
Ich habe mich immer gefragt warum denn die christlichen Kirchenvertreter sonntags arbeiten duerfen... Die muessten doch die ersten sein, die am Tag des Herren ruhen.
Uebrigens: Meine Mutter arbeitet in einem deutschen Dom. Die wurde nie gefragt ob sie Sonn- oder Feiertags arbeiten will. Oder ob sie die Ueberstunden bezahlt haben moechte.

Erinnert sich noch jemand daran,
dass bis vor etwa 10 Jahren in Deutschland
die Geschäfte grundsätzlich nur aufgesperrt wurden,
wenn alle Kunden keine Zeit hatten ?
(also während der üblichen Bürozeiten)
Damals gab es das gleiche Geschrei: "Hatten wir noch nie,
ist der Untergang des Abendlandes (auch wenn längere
Öffnungszeiten in allen abendländischen Nachbarstaaten
schon immer üblich waren), warum sollen wir uns
bewegen ? "
Heute kann sich kaum noch jemand vorstellen, wie
verödet damals die Innenstädte waren und wieviele
nicht lebensnotwendige Einkäufe mangels Gelegenheit
einfach unterblieben (und die zugehörigen Arbeitsplätze
nicht geschaffen wurden).
Natürlich lohnen sich längere Öffnungszeiten nicht in
jeder Lage und Branche. Die vernünftige Lösung, es
den Läden selbst zu überlassen, ihre Öffnungszeiten
zu bestimmen, ist dem Deutschen mal wieder unheimlich:
"Dann könnte ja jeder machen, was er will".
Einkaufen gehört längst zur Freizeitindustrie. Sollen
Kinos und Biergärten in der deutschen Puppenstube
idealerweise auch nur von 9:00 bis 17:00 öffnen ?

Die Liberalisierung der Öffnungszeiten ist grundsätzlich zu beführworten, auch wenn sich manche Strukturen dadurch verändern werden. Wichtig ist, was ein Leser schon bemerkte: die Richtlinien im Arbeitsrecht müssen Bestand haben.
Einer erweiterten Öffnung an Sonn- und Feiertagen könnte ich nicht zustimmen. Auch heute gibt es oft genügend Möglichkeit, das eine oder andere an einem solchen Tag einzukaufen.
Eine prinzipielle Öffnung würde aber die dahinterliegenden christlichen Motive völlig in Frage stellen. Der nächste Schritt ist dann ncht weit: Sonn- und Feiertag würden wieder reguläre Arbeitstage. Die Kritiker christlicher Grundsätze benötigen ja offensichtlich diese Feiertage nicht.

Sprechen wir einmal nicht ueber Verdi, sondern ueber die Kirchenlobby, die eine angemessene Liberalisierung an Sonn- und den etlichen Feiertagen verhindert.
Diese Tage sind in der heutigen Gesellschaft, in der viele hohe Wochenstunden arbeiten muessen, fuer das Einkaufen wichtig. Wer immer nicht nur notwendigsten Haushaltsbedarf anbietet, wuerde davon profitieren - insbesondere der kleinteilige Mittelstand von Boutiquen und Shops. Eine voellige Aufhebung an Wochentagen bringt demgegenueber wenig.
In den USA sind an Sonn- und Feiertagen sowohl die Kirchen als auch die Geschaefte voll. Irgendetwas muessen unsere frommen Ideologen also falsch machen.

Verdi sollte endlich einmal kapieren, dass ein Wegfall des Ladenschlusses nihct gleich eine rund-um-die-Uhr-Öffnung für alle Geschäfte bedeutet.
Sie ermöglicht aber stattdessen, den Geschäften ihre Öffnungszeiten selbst zu bestimmen und dadurch diese an ihre Zielgruppe anzupassen. So könnte ein Geschäft kpünftig eben statt von 8 - 20 Uhr von 13 - 1 Uhr geöffnet haben und damit den Menschen ermöglichen in Ruhe einzukaufen, die vll. selbst den ganzen Tag arbeiten müssen.
Es gibt schlicht keinen Grund den Firmen vorzuschreiben wann Sie zu öffnen haben, sinnvoller als das Ladenschlussgesetz wäre z.B. dafür zu sorgen, dass Arbeitnhemer nicht gegen Ihren willen zu einer Arbeitszeit von ZB mehr als 8h täglich verpflichtet wrden können und dass auch Nachtdienste nur mit dem Einverständniss des Beschäftigten möglich sind!
Dadurch hat man wesentzlcih mehr gewonnen - vor allem ein Stück Freiheit aber genau das ist es ja was die großen Gewerkschaften ihren Mitgliedern nicht geben wollen, sie wollen sie nicht unterstützen sondern diktatorisch regieren!
--> schafft die Gewerkschaften ab

Ich hoffe wirklich sehr, dass das Ladenschlussgesetz endlich verändert wird. Jeder Ladeninhaber sollte selber entscheiden können, wann er auf und wieder zu macht. Besonderes Augenmerk sollte hier aber auf möglichen Missbrauch bei den Angestellten gelegt werden. Das ist etwas das verdi tun sollte. Allerdings scheint die Gewerkschaft die Zeichen der Zeit wieder nicht zu erkennen und kontert hirnfrei:„Verlängerte Öffnungszeiten sind nicht notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen“.
Zu so einem Spruch fällt mir absolut nichts ein. Da kann man sich nur wundern!