf leicht verständliche Muster und auf Gedanken-Hürden, welche den zukünftigen Lehrern nicht bewusst sind, weil sie selber mit den jeweiligen Fächern keine Probleme hatten. Es ist geradezu lächerlich, wie wenige Lehrer das Prinzip kennen, nach dem das Prüfen in Stegreifaufgaben funktioniert, und daher nicht verstehen, warum nur 2 bis 3 Stegreifaufgaben pro Halbjahr vollkommen sinnlos und deren Ergebisse stark vom Zufall abhängig sind. Es ist lächerlich wie schlecht viele Prüfungsaufgaben gestellt werden. Ständig sehe ich ungenaue Fragen, zu denen seitenlange Antworttexte geschrieben werden müssten, aber das, was in der begrenzten Zeit hingeschmiert wurde, wird nicht nach Inhalten sondern nach einzelnen Schlagwörtern bewertet, welche wiederum sich viel zu oft nur indirekt aus den Fragestellungen ergeben. Solch ein Versagen in Allen Aspekten des Unterrichts (außer dem Vortragen) ist inakzeptabel!

Kinder von Ärzten gerne Medizin studieren und warum Kinder von Lehrern nicht in die Fußstapfen der Eltern treten möchten? Das könnte durchaus mit der gesellschaftlichen Anerkennung und der Einkommenssituation des Elternhauses zusammenhängen.

Wo ist die Schule, in der kein Lehrer die "normale Lehrerausbildung" absolviert hat? Da würde ich meine Kinder gerne anmelden. Quereinsteiger, die schonmal mit dem richtigen Leben zu tun hatten, können jeder Schule nur guttun, je mehr, umso besser.

wenn es 1950 null Prozent Privatschüler - also keinen einzigen Privatschüler - gab, ist eine Steigerung von +343 Prozent gegenüber null immer noch null.

Es ist klar, dass in den besagten Mint-Fächern weniger Lehrer zur Verfügung stehen, als in den anderen. Jemand der Natur- oder Ingenieurwissenschaften studiert und anschließend in die Wirtschaft geht, kann dort mit Einstiegsgehältern von weit über 42000 Euro rechnen und liegt somit weit über den Lehrergehältern. Somit muss der Staat Anreize setzen um Absolventen dieser Fächer dazu zu überzeugen eine Lehrerlaufbahn einzuschlagen.

Wenn man nach Fachstudium (Mint), Unternehmererfahrung, IT Berufsqualifikation und Managementtätigkeiten around the World, sowie 3 Jahren Unterichtserfahrung an deutschen Auslandschulen mit sehr erfolgreichen Projekten nicht qualifiziert ist, in Deutschland an einem Gymnasium zu unterrichten, dann ist wohl was an der "Anspruchshaltung" falsch! Ach nein, ich vergaß mein Alter ... gerade 50! Also bitte umsonst im Programm 50+! Zu den krankesten aller kranken Länder dieser Welt gehört sicherlich Deutschland. Das kann nicht mal die USA toppen !

...ist reine Selbstfolter und Aufruf zum Masochismus. Man bekommt quasi ein vollwertiges Mathematiktudium aufgebrummt inklusiver aller Späße wie Zahlentheorie und Spieltheorie, nur um am Ende dann 14 jährigen Gleichungen und die Berechnung der Fläche eines Dreiecks beizubringen! Ich kenne persönlich sehr viele Kollegen die sich deshalb entweder dann in vollwertige Mathematiker verwandelt haben oder denen diese Anforderungen und Arbeitsaufwand für ein Lehrerdasein schlichtweg zu hoch waren. Da könnte man vielleicht ansetzen...