Gewerkschaftstag

Beamte fordern sieben Prozent mehr Besoldung

27. November 2007 Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Peter Heesen, hat am Montag eine harte Tarifrunde im öffentlichen Dienst angekündigt. Man werde „eine Forderung aufstellen, die sicher zwischen sechs und sieben Prozent liegen könnte“, sagte Heesen nach Zeitungsberichten.

Er verwies auf die hohe Streikbereitschaft der Mitglieder: „Sie werden auf die Straße gehen, sollte der Arbeitgeber eine kräftige Einkommenserhöhung ablehnen. Betroffen wird dann der gesamte öffentliche Sektor quer durch die Republik sein.“

Orientiert an der Diätenerhöhung

In den vergangenen dreieinhalb Jahren habe man reale Kürzungen der Einkommen und eine Steigerung der Wochenarbeitszeit hinnehmen müssen. Dies sei einer problematischen Haushaltssituation des Staates geschuldet gewesen, die jetzt vorbei sei, sagte Heesen in seiner Rede zur Eröffnung des Gewerkschaftstages in Berlin.

Eine Orientierungsmarke für eine Gehaltsforderung sei die Diätenerhöhung der Bundestagsabgeordneten um zweimal 4,7 Prozent. Bundeskanzlerin Merkel sagte auf dem Gewerkschaftstag, jetzt gehe es darum, dass auch die Beamten „am Aufschwung teilhaben“ sollten. Zum finanziellen Umfang wollte sie sich nicht äußern. Heesen wurde anschließend mit nur 65,1 Prozent der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt.



Text: rab., F.A.Z.
Bildmaterial: dpa