
Wer heute ein paar Euro auf dem Konto übrig hat, der zählt sich leicht zu den "oberen Einkommensschichten" und ist gerne bereit, in die Frühlingsgefühle solch optimistischer Nachrichten einzustimmen. Aber wo beginnen die oberen Einkommensschichten wirklich? Das ist wohl ohne eine gehörige Portion Willkür nicht zu beantworten.
Leichter ist da, das Mittelmaß zu bestimmen: die mittlere Einkommensschicht: Unter dem Titel "Geld, Kaufkraft und die Einkommensverteilung" wird Monat für Monat die von der Deutschen Bundesbank (mit zwei Monaten Verzögerung) bekanntgegebene Geldmenge in Deutschland auf die Einwohner und auf die Haushalte umgerechnet. Der jüngste Stand:
Die Geldmenge in Deutschland pro Haushalt "in dieser Sekunde" beträgt 23.485 €. Wer sich also zur mittleren Einkommensschicht zählen will, muss - nicht nur einmal im Monat, sondern - im Durchschnitt ständig über 23.485 € bar und/oder als Guthaben auf dem Girokonto verfügen.
Die Armutsgrenze liegt - nach einer verbreiteten Definition - bei der Hälfte des Durchschnitts mithin bei 11.742.51 €. So viel müssen Sie jetzt gerade mindestens flüssig haben, wenn Sie nicht zu den Armen zählen wollen.

Das wird der großen Koalition über kurz oder lang den Hals brechen. Zu Recht! Wir brauchen breite Mehrheiten jenseits von Schwarz-Rot - aber, damit ich nicht missverstanden werde, nicht im rechtsradikalen Spektrum!
Merz, wann treten Sie an? Westerwelle, wann tun Sie etwas für diesen Staat?

das Ergebniss Ihrer Analyse kann niemanden wirklich überraschen.
Einen Aufschwung nur an Jobs und Geld fest zu machen ist eben zu kurz gegriffen.
Gerade diejenigen, die zutiefst verunsichert sind und zudem auch zumeist die existenzbedrohenden Auswirkungen der wirtschaftlichen Misere der letzten Jahre getragen haben werden skeptisch bleiben.
Zu einem mutigen Blick nach vorn und den Glauben an " bessere Zeiten " gehören eben auch der Glaube an sich selbst und die Zukunft unserer Gesellschaft .
Doch wer soll diese Ueberzeugungsarbeit leisten - der Staat /unsere Politiker ? - die Kirche ? -Fehlanzeige!! . Aber vielleicht hilft es ja schon wenn wir alle mit kleinen Schritten anfangen und unserem Nachbarn künftig mal wieder ein " Guten Morgen " wünschen.

Nachdem der Aufschwung jetzt tatsächlich stattgefunden hat, liegt es nun bei den Gewerkschaften dafür zu sorgen, dass nicht nur eine dünne Abzockerschicht davon profitiert. Das mangelnde Vertrauen der unteren Bevölkerungsschichten spiegelt vielleicht auch ein mangelndes Vertrauen in die Gewerkschaften und Betriebsräte wider, es wurden ja auch einige Korruptionsfälle nachgewiesen. Auch das Vertrauen zu den Politikern schwindet natürlich, wenn man sieht, wie z.B. durch Studiengebühren und Bafög-Nullrunden der Nachwuchs von ärmeren Eltern systematisch benachteiligt wird.

nicht mutlosigkeit sondern für eine verbesserung für alle kämpfen,jeden tag neu,an dem platz wo man steht, ist anzuraten.